Wirtschaft :: Wirtschaftsstruktur
Der Landkreis Spree-Neiße befindet sich am äußeren Entwicklungsraum des Landes Brandenburg an der Grenze zur Republik Polen und zum Freistaat Sachsen. Im Land Brandenburg zählt der Landkreis Spree-Neiße zu den industriellen Ballungsgebieten. Die Wirtschaftsstruktur des heutigen Landkreises ist traditionell durch die Braunkohle- und Energiewirtschaft geprägt. Hier lagern reichhaltige Vorkommen an Braunkohle und oberflächennahen Rohstoffen. Im Landkreis Spree-Neiße sind die drei aktiven Tagebaue des Landes Brandenburg Welzow-Süd, Jänschwalde und Cottbus-Nord sowie zwei Sanierungstagebaue zu finden. Am Standort Schwarze Pumpe wird derzeit durch Vattenfall die weltweit erste Pilotanlage für ein CO2-emissionsarmes Braunkohlekraftwerk (30 MWth-Anlage) auf Basis des so genannten Oxyfuel-Verfahrens zur Abscheidung von Kohlendioxid im Kraftwerksprozess errichtet. Mit den Ergebnissen aus der Testphase soll anschließend ein Demo-Kraftwerk mit 300 MWel Leistung geplant und gebaut werden, um die Technologie zur großtechnischen Serienreife zu führen. Somit wird die Braunkohle auch künftig ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber im Landkreis sein. Mit der nachhaltigen Ausrichtung der Energiewirtschaft unter Einbeziehung der erneuerbaren Energien und neuen Energietechnologien besitzt der Landkreis Spree-Neiße ein hervorragendes Innovations- und Wachstumspotential in dieser strukturbestimmenden Branche. Aussichtsreich sind sogleich die zahlreichen Forschungsinitiativen und -projekte im Bereich neuer Energietechnologien, in dem sich z.B. das Centrum für Energietechnologie Brandenburg (CeBra) und weitere Institute der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus engagieren.
Neben der Energiewirtschaft haben sich mit der Kunststoff-/Chemieindustrie, der Ernährungswirtschaft, der Metallbe- und -verarbeitung sowie der Papier-, Bau- und Baustoffindustrie weitere starke und zukunftsfähige Branchen entwickelt bzw. fest etabliert.
Die Glas- und Textilindustrie sind über kleine und mittelständische Unternehmen ebenfalls als traditionelle Branchen in der Region vertreten. Die meisten der strukturbestimmenden Unternehmen des Landkreises gehören diesen Wachstumsbranchen an.
Die Glas- und Textilindustrie sind über kleine und mittelständische Unternehmen ebenfalls als traditionelle Branchen in der Region vertreten. Die meisten der strukturbestimmenden Unternehmen des Landkreises gehören diesen Wachstumsbranchen an.
Zu den Schwerpunkten der Wirtschaftspolitik des Landkreises Spree-Neiße gehört neben der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung unter dem Motto „Stärken stärken“ die Konzentration auf die Stärkung der Wachstumsbranchen in den Branchenschwerpunktorten Guben, Spremberg und Peitz. Der Landkreis wird im Rahmen seiner Möglichkeiten den ausgewiesenen regionalen Wachstumskern Spremberg in seiner Entwicklung weiter unterstützen.Weitere Schwerpunkte der Wirtschaftspolitik im Landkreis bilden eine aktive Förderung des Mittelstandes und ein breit gefächertes Ausbildungs- und Qualifizierungsprofil in jeder Branche.
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