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02.12.2019 - Wochenbericht KW 48


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die besinnliche Zeit des Jahres beginnt für mich stets mit einer schönen Tradition, nämlich dem gemeinsamen Verzieren des Weihnachtsbaumes im Eingangsbereich der Kreisverwaltung mit den Mädchen und Jungen einer Kita aus dem Landkreis. In diesem Jahr halfen mir dabei am vergangenen Dienstag die Kinder der evangelischen Integrationskita „Talitha kumi“ aus Forst (Lausitz) beim schmücken des Baumes. Kurz vor halb Zehn erschienen die Mädchen und Jungen mit ihren Betreuerinnen in der Kreisverwaltung, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung zunächst mit einem Lied ihre Weihnachtsgrüße zu überbringen. Anschließend wurde unser Weihnachtsbaum mit selbst gebastelten Sternen verziert. Für diesen Einsatz und den wunderschönen Weihnachtsschmuck danke ich den Mädchen und Jungen ganz herzlich und ich hoffe, dass der geschmückte Weihnachtsbaum die Angestellten und Besucher des Kreishauses in Weihnachtsstimmung bringt.
Gleich im Anschluss begingen der Kreistagsvorsitzende Dr. Torsten Schüler, der Sozialdezernent Michael Koch und ich gemeinsam eine weitere schöne Tradition. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit spenden die Angestellten der Kreisverwaltung zahlreiche Weihnachtsgeschenke für die Tafeln. Auch in diesem Jahr hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Spree-Neiße wieder unzählige Präsente für die Kinder und Jugendlichen gesammelt. Damit sollen auch die, deren Familien auf die Tafel angewiesen sind, zum Fest ein kleines Geschenk erhalten. Viel lieber wäre es mir natürlich, wenn es die Tafel nicht geben müsste. Leider gibt es aber auch bei uns im Kreis zahlreiche Menschen, die auf deren Unterstützung angewiesen sind und dabei hilft der Landkreis Spree-Neiße natürlich gern. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung danke ich ganz herzlich für die erneut sehr große Spendenbereitschaft. Durch dieses Engagement leuchten an Weinachten Kinderaugen. Mein großer Dank gilt auch der Sparkasse Spree-Neiße, die den Tafeln des Landkreises Spree-Neiße ebenfalls häufig zur Seite steht. Mit kleineren und größeren finanziellen Spenden haben sie oft aus einer Notlage geholfen und dazu sage ich: Herzlichen Dank!
Vor diesem Hintergrund hoffe ich, dass Sie, werte Leserinnen und Leser, einen schönen 1. Advent hatten und langsam in Weihnachtsstimmung kommen. Genießen Sie die Weihnachtsmärkte in der Region und fahren Sie den Alltagsstress langsam runter, um das Jahr besinnlich ausklingen zu lassen.
 

25.11.2019 - Wochenbericht KW 47


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
was wäre die Wirtschaft eines Landkreises ohne sein Handwerk? Mit Blick auf die vielen Arbeitsplätze, welche durch die mittelständischen Handwerksbetriebe zwischen Spree und Neiße geschaffen werden, kann man guten Gewissens sagen: Nicht viel! Umso wichtiger ist es, dass diese die Unterstützung der Kommunal- und Landespolitik erhalten. Um innovative Firmen in ganz Brandenburg zu würdigen, vergibt das Land jedes Jahr den Zukunftspreis. Einer der Preisträger, der am vergangenen Freitag im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld mit dem wichtigsten Wirtschaftspreis Brandenburgs ausgezeichnet wurde, war die elmak Elektroanlagenbau Heizung und Sanitär GmbH aus Peitz. Mit dem Einsatz modernster und regenerativer Energien sowie der Energieeinsparung durch eine intelligente Vernetzung aller Gebäudesysteme, leistet die elmak einen bedeutenden Beitrag im Landkreis Spree-Neiße bei der Gestaltung des Strukturwandels und der Realisierung der sich vollziehenden Energiewende. Dabei spielen auch Kooperationsprojekte mit der BTU Cottbus-Senftenberg eine bedeutende Rolle, bei denen die entsprechenden Innovationen anschließend in die Praxis umgesetzt und vermarktet werden. Als Landrat war ich stolz den Unternehmern an diesem Tag zu ihrer herausragenden Leistung zu gratulieren. Für die Zukunft wünsche ich der elmak weiterhin alles Gute und vor allem viele weitere Innovationen und Aufträge. Ebenfalls nominiert war die UNIROR Universal-Rohrreinigungs GmbH Forst, die leider keinen Preis bekam. Für die Zukunft wünsche ich auch diesem Unternehmen aus dem Landkreis Spree-Neiße viel Erfolg. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Ich drücke in jedem Fall die Daumen!
 
Ein weiterer Termin führte mich am Samstag auf den 29. Brandenburger Zahnärztetag, der in diesem Jahr in Cottbus stattfand. Diese Veranstaltung ist stets in thematische Blöcke untergliedert, bei denen es zum Beispiel um Weiterbildung oder Berufsperspektiven geht. Im Block „Junge Zahnärzte in Brandenburg“ bot sich mir die Gelegenheit, um Nachwuchsfachkräfte für den Landkreis Spree-Neiße anzuwerben. Mir war es ein wichtiges Anliegen diese jungen Menschen davon zu überzeugen, dass es eine hervorragende Idee ist, nach dem Studium den Weg in die Lausitz zu gehen und sich in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis niederzulassen. So legte ich ihnen zum Beispiel dar, dass der Landkreis Spree-Neiße zentral zwischen den deutschen Metropolen Berlin und Dresden sowie dem florierenden polnischen Breslau liegt und dass es im Gegensatz zu diesen Städten bei uns noch reichlich bezahlbaren Wohnraum gibt. Ebenso legte ich die Vorzüge der hervorragenden Infrastruktur und des optimal getakteten Öffentlichen Personennahverkehrs nahe, bei dem vor allem an die Jüngsten und Berufstätigen gedacht wird. Neben den wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Vorzügen machte ich den Zuhörern auch deutlich, dass wir in unserem Landkreis einen großen Wert auf ein kinder- und familienfreundliches Umfeld legen. Mit unterschiedlichen Angeboten und Veranstaltungen setzen sich bei uns Initiativen, Vereine und Kommunen dafür ein und werden vom Landkreis unterstützt. Alle diese Aspekte haben sicher den einen oder anderen Studenten dazu bewogen, sich über eine Zukunft im Landkreis Spree-Neiße Gedanken zu machen.
 

18.11.2019 - Wochenbericht KW 46


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am vergangenen Samstag fand auf dem Friedhof in Döbern an der Gräberstätte für deutsche Gefallene die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisierte und vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr unterstützte zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Mit diesem Tag gedenken wir jedes Jahr still all jenen, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Für uns Deutsche ist dieser Gedenktag, der im Jahr 1920 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Leben gerufen wurde, ganz besonders wichtig. Als Verursacher, Teilnehmer und Leidtragende gleich zweier Weltkriege ermahnt uns dieser Tag daran, die Gräuel des Krieges niemals zu vergessen! Genau deshalb kommen Jahr für Jahr zahlreiche Menschen zusammen, um gemeinsam inne zu halten, zu gedenken und zu erinnern. Diese Erinnerungskultur ist wichtig, denn wir wollen aus dem, was sich an Schrecklichem ereignet hat, lernen und vor allem auch Konsequenzen ziehen. Denn hier gilt es das zu bedenken, was Papst Franziskus einst treffend wie folgt auf den Punkt brachte: „Krieg ist immer eine Niederlage der Menschheit!“ An diese leider sehr zahlreichen Niederlagen erinnern uns die auf der ganzen Welt verstreuten Gräberfelder, welche gleichermaßen Zeugen und Mahnmal unvorstellbarer Grausamkeiten sind. Sie sollen uns daran erinnern, Kriege zu verhindern und Menschenrechte zu schützen. Am besten geht dies, werte Leserinnen und Leser, indem wir unsere Jugend zum Frieden erziehen, statt ihnen fehlgeleitete Vorstellungen von Ehre und Gewalt mitzugeben. Denn auch hier gibt es ein passendes Sprichwort: „Wenn Du auf dem Schlachtfeld zwischen den Leibern unzähliger toter Soldaten stehst, dann fragʼ sie, ob Ehre wirklich wichtig ist. Ihr Schweigen wird deine Antwort sein.“ Mit Hass, Gewalt und Krieg können keine Konflikte gelöst werden. Daran erinnern uns die Kriegsgräber. Gleichzeitig sind sie aber auch Stätten des Trostes für Angehörige, die den Schmerz lindern helfen und ihnen Gewissheit bringen, wo Bruder, Vater, Sohn oder Ehemann ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Angehörige haben mit den Kriegsgräberstätten einen Ort zum Trauern, Erinnern und zum Schöpfen neuer Hoffnung. Darum sollten wir stets dankbar sein, dass es diese Orte zum Trauern gibt, auch wenn die Umstände, die zu eben dieser Trauer geführt haben, unfassbar und unmenschlich sind. Dass es solche Orte zum Trauern gibt, ist nicht zuletzt vielen Ehrenamtlern zu verdanken. Durch ihr ganz besonderes Engagement nach der Wende haben diese dazu beigetragen, dass wir diesen Gedenktag in würdiger Form begehen dürfen. Unsere Trauer bezieht sich daher auf die Toten aller Nationalitäten, die durch Krieg und Gewaltherrschaft ihre Leben verloren haben. Das eint uns, die Nachkommen, im Gedenken an die vielen Opfer der Kriege in Europa und der Welt. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass dieses kriegerischere Gegeneinander zu einem friedvollen Miteinander wird, in dem wir selbst stets mit gutem Beispiel vorangehen. Dies sind wir den Toten und Verwundeten der Kriege, den Opfern von Gewalt sowie ihren Angehörigen schuldig.

11.11.2019 - Wochenbericht KW 45


Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
 
vielen von ihnen haben am Wochenende an den Mauerfall vor 30 Jahren gedacht. Als Günter Schabowski am 9. November 1989 die Öffnung der Mauer fast beiläufig mitteilte und kurz danach Deutsche aus Ost und West in den Armen lagen.
Vor dem Hintergrund des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls und der Deutschen Einheit, haben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer gemeinsam den Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ ausgelobt. Zur Teilnahme an diesem rufe ich alle Jugendlichen zwischen 14 und 19 im Landkreis Spree-Neiße auf: „Die Auseinandersetzung mit dem demokratischen Aufbruch in der DDR durch die nachfolgenden Generationen ist wichtig, um so das Erbe der friedlichen Revolution zu bewahren und weiterzugeben. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Wahlen ist ein hohes Gut und ich halte es für unabdingbar, dass unsere Kinder den großen Wert dieser Freiheiten in einem vereinten Deutschland begreifen.
Daher rufe ich alle Jugendlichen in unserem Landkreis zur Teilnahme an dem Wettbewerb „Umbruchzeiten.“ auf. Unter www.umbruchzeiten.de finden sich alle weiteren Informationen zum Wettbewerb.
 
Gemeinsam mit der Brandenburgischen Bildungsministerin Britta Ernst übergab ich am Mittwoch, dem 06. November 2019, im Kinder- und Lernhaus „Lipa“ in der Gemeinde Burg (Spreewald) insgesamt sechs Förderbescheide für das Jahr 2019 in einer Gesamthöhe von knapp 60.000 Euro an Kindertagesstätten aus dem Landkreis, die sorbische/wendische Bildungsangebote in ihren Einrichtungen vorhalten. Insgesamt stellt das Bundesland Brandenburg für die Jahre 2019 und 2020 Mittel in Höhe von 210.790 Euro zur Verfügung, um so die sorbische/wendische Identität im Landkreis Spree-Neiße zu fördern.
Erst der Gebrauch verleiht der Sprache ihr Leben und umso wichtiger ist es mit Blick auf die Minderheitensprache Sorbisch/Wendisch, dass wir diesen Gebrauch kontinuierlich fördern. Als angestammtes Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden tragen wir im Landkreis Spree-Neiße eine hohe Verantwortung bei der Umsetzung einer guten Minderheitenpolitik. Umso erfreulicher ist die Übergabe des Zuwendungsbescheides zur Förderung von sorbischen/wendischen Bildungsangeboten in Kitas durch das Land Brandenburg, mit denen wir das Kulturerbe im Landkreis Spree-Neiße lebendig halten.
Mit den Mitteln soll die niedersorbische Sprache in den Kitas unterstützt werden. Dabei wird der personelle und sächliche Aufwand für die Bereitstellung von Angeboten für Kinder, für die Qualifizierung von Fachkräften, für die Einbeziehung der Eltern und für die Vernetzung des Umfeldes gefördert.
 
Aber nun kommt die fünfte Jahreszeit auf uns zu, ab 11.11. um 11:11 Uhr beginnt die närrische Zeit auch im Landkreis Spree-Neiße. Ich freue mich jedenfalls auf Karneval, Fasching oder Fastnacht. In diesem Sinne ein kräftiges Helau oder Heijo an alle Jecken!

04.11.2019 - Wochenbericht KW 44


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
auf Landesebene steht jetzt der Koalitionsvertrag der sogenannten möglichen Keniaregierung aus CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der kommenden Jahre wie Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Bildung oder Strukturwandel halte ich die im Koalitionsvertrag festgehaltenen Lösungsansätze für den richtigen Weg. Hierbei ist vor allem für uns als Energieregion wichtig, dass das Ergebnis der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB) im Koalitionsvertrag grundlegend anerkannt wird. Denn für einen von der Energiewirtschaft geprägten Landkreis wie unseren, in dem immer noch zigtausende Arbeitsplätze von den Kohletagebauen und der Kohleverstromung abhängen, braucht es Planungssicherheit. Als Brückentechnologie wird uns die Braunkohleverstromung auch in Zukunft noch begleiten müssen, denn ohne diese bedarfsgerechte Möglichkeit zur Energieerzeugung steht es schlecht um die Sicherheit des deutschen Stromnetzes. Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich dazu bekannt wird, dass die Lausitz auch in Zukunft eine Energie- und Industrieregion bleiben soll und dass von der Bundesregierung eine 1:1-Umsetzung der Ergebnisse der WSB-Kommission erwartet wird. Ich begrüße in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Vorhaben, die industrielle Weiterentwicklung unseres Landes mit dem Konzept der „Regionalen Wachstumskerne“ und die Clusterpolitik hin zu innovativen Wachstumskorridoren weiterzuentwickeln. Eine ebenfalls sehr positive Entwicklung sehe ich im Bereich der inneren Sicherheit. So plant die neue Landesregierung eine bessere Sach- und Personalausstattung, bei der die Polizei am Ende der Legislaturperiode über mindestens 8.500 Bedienstete verfügen soll. Für das Sicherheitsempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger ist dies ganz sicher der richtige Schritt. Ebenso soll es Verbesserungen im Brand- und Katastrophenschutz geben. So sollen die Mittel für die Fahrzeugbeschaffung auf 10 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden und es soll zu einer Entlastung unserer Feuerwehrfrauen und -männer von sachfremden Aufgaben kommen.

28.10.2019 - Wochenbericht KW 43


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige im Landkreis Spree-Neiße ist der Tourismus. Vor allem mit dem Spreewald, seit letztem Jahr die erste Qualitätsregion Deutschlands, haben wir eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Brandenburg. Mit fast 560.000 Ankünften allein von Januar bis August dieses Jahres, haben wir uns erneut in diesem Bereich gesteigert. Auch die Übernachtungszahlen sehen sehr gut aus. Mit dem Tourismusverband Spreewald versuchen wir diese positive Entwicklung weiter voranzutreiben. Einmal im Jahr findet deshalb ein großes Netzwerktreffen aller Touristiker aus dem Spreewald statt, um Erfahrungen auszutauschen und um gemeinsam neue Strategien und Konzepte zu entwickeln. Am vergangenen Montag freute ich mich als Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Spreewald zahlreiche Akteure aus diesem Bereich in der „Villa Reich“ in Lübben zu begrüßen, um dort ausgiebig über das Thema Nachhaltigkeit zu sprechen. Als Region mit bundesweit ausgezeichneter Qualität ist es für uns besonders wichtig, dass wir neben den touristischen vor allem auch die gesellschaftlich relevanten Trends und Themen frühzeitig aufgreifen und in unsere Konzepte integrieren. Nachhaltigkeit ist ganz sicher ein solches Thema und als Touristiker tragen auch wir Verantwortung in diesem Bereich. Dieser Verantwortung gerecht zu werden ist jedoch nicht nur eine Verpflichtung gegenüber unseren Kindern sowie den nachfolgenden Generationen. Sie anzunehmen und danach zu handeln ist in unser aller Interesse als Touristiker. Vor allem diejenigen unter uns, die ihr Unternehmen in einem der Schutzgebiete Brandenburgs haben, leben von einer intakten Natur und bieten es den Gästen als attraktives Landschaftserlebnis an. Mit Vorträgen, Projektvorstellungen und Diskussionsrunden widmeten wir uns diesem Thema aus ökonomischer, ökologischer, sozialer und eben auch die touristischer Sicht, um so fit für die Zukunft zu sein.
 
Ebenfalls am Montag fand in Cottbus die Eröffnung des neuen Bahnhofs und die damit verbundene Einführung der PlusBus-Linien im Landkreis Spree-Neiße statt. Nach mehrjähriger Bauzeit konnten wir gemeinsam diesen modernen, neuen Verkehrsknotenpunkt eröffnen, der eine deutliche Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Spree-Neiße darstellt. Durch eine Anpassung aller ein- und ausfahrenden Buslinien zwischen dem Landkreis Spree-Neiße und Cottbus an dieses Mobilitätszentrum, können Sie als Fahrgäste ab sofort schneller, bequemer und barrierefrei zwischen Bus und Bahn sowie zwischen Bus und Bus umsteigen. Die Entwicklung zu einem hochwertigen Buskonzept wird ab sofort mit der Einführung der PlusBus-Linien von Cottbus nach Burg, Döbern und Hoyerswerda sowie von Forst nach Döbern und Guben weiter die Attraktivität zur Nutzung des ÖPNV steigern. Der PlusBus bringt die Vorteile des Schienenverkehrs auf die Straße und damit weiter in die Region. Er ergänzt das Netz mit Bussen in der Taktung des Bahnverkehrs – von früh bis spät. Für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, wird auf diese Art ein Angebot geschaffen, das Ihnen und den zahlreichen Gästen der Region den Umstieg auf den Nah- und Fernverkehr ermöglicht. Auch in diesem Bereich setzen wir in Zukunft auf Nachhaltigkeit.
 
Um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und um neue Themenschwerpunkte für die zukünftige Arbeit zu besprechen, veranstaltet der Eigenbetrieb Jobcenter des Landkreises Spree-Neiße einmal im Jahr eine Mitarbeiterfachtagung. Am vergangenen Mittwoch war es wieder soweit und als Landrat freute ich mich, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße zu begrüßen. Ich habe stets hinter der Arbeit des Jobcenters gestanden und es war mir ein wichtiges Anliegen den Angestellten zu vermitteln, dass dies auch in Zukunft so sein wird. Denn mit einer äußerst erfolgreichen Arbeitsmarktintegration leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Jobcenters eine hervorragende Arbeit. Mit großer Beharrlichkeit, sachlicher Überzeugungsarbeit und viel Verständnis ist es diesen gelungen, die Arbeitslosigkeit im Landkreis Spree-Neiße auf immer neue Rekordtiefststände zu bringen. Vor allem die Befähigung und Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen oder Bleibeberechtigten erfolgt zum jetzigen Zeitpunkt nur unter erschwerten Bedingungen. Dieser Herausforderung stellen sich unsere Angestellten dennoch als großes Team, das gemeinsam an einem Strang zieht. Diese bemerkenswerte Leistung verdient Anerkennung und Respekt und genau deshalb ist es mir stets ein wichtiges Anliegen bei diesen Fachtagungen vor Ort zu sein. An dieser Stelle sage ich noch einmal: Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit und den vorbildlichen Einsatz!
 

21.10.2019 - Wochenbericht KW 42


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
Süchte sind ein ernstzunehmendes Thema, das uns vor große Herausforderungen stellt. Denn egal ob Alkohol, Chrystal Meth, Cannabis oder Wetten: Abhängigkeiten schränken das Leben eines Menschen nach und nach ein und bestimmen es schlussendlich komplett. In einer gemeinsamen Sitzung des Sozial-, Gesundheits- und Gleichstellungsausschusses, des Kultur- und Bildungsausschusses sowie des Jugendhilfeausschusses im Frühjahr 2018 wurde deshalb beschlossen, die Präventions- und Suchtberatungsarbeit im Landkreis Spree-Neiße personell und finanziell zu verstärken. Weiterhin einigten wir uns darauf, dass in Zukunft alle zwei Jahre eine Konferenz zu den Themen Drogen und Sucht stattfinden wird. Die erste, sehr gut besuchte Konferenz gab es im Frühjahr 2019 in der Kreisverwaltung mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Das Ziel der Veranstaltung war es, die Vernetzungsarbeit auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene zu unterstützen und gemeinsame Ansätze in der Drogen- und Suchtpolitik aufzuzeigen. Um bei diesem Thema am Ball zu bleiben, besuchte ich gemeinsam mit Sozialdezernent Michael Koch am Dienstag, dem 15. Oktober 2019, die Suchtberatungsstelle des DRK-Kreisverbandes Niederlausitz e.V. in Spremberg. Bei Süchten gleich welcher Art finden Abhängige dort bei den Sozialpädagoginnen Susanne Kirsch und Claudia Noack zahleiche Angebote und falls gewünscht auch anonyme Hilfe, um einen passenden Weg in die Unabhängigkeit zu finden. Wie DRK-Kreisgeschäftsführerin Cornelia Grösel uns zu Beginn des Arbeitsbesuches erläuterte, wird in Einzel-, Paar- oder Gruppengesprächen nicht nur den Betroffenen, sondern ebenso deren Angehörigen Information und Beratungen zu teil. Neben Spremberg gibt es dafür auch Außenstellen für die Suchtberatung, welche montags in Welzow und dienstags in Drebkau geöffnet hat. Neben der Beratung sowie der Krisenintervention und Rückfallvorbeugung spielt vor allem die Prävention eine wichtige Rolle. Alle zwei Jahre findet dazu eine Aktionswoche statt, bei der zum Beispiel über die Gefahren und Risiken übermäßigen Alkoholkonsums aufgeklärt wird. Mit Blick auf den wachsenden Konsum von synthetischen Drogen in Südbrandenburg ist für das Jahr 2020 ein Fachtag zum Thema Chrystal Meth geplant, der hervorragend in unsere jüngsten Bemühungen zu diesem Thema passt. Den Mitarbeiterinnen der Suchtberatungsstelle danke ich noch einmal herzlich für ihre engagierte Arbeit, die schon vielen Menschen in unserem Landkreis geholfen hat.
 
