Geometrische Qualitätsverbesserung zur Qualitätssteigerung von ALKIS



























 

Geometrische Qualitätsverbesserung zur Qualitätssteigerung von ALKIS im Gebiet Gemarkung Krieschow Flur 5-6 und Sergen Flur 1

Zuwendungsbescheid-AZ: 86012470
Investitionsvolumen (Netto):  109.243,68 €
Zuwendung (85 %) (Netto): 92.857,14 €
     
 



Ausgangslage

Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS)
Das amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) enthält die Geobasisdaten der Liegenschaften, die Geometrie, ausgewählte öffentlich-rechtliche Festlegungen, die Bezeichnung, Lage, Nutzungsart, Größe und die charakteristischen topographischen Eigenschaften. Es stellt diese anwendungsneutral für unterschiedliche Nutzende bereit. Als raumbezogenes Bezugssystem stellt ALKIS somit ein zentrales Werkzeug für Prozesse in der Verwaltung, der Wirtschaft und darüber hinaus dar. Ein großer Nutzen entsteht hierbei durch die Anreicherung mit weiteren digitalen Daten anderer Fachverfahren und deren Verschneidung miteinander.

Geometrische Qualität von ALKIS
Das amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem hat in vielen Bereichen noch die kleinmaßstäbigen analogen Flurkarten der preußischen Steuerreform als Grundlage. Deren geometrische Genauigkeit genügt in vielen Fällen nicht den vom Kunden erwarteten Anforderungen. Mit dieser Fördermaßnahme sollen landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzte Fläche unter Beachtung katasterrechtlicher Aspekte und der Anforderungen aus der Grundbuchordnung als amtliches Verzeichnis der Grundstücke geometrisch verbessert werden.

Problemstellung
Die Fortführung des Liegenschaftskatasters wird wegen seiner Defizite in der geometrischen Qualität der Liegenschaftskarte, insbesondere in ländlichen Gebieten, regelmäßig erschwert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine zuverlässige Qualität der Geobasisdaten gerade im ländlichen Raum, für Energieanlagen, Leitungstrassen und vor allem auch für Umwelt- bzw. Klimaprojekte, erwartet wird. In diesen Fällen sind Passpunktbestimmungen erforderlich, auf deren Grundlage die flächenhafte Eingabe und Berechnung von Katasterzahlenwerk erfolgt. Diese Aufgabe soll im Rahmen dieses EFRE-Förderprojektes an Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) vergeben werden.

Ziel des Projektes
Das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem stellt Informationen u.a. für das Digitale Feldblockkataster und vielfältige interne Fachinformationssysteme der landwirtschaftlichen Betriebe bereit. Die Qualitätsverbesserung dieser Daten führt zu einer zielgerichteten und ressourcenschonenden Bewirtschaftung der land- und forstwirtschaftlichen Flächen und erbringt somit einen eminent wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung in der agrarindustriellen Kulturlandschaft Brandenburgs. Mit der sofortigen Übernahme des geometrisch verbesserten Nachweises in das Liegenschaftskataster als Mini-QL-Verfahren durch die Katasterbehörde (KB), werden bis jetzt unentdeckten Fehler in ALKIS, sollten welche vorhanden sein, behoben, die geometrische Qualität sichergestellt und der Katasterzahlennachweis mit der Katasterkarte harmonisiert.
 
Abbildung 1: Ausschnitt Projektgebiet Krieschow  Abbildung 1: Ausschnitt Projektgebiet Krieschow  - geometrische Abweichung des ALKIS von ca. 5 m
(Quelle: Bereitstellungsportal der LGB)
Abbildung 2: links - Grenzpunkt 500219 Abbildung 2: links - Grenzpunkt 500219 (Abb. 1) aus Projektgebiet Krieschow ohne inhaltliche Qualifizierung, rechts - inhaltlich qualifizierter Grenzpunkt mit ABM, BZA, GST, LZK, DES und SOE aus einem abgeschlossenen QL-Projekt
(Quelle: Bereitstellungsportal der LGB)


 
Beginn der Maßnahmen:  September 2026
Ende der Maßnahmen: November 2027
 
Dieses Projekt wurde kofinanziert von der Europäischen Union(60% = 55.714,28 EUR), über Mittel aus dem Programm Qualifizierung von Geobasisdaten 2024 sowie Mitteln des Landes Brandenburg (25% = 23.214,28 EUR).