Verwertungsmöglichkeiten
Beim Einsatz im Oberbodenbereich muss das Baggergut die Anforderungen an die Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen (Lebensraum, Filter- und Pufferfunktion) erfüllen. Beim Einsatz unterhalb der durchwurzelbaren Bodenschicht wird angestrebt, die Beeinträchtigung der Bodenfunktionen infolge der Abgrabung zumindest teilweise rückgängig zu machen. In erster Linie geht es dabei um die Regelungsfunktion zu Schutz des Grundwassers. Die Anforderungen gelten für Maßnahmen im Garten- und Landschaftsbau (Grün-, Park-, Sportanlagen, etc.), bei der Begrünung von baulichen Anlagen (Lärmschutzwälle, etc.), bei der Rekultivierung von Abgrabungen, bei der Sanierung von Altlasten und anderen schädlichen Bodenbelastungen, bei denen Materialien auf und in einer vorhandenen durchwurzelbaren Bodenschicht oder zur Herstellung einer durchwurzelbaren Bodenschicht aufgebracht werden.
Die Verwertung von Baggergut in der Landwirtschaft ist ein Spezialfall und setzt gute Kenntnisse des einzusetzenden Baggergutes und des zu verbessernden Standortes voraus. Die zu erreichenden Ziele zur Bodenverbesserung sind mit der landwirtschaftlichen Fachbehörde abzustimmen. Das behandelte Baggergut darf nur sehr geringe Schadstoffbelastungen aufweisen, damit die Forderung der BbodSchV (Einhaltung von 70 % der Vorsorgewerte im landwirtschaftlichen Boden nach Aufbringung) erfüllt werden kann.
| Entsorgungsmöglichkeiten von Baggergut und zuständige bzw. zu beteiligende Behörden |