Am vergangenen Dienstag waren der Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge, und ich gemeinsam mit unseren Fachkräften für Brand- und Katastrophenschutz bei einem gemeinsamen Termin im brandenburgischen Innenministerium, um dort über die Waldbrandbekämpfung in der Lieberoser Heide zu sprechen. In den vergangenen beiden Jahren gab es dort verehrende Feuer, weshalb wir vor allem über die Waldbrandbekämpfung aus der Luft sowie die Vor- und Nachsorge bei Waldbränden thematisierten. Im Gegensatz zum Landkreis Spree-Neiße, der die Ansiedlung einer europäischen Löschflugzeugstaffel in Welzow (die sogenannte rescEU-Flotte) unterstützt, setzt das Land weiterhin auf den Einsatz von Hubschraubern der Bundespolizei. Aus den Erfahrungen der Piloten in 2018 und 2019 heraus, sollen diese in Zukunft früher eingesetzt werden, um so Großbrände von vornherein zu verhindern. Dieses Konzept ist natürlich gut und richtig, allerdings würden wir es auf Landkreisebene dennoch gern sehen, dass sich Bund und Land für die Ansiedlung eines europäischen Brand- und Katastrophenschutz- bzw. Sicherheitszentrums mit besagter Löschflugzeugstaffel einsetzen. Zum einen wäre dies vor dem Hintergrund des Strukturwandels ein klares Zeichen an die Region, dass hier etwas passiert, und zum anderen würde dies zu einer deutlichen Verbesserung bei den Möglichkeiten der Waldbrandbekämpfung führen. Wenn die Europäische Union die Notwendigkeit zur Schaffung eines europäischen Brand- und Katastrophenschutz- bzw. Sicherheitszentrums nördlich der Alpen sieht, so sollten wir diese Chance nutzen und alles Mögliche dafür in die Wege leiten, um es zu uns in die Region zu holen. Denn die damit verbundenen Möglichkeiten gehen weit über die Brandbekämpfung in der Lieberoser Heide hinaus. Mit Blick auf eben diese wurden weiterhin vorbeugende Maßnahmen besprochen. Dazu gehören das Einfügen von Wundstreifen, also Flächen ohne brennbares Material, und Waldbrandschutzriegel, also die Durchmischung des Waldes mit weniger brandgefährdeten Laubbaumarten. Ebenso verbessert werden sollen der Wegebau und die Anzahl der Löschwasserentnahmestellen in unmittelbarer Umgebung.
 

14.10.2019 - Wochenbericht KW 41


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am vergangenen Montag feierten wir gemeinsam in der Glasmacherstadt Döbern das 50-jährige Jubiläum des Stadtrechtes. Ein kleines Dorf mitten in der Lausitz wuchs im Laufe der Zeit immer weiter heran, sodass ihm schließlich 1969 dieses Recht verliehen wurde. Aus diesem Anlass kamen zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Vereinsweisen ins Deutsche Haus nach Döbern, um dort gemeinsam das Jubiläum zu begehen. Rund 300 Gäste waren es, die Döbern an diesem Tag hochleben ließen. Für die Stadt bedeutete dieser feierliche Anlass natürlich auch 50 Jahre Entwicklung, Engagement und Miteinander. Wie groß dieses ist, zeigte sich während des bunten Bühnenprogramms, bei dem vor allem die Kinder und Jugendlichen der Stadt ihre Ideen und Talente präsentierten. Aber auch der Volkschor Döbern sorgte für einen echten Gänsehautmoment. Es ist genau dieser Einsatz der Menschen vor Ort in den Vereinen, der Feuerwehr oder der Kommunalpolitik, der dafür gesorgt hat, dass Döbern heute da steht wo es ist. Denn wie heißt es so schön: Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt. Genau dabei wollen wir als Landkreis natürlich nach Kräften helfen. So haben der Landkreis Spree-Neiße und die Stadt Döbern in den letzten Jahren zahlreiche Projekte realisiert. Dabei denke ich zum Beispiel an den Bau der Rettungswache, mit dem es uns gelungen ist, die Qualität des Rettungsdienstes für die Bewohner hier in der Region dauerhaft zu sichern. Insgesamt waren 27 Firmen an diesem 960.000-Euro-Projekt beteiligt, davon 23 aus dem Landkreis Spree-Neiße und Cottbus sowie vier aus Nachbarkreisen in Sachsen. Apropos Nachbar: Besonders gefreut habe ich mich, dass wir an diesem Tag auch mit Herrn Kamyszek aus Jasien den Bürgermeister der polnischen Partnerstadt begrüßen konnten. Im Landkreis legen wir schließlich viel Wert auf ein gutes Verhältnis zu unseren östlichen Nachbarn, und der Austausch bei Veranstaltungen wie dem Jubiläum in Döbern trägt jedes Mal weiter ein Stück am Hausbau „Europa“ bei. Für die Zukunft wünsche ich mir weiter eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort, denn nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen der Zukunft angehen. Ich bin sicher, dass auch die Döberner Bürger viele gute Ideen haben, wie wir unsere Zukunft gemeinsam zum Wohle aller meistern können, sodass Döbern auch in den nachfolgenden 50 Jahren ein liebens- und lebenswerter Ort für Alt und Jung bleibt.
 

07.10.2019 - Wochenbericht KW 40


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
ich hoffe, dass Sie erholt aus dem verlängerten Wochenende an Ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt oder zusammen mit Ihrer Familie in den Herbsturlaub unterwegs sind. Wie gewohnt möchte ich Ihnen von meiner letzten Arbeitswoche berichten.
 
Vor 50 Jahren wurde Welzow offiziell das Stadtrecht verliehen und anlässlich dieses Jubiläums hat die Stadt einen tollen neuen Werbe- und Imagefilm erstellt. Mit dessen Vorführung durch Bürgermeisterin Birgit Zuchold begann für mich am vergangenen Mittwoch, dem 02. Oktober 2019 ein ganztätiger Arbeitsbesuch in Welzow. Zunächst führten wir ein rund dreistündiges Arbeitsgespräch, in dem wir mit unseren Führungskräften über die finanzielle und wirtschaftliche Situation der Stadt und der gesamten Region im Zusammenhang mit der bergbaulichen Entwicklung berieten. Konsens herrschte darüber, dass wir eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen durch die Bundes- und Landesebene benötigen. Ebenfalls thematisiert wurden die Teils drastischen Folgen der bis zu über 10 Jahre zurückgreifenden Rückforderungen von Gewerbesteuern für die Stadtkasse. Vor diesem Hintergrund waren wir uns einig darüber, dass die Ausgangsbedingungen in den Kommunen und die Rahmenbedingungen der Daseinsvorsorge stimmen müssen, um den Prozess der  Strukturentwicklung in der Lausitz meistern zu können. Vor allem der Zustand der Infrastrukturanbindungen spielt hierbei eine wichtige Rolle. Im Zuge des fortschreitenden Braunkohleabbaus verlor Welzow wichtige Straßenverbindungen nach Spremberg und Anbindungen an Bundes- und Landesstraßen. Diesbezüglich verabredeten wir zukünftig noch stärker gemeinsam die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zu begleiten und voranzutreiben. Eine gute Nachricht für alle Welzower Bürger gab es zur Ansiedelung einer kleinen Rettungswache in der Stadt, mit der die Hilfszeiten im Notfall weiter verbessert werden sollen. Darüber hinaus stellte Bürgermeisterin Zuchold uns ein Konzept zum Welzower Verkehrslandeplatz als potenziellem Standort für den Aufbau eines europäischen Sicherheits-, Brand- und Katastrophenschutzzentrums vor. Bereits vor einigen Wochen war der zuständige EU-Kommissar für Katastrophenschutz Christos Stylianides vor Ort, um sich von den Standortvorteilen einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.
Im Anschluss an das Arbeitsgespräch besuchten Bürgermeisterin Zuchold und ich in Begleitung von Axel Hübner, dem Vertreter der kreislichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft CIT GmbH, zwei erst seit Kurzem in der Stadt Welzow ansässige Unternehmen. Die seit vier Wochen in Welzow produzierende Firma Tholeg Robotics mit acht Mitarbeitern setzt auf das hohe Innovationspotenzial beim Einsatz und der Herstellung von Drohnen. Eindringlich und an praktischen Beispielen erläuterte Geschäftsführer und Entwickler Thomas Zügel uns die unterschiedlichen Einsatzgebiete der Flugkörper. Besondere Potenziale sieht der Unternehmer in der zukünftigen Ausgestaltung des Brand- und Katastrophenschutzes durch technologische Entwicklungen unter anderem zur Feuerbekämpfung in munitionsbelasteten Gebieten. Als nächstes besuchten wir die Werkhalle der BauArt playgrounds GmbH, die vor allem Kinderspielplätze aus Robinienholz produziert. In Entlastung der Produktionsstätte des im Fläming ansässigen Unternehmens, wurde in Welzow eine Außenstelle zur Fertigstellung der Holzspielkörper geschaffen. Bereits 12 Mitarbeiter aus der Region hat das Unternehmen durch innerbetriebliche Qualifizierungen fit gemacht. Ziel ist es zukünftig 40 Mitarbeiter am Standort in der Lausitz zu beschäftigen. Den beiden Unternehmen danke ich an dieser Stelle für ihre innovativen Geschäftsideen, mit denen sie in Zukunft hoffentlich großen Erfolg haben und so ein Stück weit zur Strukturentwicklung in der Lausitz beitragen.
 

30.09.2019 - Wochenbericht KW 39


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
eine ereignisreiche Woche mit vielen tollen Veranstaltungen und Arbeitsbesuchen liegt hinter mir. Exemplarisch möchte ich Ihnen vom vergangenen Montag berichten, als bei uns im Kreishaus eine Demokratiekonferenz, eine Ausstellungseröffnung sowie die kreisliche Eröffnung der interkulturellen Woche stattfanden.
 
Zum Wesen der Demokratie gehört bekanntermaßen die Beteiligung aller Bevölkerungsschichten. Genau vor diesem Hintergrund veranstalteten wir unter der Federführung von Christian Müller, dem Koordinator des Projektes „Demokratie leben!“, eine Demokratiekonferenz mit einem vielfältigen Programm. Zunächst gab es eine Einführung zum Thema „Beteiligung“, der eine angeregte Gruppendiskussion zur Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im Prozess der demokratischen Meinungsbildung folgte. Für mich war die Gruppenarbeit mit den Jugendlichen aus unserem Landkreis unheimlich lehrreich, denn es war spannend zu sehen, welche konkreten Vorstellungen und Vorschläge die Jugendlichen zu ihrer Teilhabe in unserer Gesellschaft haben. Die Jungen und Mädchen hatten sich hervorragend auf die Diskussion vorbereitet und viele tolle Ideen mitgebracht, wie sie sich noch besser in unsere kreislichen Angelegenheiten einbringen können. Die Gespräche verliefen äußerst rege und konstruktiv, sodass am Ende interessante Empfehlungen und Lösungsansätze erarbeitet wurden. Bei allen Teilnehmern der Konferenz bedanke ich mich daher noch einmal recht herzlich, dass sie unserer Einladung gefolgt sind und so angeregt mit uns an der Weiterentwicklung unseres demokratischen Meinungsbildungsprozesses gearbeitet haben.
 
Der zweite Programmpunkt des Tages war die Eröffnung der Ausstellung „Farben Europas 2019“. Entstanden sind die wunderschönen Bilder, welche noch bis zum 11. Oktober 2019 im Foyer vor dem Kreistagssaal zu sehen sind, bei einem deutsch-polnischen Malerpleinair. Dabei handelt es sich um ein mit EU-Mitteln gefördertes INTERREG-Projekt, das wir gemeinsam mit dem Landkreis Zielona Góra durchgeführt haben. Ursprünglich von unseren polnischen Freunden im Jahr 2011 initiiert, fand dieses Kunstevent zum nunmehr sechsten Mal statt. Dass sich erneut zahlreiche Künstler aus beiden Landkreisen gefunden haben, um an diesem grenzüberschreitenden Projekt teilzunehmen, hat mich sehr gefreut. Es sind auch gemeinsame Projekte wie das Malerpleinair, durch die der Gedanke der europäischen Einigung und Partnerschaft weiter vorangebracht wird. So absolvierten die Teilnehmer einen kleinen deutsch-polnischen Tandemsprachkurs, um sich näher kennenzulernen und um die gegenseitige Verständigung zu erleichtern. Seit dem Jahr 2011 haben sich auf diese Weise insgesamt 27 polnische und 26 deutsche Künstler kennen und schätzen gelernt. Stattgefunden hat das Malerpleinair vom 15. bis 26. Juli 2019 in unserem Familienzentrum in Grießen. Die bei unterschiedlichen Ausflügen in unserem Landkreis gesammelten Eindrücke haben die Künstler zu anschaulichen Werken verarbeitet. So finden sich die besuchten Orte wie die Kreisverwaltung, der Forster Wasserturm, der Ostdeutsche Rosengarten oder das Kulturschloss Spremberg in unterschiedlichen Kunststilen wiedergegeben. Nutzen Sie, liebe Leserinnen und Leser, noch die Chance und schauen Sie sich die farbenprächtigen Ergebnisse dieses Projektes während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung an.
 
Der dritte Programmpunkt an diesem ereignisreichen Montag war die Eröffnung der Interkulturellen Woche 2019. Nachdem es also bei der Demokratiekonferenz um „Beteiligung“ und „Migration“ ging und bei der Ausstellungseröffnung um „Austausch“ und „Kunst“, brachten wir diese Themen abschließend bei einer „Bunten Karawane der Kulturen“ zusammen. Genau so heißt das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche, an der sich wieder zahlreiche Gruppen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen beteiligen. Im Rahmen der Veranstaltung gab es viele spannende Einblicke in andere Kulturen, die mit allen Sinnen erlebt werden konnten. Es gab Musik, Tanz, Vorträge und kulinarische Highlights aus allen Teilen der Welt. Mit dem Programm konnten wir den zahlreichen Besuchern die Vielfalt unseres liebens- und lebenswerten Landkreises Spree-Neiße näher bringen, denn Vielfalt verbindet. Trotz aller Unterschiede zwischen den Menschen gibt es doch stets ein Mehr an Gemeinsamkeiten, sodass die Unterschiede letztlich gar nicht so wichtig sind. Genau deshalb wollten wir mit unserer bunten Karawane der Kulturen ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass Vielfalt und Toleranz in unserem Landkreis aktiv gelebt werden.
 

23.09.2019 - Wochenbericht KW 38


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
der Landkreis Spree-Neiße blüht für die Biene. In diesem Jahr haben wir deshalb eine Bienenbroschüre herausgegeben, die zahlreiche Informationen zur Imme im Allgemeinen, aber auch zur Zucht von Bienen im Landkreis Spree-Neiße im Speziellen enthält. Diese ist sowohl im Kreishaus in Form einer Auslage als auch auf unserer Homepage unter www.lkspn.de als Download erhältlich. Viele Bürger haben die kostenlose Broschüre bereits mitgenommen und ebenso viele Schulen im Landkreis haben das Heft bei uns nachgefragt, um es im Unterricht als Informations- und Anschauungsmaterial zu benutzen. Auf diesen Erfolg sind wir als Landkreis natürlich besonders stolz. Um weiter beim Thema Biene am Ball zu bleiben, war ich am vergangenen Dienstag gemeinsam mit dem Fachbereichsleiter für Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung Helfried Kröber sowie dem Leiter der staatlich anerkannten Bienen-Belegstelle „Rotkäppchen“ Hans Jörg Breuninger in der Gemeinde Tauer unterwegs. Als langjähriges Mitglied des Imkerverein Cottbus e.V. ist Hans Jörg Breuninger an diesem Standort zuständig für die Aufzucht von gesunden und reinrassigen Königinnen. Diese sind für die Zucht vitaler Bienenvölker unerlässlich, weshalb seine Aufgabe für die Imkerei von enormer Bedeutung ist. Um die Königinnen vor Krankheiten und anderem Ungemach zu schützen, ist die Belegstelle tief im Wald verortet. Um die Belegstellte herum gilt deshalb auch in der Zeit vom 15. Mai bis zum 15. August jeden Jahres ein weiträumiger Schutzbereich, in dem sich ausschließlich Völker der Linie der Belegstelle Rotkäppchen aufhalten dürfen. Hans Jörg Breuninger sprach mit uns über seine spannende Arbeit und präsentierte uns die Details der Belegstelle. Für seinen wichtigen Beitrag für die Flora und Fauna unseres Landkreises spreche ich Herrn Breuninger an dieser Stelle meinen Dank aus, denn ohne sie, würde die Gegend zwischen Spree und Neiße nicht so schön blühen, wie Sie es tut. Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, versichere ich des Weiteren, dass wir als Kreis unser Bestes geben, um nicht nur die Biene, sondern alle für die Natur wichtigen Insekten bestmöglich zu schützen.
 
Ein weiterer Termin in dieser Woche führte mich am Samstag nach Burg (Spreewald), wo das MediClin Reha-Zentrum sein 25-jähriges Jubiläum und gleichzeitig den 15. Brandenburgischen Gesundheitstag feierte. 1992 wurde das Reha-Zentrum für 60 Millionen D-Mark als eine der ersten Maßnahmen zur Strukturentwicklung in Ostdeutschland erbaut. Vor allem in den Wendejahren war dies auch ein wichtiges politisches Signal, dass es nun endlich vorwärts geht. Als drittes von insgesamt acht Vorhaben in den neuen Bundesländern und nach 17 Monaten Bauzeit konnte dann am 22. März 1994 die erste Patientin mit einem Blumenstrauß begrüßt werden. Auch wenn über ihren Aufenthalt nichts weiter bekannt ist, so war diese dennoch ganz sicher froh hier behandelt zu werden, denn damals zählte der Klinik-Bau zu den modernsten in ganz Ostdeutschland. Ende der 90er Jahre wurde die Reha-Klinik in den Konzern MediClin integriert, der am Standort Burg (Spreewald) mittlerweile 220 Mitarbeiter beschäftigt, die sich um insgesamt 271 Betten kümmern. Genau deshalb unterstütze ich als Landrat die Klinik zusammen mit dessen kaufmännischen Direktor Harald Kruse stets nach Kräften, um den Standort zu stärken und auszubauen. In jüngster Zeit betraf dies vor allem die Forderung an unsere Landesregierung, dem Antrag auf die Erweiterung der Reha-Klinik durch eine neurologische Fachklinik endlich zuzustimmen. Leider ist das noch nicht erfolgt, aber ich versichere Ihnen, werte Bürgerinnen und Bürger, auch hier bleiben wir am Ball! Denn mit dem Neubau könnte die neurologische Rehabilitation im Süden Brandenburgs gewährleistet werden und genau deshalb wollen wir dieses Projekt auch gemeinsam unbedingt durchsetzen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das Reha-Zentrum in Burg ein zuverlässiger und unverzichtbarer Partner für die Gesundheitsversorgung in unserer ländlich geprägten Gegend ist und genau deshalb ist die Unterstützung durch Politik und Verwaltung umso wichtiger.
 

16.09.2019 - Wochenbericht KW 37


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
um die internationalen Kooperationen des Landkreises Spree-Neiße weiter zu pflegen und zu vertiefen, lud ich in der vergangenen Woche zu einem Partnerschaftstreffen ein. Gekommen waren Gäste aus den polnischen Landkreisen Zielona Gora, Krosno und Zary sowie aus dem schottischen Landkreis East Lothian, mit denen ich mich an zwei Tagen über die Themen Schüleraustausch, grenzüberschreitender Rettungsdienst, Gesundheitsversorgung, duale Berufsausbildung sowie Tourismus und Kultur austauschte. Im Rahmen des ersten Arbeitsgesprächs am Donnerstag unterzeichneten Landrat Grzegorz Garczyński aus dem Landkreis Krosno und ich ein Partnerschaftsabkommen. Hierbei handelt es sich um die Intensivierung der Zusammenarbeit, die ich in meinem Blog vom 12. August 2019 bereits angekündigt hatte. Mit dem Vertrag soll die Internatsunterbringung von polnischen Schülern, die das Pestalozzi Gymnasium Guben besuchen, sichergestellt werden. Im Anschluss an die gemeinsame Gesprächsrunde führte ich unsere Gäste in den UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen und zum Aussichtsturm am Felixsee. Dort genossen wir nach 160 Stufen den fantastischen Ausblick. Anschließend ging es zur Alten Ziegelei nach Klein Kölzig. Beeindruckt zeigten sich die Gäste von dem großen Engagement des Vereins und stellten viele Fragen während der Rundfahrt mit der Ziegeleisenbahn. Zum Abschluss des Tages besuchten wir das Schullandheim Jerischke. Mit Hilfe einer gut aufbereiteten Präsentation konnte den Gästen die Wichtigkeit des Muskauer Faltenbogens als UNESCO Global Geopark dargelegt werden. Klar wurde dabei, dass der Erhalt des Prädikats UNESCO Global Geopark stets an hohe Auflagen gebunden ist. Mein Dank für die Begleitung an diesem Tag gilt den Fraktionsvorsitzenden des Kreistages.
 
