Verkehrsinfrastruktur

Die vorhandene moderne verkehrliche Infrastruktur wird durch die etwa 70 km lange innereuropäische Binnengrenze zur benachbarten Republik Polen und die vormaligen und gegenwärtigen Braunkohlentagebaue maßgeblich bestimmt. Die BAB 15 (E36) durchzieht wie ein zentrales Band den Landkreis, tangiert die Stadt Cottbus und führt weiter in die schlesischen Industrieregionen der benachbarten Republik Polen. Auf dieser Straße werden paneuropäisch große Frachtströme in beiden Richtungen zwischen Rotterdam/Hamburg und Breslau/Kiew geführt.

Von zentraler Bedeutung in der Nord-Süd Richtung sind die Bundestraßen B169/168 im Westen, die zentral verlaufende B97 und B115/112 im Osten sowie die B156 im Süden und die B320 im Norden, die wie Sekanten den Landkreis queren.
Ein Netz von fast 1.650 km Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen erschließt den Landkreis sinnvoll.

Obwohl der Binnengrenzfluß Neiße und die Spree eine zentrale Bedeutung für den Tourismus besitzen, spielt die Binnenschifffahrt im Landkreis keine Rolle. Die nächsten schiffbaren Binnenhäfen Eisenhüttenstadt und Mühlberg befinden sich in benachbarten Landkreisen.

Wichtiger sind die Bahn-Haupttrassen, welche über die Stadt Cottbus den Landkreis nach Leipzig und Dresden bzw. nach Frankfurt / Oder und Berlin elektrifiziert durchqueren. Eine transeuropäische Verbindung führt vom polnischen Żary über Forst (Lausitz) nach Cottbus und wird von der polnischen Staatsbahn betrieben. Zwischen Forst (Lausitz) und Cottbus verkehrt die Regionalbahnlinie RB46/OE46.

Der Verkehrslandeplatz mit der zweithöchsten Kategorie, der privat betrieben Flugplatz Cottbus-Drewitz (EDCD), befindet sich im Landkreis Spree-Neiße. Er wird für die allgemeine Luftfahrt ergänzt durch die Flugplätze Spremberg/Welzow (EDCY) und Cottbus/Neuhausen (EDAP).
Von den internationalen Flughäfen Berlin (BER) und Dresden (DRS) ist der Landkreis annähernd in der gleichen Entfernung lokalisiert und über gut ausgebaute Autobahnen bzw. Bundesstraßen angebunden.