Landkreis Spree-Neiße ist zweitbeste wirtschaftsfreundlichste Kommune
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Auswertung der Radverkehrsanalyse 2011 für den Landkreis Spree-Neiße

Im Rahmen des landesweiten Forschungsprojektes „Analyse von Radverkehrsströmen“ wurden auch 2011 wieder im Landkreis Spree-Neiße an fünf festen und fünf zusätzlichen Standorten die Radfahrer gezählt. Parallel dazu fanden wiederum im Rahmen eines über das Regionalbudget finanzierten Projektes an den zehn Standorten Befragungen der Radfahrer statt, um die ermittelten Zahlen interpretieren zu können.
 
Die Projektkoordinatorin Andrea Tiffe vom Büro Radschlag aus Berlin stellte den Kommunen und Tourismusorganisationen die Ergebnisse im Rahmen eines Fahrradtourismus-Workshops am 22.11.2011 vor.
 
Einige ausgewählte Zahlen: 2011 wurden 3367 Radfahrer im Landkreis Spree-Neiße befragt. Das waren Alltagsradler, Radausflügler und Radreisende. Ihr durchschnittliches Alter lag zwischen 45 und 60 Jahren. Die meisten Radreisenden (77,2%) fuhren Tagesetappen mit einer Länge von 50-100 km, bei 28,5% waren es mehr als 70 km am Tag. 51,5 % der Radreisenden war 7-14 Tage unterwegs.
Dabei benutzen sie vor allem Radreiseführer und Fahrradkarten zur Orientierung, aber auch die Beschilderung wurde als besonders wichtig eingeschätzt. Während der Radreise wurden vorwiegend historische Orte und Sehenswürdigkeiten (87,2%), sowie Museen und Ausstellungen (21,7%) besucht, eine weitere wichtige Aktivität war das Schwimmen (19,6%). Nur 16,6 % der Radreisenden kamen mit dem Auto, 67,7 % reisten mit der Bahn an. Für die Übernachtung wurden durchschnittlich 15-30 € pro Person ausgegeben. Dabei nutzten 52,8% der Gäste Pensionen und Gasthäuser, 23,4% Hotels. 43% der Befragten waren „Wiederholungstäter“, sie trafen ihre Reiseentscheidung aufgrund bisheriger guter Erfahrungen, 22,6 % hatten den Tipp von Verwandten und Bekannten bekommen.
Die Radfahrer wurden auch gebeten, die Qualität der Radwege einzuschätzen. Im Jahr 2009/2010 waren 30,8 % mit der Oberflächenbeschaffenheit und der Ausschilderung der Radwege sehr zufrieden, 2011 waren es nur noch 20, 4%. Das zeigt, dass an unseren Radwegen dringender Handlungsbedarf besteht, die Qualität ständig weiter zu verbessern, gerade unter dem Aspekt der wachsenden Konkurrenz der Radregionen in Deutschland. Weiterhin wurde anhand der Analysedaten berechnet, dass jeder in die Radinfrastruktur investierte Euro das vier- bis achtfache an Umsätzen in die Region bringt. Mit dem Gurkenradweg, dem Spreeradweg und dem Oder-Neiße-Radweg führen drei der vier am meisten frequentierten Radfernwege des Landes Brandenburg durch den Landkreis Spree-Neiße. Die meisten Radfahrer wurden wie im vergangenen Jahr an der Zählstelle in Burg (Spreewald) registriert, Spitzenmonat war dort der Juni 2011 mit fast 36000 Radfahrern.
 
Außerdem stand das Thema „Qualitätssicherung der Radfernwege“ auf der Tagesordnung des Workshops. Im Jahr 2012 müssen die schon erreichten ADFC-Sterne für den Fürst-Pückler-Weg, den Oder-Neiße-Radweg und den Spree-Radweg verteidigt werden, der Gurkenradweg, die Niederlausitzer Bergbautour und die Tour Brandenburg sollen neu zertifiziert werden. Dazu fanden in den letzten Wochen erste Erhebungen statt. Diese Ergebnisse wurden ebenfalls mit den Kommunen und Touristikern diskutiert.
 
Die vollständige Dokumentation ist erhältlich bei Michaela Birkner, Sachbearbeiterin Tourismus E-Mail m.birkner-bauplanungsamt@lkspn.de .


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