Der zweite Tag des Partnerschaftstreffens am Freitag stand ganz im Zeichen des Themas Bildung. Zunächst besuchten die Gäste aus Polen und Schottland gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bildungsausschusses, Daniel Troppa, und mir das Oberstufenzentrum I des Landkreises Spree-Neiße in Forst (Lausitz). Dort sprachen wir mit Schulleiter Ralph Reinsch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie über die Kooperationsmöglichkeiten im Ausbildungsbereich. Dabei wurde deutlich, dass es in Deutschland, Polen und Schottland mit dem Fachkräftemangel und dem Mangel an Auszubildenden und Studenten in den MINT-Fächern (kurz für: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ähnliche Herausforderungen gibt. Unsere Gäste zeigten vor allem an dem dualen Ausbildungssystem in Deutschland Interesse, da dieses praxisnahe Modell nicht überall in Europa angewandt wird. Ein Rundgang durch das OSZ I vermittelte die unterschiedlichen Bereiche der Ausbildung. Der zweite Termin des Tages führte die internationale Delegation an das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst (Lausitz). An der Europaschule wurden die Partner des Landkreises nicht nur von Schulleiter Thomas Röger, sondern auch von ihren jeweiligen Landesflaggen begrüßt, die aus den Fenstern des Gymnasiums hingen. Eine Willkommensgeste, die bei den Landräten aus Polen und Schottland auf großes Wohlwollen stieß. Neben dem Schüleraustausch stand auch der Schulalltag im Fokus, über den die Schülersprecherin Paula Angrick und die Sprecherin der AG „Schule ohne Rassismus“ Paula Emilie Lang berichteten. Die polnischen Gäste freuten sich dabei ganz besonders über den Umstand, dass mittlerweile 172 deutsche Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums die polnische Sprache erlernen. Damit ist sie die beliebteste zweite Fremdsprache, die die angehenden Abiturienten wählen können. Im Anschluss ging es in das Katastrophenschutzzentrum in Forst (Lausitz), wo der Ehrenkreisbrandmeister und Sachgebietsleiter für Brand- und Katastrophenschutz Wolfhard Kätzmer den internationalen Gästen die Strukturen und Abläufe des Brand- und Katastrophenschutzes näher brachte. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der großzügigen Ausstattung und den ausgeklügelten Strategien zur Brand- und Katastrophenbekämpfung des Landkreises, sodass sie viele Eindrücke und neue Ideen mit nach Hause nehmen konnten. Besonders gefreut hat mich, dass der Kreistagsvorsitzende Herr Dr. Thorsten Schüler mich an beiden Tagen begleiten konnte.
 
Ein kulturelles und sportliches Highlight mit viel internationalem Publikum, das passenderweise parallel zum Partnerschaftstreffen im Landkreis stattfand, waren die FEI-Weltmeisterschaften der Zweispänner im schönen Drebkau. Diese Großveranstaltung wurde vom Reit- und Fahrverein Drebkau e.V. nicht etwa nur zum ersten Mal in den Landkreis Spree-Neiße, sondern zum ersten Mal überhaupt nach Ostdeutschland geholt und darauf war ich als Landrat und Schirmherr stolz. Auch unseren internationalen Gästen aus Polen und Schottland, mit denen ich die Veranstaltung besuchte, zeigten sich ebenso wie die über 20.000 Besucher aus nah und fern begeistert von der tollen Atmosphäre und der herzlichen Gastfreundschaft, die vor Ort zu spüren war. Ein besonderes Dankeschön spreche ich an dieser Stelle noch einmal allen aus, die für die Planung und Umsetzung dieser ganz besonderen Veranstaltung verantwortlich waren. Mit großem Engagement und viel Herzblut haben die Vereinsmitglieder, Sponsoren und Helfer eine Veranstaltung von internationalem Kaliber auf die Beine gestellt. Es waren fünf Tage mit fairen und spannenden Wettbewerben. Dass mit Sandro Koalick einer der Organisatoren sogar die Vizeweltmeisterschaft bei diesem hochklassigen Wettbewerb erringen konnte, war wirklich die Krönung einer rundum gelungenen Veranstaltung.
 
 
 
 
 

09.09.2019 - Wochenbericht KW 36


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
jedes Jahr Anfang September wird mir als Landrat eine ganz besondere Ehre zuteil. Denn in dieser Zeit obliegt es mir, unsere Auszubildenden des dritten Lehrjahres zu ihrer abgeschlossenen Ausbildung zu gratulieren und sie als Jungfacharbeiter in unser Haus zu übernehmen. In diesem Jahr beendeten sechs ihre Ausbildung, fünf von ihnen wurden in der Kreisverwaltung angestellt und eine Auslernerin beginnt demnächst ein Studium. Zeitlich begannen 12 junge Menschen ihre Lehr- bzw. Studienjahre beim Landkreis Spree-Neiße. So freute ich mich sieben angehende Verwaltungsfachangestellte, eine Kauffrau für Büromanagement, zwei Studenten im Studiengang „Öffentliche Verwaltung“ und erstmalig zwei Studenten im Studiengang „Verwaltungsinformatik“ bei uns zu begrüßen. Allen Auszubildenden und Studenten wünsche ich an dieser Stelle noch einmal einen guten Start in ihre Ausbildung bzw. in ihr Studium.
 
Am vergangenen Samstag wurden viele Besucherinnen und Besucher von nah und fern in unserer Kreis- und Rosenstadt Forst (Lausitz) Zeuge eines spannenden Experiments. Zum ersten Mal überhaupt fand hier das Steamrose-Zeitreise-Festival statt. Ob so ein neues Festival gut angenommen wird oder nicht, kann im Vorfeld niemand sagen und umso schöner war es, dass aus der gesamten Bundesrepublik Steampunker und Steampunk-Enthusiasten anreisten, um an diesem wundervollen Spektakel teilzunehmen. Steampunk ist eine einzigartige Fantasiewelt, bei der in einer Kombination aus Science-Fiction und Nostalgie alles ohne Elektrizität, dafür aber mit viel Dampf und Mechanik funktionieren soll. An allen Ecken und Enden in Forst (Lausitz) gab es deshalb kreative Kostüme, futuristische Dampfmaschinen, interessante Verkaufsstände sowie spannende Shows, Ausstellungen und Konzerte zu sehen. Es war ein buntes Treiben und auch wenn das Wetter nicht so recht mitgespielt hat, war es dennoch ein toller Auftakt zu einer hoffentlich weiterhin erfolgreichen Festival-Reihe in unserem Landkreis. Mein Dank gilt den Organisatoren, denn die Kultur in einer Stadt oder einem Landkreis funktioniert nur mit dem ehrenamtlichen Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Dass ein solches in unserer Kreis- und Rosenstadt vorhanden ist, haben die Forsterinnen und Forster am vergangenen Wochenende mehr als eindrucksvoll bewiesen.
 

02.09.2019 - Wochenbericht KW 35


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
kaum zurück aus meinem Urlaub, erreichte mich sogleich eine Hiobsbotschaft: Durch eine erfolgreiche Klage der Grünen Liga und der Deutschen Umwelthelfe gegen die LEAG wurde der Tagebau Jänschwalde stillgelegt und die Mitarbeiter dadurch zur Niederlegung ihrer Arbeit gezwungen. Für eine von der Energiewirtschaft geprägten Region wie der unsrigen, in der immer noch tausende Arbeitsplätze von den Kohletagebauen und der Kohleverstromung abhängen, kann dieses Urteil nur als bedauernswert bezeichnet werden. Denn fakt ist, dass die Kohleverstromung als Brückentechnologie auch in Zukunft notwendig für die Sicherheit deutscher Stromnetze sein wird und dass das Problem der CO2-Emissionen ganz sicher nicht auf lokaler Ebene von Deutschland allein, sondern nur auf globaler Ebene durch alle Staaten gelöst werden kann. Die rund 700 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter viele Auszubildende und Jungfacharbeiter, sind nun von Zukunftsängsten geplagt, denn diese fragen sich natürlich zu recht: Wie geht es jetzt weiter? Auch wenn in erster Linie die LEAG für die Angestellten verantwortlich ist, so kann ich als Landrat dennoch sagen: Der Landkreis Spree-Neiße steht hier ganz klar an der Seite der Beschäftigten! Wir hoffen hier auf eine schnelle Lösung, so dass der Hauptbetriebsplan für den Tagebau Jänschwalde bald wieder umgesetzt werden kann und die Menschen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können. Rechtssicherheit ist hierbei ein Thema, dem sich vor allem die Landes- und Bundesregierung widmen sollte. Statt sich hier gegenseitig mit immer radikaleren Vorschlägen in Form von Verboten und Steuern bei der Klima- und Emissionsthematik zu überbieten, sollten die Parteien auf Landes- und Bundesebene lieber zügig die Forschung und Entwicklung neuer Energie- und Speichertechnologien vorantreiben. Technologische Innovationen sollten bei der Bewältigung von solch gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen stets die erste Wahl sein. Als traditioneller Energiestandort in direkter Nähe zur BTU Cottbus-Senftenberg bieten sich die Lausitz im Allgemeinen und der Landkreis Spree-Neiße im Speziellen hierfür natürlich hervorragend an.

26.08.2019 - Wochenbericht KW 34


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich schicke Ihnen herzliche Urlaubsgrüße und hoffe, dass Sie das schöne Wetter ebenfalls genießen!
 

19.08.2019 - Wochenbericht KW 33


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
nach seiner Konstituierung am 26. Mai 2019 ist der Kreistag des Landkreises Spree-Neiße am vergangenen Mittwoch zur ersten regulären Sitzung der neuen Legislaturperiode zusammengetreten. Es standen viele wichtige Entscheidungen an, die die Geschicke unseres liebens- und lebenswerten Landkreises in den nächsten fünf Jahren maßgeblich beeinflussen werden. Doch bevor es zu diesen kam, informierte ich die Kreistagsabgeordneten über die Arbeit der Kreisverwaltung in den vergangenen Wochen.
 
Eines der ersten Themen war der aktuelle Sachstand zum Architektenwettbewerb, den wir im Rahmen unserer geplanten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Kolkwitz durchführen. Zur entsprechenden Auslobung des Wettbewerbes, bei dem wir den bestmöglichen Entwurf mit Blick auf Qualität, Ästhetik, Energieeffizienz und Kosten suchen, hatte mich der Kreistag auf seiner Sitzung am 10. April 2019 beauftragt. Erfreulicherweise fiel die Resonanz auf die Auslobung des Wettbewerbes äußerst positiv aus. Insgesamt beteiligten sich 58 Architekturbüros an dem Bewerbungsverfahren für den Wettbewerb. Das Auswahlgremium, das aus Fachvertretern der Kreisverwaltung und zwei Architektinnen besteht, wählte 14 Architekturbüros für die Teilnahme am Wettbewerb aus. Ein Bewerber stammt aus der Stadt Cottbus. Ebenso wurde ein erster Entwurf des Auslobungstextes erarbeitet, der momentan geprüft und in Detailfragen ergänzt wird.
 
Ebenfalls informierte ich die Kreistagsabgeordneten über die Halbjahresbilanz unseres Brand- und Katastrophenschutzes. Bis Ende Juli wurde der Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße zu rund 7.000 Einsätzen gerufen. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden über 220 Mal zu Bränden und über 410 Mal zur technischen Hilfeleistung bei Unglücksfällen alarmiert. Dabei wurden insgesamt 282 Personen aus bedrohlichen Lagen gerettet oder befreit. Weiterhin wurden die Einheiten des Katastrophenschutzes einschließlich der Rettungshundestaffel bereits bei sieben Einsätzen zur Unterstützung angefordert. Besonders gefordert waren unsere Kräfte in der Lieberoser Heide. Mit Blick auf die enorme Gefahr, die bei den dortigen Waldbränden herrscht, informierte ich die Kreistagsabgeordneten auch darüber, dass ich mich diesbezüglich an die Landesregierung gewandt habe. Gemeinsam mit meinem Amtskollegen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald, Landrat Stephan Loge, haben wir bei den Ministern Karl-Heinz Schröter und Jörg Vogelsänger eine stärkere Einflussnahme des Landes zur Umsetzung vorbeugender Waldbrandschutzmaßnahmen eingefordert. Im Vordergrund standen hier die Verbesserung der Löschwasserversorgung sowie die Errichtung eines wirksamen Wundstreifen- und benutzbaren Waldwegesystems. Weiterhin forderten wir die konsequente Fortführung der Kampfmittelbeseitigung ein und die Einleitung von notwendigen Maßnahmen zur Waldbrandbekämpfung aus der Luft. Momentan befinden wir uns noch in der Terminabstimmung für ein persönliches Gespräch. Von diesem erwarte ich mir klare Zusagen der Minister für die Verbesserung der Waldbrandbekämpfung.

12.08.2019 - Wochenbericht KW 32


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie Sie wissen, liegen mir die Themen Erziehung, Bildung und Schule sehr am Herzen. Für die Zukunft unserer Region ist es unerlässlich, dass wir uns in diesen Bereichen kontinuierlich weiterentwickeln und möglichst viel investieren. Genau darum ging es bei drei Terminen in dieser Woche, von denen ich Ihnen berichten will.
 
Am vergangenen Dienstag besuchte ich gemeinsam mit dem stellvertretenden Krosnoer Landrat Ryszard Zakrezewski das Pestalozzi-Gymnasium in Guben. Dort werden seit nunmehr 11 Jahren auch polnische Schüler, deren Unterbringung im Internat Gubin erfolgt, ab der 9. Jahrgangstufe unterrichtet. Der gemeinsame Schulbesuch trägt hierbei ganz im Sinne der europäischen Integration zu einem guten Miteinander bei, weshalb er in Zukunft weiter gepflegt werden sollte. Vor diesem Hintergrund vereinbarten wir eine Intensivierung der Zusammenarbeit. Als Grenzregion können wir sicher davon profitieren, wenn polnische Jugendliche nach der Schulzeit eine Ausbildung in der Region aufnehmen und die hiesigen Unternehmen mit ihren hervorragenden bilingualen Kenntnissen bei ihren Geschäften mit unseren Nachbarn unterstützen.
 
Ein weiterer Termin in Sachen Bildung und Erziehung stand für mich am Mittwoch an. Zusammen mit Brandenburgs Minister für ländliche Entwicklung, Jörg Vogelsänger, sowie Amtsdirektor Tobias Hentschel und Bürgermeisterin Ira Frackmann weihte ich an diesem Tag in der Gemeinde Burg (Spreewald) den Neubau der Gesundheitskita "Spreewald-Lutki" ein. Mit dem Ersatzneubau erhöht sich die Kapazität der Kita von 125 auf 165 Kinder. In dem zweigeschossigen, quadratischen Neubau finden die Kinder auf rund 800 Quadratmetern viel Platz zum Spielen, Toben und Lernen. Insgesamt investierte die Gemeinde knapp 3 Millionen Euro in den Neubau. Davon stammten etwas mehr als 2 Millionen aus den Fördertöpfen des LEADER-Programms der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raumes. Mit Blick auf die gemeinsamen Anstrengungen zur Finanzierung des Projekts lässt sich festhalten, dass eine Kitagemeinschaft genau wie ein Gebäude auch ein verlässliches Fundament benötigt: Sie braucht Partner, Förderer und Wegbegleiter, auf die sie bauen kann. Mit Stolz und Freude kann ich aufgrund eines langen und gemeinsamen Weges sagen, dass die Kitagemeinschaft in Burg sich auf ein solides menschliches Fundament verlassen kann. Kinder sind unsere Zukunft und ihnen einen bestmöglichen Start in eben diese zu ermöglichen, muss unser Ziel auf der Amts-, Kreis- und Landesverwaltungsebene sein.
 
Auf ein solides menschliches Fundament aus Partnern, Förderern und Wegbegleitern in den vergangenen 40 Jahren kann auch die Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ des Landkreises Spree-Neiße zurückblicken. Anlässlich des runden Geburtstages fand am vergangenen Freitag ein Jubiläumskonzert im Spremberg statt. 40 Jahre Musik- und Kunstschule bedeuten 40 Jahre Leidenschaft, Vielfalt, Förderung, Talent, Fleiß, unvergessliche Konzerte, spannende Wettbewerbe aber auch und vor allem: Spaß. Denn Spaß haben nicht nur die jungen und älteren Schülerinnen und Schüler beim Erlernen von Instrumenten, Gesang, Malerei oder Tanz. Spaß an ihrer Arbeit haben vor allem die Pädagogen und die Schulleiterin, ohne deren großes Engagement an die stetigen Kulturhighlights und erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen nicht zu denken wäre. Für die geleistete Arbeit, die weit über Grenzen des Landkreises Spree-Neiße zu seinem positiven Image beigetragen hat, dankte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz herzlich.
 
Sie sehen also, liebe Leserinnen und Leser, in unserem Landkreis bewegt sich einiges, wenn es um die nächsten Generationen geht und das ist gut so.
 
 

05.08.2019 - Wochenbericht KW 31


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am vergangenen Montag war ich zu einem Arbeitsgespräch in Vetschau zu Gast, an dem die Brandenburgische Verkehrs- und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider, der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch, die Erste Beigeordnete des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Grit Klug, die Bürgermeister der Städte Vetschau, Bengt Kanzler, und Lübbenau, Helmut Wenzel, sowie Vertreter der DB Netz AG teilnahmen. Getreu dem Motto „Besser spät als nie.“ verkündete Ministerin Schneider während dieses Termins eine gute Nachricht für die Infrastruktur der Lausitz. Zwischen den Städten Cottbus und Lübbenau soll endlich ein zweites Gleis für den Bahnverkehr gebaut werden. Dabei handelt es sich um ein Vorhaben, das für uns höchste Priorität hat, da hierdurch eines der drängendsten Infrastrukturprobleme der Lausitz gelöst würde. Dass mit den Streckenanrainern, der Deutschen Bahn und dem Land alle relevanten Akteure zusammen gekommen sind, um dieses Projekt zu besprechen und gemeinsam voranzubringen, war begrüßenswert. Noch begrüßenswerter wäre es allerdings gewesen, wenn dieses Infrastrukturprojekt wie von uns seit Jahren gefordert früher angegangen worden wäre, denn mit der jetzigen Planung sollen erst ab dem Jahr 2027 Züge auf den zwei Gleisen zwischen Cottbus und Lübbenau rollen.
 
Ein weiterer Termin mit der Vekehrsministerin führte mich am Donnerstag nach Cottbus, wo wir in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und der Ersten Beigeordneten des Landkreises Oberspreewald-Lausitz Grit Klug den Monitoringbericht zur Bundesstraße 169 vorstellten. Seit Mitte März 2019 ist die B 169 zwischen Klein Oßnig im Landkreis Spree-Neiße und Allmosen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz für den Lkw-Durchgangs-verkehr mit mehr als 3,5 Tonnern, also Sattelzüge und Lkw mit Anhängern, gesperrt. Der Transitverkehr wird seitdem über die Autobahnen BAB 13 und BAB 15 geleitet. Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu prüfen, wurde das Monitoringkonzept gemeinsam von uns aufgesetzt. Die gute Nachricht ist, dass sich der Lastverkehr dadurch um 40 % in diesen Bereichen verringert hat. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass sich das Problem nur auf Ausweichstrecken verlagert hat, denn seit der Einführung der Maßnahmen hat sich das Verkehrsaufkommen unter anderem in Gallinchen stark erhöht. Dass die ersten Ergebnisse des Monitorings zu einer Entlastung in der Ortsdurchfahrt Klein Oßnig geführt haben ist somit sicher begrüßenswert. Eine nachhaltige Lösung ist jedoch weiterhin nur mit der Realisierung einer Ortsumgehung zu erreichen und hier erwarten wir ganz klar vom Land eine zügige Realisierung der Maßnahme.

29.07.2019 - Wochenbericht KW 30


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie viele von Ihnen habe auch ich das schöne Wetter in der vergangenen Woche für ein paar Urlaubstage genutzt. Ich wünsche allen Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern eine entspannte letzte Ferienwoche.

22.07.2019 - Wochenbericht KW 29


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
das Steamrose-Zeitreisefestival in unserer schönen Kreis- und Rosenstadt Forst (Lausitz) warf in der vergangenen Woche auch in der Kreisverwaltung seine Schatten voraus. Am Montag eröffnete ich im Foyer vor dem Kreistagssaal die Ausstellung „Steampunk meets Dampfross“ der Fotografen Heiner und Cindy Stephan, sozusagen als kleines Warm-up für das Festival. Auf den 23 Bildern sind Motive zu sehen, die während eines Fotoshootings im Dresdener Eisenbahnmuseum im vergangenen Jahr mit zahlreichen Steampunkmodels gemacht wurden. Aus den Fotos, die bis zum Beginn des Steamrose-Zeitreisefestivals am 7. September während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen sind, ist ein toller Kalender entstanden. Dieser dient gleich in zweierlei Hinsicht einem guten Zweck: Zum einen werden von jedem verkauften Exemplar 8 € an den Lausitzer Dampflok Club e.V. gespendet. Mit dem so eingeworbenen Geld wird die Instandsetzung und Reparatur der beiden LDC-Dampfloks finanziert und ein solches Projekt unterstützen wir natürlich gern. Zum anderen ist die Ausstellung auch eine hervorragende Werbung für das Steamrose-Zeitreisefestival. Erfreulicherweise nahm ein Teil des zuständigen Organisationsteams mit ihren tollen Outfits ebenfalls an der Eröffnung teil. Bei dieser Gelegenheit bedankte ich mich ganz herzlich für den Einsatz und die Organisation des Festivals, denn das kulturelle Leben einer Stadt oder eines Landkreises steht und fällt letztlich mit dem ehrenamtlichen Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. In die Vorbereitung des Festivals wurde bisher viel Zeit, Kreativität und Energie gesteckt und in dieser Hinsicht bin ich zuversichtlich, dass das Steamrose-Zeitreisefestival ein voller Erfolg und damit zu einem bedeutenden Kulturbeitrag in unserer Kreisstadt wird.
 
Ein weiteres Kulturhighlight begann bereits in der vergangenen Woche, nämlich das von der Partnerschaftsbeauftragten des Landkreises organisierte deutsch-polnische Malerpleinair unter dem Motto „Farben Europas 2019“. Am Dienstag begrüßte ich die 20 deutschen und polnischen Künstlerinnen und Künstler in der Kreisverwaltung zu dieser Veranstaltung, die zum nunmehr sechsten Mal stattfindet. Im Rahmen von Exkursionen sammeln die Malerinnen und Maler Eindrücke im Landkreis Spree-Neiße und geben diese anschließend in ihren Kunstwerken wieder. Neben dem Forster Kreishaus besuchten sie dafür den Forster Wasserturm, den Ostdeutschen Rosengarten, das Niederlausitzer Heidemuseum und den Bismarckturm in Spremberg. In dieser Woche geht es für die Künstlerinnen und Künstler ins Familienzentrum Grießen. Dort werden sie mit den bisher gesammelten Eindrücken Bilder malen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen, Kontakte knüpfen, Freundschaften schließen oder vertiefen. Für die Völkerverständigung sind solche Projekte wichtig und ich hoffe natürlich, dass unsere polnischen Nachbarn viele schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen.
 

15.07.2019 - Wochenbericht KW 28


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am Dienstagnachmittag war ich gemeinsam mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe bei der Grundsteinlegung für ein wichtiges, energiepolitisches Projekt zu Gast. Dort entsteht einer der größten Stromspeicher Europas, genannt Big Battery Lausitz. Das von der LEAG initiierte Projekt ist eine Großbatterie mit einer Leistung von 50 Megawatt, die sowohl Strom aus der Braunkohle als auch aus erneuerbaren Energien speichert. Diese kann anschließend bedarfsgerecht eingesetzt werden. Das ist vor allem mit Blick auf die erneuerbaren Energien wichtig, denn Wind und Sonne richten sich leider nicht immer nach unseren Energiebedürfnissen. Dass dieses Projekt zum intelligenten Energiemanagement bei uns in der Lausitz angesiedelt wird, halte ich für einen wichtigen Beitrag in Sachen Strukturentwicklung. Denn mit Blick auf die Energiewende wird die Frage nach einer effizienten Speicherung von regenerativen Energien zunehmend an Bedeutung gewinnen und für den Landkreis Spree-Neiße ist dies eine große Chance, durch den Einsatz neuer Technologien als Energieregion nachhaltig zu bestehen.
 
Der nächste, sehr erfreuliche Termin, von dem ich Ihnen berichten will, fand am Donnerstag in Dissen statt. An diesem Tag wurden die Platzierungen des Bundeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ bekanntgegeben. Gebannt wartete ich gemeinsam mit vielen Dissenern im Heimatmuseum auf die Verkündung der Ergebnisse. Als es dann soweit war, gab es kein Halten mehr: Als einer der ersten freute ich mich darüber, den Dissenern zu ihrer Gold-Medaille zu gratulieren. Dass nach der Kreis- und Landes- auch die Bundesbewertungskommission das kontinuierliche Engagement der Dorfgemeinschaft um Bürgermeister Fred Kaiser gewürdigt hat, erfüllt mich als Landrat mit Freude und Stolz. Unser malerisches Spreewalddorf im Amt Burg (Spreewald) konnte die Jury letztlich in allen Bereichen überzeugen, wodurch es ab sofort zu dem exklusiven Club der schönsten Dörfer Deutschlands zählt. Die damit verbundene Auszeichnung ist ein bundesweiter Imagegewinn für den Landkreis Spree-Neiße im Allgemeinen und das Dorf Dissen im Speziellen. Dissen ist damit nicht nur ein wunderbares Aushängeschild für unsere Region, sondern ebenso der lebende Beweis dafür, dass der ländliche Raum sowohl lebenswert als auch zukunftsorientiert sein kann. Ich bin schon jetzt gespannt, wie die engagierten Bürgerinnen und Bürger ihr Dorf mit dem Preisgeld von 15.000 Euro weiter verschönern.

08.07.2019 - Wochenbericht KW 27


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in meinem heutigen Blog möchte ich Ihnen von zwei Terminen berichten, bei denen es vor allem um die Außenwirkung des Landkreises Spree-Neiße ging.
 
Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Landkreises Spree-Neiße haben die Mitarbeiter des kreislichen Medienzentrums, Frank Schulz und Sabine Starke, einen tollen Image-Film erstellt, mit dem der Landkreis Spree-Neiße zukünftig für die Region werben wird. Unter dem Motto „Wir sind Spree-Neiße“ zeigt der rund 13-minütige Film in den sieben Rubriken „wirtschafsstark“, „familienfreundlich“, „Kulturlandschaft“, „bürgernah“, „ländlich geprägt“, „sprachenfreundlich“ und „Tourismusmagnet“ passende Szenen aus allen Ämtern, Gemeinden und Städten des Landkreises. Begleitet werden die Bilder von einem Sprecher, wobei der Begleittext neben der deutschen auch in der polnischen, sorbischen, russischen und englischen Sprache vertont wurde, um so überregional für den Landkreis werben zu können. Ein Exemplar des fertigen Films auf DVD übergaben mir Frank Schulz und Sabine Starke in der vergangenen Woche. Was unser Medienzentrum mit Hilfe unserer Azubis, die vielfach als Statisten fungierten, sowie zahlreichen Unternehmen und Einrichtungen aus dem gesamten Landkreis Spree-Neiße produziert haben, kann sich wirklich sehen lassen. Bei allen, die zur Herstellung des Films beigetragen haben, bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich. Ich denke der Film spiegelt hervorragend wider, dass es sich um einen wirklich liebens- und lebenswerten Landkreis handelt, in dem wir leben. Neben der DVD als Geschenk an Gäste und Gastgeber, kann die deutschsprachige Version des Films ab sofort auch online auf der Homepage des Landkreises www.lkspn.de in der Rubrik „Aktuelles“ in dem Reiter „Mediathek“ angeschaut werden sowie auf der Facebook-Seite des Landkreises Spree-Neiße. In jedem Fall wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Schauen!
 
Ebenfalls in der vergangenen Woche fand die Bereisung der Bundesjury im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ statt. Als Kreis- und Landessieger vertrat Dissen Brandenburg bei dem Wettbewerb, was eigentlich schon Grund genug zur Freude ist. Mit Blick auf die vergangenen Wettbewerbe kann ich jedoch Ihnen sagen, liebe Leserinnen und Leser, dass das kleine Spreewalddorf noch einmal eine ganze Schippe bei ihrer Präsentation drauf gepackt hat. Was Bürgermeister Fred Kaiser gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auf die Beine gestellt hat, um die 20-köpfige Jury zu überzeugen, war wirklich spitze. Mit seiner kontinuierlichen Entwicklung ist Dissen ein hervorragendes Aushängeschild für den Landkreis Spree-Neiße bei diesem Wettbewerb und ich bin zuversichtlich, dass die Jury die Leistung der Dorfgemeinschaft würdigen wird. Für das Dorf wäre die höchste Auszeichnung in Form der Goldmedaille ein weiterer Imagegewinn. Ich für meinen Teil drücke ganz fest die Daumen und hoffe, dass Dissen am kommenden Donnerstag bei der Verkündigung der Sieger für seine harte Arbeit belohnt wird.

01.07.2019 - Wochenbericht KW 26


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie Sie wissen ist der Ausbau der Bildungsinfrastruktur in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis für mich eine Herzensangelegenheit, weshalb ich den Bau einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Kolkwitz vor geraumer Zeit zur Chefsache erklärt habe. Nachdem wir mit dem Annahofer Graben einen passenden Standort gefunden haben, mit dem alle Kommunen im Landkreis einverstanden waren, wurden im April-Kreistag der Bau der Gesamtschule mit GOST und die Auslobung eines Architektenwettbewerbs zur Planung eben dieser beschlossen. Die Abstimmungen zum Architektenwettbewerb sind mittlerweile abgeschlossen, sodass wir diesen nun ausloben können. Gegenstand des Architektenwettbewerbes ist der Neubau einer inklusiven Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, eine Dreifach-Sporthalle sowie entsprechende Pausen- und Sportfreiflächen. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit wünschen wir uns darüber hinaus im Wettbewerb, dass die Entwürfe der Wettbewerbsteilnehmer ein innovatives energie- und kosteneffizientes Gebäudekonzept beinhalten. Sobald die aus Kommunalpolitikern und (Landschafts)Architekten bestehende Jury den Sieger des Wettbewerbs ermittelt hat, geht der Schulneubau in die nächste Phase über. Geplant ist die Fertigstellung unserer neuen Schule in Kolkwitz für den Sommer 2022 und ich freue mich schon jetzt darauf Sie und Ihre Kinder dort begrüßen zu dürfen.
 
Ein weiterer Termin führte mich in der vergangenen Woche in den Oblast Kursk. Am Donnerstag flog ich gemeinsam mit Vertretern aus Handwerk und Industrie in unsere russische Partnerregion, um dort die Kursker Korenskaya Messe zu besuchen. Seit nunmehr sechs Jahren bauen wir unsere Beziehungen zum russischen Oblast Kursk aus und mit der erneuten Reise konnten wir diese weiter vertiefen. Letztlich verfolgen wir dabei ein gemeinsames Ziel: Die Verbesserung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger. In den letzten Jahren ist uns dies auch sehr gut gelungen: Zahlreiche Studenten der Staatlichen Universität Kursk haben im Laufe der Jahre ein Praktikum im Landkreis Spree-Neiße absolviert. Des Weiteren wurden Partnerschaften zwischen Schulen sowie Städten und Gemeinden aus beiden Regionen vereinbart und gepflegt. An unserer Internationalen Folklorelawine nehmen regelmäßig tolle Kursker Ensembles teil, die die Besucherinnen und Besucher jedes Jahr aufs Neue in ihren Bann ziehen. Mit Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen ergaben sich zahlreiche Projekte und Kooperationen zwischen der IHK Cottbus und der IHK Kursk, der BTU Cottbus-Senftenberg und der Süd-West Universität Kursk, der Medizinischen Akademie Kursk und den Michels Kliniken Leipzig sowie der Aufbau eines deutsch-russischen Zentrums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Um all diese Kooperationen und Projekte weiter voranzutreiben, werde ich auch in Zukunft den Kontakt zu unseren zuverlässigen russischen Partner pflegen.

24.06.2019 - Wochenbericht KW 25


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine Arbeitswoche begann am Montag mit der kreislichen Festveranstaltung zur Eröffnung der 26. Brandenburgischen Seniorenwoche im Kreistagssaal des Kreishauses in Forst (Lausitz). Organisiert vom Kreisseniorenbeirat unter Vorsitz von Dr. Gert-Dieter Andreas, besuchten zahlreiche Junggebliebene diesen Auftakt. In meiner Festansprache informierte ich nicht nur über die Anstrengungen der Kreisverwaltung zur Verbesserung der Daseinsvorsorge im Landkreis, sondern würdigte auch das große ehrenamtliche Engagement, das viele Seniorinnen und Senioren aus unserer Region an den Tag legen. Weiterhin verkündete ich bei dieser Gelegenheit eine sehr positive Nachricht: Am Vormittag desselben Tages trafen Oberbürgermeister Holger Kelch, CTK-Geschäftsführer Götz Brodermann und ich uns in Cottbus mit Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Sachsens Ministerpräsident Michael Kertschmer. Die Ministerpräsidenten legten uns einen konkrete Plan vor, der die Erweiterung der BTU Cottbus-Senftenberg bis hin zum Universitäts-Klinikum vorsieht. Über 1000 neue Jobs werden dadurch geschaffen und rund 1,1 Milliarden Euro dafür in die Lausitz fließen. Für die ärztliche Versorgung erhoffen wir uns dabei natürlich einen Klebeeffekt, bei dem viele Studierende nach ihrer Ausbildung in der Region bleiben und als Ärzte die Versorgung im ländlichen Raum verbessern.
 
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des sich neu konstituierenden Kreistages, der ab sofort seine Arbeit aufnimmt. Zunächst wurde die Geschäftsordnung des Kreistages abgeändert. Es braucht jetzt nur noch drei Abgeordnete um eine Fraktion zu bilden. Weiterhin wurde mit Dr. Torsten Schüler ein neuer Kreistagsvorsitzender gewählt, dem in Zukunft Daniel Münschke und Peter Drobig als Stellvertreter zur Seite stehen. Den Gewählten gratuliere ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich zu ihrer Wahl. Im Anschluss wurden der Vorsitz der einzelnen Ausschüsse sowie deren Mitglieder benannt. In Summe war es eine konstruktive erste Sitzung des Kreistages und ich hoffe, dass sich diese Arbeitsweise und dieses Miteinander so fortsetzen werden.
 
Das Wochenende war durch die 19. Internationale Folklorelawine geprägt, welche erneut mit viel Schwung, Tanz und Musik durch die Lausitz rollte. Bei herrlichem Wetter und vor großem Publikum starteten unsere Folkloristen wie gewohnt mit dem Kahnkorso der Nationen, bevor sie auf den Bühnen in Lübbenau/Spreewald, Forst (Lausitz) und Cottbus den Charme ihrer Heimatregionen verbreiteten. Die über 300 Ensemblemitglieder aus allen Teilen der Welt hatten farbenfrohe Trachten, exotische Klänge und anziehende Rhythmen im Gepäck, welche die Zuschauer an allen Spielstätten begeisterten. An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen Folkloregruppen sowie sämtlichen Helferinnen und Helfern aus den Verwaltungen der Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, die dieses Kulturhighlight der Region und Fest der Völkerverständigung überhaupt erst möglich machen. Ein großes Dankeschön geht ebenfalls an unsere Hauptsponsoren der Sparkassen Spree-Neiße und Niederlausitz für das finanzielle Engagement, sowie an alle weiteren Sponsoren, die die Folklorelawine materiell oder logistisch unterstützt haben. Seien Sie, liebe Leserinnen und Leser, schon jetzt gespannt darauf, was wir uns alles für das nächste Jahr einfallen lassen, wenn wir das 20. Jubiläum der Internationalen Folklorelawine begehen.

17.06.2019 - Wochenbericht KW 24


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
stand in meinem letzten Blog noch die jüngere Generation, welche gerade erst ihre Reifezeugnisse bekommen hat, im Fokus, so ist es dieses Mal die ältere Generation.
 
Nach dem verlängerten Pfingstwochenende startete meine Arbeitswoche am Dienstag unter anderem mit einem Besuch der Wohn- und Pflegestätte „Feierabendheim Rosa Thälmann“ in Guben, welche ihr 60. Jubiläum feierte. Hilfesuchende und Angehörige aus der Region können dort aus einem breiten Betreuungsangebot, von der vollstationären Pflege bis zu ambulanten Angeboten, das für ihre Lebensphase passende Angebot und Unterstützung finden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überbrachte ich dabei nicht etwa nur die besten Glückwünsche im Namen des Landkreises, sondern würdigte auch deren Verdienste. Denn für viele Betroffene und Angehörige bedeutet das Angebot der Pflege- und Wohnstätte oftmals auch das Zurückgewinnen eines Stückes Lebensmut und Lebensfreude. Der anhaltende Bevölkerungsrückgang und die damit einhergehende Bevölkerungsalterung bleibt dabei ein dringendes Thema für die große Politik, aber auch die Verwaltungen vor Ort. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr froh, dass wir mit der Gubener Sozialwerke gGmbH als Träger des Feierabendheims einen zuverlässigen Partner für Soziale Dienste in unserem Landkreis mit an Bord haben, der sich um die Belange und Bedürfnisse der älteren Generation kümmert.
 
Ebenfalls in Guben feierte das evangelische Seniorenzentrum „Herberge zur Heimat“ am selben Tag sein 150-jähriges Jubiläum. Auch hier handelt es sich um einen wichtigen Partner des Landkreises Spree-Neiße, bei dem die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner stets an erster Stelle stehen. Solche Einrichtungen werden wir dabei in Zukunft noch vermehrt benötigen, denn wir rechnen nicht nur mit einem Bevölkerungsrückgang in Guben zwischen 2016 und 2030 um 17,4 Prozent, sondern auch mit einem gestiegenen Anteil an älteren Menschen. Aus meiner Sicht ist es deshalb wichtig, dass wir die Familienpolitik im Landkreis Spree-Neiße verbessern und zwar gemeinsam mit den Entscheidungsträgern auf der Landes- und Bundesebene. Um ein liebens- und lebenswerter Landkreis zu bleiben benötigen wir darüber hinaus zahlreiche gut bezahlte Ausbildungs- und Arbeitsplätze, damit der jungen Generation eine Perspektive bzw. ein Anreiz zum Hierbleiben gegeben wird.
 
Das dritte Jubiläum in dieser Woche fand am Mittwoch in Welzow statt, wo das evangelische Seniorenzentrum „Morgenstern“ seinen 50. Jahrestag feierte. Im Landkreis Spree-Neiße im Allgemeinen und der Region Welzow im Speziellen stellen vor allem der Kohleausstieg und die Strukturentwicklung eine besondere Herausforderung neben der alternden Gesellschaft dar. Hier gilt es weiterhin aktiv um eine vernünftige Wirtschafts- und Energiepolitik zu kämpfen, bei der neben dem Erhalt unserer Kohlekraftwerke vor allem die Ansiedlung neuer Unternehmen im Vordergrund steht. Neben Industriearbeitsplätzen wird sicher auch der Pflegesektor in der Lausitz weiter an Bedeutung als Arbeitgeber gewinnen. Im fest innerhalb des Stadtlebens verwurzelten Seniorenzentrum „Morgenstern“ konnte ich mich persönlich davon überzeugen, mit welch hoher Fachkompetenz das Pflege- und Hauspersonal sowie das Leitungsteam dafür sorgen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums wohlfühlen. An dieser Stelle noch einmal die besten Glückwünsche und alles Gute für die Zukunft!
 

11.06.2019 - Wochenbericht KW 23


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
seit einiger Zeit hat das Amt Burg (Spreewald) mit Tobias Hentschel einen neuen Amtsdirektor. Da ich stets um ein gutes Verhältnis zu den Verwaltungsspitzen der Ämter und Gemeinden des Landkreises Spree-Neiße bemüht bin, führte ich am Montagnachmittag einen Antrittsbesuch durch. Mit dem ehemaligen Fachbereichsleiter der Kolkwitzer Bauverwaltung sprach ich unter anderem über die geplanten Ziele seiner Amtszeit und wie der Landkreis ihn dabei unterstützen kann, um eine der wirtschaftlich und touristisch bedeutendsten Kommunen zwischen Spree und Neiße weiter voranzubringen.
 
Eine Veranstaltung, die diese Einschätzung untermauert, fand dabei am vergangenen Pfingstwochenende statt. Erneut pilgerten rund 2.000 Menschen aus Nah und Fern an den Burger Bismarckturm, um sich dort die Aufführungen von „Die Rache“ im Rahmen der 12. Spreewälder Sagennacht anzuschauen. Das Sorbische National-Ensembles Bautzen hatte wieder ganze Arbeit geleistet und mit zahlreichen Laiendarstellern eine tolle und spannende Veranstaltung auf die Bühne gebracht. Auch das Feuerwerk am Schluss konnte sich wieder sehen lassen und ich hoffe natürlich, dass dieser für uns wirtschaftlich so wichtige Tourismusmagnet auch im kommenden Jahr erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlocken wird.
 
Ebenfalls in dieser Woche und zwar am Freitag fand der Festakt zum 20-jährigen Jubiläum unseres polnischen Partnerlandkreises Zielona Góra statt. Als Repräsentant des Landkreises Spree-Neiße überbrachte ich Landrat Krzysztof Romankiewicz und den regionalen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft ein herzliches Grußwort, denn bereits seit dem Jahr 2000 arbeiten unsere Landkreise vertrauensvoll miteinander zusammen. In dieser Zeit sind viele gemeinsame Erlebnisse, Aktivitäten und Projekte entstanden, gewachsen und haben Früchte getragen. Exemplarisch seien hier die Bereiche Bildung und Kultur, Wirtschaft und Umweltschutz oder das Gesundheits- und Sozialwesen genannt.
 
Nach der Veranstaltung in Zielona Góra führte mich der letzte Arbeitsgang des Tages nach Cottbus. Dort fand am frühen Abend in der Oberkirche die Zeugnisübergabe des Evangelischen Gymnasiums Cottbus statt. Den Schülerinnen und Schülern gab ich als Empfehlung dieselbe Antwort mit auf den Weg, die Immanuel Kant 1784 kurz und knapp auf die Frage „Was ist Aufklärung?“ gab: „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Denn genau diese Kombination aus Mut und Verstand ist es, die die Schülerinnen und Schüler brauchen, um die wichtigen und weitreichenden Entscheidung für ihre Zukunft zu treffen. Für sie folgt ein unheimlich spannender Lebensabschnitt, in dem sie sich Fragen stellen müssen, wie: Ausbildung oder Studium? Heimat oder Fremde? Ausziehen oder Wohnenbleiben? Mir war es wichtig den Jugendlichen zu sagen, dass sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht so sehr als Bürde sondern vielmehr als Chance sehen sollen, denn ihnen stehen alle Türen offen. Ein wenig Lokalkolorit darf bei solchen Anlässen natürlich nicht fehlen und so machte ich den Mädchen und Jungen auch deutlich, dass es mir persönlich am allerliebsten wäre, wenn sie als gut ausgebildete Fachkräfte in ihrer Heimat blieben oder zumindest später wieder als solche in diese zurückkehren. Der wunderschöne Flecken Erde, den wir Lausitz nennen, braucht nämlich junge Menschen, damit er auch in Zukunft eine so liebens- und lebenswerte Region wie jetzt bleibt.
 

03.06.2019 - Wochenbericht KW 22


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Wochenbeginn stand ganz im Zeichen unserer Kleinsten, denn das Netzwerk Gesunde Kinder im Landkreis feierte seinen 10. Geburtstag. Ein feierlicher Anlass den ich nutzte, um das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Netzwerk zu würdigen. Als Patinnen und Paten begleiten Sie viele Familien, um diesen bei der kindgerechten Entwicklung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Weiterhin bringen die Frauen und Männer wichtige Informationen für eine gesunde Entwicklung des Kindes mit ein oder informieren über Familien- und Elternbildungsangebote in der Nähe. Dem Regionalnetzwerk in Spree-Neiße mit seinen Netzwerkfamilien und -paten wünsche ich für die Zukunft alles Gute!

Um unserer jungen Generation erfolgreiche, berufliche Zukunftschancen in unserem schönen Heimatlandkreis zu bieten, tritt der Landkreis Spree-Neiße aktiv als Ausbildungsbetrieb in Erscheinung. Auf diesem Wege wollen wir u.a. unseren Fachkräftebedarf rechtzeitig durch Eigeninitiative gestalten. Dafür bieten wir neben traditionellen Verwaltungsausbildungen auch neue Berufszweige, wie die Ausbildung zum Vermessungstechniker/in, an. Mit meiner Verwaltung strebe ich dabei an, einer der besten Ausbildungsbetriebe in der Region zu werden. Ein großes Dankeschön für ihr Engagement habe ich am Mittwoch im Rahmen der diesjährigen Jahresversammlung den Ausbilderinnen und Ausbildern in der Kreisverwaltung übermittelt. Stets zeigen diese Frauen und Männer neben der Bewältigung ihres eigenen Arbeitspensums ein Händchen bei der Wissensweitergabe und haben stets ein offenes Ohr für die Belange unserer Auszubildenden.

An Himmelfahrt traf ich viele Hobby-Radler beim 20. Wanderwegefest der LEAG, das vom Kleinen Markt in Spremberg entlang des Spree-Radwanderweges in Richtung Kraftwerk Schwarze Pumpe führte. Neben dem sportlichen Spaß stand auch der Industriestandort Schwarze Pumpe im Allgemeinen und das Kraftwerk im Speziellen als eines der Aushängeschilder für unseren Landkreis im Mittelpunkt.

Sportlich ging es auch am Freitag in Drachhausen beim Fußball-Freundschaftsspiel der wendischen Auswahl „Serbske  Koparje“ gegen das Team des Bundes Deutsche Nordschleswiger, einem Team der deutschen Minderheit aus Dänemark, weiter. Eine spannende Partie, die ich gemeinsam mit der Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe am Spielfeldrand verfolgte. Und das Daumendrücken und Anfeuern war von Erfolg gekrönt, denn der Gastgeber gewann am Ende mit 3:2 Toren. Herzlichen Glückwunsch nochmals!
 

28.05.2019 - Wochenbericht KW 21


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

was tun im Ernstfall? In Vorbereitung auf eventuelle Großschadenseinsätze oder den Katastrophenfall im Spree-Neiße-Gebiet fand in dieser Woche eine Schulungsreihe des Landkreises statt. Anhand von konkreten Übungsszenarios, z.B. einem großflächigen Waldbrand, übten Mitglieder des Verwaltungsstabes des Landkreises Spree-Neiße im Brand- und Katastrophenschutzzentrum in Forst (Lausitz) den eventuellen Ernstfall. Der Verwaltungsstab als administrativ-organisatorische Komponente wird nur bei Ereignissen mit außergewöhnlichem Koordinierungs- und Entscheidungsbedarf gebildet. Organisatorisch ist im Stab das Führungs- und Hilfspersonal zur Unterstützung des Landrates, aus dem eigenen Hause sowie anderer Behörden und Dritter mit besonderen Kenntnissen, gebündelt. Fachliche Anleitung und Seminarunterstützung leisteten Vertreter der Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz  (LSTE).  Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meiner Verwaltung und allen ehrenamtlich tätigen Kräften im Landkreis, die sich der Herausforderungen der Gefahrenabwehr stellen und sich dort mit großem Engagement einbringen.

In seiner letzten Sitzung hat der Kreistag die Nachzahlung zur Kinderkostenpauschale für das Jahr 2019 und  die Anpassung der Kinderkostenpauschale für das Jahr 2020 auf den Weg gebracht. Damit hat der Landkreis die wichtige Finanzierungbasis des pädagogischen Personals in der Kindertagesbetreuung aktuell geregelt. Eine bessere Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll zukünftig in Burg (Spreewald) erzielt werden. Dieses Angebot gilt sowohl für Touristen als auch für dringend benötigtes Fachpersonal. Eine wichtige Stärkung für unsere Tourismuslandschaft, die der Kreistag mit dem Mobilitäts-Angebot und dessen zügiger Umsetzung beschlossen hat.

Eine sportliche Herausforderung und dabei ziemlich nasse Angelegenheit war der Oderlandmarsch 2019, veranstaltet vom Landeskommando Brandenburg der Bundeswehr und dem polnischen Militärstab der Wojewodschaft in Zielona Gora. Mit rund 400 Teilnehmern aus Polen, Deutschland, Litauen und Tschechien sowie sportlichen Einzelstartern war der Crosslauf am Samstag wieder ein großes Ereignis in der Gubener Region, auch für Veranstaltungsbesucher wie mich. 

Ganz viele kleine und große Besucherinnen und Besucher zog am Sonntag auch die Waldschule am Kleinsee mit dem traditionellen Waldschulfest in seinen Bann. Ich war das erste Mal mit dabei und ich war begeistert. Ein tolles Fest unter freiem Himmel, bei dem Kinder und Erwachsene die Natur mit all ihren Facetten und vielen unterschiedlichen Aktionen hautnah erleben konnten. Ein großes Dankeschön an Waldschulleiter Alf Pommerenke, der mit viel Herzblut die Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. 

Nicht zu vergessen: Allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die sich am Sonntag trotz schönstem Wetter über viele Stunden bei der Europa- und Kommunalwahl engagiert haben, sage ich auf diesem Wege ganz herzlich Dankeschön.

27.05.2019 - Wochenbericht KW 20


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die vergangene Woche begann am Montag mit einer Pressekonferenz zur Internationalen Folklorelawine 2019. Gemeinsam mit OSL-Landrat Siegurd Heinze, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Spree-Neiße, Ullrich Lepsch, dem Vorstandsmitglied der Sparkasse Niederlausitz, Marcus Starick, und unserer kreislichen Partnerschaftsbeauftragten Jana Handrischek informierten wir zahlreiche Vertreter der regionalen Presse über unser in knapp vier Wochen anstehendes Kulturhighlight. Vom 21. bis 23. Juni 2019 werden in Lübbenau/Spreewald, Forst (Lausitz) und Cottbus insgesamt 14 Ensembles aus der ganzen Welt das Publikum begeistern. Wer also Spaß an Musik, Tanz und am Entdecken fremder Kulturen hat, der ist bei uns am vorletzten Juni-Wochenende genau richtig. Die Vielfalt der aus allen Teilen der Welt stammenden Gruppen ist dabei meiner Ansicht nach ein Zeichen für die hohe Qualität und Anerkennung unserer gemeinsamen Veranstaltung. Im Kleinen wie im Großen steht die Folklorelawine somit nicht etwa nur für Musik und Tanz, sondern auch und vor allem für Begegnung und Völkerverständigung. Als „Fest der Toleranz“ ist es somit unser Ziel eine gesellschaftliche Botschaft auszusenden und statt der Unterschiede doch lieber auf die Gemeinsamkeiten der Kulturen hinzuweisen. Ich lade deshalb Sie, lieber Leserinnen und Leser, ganz herzlich dazu ein, dieses Wochenende mit uns zu feiern. Und falls Sie neugierig sind, welche Gruppen genau in diesem Jahr an der Internationalen Folklorelawine teilnehmen, dann schauen Sie auf unsere Facebook – Seite des Landkreises Spree-Neiße. Denn ab dem 21. Mai 2019 werden wir dort jede Woche drei Gruppen mit einer kurzen Beschreibung und interessanten Bildern vorstellen.
 
Ein weiterer Termin führte mich am Montag in Cottbus an das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Cottbus (HWK). Unter fachkundiger Führung von HWK-Präsident Peter Dreißig und HWK-Geschäftsführer Knut Deutscher informierte ich mich vor Ort über die Berufsorientierung im Handwerksbereich. Der Hintergrund dieses Besuches ist eine engere Kooperation zwischen dem Landkreis und der Handwerkskammer. Im Rahmen dieser Kooperation werden verschiedene Angebote, wie z.B. Betriebserkundungen und Schnuppertage in Ausbildungsstätten, für die künftigen Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kolkwitz, die ab dem Lehrjahr 2022/23 starten soll, entwickelt. Die Maßnahmen sollen die Jugendlichen bei der Berufs- und Studienorientierung unterstützen. Ich freue mich schon jetzt auf diese enge Partnerschaft, die nicht nur die Jugendlichen auf das Berufsleben vorbereiten sondern auch zu einer Bindung an unsere regionalen Unternehmen führen wird. Ziel der Kooperation ist es, dass die Fachkräfte von morgen hervorragend ausgebildet werden und auch hier in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis bleiben

13.05.2019 - Wochenbericht KW 19


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
gemeinsam mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch habe ich am vergangenen Montag unter dem Motto „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ die Aktionstage für Menschen mit Behinderung im Cottbuser Rathaus eröffnet. Zum ersten Mal begingen wir diese Auftaktveranstaltung gemeinsam. Unser Ziel war es zum einen auf die Situation von Menschen mit Behinderung hinzuweisen und zum anderen den handelnden Akteuren in diesem Bereich eine Plattform zu bieten, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Mit dem Motto „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ ist ein für uns alle wichtiges Anliegen verbunden: Die Aktionstage dienen dazu, vor allem Kinder und Jugendliche für die Themen Behinderung und Inklusion zu sensibilisieren, zu interessieren und zu begeistern. Selbstverständlich wollen wir damit auch Menschen erreichen, die in Schulen oder der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten und dort vor Ort eine Erziehungs- und Aufklärungsarbeit leisten können. Die Inklusion, also das einschließen, einbeziehen oder aufnehmen, ist allerdings nicht nur eine Aufgabe für Fachvertreter oder Behindertenbeauftragte. Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, das uns alle angeht. Dafür präsentierten sich die unterschiedlichsten Initiativen aus dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus im Foyer des Rathauses. Es war ein gelungener Auftakt und ich wünsche mir, dass die zahlreichen Workshops und Veranstaltungen im Rahmen dieser Aktionstage gut besucht werden. Alle weiteren Infos dazu finden Sie im Begleitheft, das wir gemeinsam mit der Stadt Cottbus erstellt haben. Es liegt im Foyer beider Verwaltungen aus und ist ebenfalls in digitaler Form auf unseren Homepages zu finden.
 
Eine weitere Veranstaltung in dieser Woche war die Verbandstagung des Kreisfeuerwehrverbandes am vergangenen Samstag. Diese stand ganz im Zeichen des 25. Gründungsjubiläums. Seit einem Vierteljahrhundert artikulieren und vertreten die zahlreichen Kameradinnen und Kameraden aus den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehren ihre Interessen über diesen Verband, mit dem der Landkreis Spree-Neiße ebenso eng wie vertrauensvoll zusammenarbeitet. Für die erbrachten Leistungen in Form des Schutzes vor bzw. der Befreiung von Bürgern aus Gefahrenlagen oder das Bewahren von Sachgütern bzw. der Umwelt vor einer Schädigung, bedankte ich mich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich bei den anwesenden Verbandsmitgliedern. Weiterhin wünschte ich den Kameradinnen und Kameraden viel Glück bei ihren anstehenden Aufgaben. Konkret ging es an diesem Tag nämlich auch um die Zukunft des Verbandes. Dessen Vertreter hatten wichtige Entscheidungen zur Gestaltung ihrer Verbandsarbeit zu besprechen und die Weichen für die zukünftige Wegstrecke zu stellen. Dabei wurden neue und innovative Ideen entwickelt, die – ähnlich wie im Kreistag – präsentiert und diskutiert werden mussten.
 
Ebenfalls am Samstag fand die Serienabschlussfeier der Abteilung Billard des SV Leuthen/Klein Oßnig e.V. statt. In einer geselligen Runde konnte ich den Billardfreunden des Vereins zur Erreichung des 18. Deutschen Mannschaftsmeisters im Billard-Kegeln gratulieren. Was für eine Leistung! In Sachen Deutscher Mannschaftsmeisterschaft macht den Vereinsmitgliedern keiner etwas vor und mit Blick auf das Billard-Kegeln sind diese nach wir vor das Maß der Dinge. Seit dem ersten Titelgewinn im Jahr 1993 haben die Männer zielstrebig und mit viel Engagement auf diese Meisterleistung hingearbeitet, zu der ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich gratuliere.
 

06.05.2019 - Wochenbericht KW 18


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die vergangene Woche stand für die Kreisverwaltung ganz im Besuch der brandenburgischen Landesregierung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kabinett vor Ort“ am vergangenen Dienstag. Für den Landkreis Spree-Neiße gab es dabei zwei hervorragende Nachrichten.
 
Die erste gute Nachricht betraf ein zukunftsweisendes Projekt, bei dem die Kreisverwaltung die Koordination und Planung übernommen hat. Am Freitag, dem 12. April 2019, übergaben Bildungsdezernent Michael Koch und ich gemeinsam in Potsdam den Antrag zur Errichtung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Kolkwitz in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße an Bildungsministerin Britta Ernst. Wir baten im Rahmen dieses Termins um eine möglichst schnelle Prüfung und Genehmigung des Antrages bei der Ministerin. Nur zwei Wochen später überbrachte sie mir gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke den Bewilligungsbescheid während des Kabinettsbesuches. Dass sich unser kontinuierlicher Einsatz und unsere harte Arbeit endlich ausgezahlt haben, freut mich ganz besonders für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Jetzt beginnen wir mit der Realisierung des Projekts, welches ich weiterhin zur Chefsache erkläre. Denn der Genehmigungsbescheid ist nicht nur ein wichtiges bildungspolitisches Signal an unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch eine gute Nachricht vor dem Hintergrund des sich vollziehenden Strukturwandels. Zum einen wird die wirtschaftliche Ausrichtung der Schule dafür sorgen, dass unsere Kinder eine enge Bindung zur Industrie und zum Handwerk der Region entwickeln. Zum anderen werden die rund 25 Millionen Euro, die wir für die Planungs- und Bauleistungen ansetzen, ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft der Lausitz sein.
 
Die zweite gute Nachricht betraf unsere Infrastruktur. Der brandenburgische Minister für Wirtschaft und Energie, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, übergab an den Landkreis Spree-Neiße einen Fördermittelbescheid in Höhe von 16 Millionen Euro zur Modernisierung unserer Radwege. Rund 138 Kilometer Wegstrecke auf 135 Abschnitten können somit modernisiert werden. Die Radwege werden zum Beispiel mit einer Wurzelschutzanlage versehen, erhalten neue Asphaltschichten oder bekommen E-Ladestationen für die zunehmende Anzahl an E-Bikes. Im Rahmen der Übergabe betonte der Minister, dass die Summe von 16 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Landkreisen relativ hoch ausfällt, was der engagierten Vorarbeit der Kreisverwaltung geschuldet ist. Auch hier haben sich also der kontinuierliche Einsatz und die harte Arbeit der Unteren Straßenbaubehörde gelohnt, sodass wir nun die entsprechenden Leistungen europaweit ausschreiben können. Über zwei Jahre hat die Kreisverwaltung in dieses Projekt investiert und jetzt kann die Umsetzung erfolgen.
 

29.04.2019 - Wochenbericht KW 17


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in meinem heutigen Blog möchte ich über ein für den Tourismus und die Wirtschaft in unserem Landkreis wichtiges Event berichten, das ich am gestrigen Sonntag besucht habe. Kreisübergreifend fand im malerischen Burg (Spreewald), in Lübben, Lübbenau und Straupitz in der vergangenen Woche der 17. Spreewaldmarathon statt. Ein Paradebeispiel dafür, wie hervorragend die interkommunale Zusammenarbeit im Spreewald funktioniert. Denn mittlerweile hat sich diese Veranstaltung zum größten Breitensportevent in ganz Brandenburg entwickelt und darauf können die Lausitz und vor allem der Landkreis Spree-Neiße stolz sein. Der Marathon ist sowohl wirtschaftlich bedeutsam als auch ein touristisches Highlight, denn an diesem langen Wochenende werden über 3 Millionen Euro erwirtschaftet. Über 13.000 Teilnehmer starteten im Jahr 2018, wobei diese Zahl in diesem Jahr mit über 14.000 Teilnehmern erneut getoppt wurde. So viele Gurkenmedaillen wie in diesem Jahr gab es noch nie. Insgesamt stehen für das Familienevent 33 Strecken bereit und zwar für die Disziplinen Laufen, Skaten, Wandern, Radeln, Paddeln oder meiner persönlichen Lieblingsdisziplin, die ich tagtäglich durchführe, das Walken. Der Spreewaldmarathon gilt als flachster Marathon der Welt und hat sich mittlerweile national und international einen Namen gemacht. Damit steht er exemplarisch für die Offenheit und Gastfreundlichkeit unserer Region. Für den Landkreis Spree-Neiße, der den Sport und die dazugehörigen Vereine nach besten Kräften mit seiner Sportförderung unterstützt, ist dies natürlich ein super Aushängeschild. Der Marathon ist jedes Jahr ein tolles Event, das von vorne bis hinten durchorganisiert ist und dafür will ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei den Veranstaltern und den rund 500 ehrenamtlichen Helfern bedanken!

23.04.2019 - Wochenbericht KW 16


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
eine kurze Woche liegt hinter uns und eine ebenso kurze nun vor uns, Ostern sei Dank. Ich hoffe sehr, dass Sie wie ich die Feiertage und das hervorragende Wetter dazu genutzt haben, um im Kreise Ihrer Liebsten etwas Schönes zu unternehmen. Glücklicherweise konnten in unserem Landkreis trotz des anhaltend trockenen Wetters vielerorts die traditionellen Osterfeuer dennoch stattfinden, um den Winter endgültig auszutreiben. Vielerorts in Südbrandenburg mussten jedoch auch die Freiwilligen Feuerwehren ausrücken, um kleinere und größere Brände zu löschen. Den Kameradinnen und Kameraden, die auch über Ostern pflichtbewusst Ihren Dienst an der Allgemeinheit geleistet haben und zu Löscharbeiten ausgerückt sind, spreche ich an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank aus.
 
Liebe Leserinnen und Leser, kommen wir nun zu meiner letzten Arbeitswoche. Am Montag stand für mich ein Notartermin an, um die Fusion unserer Abfallbetriebe in die Wege zu leiten. Die Beschäftigten der AGNS werden nach deren Löschung aus dem Handelsregister vollständig in den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft eingegliedert. Finanztechnisch erfolgte der Übergang bereits zum 01. Januar 2019. Ziel dieser Fusion ist es diverse Doppelstrukturen abzubauen, um so eine effizientere, kostengünstigere und bürgernahe Verwaltung der Abfallwirtschaft für Sie zu ermöglichen.
 
Wie ich Ihnen in meinem letzten Blog berichtete, besuchten unser Bildungsdezernent Michael Koch und ich am 12. April 2019 Bildungsministern Britta Ernst in Potsdam. Neben der Übergabe der Antragsunterlagen für unsere geplante Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Kolkwitz, thematisierten wir auch die Vierzügigkeit der 7. Klasse am Erwin-Strittmatter Gymnasium in Spremberg. Das Staatliche Schulamt Cottbus wollte ursprünglich keine Vierzügigkeit einrichten. Das hätte allerdings dazu geführt, dass 11 der insgesamt 69 Schülerinnen und Schüler, die dieses Gymnasium als Erstwunsch angegeben hatten, dort nicht hätten beschult werden können. Während unseres Aufenthalts in Potsdam baten wir deshalb darum die Planungen erneut zu prüfen und zu überdenken, denn für die zunächst abgelehnten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern wäre ein erheblicher Mehraufwand mit Blick auf den täglichen Schulweg entstanden. Am letzten Dienstag erreichte uns dann aus Potsdam die frohe Kunde, dass unser Werben für den Standort Spremberg erfolgreich war: Das Erwin-Strittmatter Gymnasium behält seine Vierzügigkeit und alle Kinder können hier bei uns im Landkreis beschult werden. Ich bedankte mich umgehend bei der Bildungsministerin für die schnelle Prüfung der Angelegenheit und die getroffene positive Entscheidung. Für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie für die Stadt Spremberg und den Landkreis Spree-Neiße war dies auf jeden Fall ein tolles Ostergeschenk.

Und noch einmal das Thema Schule: Über den Sachstand zum geplanten Schulneubau in Kolkwitz informiert der Landkreis Spree-Neiße ab sofort regelmäßig. Dafür wurde auf der Homepage der Kreisverwaltung eine neue Seite eingerichtet. Auf der Startseite unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ sind im Reiter „Schulneubau Kolkwitz“ alle Aktivitäten zu finden.
 
Abschließend noch einige Wort zu dem angekündigten Umzug eines Landesministeriums in die Lausitzmetropole Cottbus. Dabei handelt es sich um eine Entscheidung, die ich grundsätzlich begrüße. Gewünscht und bevorzugt hätte ich allerdings eine Verankerung des Wirtschaftsministeriums mit der ILB in der Region, um die Strukturentwicklung der Lausitz hautnah mit zu begleiten und zu gestalten. Alternativ hätte ich mir die Ansiedlung der Bundespolizei mit den etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Stärkung unserer Region gut vorstellen können. Ungeachtet dieser Nachricht muss die Schaffung und Erhaltung von Industriearbeitsplätzen absolute Priorität erhalten.
 

15.04.2019 - Wochenbericht KW 15


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die vergangene Woche stand ganz im Zeichen des letzten turnusmäßigen Kreistages vor der Kommunal und Europawahl am 26. Mai 2019. Zu diesen Wahlen rufe ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, bereits an dieser Stelle ganz ausdrücklich auf. Demokratie lebt von Beteiligung und umso wichtiger ist es, dass Sie sich im Vorfeld der Wahlen mit den unterschiedlichen politischen Angeboten befassen und darauf basierend Ihre Entscheidung treffen, welche Partei Ihre Interessen am besten vertritt.
 
Einen bedeutenden Beschluss, den wir mehrheitlich im Kreistag fassten, war der zur Errichtung der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße. Ein erster Antrag zur Errichtung in Kolkwitz wurde im ersten Anlauf vom Bildungsministerium im Dezember 2017 mit der Begründung zurückgewiesen, dass dieser noch weiter qualifiziert werden müsste. Um dies zu erreichen, wurde ein neuer Standort in der Großgemeinde Kolkwitz gesucht, auf den sich zum einen die Ämter und Gemeinden des Landkreises einigen konnten und bei dem es zum anderen keine Einwände durch die angrenzenden Landkreise und die Stadt Cottbus gibt. Um gegenüber dem Bildungsministerium in Potsdam deutlich zu machen, wie wichtig dem Landkreis dieses Projekt ist, überbrachten unser Bildungsdezernent Michael Koch und ich die Antragsunterlagen am Freitag persönlich an Bildungsministerin Britta Ernst. Im Vorfeld der Übergabe wurden zahlreiche Gespräche zur Abstimmung auf kommunaler und interkommunaler Ebene sowie mit dem Bildungsministerium in Potsdam über den Standort „Am Annahofer Graben“ im Kolkwitzer Ortsteil Klein Gaglow geführt, um den Antrag  mit einem möglichst breiten Konsens im Gepäck übergeben zu können. Aus meiner Sicht gibt es nun nichts mehr, was gegen die Genehmigung der Schule spricht und ich wünsche mir, dass die brandenburgische Landesregierung uns am 30. April im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Kabinett vor Ort“ einen positiven Bescheid überbringt. Für unseren Nachwuchs wäre es sicher die wohl schönste Nachricht, die Bildungsministerin Britta Ernst und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke uns an diesem Tag mitbringen könnten. Also drücken Sie mit mir die Daumen!
 
Von Potsdam aus ging es für mich am Freitag weiter nach Cottbus. Dort begann die Flutung des Ostsees mit dem Wasser der Spree. Ich hoffe natürlich sehr, dass dieser Teil des sich vollziehenden Strukturwandels gelingt und sich unsere Erwartungen an den Cottbuser Ostsee im Hinblick auf die Wirtschaft im Allgemeinen und den Tourismus und die Umwelt im Speziellen erfüllen werden. So konnten in den vergangenen drei Jahren bereits zahlreiche Firmen aus der Region vom Bau dieses Riesenprojektes profitieren, bei dem aus einem ehemaligen Braunkohletagebau ein neuer See geschaffen wird. Für die lokale Wirtschaft ist das Projekt „Cottbuser Ostsee“ von einem unschätzbaren Wert und ich verbinde mit ihm die Hoffnung, dass dies auch in Zukunft so sein wird. Als Vorsitzender des Spreewälder Tourismusverbandes und Mitglied des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland denke ich zum Beispiel an die möglichen Synergieeffekte, die sich aus der Kombination dieser touristischen Angebote ergeben können. Ganz im Sinne der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus bin ich sehr zuversichtlich, dass wir die infrastrukturelle Anbindung dieses Projekts an die bereits bestehende Angebote der Region problemlos hinbekommen werden. Egal ob für Erholungs-, Freizeit- oder Sportangebote: Der Cottbuser Ostsee als größter kreislicher See wird in Zukunft all dies für unsere Besucher bieten.

08.04.2019 - Wochenbericht KW 14


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
häufig widerfahren den Menschen ganz unverhofft schwere Schicksalsschläge. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, müssen diese anschließend ebenso häufig mit den psychischen Folgen solcher Situationen umgehen. Das gilt gleichermaßen für die Betroffenen, die Angehörigen von Opfern oder die Einsatzkräfte. Um den Menschen in diesen schwierigen Momenten des Lebens Beistand und Halt zu geben, wurde vor 20 Jahren das gemeinsame Team der Notfallseelsorge für Cottbus und Spree-Neiße gegründet. Anlässlich des Jahrtestages dieser Gründung begingen wir gemeinsam mit dem Team der Notfallseelsorge rund um dessen Leiter Bernd Puhlmann, dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch, der Generalsuperintendentin Theresa Rinecker, der Superintendentin Ulrike Menzel, dem Notfallseelsorgebeauftragten des Landes Brandenburg Stefan Baier und zahlreichen Gästen aus den Bereichen Kirche, Polizei, Feuerwehr sowie Brand- und Katastrophenschutz einen Festgottesdienst in der Cottbuser Oberkirche St. Nikolai. Mit der Veranstaltung wollten wir uns bei allen Mitgliedern der Notfallseelsorge, die im Hauptberuf in der Regel Pfarrer oder Psychologen sind, für die über Jahre geleistete ehrenamtliche Arbeit bedanken. An 365 Tagen im Jahr stehen diese rund um die Uhr in Notsituationen zur Verfügung und genau dieses Engagement verdient unsere höchste Anerkennung. Doch nicht nur dieses Tätigkeitsfeld stellt eine Besonderheit in dem System der Gefahrenabwehr dar, sondern auch die Bildung des Notfallseelsorgeteams. Die Organisation hoheitlicher Maßnahmen im Bereich der Gefahrenabwehr ist in erster Linie auf den Zuständigkeitsbereich der eigenen Gebietskörperschaft, also des Landkreises oder der Stadt ausgerichtet und wird auf dessen Besonderheiten zugeschnitten. Abweichungen davon erfordern einen hohen Aufwand zur Verständigung, zur Aufgabenteilung, zu Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie zur Finanzierung. Oft geht es nur über Kompromisse aller Beteiligten. Demgegenüber waren schon die ersten Gespräche und Bestrebungen des Landkreises Spree-Neiße und der Stadt Cottbus Mitte der 90er Jahre darauf ausgerichtet, die Aufstellung einer in beiden Gebietskörperschaften wirkenden Einheit zu erzielen. Von Beginn an wurde hier also ein Modell angestrebt, das wir auch heute noch favorisieren: die interkommunale Zusammenarbeit. Zwanzig Jahre nach der Gründung kann ich mit Fug und Recht sagen, dass diese Einstellung für das gemeinsame Projekt die richtige Entscheidung war. Denn bisher gibt es keine negativen Erfahrungen. Nicht nur zuverlässig, sondern auch kontinuierlich ist die Arbeit des Teams, aus dessen „Gründerzeit“ sich immer noch einige Personen ehrenamtlich engagieren und die Entwicklung der Notfallseelsorge maßgeblich mitgestalten. In der Bundesrepublik dürfte unsere Notfallseelsorge daher zu den Teams mit einem großen Erfahrungsschatz gehören und darauf können wir stolz sein.
 

01.04.2019 - Wochenbericht KW 13


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am 17. Oktober vergangenen Jahres fasste der Kreistag einen Beschluss, in welchem unter anderem neben zwei zusätzlichen Sozialarbeiterstellen zur Stärkung des Sozialpsychiatrischen Dienstes und der Förderung regionaler Präventionsprojekte auch die bessere Vernetzung im Kampf gegen Drogen aufgeführt wird. Alle zwei Jahre sollen dafür der Jugendhilfeausschuss, der Sozial-, Gesundheits- und Gleichstellungsausschuss sowie der Kultur- und Bildungsausschuss gemeinsam tagen, um über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Sucht und Drogen zu sprechen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, lud ich am vergangenen Dienstag, dem 26. März 2019, in den Kreistagsaal nach Forst (Lausitz) zu einem Fachtag zum Kampf gegen Drogen ein. Mit Unterstützung des Bundes- und Kreistagsabgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze sowie des Land- und Kreistagsabgeordneten Raik Nowka, konnte dafür mit Marlene Mortler die Drogenbeauftragte der Bundesregierung als Gastreferentin gewonnen werden. Weiterhin wurden zur Auftaktveranstaltung dieser Reihe viele Vertreter aus dem Bildungsbereich, der Gesundheitslandschaft, Suchthilfe, Polizei, Justiz, Trägerlandschaft und den Verwaltungen des gesamten Landkreises Spree-Neiße sowie der kreisfreien Stadt Cottbus eingeladen, um das gemeinsame Vorgehen zu koordinieren. Vor allem das Thema Crystal Meth spielte eine zentrale Rolle, denn das Auftreten dieser Droge sei, so die Beauftragte der Bundesregierung, seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2014 massiv angestiegen und zwar schwerpunktmäßig in der Lausitz. Im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt, wo der Konsum von Crystal Meth mit 28 von insgesamt 1.300 Drogentoten (gezählt werden nur Menschen, die illegale Substanzen nehmen) eine verhältnismäßig kleine Rolle spielt, ist die Situation hier nämlich eine andere. Durch die geographische Nähe zu Tschechien, wo die Droge häufig hergestellt wird, sind auch die Vertriebswege entsprechend kurz. Darüber, dass der koordinierte Kampf gegen diese Modedroge deshalb umso wichtiger ist, waren sich die Anwesenden einig. Marlene Mortler lobte vor diesem Hintergrund ausdrücklich den parteiübergreifend gefassten Kreistagsbeschluss. Während deutschlandweit die kommunalen Ausgaben für die Drogenprävention stagnieren, nahm der Landkreis mit dem Beschluss vom letzten Jahr mehr Geld für dieses Thema in die Hand. Als Landrat war ich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Ich denke, dass uns der rege Austausch aller Teilnehmenden unserem Ziel näher gebracht hat, die Drogenprävention innerhalb des Landkreises Spree-Neiße auf ein neues Fundament zu stellen.
 
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen eines Arbeitsbesuches in Drebkau. Am Vormittag gab es mit Beteiligung beider Verwaltungsspitzen im Feuerwehrgerätehaus der Stadt Drebkau eine interne Gesprächsrunde. Behandelt wurden unter anderem die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, der Sachstand zum Durchfahrtsverbot auf der B 169, der Sachstand zur geplanten Gesamtschule mit GOST am Standort Kolkwitz sowie die FEI Weltmeisterschaften der Zweispänner, welche vom 11. bis 15. September 2019 stattfinden wird. Als Schirmherr der letztgenannten Veranstaltung lade ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, bereits an dieser Stelle ganz herzlich ein! Um mit der regionalen Wirtschaft im guten Kontakt zu bleiben, folgten anschließend zwei Unternehmensbesuche bei der LHD Landhandel Drebkau, Import und Export GmbH und bei der GRANDE und PUJO GbR.

25.03.2019 - Wochenbericht KW 12


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit Beteiligung des Landkreises Spree-Neiße fanden in der vergangenen Woche zwei interessante Veranstaltungen statt. Den Beginn machte am Mittwoch die Fachtagung „Die Vielfalt des Islam an Brandenburger Schulen“, welche im Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße in Cottbus stattfand. Organisiert wurde diese im Rahmen des Projekts Brandenburger Bildungspartnerschaften in der Migrationsgesellschaft 2, der RAA Brandenburg und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg (RAA Cottbus und Trebbin) in Kooperation mit den Integrations- bzw. Migrationsbeauftragten der Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus. Geladen waren vor allem Vertreter aus den unterschiedlichen Bildungsbereichen in Südbrandenburg, die in ihrer täglichen Arbeit mit den Herausforderungen des mitgrationsbedingt verstärkt anzutreffenden Islam an den Schulen konfrontiert sind. Nach den zwei Impulsvorträgen „Religion an Brandenburger Schulen“ und „Die Vielfalt des Islam“ konnten sich die Fachvertreter in sechs parallel stattfindenden Workshops austauschen. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie „Welche unterschiedlichen Lebenswelten und Islamverständnisse gibt es?“, „Wie kann mit Fest- und Feiertagen in einer religiös heterogenen Klasse umgegangen werden?“, „Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern stärken?“ oder „Welche pädagogische Haltung ist im Umgang mit Islamfeindlichkeit und Islamismus unterstützend?“. Das Feedback durch die Teilnehmer war positiv und ich hoffe, dass wir mit dieser Veranstaltung ein Stück weit zur besseren Integration geflüchteter Menschen im Landkreis Spree-Neiße beigetragen haben.

Am Freitag fand in Kooperation mit dem Weißen Ring e.V. eine Podiumsdiskussion zu Opferrechten bei Ermittlungs- und Gerichtsverfahren im Kreistagssaal in Forst (Lausitz) statt. Anwesend waren zahlreiche Gäste aus Polizei, Justiz, Politik und Sozialarbeit. Als gemeinnützige Organisation tritt der Weiße Ring e.V. öffentlich für die Interessen der Betroffenen ein und unterstützt mit Veranstaltungen wie der im Kreishaus den Präventionsgedanken. Mit dieser Arbeit ist er allerdings nicht allein, sondern wird durch ganz verschiedene soziale Dienste im Haupt- und Ehrenamt tatkräftig unterstützt. So gibt es zum Beispiel im Landkreis Spree-Neiße ein sehr gut funktionierendes Netzwerk gegen häusliche Gewalt.

Ein weiterer Arbeitstermin führte mich am Donnerstag nach Spremberg. Dort verabschiedete ich mit Klaus Piersig den langjährigen Regionalstellenleiter der Kreisvolkshochschule. Über 40 Jahre war dieser im Bildungsbereich tätig, 28 Jahre davon als Regionalstellenleiter in Spremberg. Zu seinem wohlverdienten Ruhestand wünschte ich ihm alles Gute und betonte, dass der Ruhestand kein Stehenbleiben, sondern ein ruhiges Weitergehen bedeutet.

18.03.2019 - Wochenbericht KW 11


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie kann der Landkreis Spree-Neiße den demografischen und strukturellen Wandel meistern? Um diese Frage ging es am vergangenen Mittwoch in einem Workshop zur Fortschreibung der Kreisentwicklungskonzeption. Denn auf die durch den Wandel aufgeworfenen Fragen, wie zum Beispiel die nach einer adäquaten Ersetzung von Industriearbeitsplätzen oder die nach einer Sicherung der Daseinsfürsorge, müssen Politik und Verwaltung Antworten finden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Kreisentwicklungskonzeption 2030 mit seinen sechs Handlungsfeldern, die die Teilnehmenden im Rahmen des Workshops besprachen. Impulse erhielt die Veranstaltung durch den Lausitz-Beauftragten des Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Klaus Freytag, sowie durch den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Herrn Maik Bethke. Und auch Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Spree-Neiße, sind dazu aufgerufen sich an der Ausgestaltung der Kreisentwicklungskonzeption zu beteiligen. Vom 01. April bis 03. Juni 2019 finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Spree-Neiße www.lkspn.de unter der Rubrik „Politik & Kreistag“ im Reiter „Kreisentwicklung“ den Entwurfstext vor. Sie können uns gern per Post oder Mail Ihre Hinweise und Stellungnahmen zuschicken. Mehr Informationen finden Sie im aktuellen Amtsblatt.
 
Am Donnerstag führte mich ein Arbeitstreffen in die Gemeinde Neuhausen/Spree, wo ich einen Zuwendungsbescheid für die Sanierung eines Hortgebäudes in Laubsdorf in Höhe von knapp 40.000 Euro an Bürgermeister Dieter Perko und Hauptamtsleiter Torsten Schwieg übergeben konnte. Der kontinuierliche Einsatz für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur der Gemeinde ist vorbildlich. Für dieses zukunftsweisende Projekt stellt der Landkreis eine anteilige Finanzierung mit Mitteln aus dem Landesprogramm zur Sanierung von Kitas gern bereit. Weitere Themen des Arbeitsbesuches waren die Abstufung von Landes- auf Kreisstraßen und die damit einhergehenden Kosten, sowie die aktuelle Situation des Verkehrslandeplatzes Cottbus/Neuhausen und dessen Einbindung in die bereits angesprochene Kreisentwicklungskonzeption.
 
Mit einem Unternehmensbesuch mit Drebkaus Bürgermeister bei der Koalick Beton GmbH ging mein Arbeitstag am Donnerstag weiter. Geschäftsführer Thorsten Koalick hatte vor kurzem 250.000 Euro in den Standort investiert, um eine weitere Produktionslinie in Betrieb zu nehmen. Jetzt stehen in der Produktionshalle die nagelneuen Maschinen zur Schalung von Betonelementen, mit denen zum Beispiel Winkelstützen für den Straßen-, Landschafts- oder Gartenbau hergestellt werden können. Als ehemaliger Bürgermeister von Drebkau freue ich mich natürlich ganz besonders über diese positive Entwicklung, da ich damals die Erschließung und Entwicklung des Gewerbegebietes maßgeblich vorangetrieben habe. Mit großem Interesse nahm ich zu Kenntnis, als mein Nachfolger berichtete, dass mittlerweile fast alle Flächen erschlossen sind. Gemeinsam mit Geschäftsführer Thorsten Koalick arbeitet die Stadt zudem an einer Weiterentwicklung und gerade mit Blick auf den Strukturwandel, sind solche Investitionen von mittelständischen Firmen wie die der Koalick Unternehmensgruppe von unschätzbarem Wert

11.03.2019 - Wochenbericht KW 10


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine vergangene Arbeitswoche begann am Montag mit einem Termin in unserer schönen Kreis- und Rosenstadt. Gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Bürgermeisterin Simone Taubenek starteten wir symbolisch die Sanierung der 1991 erbauten Forster Schwimmhalle. Rund 1,6 Millionen Besucher hatte diese bis zum Jahr 2017. Auf Grund der guten Auslastung wird sie deshalb nicht das gleiche Schicksal ereilen, wie so viele andere Schwimmbäder der Bundesrepublik, sondern von Grund auf saniert. Ein hoher Betrag an Fördermitteln konnte vom Bund für dieses Projekt eingeworben werden, welches die Stadt Forst (Lausitz) und der Landkreis Spree-Neiße gemeinsam umsetzen. Zu Beginn des Jahres 2021 soll die Schwimmhalle dann spätestens wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei um einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger. Vor allem für die Kleinsten aus unserer Gesellschaft ist es wichtig ein ortsnahes Angebot für den Schwimmunterricht zu haben.
 
Ein weiterer Arbeitstermin führte mich in dieser Woche in die Stadt Cottbus. Hier vereinbarten Sozialdezernentin Maren Dieckmann und ich die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Soziales zu verstetigen. Es war die erste Zusammenkunft unserer beiden Sozialdezernate. Im Mittelpunkt standen die Themen Bildung sowie die Pflege und der Arbeitsmarkt. Wir waren uns mit Frau Dieckmann darüber einig, dass es prägnante Themen gibt, bei denen ein gemeinsames Herangehen und Handeln zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises und der Stadt Cottbus einen Mehrgewinn bedeutet.
 
Um uns an die Wichtigkeit der Frauen und an den Umstand zu erinnern, dass es noch viele Bereiche gibt, in denen diese immer noch nicht gleichberechtig sind, gibt es Veranstaltungen wie die Brandenburger Frauenwoche oder den Internationalen Frauentag. In unserem Landkreis fand unter anderem ein Internationales Frauenfrühstück in Spremberg statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Örtlichen Liga Spremberg, einem freiwilligen Zusammenschluss von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Kirchen sowie ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, sowie vom Migrationsdienst der Diakonie Niederlausitz gGmbH Spremberg und der Freiwilligenagentur Spremberg der Volkssolidarität. Rund 60 Frauen aus ganz unterschiedlichen Kulturen trafen sich dazu im Kontaktcafe der Volkssolidarität, wobei nahezu alle Teilnehmerinnen etwas Leckeres zum Frühstück und zum Erfahrungsaustausch mitgebracht hatten. Auch ich sprach den anwesenden Frauen meinen Dank für ihr großes gemeinsames Engagement aus. Weiterhin fand zur Ehrung derjenigen Mitarbeiterinnen, welche seit 30 oder 35 Jahren in der Kreisverwaltung tätig sind, am Freitagmorgen ein Dankeschön-Frühstück statt. Allen Frauen, denen ich nicht persönlich gratulieren konnte, wünsche ich an dieser Stelle alles Gute und ich hoffe, dass auch Sie einen schönen Frauentag hatten.
 

04.03.2019 - Wochenbericht KW 9


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine vergangene Arbeitswoche konnte ich mit einem sehr erfreulichen Ereignis beginnen. Am Montagmorgen übergab ich gemeinsam mit Lars Gölz, dem Studienleiter des Niederlausitzer Studieninstituts für kommunale Verwaltung, insgesamt 19 Angestellten der Kreisverwaltung ein Zertifikat für die Teilnahme an dem Lehrgang „Ausbildung der Ausbilder“. Aus den unterschiedlichen Fachbereichen und dem Eigenbetrieb Jobcenter nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Herbst an diesem Lehrgang teil, um die Ausbildung der eigenen Nachwuchskräfte in der Kreisverwaltung zu optimieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer Ausbildungspolitik in der Kreisverwaltung ist, dass in den Fachbereichen und Eigenbetrieben qualifizierte und motivierte Ausbildungsverantwortliche die Betreuung der Auszubildenden gewährleisten. Den Angestellten danke ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für ihr Engagement, das sie mit dieser berufsbegleitenden Weiterbildung an den Tag gelegt haben.
 
Am Mittwoch eröffnete ich mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Spree-Neiße und einigen ihrer Kollegen die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ anlässlich der Brandenburgischen Frauenwoche, die bei uns bis Ende April zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen sein wird. Die Ausstellung präsentiert auf insgesamt 17 Plakaten das Leben und Wirken von Elisabeth Selbert, Helene Weber, Frieda Nadig und Helene Wessel. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich ein für uns gar nicht anders zu denkender Satz im Grundgesetz findet, nämlich: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Mit dieser klaren Formulierung im Artikel 3 hat das Grundgesetz 1949 Maßstäbe gesetzt. Im Parlamentarischen Rat, der dieses Grundgesetz vorbereitet und beschlossen hat, waren nur die vier genannten Frauen vertreten. Ohne ihr Engagement, ihre überparteiliche Zusammenarbeit und die vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die vollständige Gleichberechtigung stark machten hätte es Artikel 3 in dieser Form nicht gegeben. Die Ausstellung erinnert auch daran, dass es weiterhin politisches Engagement braucht, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen, denn hierbei gilt, um den Schriftsteller Oscar Wilde zu zitieren: „Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.“
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Spree-Neiße leisten unsere Jägerinnen und Jäger. Um dies zu würdigen, nahm ich am vergangenen Samstag, dem 02. März 2019, am Kreisjägertag in Drachhausen teil. Dabei blickten wir auf das Jagdjahr 2017/2018 im Landkreis Spree-Neiße zurück, in dem sage und schreibe 5.622 Stücken Schwarzwild zur Strecke gebracht wurden. Auch wenn diese Zahlen im Grunde genommen für sich sprechen, so betonte ich in meinem Grußwort dennoch, dass diese Leistung nur durch das persönliche Engagement und das Aufbringen von viel Freizeit erreicht werden konnte. Vor allem mit Blick auf das Verhindern des Ausbrechens der Afrikanischen Schweinepest werden diese Anforderungen nicht weniger werden und genau deshalb sind wir den Jägerinnen und Jägern zu Dank verpflichtet.
 

25.02.2019 - Wochenbericht KW 8


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche stand ganz im Zeichen des Kreistages am Mittwoch, auf dem die Abgeordneten auf meinen Vorschlag hin mit Olaf Lalk einen neuen Ersten Beigeordneten, der weiterhin das Dezernat I Planung, Bau, Umwelt, Kataster, Landwirtschaft und Veterinärwesen leiten wird, sowie mit Michael Koch einen weiteren Beigeordneten wählten, der ab März das Dezernat III für Soziales, Gesundheit, Jugend, Bildung und Kultur führen wird. Olaf Lalk ist neben der übertragenen Leitung des Dezernates seit 2002 eingebunden in die Arbeit des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und Geschäftsführer der kreiseigenen AGNS GmbH. Seit dieser Zeit hat er die damit verbundenen Aufgaben stets vollumfänglich zum Wohle des Landkreises unter Beweis gestellt. Er besitzt zudem das Vertrauen der Verwaltungsangestellten und einen souveränen, von den Mitarbeitenden geachteten Führungsstil.
Michael Koch ist Oberschulrat am Staatlichen Schulamt in Cottbus und damit zurzeit für 29 Schulen und 400 Beschäftigte verantwortlich. Durch seine leitende Position, die er seit 1992 bekleidet, ist er mit den Aufgaben der Verwaltung vielseitig vertraut. Im Rahmen seiner Tätigkeit hatte er einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Schullandschaft im Süden des Landes Brandenburg und dem Aufbau von Ganztagsschulen. Ich freue mich auf eine ebenso gute wie konstruktive Zusammenarbeit mit meinen beiden Beigeordneten und ich bin mir sicher, dass unsere Verwaltung mit der Wahl dieser fachlich versierten Persönlichkeiten gestärkt wurde.
 
Ein weiterer Termin in der vergangenen Woche führte mich nach Guben, wo vom 21. bis 22. Februar ein vom Euro-Institut und Euroregion Spree-Neiße Bober e.V. gemeinsam organisiertes deutsch-polnisches Symposium stattfand. Thema der Veranstaltung war die Einrichtung eines unbürokratischen und grenzüberschreitenden Rettungsdienstes, den wir auf kreislicher Ebene schon seit geraumer Zeit vorantreiben und der nun immer konkretere Züge annimmt. In meiner Eröffnungsrede betonte ich, dass ich mir von der Tagung wertvolle Impulse in Richtung der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung eines grenzüberschreitenden Rettungsdienstes erhoffe, um so die europäische Integration weiter voranzubringen. Während der Veranstaltung gab es deshalb unter anderem auch Workshops, in denen die deutschen und polnischen Vertreter aus den Regional- und Landesverwaltungen sowie aus den Gesundheitsministerien und der Rettungsdienste weiter an der entsprechenden Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Kooperation arbeiteten.
 

18.02.2019 - Wochenbericht KW 7


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in meinem letzten Blog ging es vorrangig um den Abschlussbericht der Kohlekommission und die damit verbundenen Herausforderungen durch den Strukturwandel für unsere gemeinsame Zukunft. Um diese erfolgreich zu gestalten müssen Bürger, Wirtschaft, Verwaltung und Politik an einem Strang ziehen, weshalb ein kontinuierlicher Austausch zwischen diesen aus meiner Sicht unerlässlich ist. Aus diesem Grund führe ich regelmäßig in unserem Landkreis sowie darüber hinaus Arbeitsbesuche bei Vereinen, Verbänden, Organisationen, Unternehmen oder Institutionen durch. Einer dieser Besuche führte den Geschäftsführer unserer kreislichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und mich am vergangenen Montag in das Industriegebiet in Spremberg zu den Experten für Hochleistungskunststoffe der Erhard Hippe KG, das dort neben dem Unternehmenssitz in Hildesheim bei Hannover seit 1995 noch ein weiteres Werk betreibt. Vorrangig geht es mir bei solchen Besuchen stets um die Fragen, wie es um die Unternehmen vor Ort steht, welche Bedarfe sie haben und in welcher Form der Landkreis sie unterstützen kann. Beim gemeinsamen Rundgang durch das Werk mit Geschäftsführer Michael Hippe vorbei an modernster Produktionstechnik tauschten wir uns vor allem über die Themen Azubi- und Fachkräftegewinnung aus sowie über die Zukunftsperspektiven des Unternehmens. Hierbei betonte der Geschäftsführer, dass der über 100 Mitarbeiter umfassende Betrieb grundsätzlich ausbilde, um diese Fachkräfte zu übernehmen. Auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem neue Werkstoffe konzipiert werden, konnte ich mir ansehen. Dass dieser Innovationsmotor in der Perle der Lausitz angesiedelt wurde, sehe ich persönlich als Vertrauensbeweis in die Zukunftsfähigkeit des Landkreises Spree-Neiße als Wirtschaftsstandort an. Der Erhard Hippe KG wünsche ein weiterhin starkes Wachstum mit dem wir die Herausforderungen des strukturellen und demografischen Wandels ein Stück weit meistern können.

Ein weiterer Termin in dieser Woche führte mich in unseren polnischen Partnerlandkreis Zielona Góra, in dem jüngst Landrat Krzysztof Romankiewicz wiedergewählt wurde. Ihm zur Wiederwahl zu gratulieren, war natürlich nicht mein einziges Anliegen, denn mein Hauptziel bestand darin, weitere Gespräche über gemeinsame Projekte und Pläne zu führen. Vor allem mit Blick auf die derzeit stattfindenden Gespräche auf EU-Ebene zu den INTERREG-Fördermitteln waren wir uns darüber einig, dass diese nicht gekürzt, sondern mindestens auf gleichem Niveau beibehalten werden sollten, um die europäische Kooperation und Integration weiter voranzutreiben. Mit Blick auf die Zukunft freue ich mich auf eine weiterhin sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit.
 

11.02.2019 - Wochenbericht KW 6


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
jüngst wurde der 278-Seiten starke Bericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ veröffentlicht. Um die Folgen dieses Konsens für das Lausitzer Revier vorzustellen, hatte Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke Ende vergangener Woche kurzfristig die kommunalen Vertreter der Region zu einer Versammlung ins Stadthaus nach Cottbus eingeladen. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem aus den Fehlern der 1990er Jahre zu lernen und zu verhindern, dass die Lausitz erneut Verlierer einer gesamtdeutschen Strukturentwicklung im Energiebereich wird. Zum Gelingen dieser Kraftaufgabe kann der vorgelegte Kompromiss durch einen Staatsvertrag mit dem Bund über mehrere Milliarden Euro an Strukturhilfen mit steuerlicher Förderung von Wissenschaft, Forschung und Clustern in der Lausitz und der in Aussicht gestellten Ansiedlung einer Bundesbehörde einen wichtigen Beitrag leisten. Der große Wermutstropfen bleibt dabei allerdings das starre Festhalten an einem Ausstiegsdatum. Ein solches sollte nach meinem Dafürhalten erst dann beschlossen werden, wenn ersichtlich ist, wie den Menschen in unserer Region eine Perspektive aufgezeigt und wie das Problem der bedarfsgerechten Nutzung bei den erneuerbaren Energien gelöst werden kann. Solange sich die Stromproduktion bei den erneuerbaren Energien auf Grund der Witterungsabhängigkeit durch eine starke Schwankungsanfälligkeit auszeichnet und dadurch weder eine Versorgungssicherheit noch stabile Strompreise für die Bürgerinnen und Bürger gegeben sind, macht ein dogmatisch vorangetriebener Ausstieg aus der konventionellen Stromerzeugung keinen Sinn. Weiterhin sehe ich es als unerlässlich an, bei dieser Thematik eine Einigung auf europäischer Ebene anzustreben, denn wenn wir unsere Kohlekraftwerke abschalten und anderswo gleichzeitig neue entstehen, bringt das Ganze nichts. Die zügige Umsetzung der Beratungsergebnisse in Gesetzesform ist das, was die Arbeitnehmerschaft in den Lausitzer Tagebauen, der Betreiber LEAG, die Einwohnerinnen und Einwohner in den Kommunen sowie kommunalpolitische Vertreter vom Bund jetzt erwarten – so zumindest mein Eindruck während der Versammlung. Für Spree-Neiße setze ich besondere Hoffnungen in das Lausitzcluster Energie, bei dem die Entwicklung und Ansiedlung von Speichertechnologien an den Kraftwerksstandorten Boxberg, Jänschwalde und Spremberg vorangetrieben werden sollen. Das ist echte Wertschöpfung aus den betroffenen Regionen heraus, und nur so kann uns der Strukturwandel nachhaltig gelingen. Auf kreislicher Ebene werden wir alles Mögliche dafür tun, um diese Prozesse konstruktiv zu begleiten.

Liebe Leserinnen und Leser, kommen wir zu einem völlig anderen Thema. Seit dieser Woche steht es fest: Die diesjährige Internationale Folklorelawine wird vom 21. bis 23. Juni 2019 in Lübbenau/Spreewald, Forst (Lausitz) und Cottbus stattfinden. Unser Festival hat sich mittlerweile rund um den Globus einen sehr guten Ruf erarbeitet, sodass wir auch in diesem wieder zahlreiche Bewerbungen von Ensembles aus der ganzen Welt erhalten haben. Auf dieses Renommee bin ich als Landrat sehr stolz und ich freue mich schon jetzt, dass in diesem Jahr in der Kreisstadt Forst (Lausitz) der Rosengarten für die Folkloristen zur Verfügung steht und die Folklorelawine in Cottbus zum Stadtfest eine Bühne auf dem Altmarkt bekommt. Eine erste Auswahl der Gruppen ist getroffen und nun beginnen die konkreten Abstimmungen. Aber eins ist so sicher: Unsere Schotten aus dem Spree-Neiße-Partnerkreis East-Lothian sind auch 2019 wieder dabei. Wie in den letzten Jahren wird die rbb-Landeswelle Antenne Brandenburg als Medienpartner die Veranstaltung begleiten und Moderator Christian Matthée wird wie gewohnt mit seiner sympathischen Art durch das Programm führen. Freuen Sie sich jetzt also schon auf das Folklorefestival mit über 300 Sängern, Tänzern und Musikern aus vier Kontinenten und streichen Sie sich dieses Wochenende im Kalender an.
 

04.02.2019 - Wochenbericht KW 5


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche ging meine Bestandsaufnahme zur Situation der Rettungswachen des Landkreises Spree-Neiße weiter. Dafür besuchte ich am Donnerstagmorgen zunächst die Rettungswache in der Fischerstadt Peitz und anschließend die in der Europastadt Guben. Erneut fanden sich hierbei ganz unterschiedliche Ausgangslagen und Herausforderungen, die wir in Zukunft angehen werden.

Zunächst stand der Besuch der Rettungswache in Peitz auf dem Programm. Die dortige Wache ist mit zehn Rettungssanitätern, davon zwei Frauen, 24 Stunden am Tag besetzt, wie mir Wachleiter Ben Mangelsdorf vor Ort mitteilte. Die Wache betreibt zwei Rettungswagen. Auf Grund der Konstruktion der Zufahrt werden die Signale der Rettungswagen sehr laut an die Umgebung übertragen. Um zur Hauptstraße zu gelangen, müssen die Lebensretter u.a. an einer Schule und an einem Altenheim vorbei fahren. Diese Situation verbessert sich nun mit dem Umzug der Wache an einen neuen Standort, der eine direkte Zufahrt zum Malxebogen hat. „Von dort aus sind alle Rettungswege offen und schnell zu erreichen“, so Ben Mangelsdorf während unseres Gesprächs.

Im Anschluss ging es weiter zur Gubener Rettungswache, die mit 30 Rettungssanitätern, einem Azubi und vier Rettungswagen eine der größten des Landkreises ist. Weiterhin weist sie den höchsten Frauenanteil der Rettungswachen in Spree-Neiße auf. Vor kurzem wurden zwei neue Defibrillatoren angeschafft, die neben dem Blutdruck auch den CO2-Gehalt des Atemstroms messen oder ein Elektrokardiogramm der Herzaktivitäten auswerten können. Diese Werte können anschließend auf einem Tablet-PC übertragen und in das digitale Rettungsdienstprotokoll übernommen werden, sodass diese lebenswichtigen Daten auf direktem Weg in das zuständige Krankenhaus gelangen. Im Wettlauf mit der Zeit kann dieser Einsatz modernster Technik in einem Notfall Leben retten.

Ein anderer Termin führte mich am Donnerstagmittag ins Oberstufenzentrum I Spree-Neiße, das direkt gegenüber der Kreisverwaltung in Forst (Lausitz) liegt. Dort verabschiedete ich mit Konrad Rachow einen altgedienten Schulleiter, der in insgesamt 21 Dienstjahren stets ein vorbildliches Engagement für die Schülerinnen und Schüler an den Tag gelegt hatte. Ich wünschte dem bevorstehenden Ruheständler für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Auch mein Donnerstagabend stand ganz im Zeichen der Schülerinnen und Schüler. Diesmal allerdings im Rahmen eines Preisträgerkonzertes in Spremberg, das anlässlich der hervorragenden Leistungen unserer musikalischen Nachwuchstalente beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ stattfand. Dieser wurde für die Region Brandenburg Süd in der Stadt Spremberg an unterschiedlichen Spielstädten vom 17. bis 19. Januar 2019 ausgerichtet. Vielleicht war es genau dieser Heimvorteil, der dafür gesorgt hatte, dass die Nachwuchstalente der Musik- und Kunstschule des Landkreises insgesamt sechs 2. Preise, zwölf 1. Preise und noch einmal fünf 1. Preise mit einer Delegierung zum Landeswettbewerb in Eberswalde entgegennehmen konnten. In jedem Fall sage ich „Vielen Dank!“ für die tollen Leistungen und wünsche den Schülerinnen und Schülern, die beim Landeswettbewerb teilnehmen, alles Gute und viel Erfolg.
 

25.01.2019 - Wochenbericht KW 4


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
eine sehr ereignisreiche Woche liegt hinter mir. Am vergangenen Montag bin ich gemeinsam mit deutschen und polnischen Vertretern der Euroregion Spree-Neiße Bober aus Brüssel zurückgekehrt. Auf Einladung des Europaabgeordneten Dr. Christian Ehler führte ich dort Gespräche zur Zukunft der EU INTERREG-Förderung.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch deutlich gemacht, dass wir innerhalb der Euroregion Spree-Neiße-Bober/Sprewa-Nysa-Bobr themenübergreifend noch stärker mit unseren polnischen Partnern zusammenarbeiten wollen. Ich hoffe hierbei, dass uns dafür auch nach 2020 die entsprechenden Rahmenbedingungen ermöglicht werden. In jedem Fall werden wir diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten, um so die Lebensbedingungen der Menschen auf beiden Seiten der Neiße weiter voranzubringen.

Am Dienstag war ich auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Neuhausen/Spree zu Gast. Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Perko ließen wir das vergangene Jahr Revue passieren und wiesen auf anstehende Projekte wie zum Beispiel den Breitbandausbau hin. Im Juli vergangenen Jahres wurden vom Bund die Förderrichtlinien im Rahmen des Ausbauziels einer Gigabitgesellschaft geändert, sodass die entsprechenden Förderanträge noch einmal überarbeitet werden mussten. Auch wenn hier als Nachteil eine zeitliche Verzögerung entsteht, so überwiegen doch die Vorteile in Form eines deutlich schnelleren und zukunftsfähigeren Internets.

Um die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises ging es auch am Mittwoch auf einer Projektpräsentation zur Kreisentwicklung. Zahlreiche Studierende des Fachgebiets Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg erarbeiteten im Rahmen von Bachelor-Projekten, was nach dem Ende der Braunkohle kommen könnte. Die jungen Nachwuchswissenschaftler hatten interessante Ideen und Ansätze mitgebracht, die sie unseren Sachgebiets- und Fachbereichsleitern sowie unseren Dezernenten und natürlich auch mir vorstellten. Zunächst erfolgte hierfür eine Darstellung ihrer Analysen, bei welchen sie ausführlich die Stärken, Schwächsen, Chancen und Risiken der insgesamt sechs Handlungsfelder Landwirtschaft, Altlasten, Energie, Kreative, Handwerk und Tourismus untersucht hatten, um daran anschließend ihre Ideen für eine Bewältigung der jeweiligen Herausforderungen darzulegen - und wer weiß, vielleicht schafft es die eine oder andere Idee tatsächlich in unsere Kreisentwicklungskonzeption. Anregend war die Projektpräsentation in jedem Fall und an dieser Stelle danke ich den Studierenden noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement.
 

18.01.2019 - Wochenbericht KW 3


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
um meine Bestandsaufnahme zur Situation der Rettungswachen im Landkreis Spree-Neiße zu vervollständigen, besuchte ich in dieser Woche die Standorte in Döbern, Forst (Lausitz) und Burg (Spreewald). Erneut wurde ich dabei von meiner zuständigen Fachbereichsleiterin bzw. meinem zuständigen Dezernenten begleitet. Hierbei fand ich durchaus verschiedene Situationen in den Rettungswachen vor, was dem Umstand geschuldet ist, dass diese sich in Alter, Größe und Personalbesetzung unterscheiden. So hat zum Beispiel die Rettungswache in Burg (Spreewald) ein kreisübergreifendes Einzugsgebiet, was eine große Herausforderung mit Blick auf die Einhaltung der Hilfsfrist für die Rettungssanitäter vor Ort ist. Da sich die Rettungswache zum einen das Gebäude mit der Feuerwehr und der Polizei teilt und da die Einsätze zum anderen durch den Status von Burg als Kurort und durch die Rehaklinik stetig steigen, ist diese mittlerweile an eine Kapazitätsgrenze gestoßen. Momentan wird deshalb über die Erweiterung der Wache nachgedacht, welche sich an dem Standort aufgrund der Lage nicht ohne weiteres realisieren lässt. Demgegenüber ist die Situation in Döbern eine andere, denn bei dieser handelt es sich um eine der neusten und technologisch fortschrittlichsten Rettungswachen im gesamten Landkreis. Sie ist gerade einmal anderthalb Jahre alt und wird des Weiteren als Ausbildungsstätte für Rettungssanitäter genutzt. Das Einzugsgebiet der Rettungswache Döbern erstreckt sich bis nach Sachsen. Bei der Rettungswache in Forst (Lausitz) handelt es sich um die größte im ganzen Landkreis, jedoch auch um die älteste, da sie bereits 1994 fertiggestellt wurde. Momentan hat die Forster Rettungswache drei Auszubildende und vor Ort ließ ich mir es nicht nehmen, ein Gespräch mit den Azubis des ersten Lehrjahres über ihre bisherigen praktischen Erfahrungen zu führen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich in allen Rettungswachen trotz des stressigen Berufs äußerst motivierte Menschen vorfand, denen ich an dieser Stelle noch einmal meinen Dank für ihre wichtige Arbeit aussprechen will. Sie können sich sicher sein, dass wir Sie auch in Zukunft unterstützen werden.

11.01.2019 - Wochenbericht KW 2


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am Dienstagmorgen konnte ich die traditionell in den Gewändern der Heiligen drei Könige gekleideten Sternsinger bei uns in der Kreisverwaltung begrüßen. Diese ziehen in unsere Kreisstadt nach Weihnachten bis Mitte Januar von Haus zu Haus. Auch der Kreisverwaltung brachten Sie den Segen „20*C+M+B*19 – Gott segne dieses Haus“ für das Jahr 2019. Die Kinder der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden aus Forst (Lausitz) sind mit ihren Gewändern bekannt im Stadtbild und werden jedes Jahr von vielen Bewohnern bereits freudig erwartet. Beim Sammeln der Spenden, die in diesem Jahr an behinderte Kinder in Peru gehen, erzielten die Sternsinger mit über 5.000 Euro einen Rekord. Als Landrat bin ich natürlich Stolz auf diese große Spendenbereitschaft in unserer Kreisstadt.

Das neue Jahr beginne ich in der Regel mit Kreisbereisungen, bei denen ich eine bestimmte Branche besuche, um mich vor Ort über den aktuellen Sachstand zu informieren. Waren dies im letzten Jahr die landwirtschaftlichen Betriebe, so sind es in diesem Jahr die Rettungswachen des Landkreises Spree-Neiße. Am Mittwoch war ich deshalb in den Rettungswachen in Drebkau und Spremberg zu Gast. Dort verschaffte ich mir einen Überblick und konnte mich über Neuerungen wie die Ausbildung von Rettungssanitätern überzeugen. Bei einem Rundgang vor Ort sprach ich mit dem jeweiligen Wachleiter, den Rettungssanitätern und Ben Mangelsdorf vom Falck Rettungsdienst nicht nur über anstehende Herausforderungen, sondern nahm auch Anregungen mit. Dabei wurde unter anderem über die Kapazitätsgrenze in der Rettungswache Spremberg gesprochen. Hier gilt es in den kommenden Monaten nach einer geeigneten Lösung zu suchen.

Direkt im Anschluss fand ein Pressegespräch in der Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ des Landkreises Spree-Neiße zum Regionalwettbewerb Süd „Jugend musiziert“ statt, der mittlerweile zum 56. Mal durchgeführt wird und zwar diesmal an sechs Austragungsorten in Spremberg. Es freute mich sehr zu verkünden, dass insgesamt 298 junge Künstlerinnen und Künstler an dem Wettbewerb teilnehmen und vom 17. bis 19. Januar 2019 an verschiedenen Instrumenten ihr Können unter Beweis stellen. Für das kulturelle Leben in unserem Landkreis leisten die Musikschule und ihre Lehrerinnen und Lehrer einen bedeutenden Beitrag, ebenso wie die Sparkasse Spree-Neiße, die den Wettbewerb als Hauptsponsor tatkräftig unterstützt. Dadurch ist eine enorm hohe Qualität dieses Wettbewerbes möglich, auf die wir als Landkreis stolz sein können.

Am Donnerstagabend nahm ich am Neujahrsempfang und am Unternehmerstammtisch der Gemeinde Kolkwitz teil. Ich schätze diese Veranstaltung sehr, da sie jedes Mal eine hervorragende Gelegenheit ist, um in kurzer Zeit mit vielen Akteuren der lokalen Wirtschaft vor Ort direkt ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam schauen wir dann auf das vergangene Jahr zurück, also welche Herausforderungen wir gemeistert haben, und blicken gemeinsam in die Zukunft und zwar auf die Baustellen, die noch offen sind. So mussten wir zum Beispiel kurzerhand auf eine Kündigung des Trägers im multifunktionalen Sozialzentrum reagieren, der im letzten Jahr bei den Bürgerinnen und Bürgern für große Unruhe sorgte. Der Träger hatte sich dazu entschieden, die Arbeit im Familientreff und im Netzwerk Gesunde Kinder ab 2019 nicht mehr fortzuführen. Mit großer und zielorientierter Unterstützung der Gemeindeverwaltung und des Bürgermeisters ist es uns als Kreisverwaltung jedoch gelungen, neue Partner zu finden, die die Angebote im Familientreff und im Netzwerk Gesunde Kinder fortführen. Seit dem 01. Januar 2019 trägt die Stiftung SPI den Familientreff und die Lausitz Klinik Forst das Netzwerk Gesunde Kinder.
 

04.01.2019 - Wochenbericht KW 1


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich wünsche Ihnen ein gesundes neues Jahr 2019 und hoffe, dass all Ihre damit verbundenen Wünsche in Erfüllung gehen.

Für mich begann die erste Woche des neuen Jahres gleich mit einem hochkarätigen Besuch, denn nach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und dem Ostbeauftragten der Bundesregierung und parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Christian Hirte, kam am 03. Januar auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze auch Ralph Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nach Spremberg und besuchte den Industriepark Schwarze Pumpe. Für Dr. Schulze und auch für mich ist es wichtig, die Probleme des Strukturwandels in der Lausitz auf die Entscheidungsebenen der Bundesregierung und des Bundestages nach Berlin zu transportieren. In einer internen Runde mit Wirtschaftsförderern aus dem Industriepark sprachen wir dabei mit Ralph Brinkhaus über die Ängste und Sorgen der hier lebenden Menschen vor dem Verlust ihrer Arbeits- und Ausbildungsplätze. Dem CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden habe ich weiterhin dargelegt, dass mir die kleinen und mittelständischen Unternehmen bei meinen regelmäßigen Kreisbereisungen häufig mit auf den Weg geben, dass eine gute Infrastruktur und schnelle Breitbandanbindung enorm wichtig sind. Dies gilt jedoch nicht nur für die alteingesessenen, sondern auch für neue Betriebe, die sich bei uns in der Lausitz ansiedeln wollen. Insofern braucht es hier eine unbürokratische Förderung in die bereits bestehenden Strukturen und konkrete Projekte. Ich persönlich gewann bei der abschließenden Pressekonferenz den Eindruck, dass Ralph Brinkaus einen treffenden Eindruck über die Region und die anstehenden Herausforderungen bekommen hat. Ich hoffe, dass das besondere Augenmerk auf die Region, von der Ralph Brinkhaus in seinem Statement zum Besuch sprach, von Dauer ist und dass Land und Bund ihre Versprechen einhalten und uns in Zukunft tatkräftig unterstützen.
 

21.12.2018 - Wochenbericht KW 51


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
das Jahr neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu. Nur noch wenige Tage, dann feiern wir erst das Weihnachtsfest im Kreise unserer Lieben und anschließend naht schon die Silvesternacht. In meinem letzten Blogeintrag für dieses Jahr möchte ich ausnahmsweise nicht die vergangene Woche, sondern abschließend das vergangene Jahr Revue passieren lassen und mit Ihnen gemeinsam noch einmal auf dessen Höhepunkte zurückschauen.
 
Den Anfang machte im Januar der grandiose Sieg unserer Kicker aus der Kreisverwaltung beim 19. Sparkassen-Hallenfußball-Cup in der Lausitz Arena Cottbus. Als Schirmherr und Landrat war ich natürlich unheimlich Stolz auf unsere Mitarbeiter, die in einem spannenden Elfmeterkrimi den Sieg gegen die Cottbuser Justiz-Mannschaft holten.
 
Im Februar verabschiedete ich mit zahlreichen Gratulanten einen ganz Großen der Kommunalpolitik, nämlich Fritz Handrow. Kein Verwaltungschef im Bundesland Brandenburg regierte länger als der am 23. Mai 1990 ins Amt gewählte Bürgermeister von Kolkwitz.
 
Der März wird mir vor allem wegen dem „Tag des Waldes“ in Erinnerung bleiben. Unter dem Motto „Wir säen Zukunft“ streute ich gemeinsam mit 21 wissbegierigen Schülerinnen und Schüler der Mosaik-Grundschule aus Peitz in einer ehemaligen Stromtrassenschneise auf dem Gelände der Waldschule Kleinsee Buchensamen aus, um diese wieder aufzuforsten.
 
Im April konnte sich der Landkreis über 1,6 Millionen Euro an europäischen Fördermitteln für den UNESCO Geopark Muskaer Faltenbogen freuen, durch die wir viele neue Vorhaben in Angriff nehmen konnten.
 
Der Mai hielt für mich zwei Highlights bereit: Zum einen war dies meine Wiederwahl als Landrat, die ich als Bestätigung meines konsensorientierten Politikstils verstanden habe, und zum anderen der Wiederaufstieg des FC Energie Cottbus in die 3. Bundesliga.
 
Der Juni stand ganz im Zeichen der 18. Internationalen Folklorelawine, die in diesem Jahr durch Lübbenau/Spreewald, Burg (Spreewald) und Altdöbern rollte und wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit Musik und Tanz in ihren Bann zog. Ein ebenso erfreuliches Ereignis war die Einweihung der deutsch-polnischen Buslinie zwischen Guben und Gubin, die die Doppelstadt an der Neiße wieder ein Stück näher zusammengebracht hat. Ebenfalls in Guben fand im Juni die Eröffnung der 25. Brandenburgischen Seniorenwoche satt, bei der das Brandenburgische Landespolizeiorchester ein Bürgerkonzert in der Gubener Klosterkirche gab.
 
Im Juli verabschiedete ich vor Fachvertretern der Feuerwehr zunächst die alte Kreisbrandmeisterei, bei der ich mich für die geleistete Arbeit und treue Pflichterfüllung im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes bedankte. Anschließend berief ich sogleich die neue Kreisbrandmeisterei für den Landkreis Spree-Neiße und betonte, dass ich mich auf eine weiterhin vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Kameraden freue.
 
Der August brachte den Landkreis in Sachen Bildung weiter, denn auf einem Sonderkreistag wurde mit einem faktionsübergreifenden Beschluss zur Neuausrichtung des Schulstandortes dafür gesorgt, dass unsere Chancen beim Brandenburgischen Bildungsministerium für die Genehmigung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Annahofer Graben bei Kolkwitz steigen.
 
Im September feierten der deutsche und polnische Teil des Euroregion Spree-Neiße Bober e.V. ihr 25-jähriges Bestehen mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft Medien und Gesellschaft. Gemeinsam mit unseren polnischen Partnern haben wir in dieser Zeit zahlreiche Projekte vorangebracht.
 
Im Oktober fand zum ersten Mal überhaupt eine Bienenkonferenz im Landkreis Spree-Neiße statt, die mit interessanten Fachvorträgen und anregenden Diskussionen rund um unsere schwarz-gelben Helfer aufwarten konnte.
 
Auch der November stand mit der gut besuchten Naturschutzjahrestagung ganz im Zeichen unseres Fachbereichs Umwelt, der diese Tagung erneut auf gewohnt hohem Niveau organisiert hatte. Weiterhin fand im November in der Kreuzkirche in Spremberg noch ein Bürgerkonzert anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Landkreises Spree-Neiße statt.
 
Bleibt noch der letzte Monat des Jahres, der Dezember. In diesem standen besonders viele Veranstaltungen an. Zunächst war da der „Tag der offenen Tür“ in unserer Kreisverwaltung, an dem zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit nutzten, um einen Blick hinter die Kulissen der Kreisverwaltung zu erhaschen. Dem folgte der „Tag des Ehrenamtes“, an dem wir verdiente Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler für ihr gesellschaftliches Engagement auszeichneten. Den Abschluss machte in diesem Jahr die Festveranstaltung anlässlich des 25. Kreisjubiläums, das wir mit vielen Gästen im Forster Hof feierten.
 
Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Meinen nächsten Blog gibt es dann Anfang Januar wieder für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger.

14.12.2018 - Wochenbericht KW 50


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
erneut liegt eine ereignisreiche Woche hinter mir. So eröffnete ich zunächst am Mittwoch gemeinsam mit Vertretern des Johanniter Regionalverbandes Südbrandenburg die Fotoausstellung „Abstraktionen – Gemalte Fotografien“ bei uns im Kreishaus, die einem guten Zweck dient. Erstellt wurde diese von Daniel Burdach, Hobbyfotograf und Vater eines an der lebensverkürzenden Stoffwechselstörung Mukopolysaccharidose (MPS Typ III) erkrankten Sohnes. In dessen 50 x 70cm großen Bildern verschwimmen Licht, Strukturen und Farbe auf faszinierende Weise so miteinander, dass die Fotografien am Ende den Eindruck eines Gemäldes erzeugen. Die von Daniel Burdach ausgestellten Bilder können käuflich erworben werden. Der Erlös wird vollständig dem Johanniter-Kinderhaus „Pusteblume“ in Burg (Spreewald) zugutekommen, dem ersten stationären Kinderhospiz im Land Brandenburg. Statt weiter Wege für einen Entlastungsurlaub in Kauf nehmen zu müssen, können betroffene Familien wie die in Grünheide (Mark) bei Berlin wohnenden Burdachs in Zukunft auf das breite Leistungsspektrum des zurzeit im Bau befindlichen Johanniter-Kinderhauses „Pusteblume“ im palliativen und kurativen Bereich zurückgreifen. Bis Ende Januar können Sie sich die Ausstellung noch anschauen und gern ein Bild für einen guten Zweck erwerben. Ich würde mich sehr darüber freuen.
 
Direkt im Anschluss fand die letzte Sitzung des Spree-Neiße Kreistages für dieses Jahr statt, auf dem wieder zahlreiche Beschlüsse gefasst wurden, welche für Sie von Bedeutung sind, werte Bürgerinnen und Bürger. Beschlossen wurde unter anderem, dass die Wahlkreiseinteilung weiterhin sechs Wahlkreise für die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 aufweisen soll. Weiterhin wurde die überarbeitete Satzung über die Nutzung von Sporthallen des Landkreises Spree-Neiße außerhalb des Schulbetriebs beschlossen. Geregelt wurde, wer die Hallen wann zu welchen Konditionen nutzen kann. Ebenfalls verabschiedet wurde die Richtlinie zur Förderung musealer Einrichtungen im Landkreis Spree-Neiße. Mit einem Festbetrag von 225.000 Euro wird im Jahr 2019 die Museumslandschaft institutionell gefördert, was für den Bereich Kultur zwischen Spree und Neiße eine sehr gute Nachricht ist. Aber auch museale Projekte können wieder nach Antragsstellung gefördert werden. Daher kann ich in Richtung unserer Museumsleiter nur sagen: Kommen Sie auf uns zu und stellen Sie bis spätestens zum 30. April 2019 Ihre Anträge für die Förderung Ihrer Einrichtungen bei unserem Fachbereich Schule und Kultur.
 

07.12.2018 - Wochenbericht KW 49


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche war für mich vor allem durch das 25-jährige Jubiläum des Landkreises Spree-Neiße geprägt. Aufmerksame Leser meines Blogs werden sich erinnern, dass in diesem Rahmen bereits einige schöne Veranstaltungen wie die Baumpflanzaktion im Innenhof der Kreisverwaltung oder das Bürgerkonzert in der Kreuzkirche in Spremberg stattgefunden haben. In dieser Woche nun führten wir im Zuge unseres 25. Geburtstages zunächst am Mittwoch einen „Tag der offenen Tür“ durch. Unsere Fachbereiche und Sachgebiete hatten sich so richtig ins Zeug gelegt, um für alle Besucherinnen und Besucher unserer Kreisverwaltung ein tolles Programm auf die Beine zu stellen. Am Vormittag hatten wir Schülerinnen und Schüler zu Gast, die aus den unterschiedlichen Teilen unseres Landkreises anreisten. In Gruppen von rund 12 Personen wurden diese von unseren Auszubildenden des ersten und dritten Lehrjahres durch die unterschiedlichen Stationen im Kreishaus geführt. So zeigte zum Beispiel unser Kreisbrandmeister aus dem Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz den Jungen und Mädchen, wie die Ausrüstung der Feuerwehr aussieht und wie es sich anfühlt, einen Schutzanzug mit Atemgerät zu tragen. Im Hof der Kreisverwaltung präsentierte sich sowohl unser Straßenbaubehörde mit ihrer schweren Gerätschaft als auch der Rettungsdienst des Landkreises Spree-Neiße. Weiterhin konnten sich die Jungen und Mädchen in meinem Büro auch einmal auf den Chefsessel setzen und mir Löcher in den Bauch fragen, was ein Landrat so alles für Aufgaben hat. All diese tollen Angebote nutzten auch viele von Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, als wir am frühen Nachmittag unsere Pforten für Sie öffneten.
 
Am selben Tag fand am frühen Abend unser Empfang anlässlich des „Tag des Ehrenamtes“ statt. Im Restaurant & Cafe Rosenflair in Forst (Lausitz) empfingen die Kreistagsvorsitzende Monika Schulz-Höpfner und ich gemeinsam 30 Bürgerinnen und Bürger, um deren vorbildliches Engagement in ganz unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zu würdigen. Der Aufruf des Kreises zur Einreichung von Vorschlägen aus den Gebieten Sport, Kultur, Politik, Religion und Brauchtumspflege stieß erneut auf eine große Resonanz, worüber wir uns sehr freuten. Gäbe es das Ehrenamt nicht, so müsste man es erfinden, pflege ich zu sagen, denn unsere Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler bewegen unheimlich viel bei uns im Kreis.
 
Am gestrigen Donnerstag fand der Höhepunkt anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums statt, nämlich eine Festveranstaltung im Forster Hof. Dort konnte ich zahlreiche Gäste und Partner aus Politik, Wirtschaft und Kultur begrüßen, um den Geburtstag unseres Kreises angemessen zu feiern. So gab es unter anderem eine Festrede von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Musik vom Brandenburgischen Landespolizeiorchester und eine Modenschau mit dem Titel „sorbisch/wendisch modern“ der Lübbenauer Modedesignerin Sarah Gwiszcz. Es war eine tolle Geburtstagsfeier, auf die wir in Zukunft mit Stolz und Freude zurückblicken können.
 

22.11.2018 - Wochenbericht KW 47


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meinen Blog gibt es in dieser Woche ausnahmsweise schon an einem Donnerstag, denn ab morgen bin ich für eine Woche im Urlaub.
 
Die Woche begann für mich mit einer Jubiläumsveranstaltung am Montag, nämlich dem 25. Geburtstag der Energieversorgung Guben GmbH in der Alten Färberei in der Doppelstadt an der Neiße. Seit einem Vierteljahrhundert ist die EVG nun schon als erfolgreicher Energieversorger für die Menschen vor Ort tätig. In Sachen Kommunalversorgung ist Guben dabei mit seinen Stadtwerken, der EVG und dem gemeinschaftlich betriebenen Wasserwerk in Gubin gut unterwegs. Das Wasserwerk in Gubin ist dabei sogar beispielbegebend für das Zusammenwachsen Europas, denn gemeinsam von deutscher und polnischer Seite geführt, ist auch dieses kommunale Unternehmen ein Erfolgsprojekt. Dazu sage ich: Weiter so!
 
Der Donnerstag stand bei uns im Kreishaus ganz im Zeichen des Fachforums „Risiken und Formen von Gewalt in sozialen Netzwerken“. Das Internet mit seinen Möglichkeiten ist zu einer selbstverständlichen Kommunikationsplattform geworden, in der Informationen sich in Sekundenschnelle verbreiten. Das bietet nicht nur viele Möglichkeiten, sondern auch Risiken, die bei uns im Haus im Rahmen der Veranstaltung angeregt diskutiert wurden. Das Fachforum selbst wurde dabei vor dem Hintergrund des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ veranstaltet. Mittags hissten wir dafür vor der Kreisverwaltung eine Fahne, um ein Zeichen gegen Verbrechen im Namen der Ehre, häusliche Gewalt und Frauenhandel zu setzen und um erneut öffentlich auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Dies ist insofern nötig, als dass immer noch unfassbar viele Frauen von ihrem Partner oder ehemaligen Partner misshandelt, bedrängt oder bedroht werden. Für zahlreiche Frauen sind die eigenen vier Wände kein sicherer Ort – und das darf nicht sein! Deshalb setzt sich der Landkreis Spree-Neiße unter anderem auch besonders dafür ein, die bestehenden Beratungs- und Hilfestrukturen zu erhalten und weiter auszubauen. Insbesondere Frauenhäuser und Frauenschutzwohnungen tragen bei der Gewaltbekämpfung sowohl in präventiver als auch in nachsorgender Hinsicht eine hohe Verantwortung. Jeder Frau, die unter Gewalttaten leidet oder sich davon bedroht sieht, sage ich: Haben Sie den Mut sich Hilfe zu holen. Zögern Sie keine Sekunde und wenden Sie sich vertrauensvoll an die Mitarbeiterinnen in den Beratungsstellen und Frauenhäusern, an meine Gleichstellungsbeauftragte, an die Fachbereiche Soziales, Kinder, Jugend und Familie, an die Polizei oder den Weißen Ring.
 

16.11.2018 - Wochenbericht KW 46


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche stand ganz im Zeichen des Sonderkreistages am Mittwoch, auf dem der Nachtragshaushalt für die Haushaltsjahre 2018/2019 beschlossen wurde. Ich denke, dass wir mit unserem Doppelhaushalt auf einem guten Weg sind, um weitere Projekte in unserem Kreis voranzubringen.
 
Am Donnerstagnachmittag wohnte ich der Auszeichnungsveranstaltung der Industrie- und Handelskammer in der Alten Chemiefabrik in Cottbus bei, wo die 25 besten Auszubildenden und Umschüler des Abschlussjahres 2018 geehrt wurden. Wie Kammerpräsident Peter Kopf hoffe natürlich auch ich, dass unsere in den heimischen Unternehmen ausgebildeten Fachkräfte langfristig bei uns in der Region bleiben. Um ihnen die bestmöglichen Anreize in Form guter Lebensbedingungen zu bieten, kämpfe ich als Landrat Tag für Tag aufs Neue.
 
Abschließend möchte ich Ihnen noch drei Veranstaltungshinweise für das kommende Wochenende geben, liebe Leserinnen und Leser.
 
Den Beginn macht am Samstagvormittag ab 09:00 Uhr die Naturschutztagung des Landkreises Spree-Neiße in der Gaststätte „Zum goldenen Drachen“ in Drachhausen, die auf gewohnt hohem Niveau von unserem Fachbereich Umwelt organisiert wird. Von Wolf und Rotwild über invasive Wasserpflanzen bis hin zum lokalen Naturschutz wird es wieder spannende Vorträge und Diskussionen geben, zu denen Sie herzlich eingeladen sind.
 
Der Samstagnachmittag bietet dann für alle jene etwas ganz besonderes, die der Live-Musik verfallen sind. Anlässlich der Feierlichkeiten zu „25 Jahre Landkreis Spree-Neiße“ lade ich Sie nämlich zu einem Konzert der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der kreiseigenen Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ ein. Diese werden für Sie ab 15:00 Uhr in der evangelische Kreuzkirche Spremberg Lieder aus den unterschiedlichsten Musikgenres spielen, sodass für jeden etwas dabei ist. Der Eintritt ist frei.
 
Am Sonntag ist Volkstrauertag. Der Volkstrauertag ist ein wichtiger Tag, denn mit ihm gedenken wir still all jenen, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Gemeinsam mit Vertretern vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der diesen Tag einst ins Leben rief, und Vertretern der Kirche sowie natürlich mit Ihnen, werte Bürgerinnen und Bürgern, werde ich der zentralen Gedenkveranstaltung im Waldfriedhof in Werben beiwohnen.
 

09.11.2018 - Wochenbericht KW 45


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
seit Anfang November haben wir wieder Besuch aus Russland, genauer gesagt aus Kursk. Seit 2017 besteht eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Oblast Kursk und dem Landkreis Spree-Neiße. Diese Zusammenarbeit umfasst gemeinsame Aktivitäten auf allen Ebenen. Und so begrüßte ich nun schon den fünften russischen Praktikanten, Michail Gribov, von der Staatlichen Universität Kurk in unserem Haus. Hauptaufgabe ist die Unterstützung bei der Pflege der Beziehungen zwischen dem Kursker Oblast und der Region Cottbus/Spree-Neiße. Michail Gribov wird u.a. bei der ASG Spremberg GmbH, bei der Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V., bei der IHK Cottbus und natürlich auch in der Kreisverwaltung seine Praktikumszeit verbringen und seine Deutschkenntnisse verbessern können.
 
 Einen wunderschönen Termin, der mir sehr am Herzen liegt, hatte ich am Dienstag, dem 06. November in der Spreewaldgemeinde Burg, denn hier wurde nach dem Spatenstich am 14. September 2018 ein weiterer wichtiger Schritt vollzogen und zwar die Grundsteinlegung für das Kinderhaus „Pusteblume“. Hier entsteht landesweit das erste stationäre Kinderhospiz – ein Zuhause für schwerkranke Kinder und ihren Eltern.
 
Mit Stolz durfte ich die Maurerkelle schwingen und die Zeitkapsel für das Fundament versenken – ein tolles Gefühl, wenn man weiß was hier entsteht. Ich bin 100% überzeugt von diesem Projekt, denn im Gegensatz zu einem Hospiz für Erwachsene ist ein Kinder- und Jugendhospiz nicht nur ein Ort der letzten Lebensphase, vielmehr fahren viele Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden und unheilbaren Erkrankungen dorthin, um zwischendurch Atemluft zu holen und neue Kräfte zu sammeln. Das hier im Landkreis Spree-Neiße ein solches Kinderhaus entsteht, ist daher mehr als begrüßenswert.
 
Um ungestört über alle wichtigen Themen ausführlich zu reden, fahre ich einmal im Jahr mit meinen meiner Führungsebene auf Klausurtagung. Von Mittwoch bis Freitag waren wir am Stettiner Haff und konnten hier ohne Zeitdruck uns über alle zukünftigen Aufgaben die vor uns liegen austauschen. Es wurden Probleme in der Verwaltung erläutert und wichtige interne Termine festgelegt. Diese Arbeits-Klausur ist enorm wichtig für meine Führungscrew und ich kann Ihnen nur versichern, dass die drei Tage hier in Stettin viel zu schnell vergingen. Wir konnten viele Sachverhalte miteinander klären, die einfach mal in Ruhe durchdiskutiert wurden und genau dafür braucht es manchmal etwas länger Zeit, die im normalen Arbeitsablauf nicht zur Verfügung steht.
 
Dennoch freue ich mich auf die nächste Woche. Eine spannende Zeit wartet auf uns, liebe Bürgerinnen und Bürger, denn anlässlich der Feierlichkeiten zu „25 Jahre Landkreis Spree-Neiße“ lade ich Sie schon jetzt recht herzlich zum „Tag der offenen Tür“ am 05. Dezember 2018 ab 13:00 Uhr ein. Es erwartet Sie ein umfangreiches Programm und die Vorstellung unserer Kreisverwaltung. Seien Sie dabei. Bereits jetzt können Sie sich am Fotowettbewerb im Rahmen unseres Jubiläums beteiligen, in dem Sie per Mail an fotowettbewerb@lkspn.de oder vor Ort im Foyer vor dem Kreistagssaal abstimmen. Dort sind die Fotos ausgestellt, ebenso wie auf unserer Internetseite www.lkspn.de unter der Rubrik „25 Jahre Landkreis Spree-Neiße“ und auf unserer Facebook-Fanseite.
 
 

02.11.2018 - Wochenbericht KW 44


Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche, gleich am Montag, dem 29. Oktober, wurde in der Kreisverwaltung eine neue Fotoausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Engagement zeigt Gesicht“ präsentiert das „Verbundnetz der Wärme“ Fotografien, die die ehrenamtlichen Tätigkeiten der vom Verbundnetz geehrten „Botschafter der Wärme“ zeigen. Die Ausstellung mit großformatigen Fotografien und eindrucksvollen Porträts veranschaulicht, was es heißt, ehrenamtlich tätig zu sein und ­ermuntert Besucher, sich ebenfalls zu engagieren. So wie Gerhard Dix vom Kreisjagdverband Spree-Neiße/Cottbus e.V., der mit seiner „Rollenden Waldschule“ in der Brandenburger Lausitz unterwegs ist. Kommen Sie ruhig mal vorbei und schauen Sie sich die Ausstellung an.
 
Auch wenn die Temperaturen etwas anderes zeigen, der Landkreis Spree-Neiße ist für den Winterdienst gut vorbereitet. Davon habe ich mich in dieser Woche selbst überzeugen können, denn ich besuchte die Kreisstraßenmeisterei in Spremberg. Rund 205 km Kreisstraßen und etwa 21 km straßenbegleitenden Radweg umfasst derzeit das zu bestreuende Straßennetz des Landkreises. Das Streusalzlager mit einem Füllvolumen von 300 Tonnen erhielt eine neue Überprüfung. Die Befüllung des Silos ist abgeschlossen und auch die Nachforderung des Streusalzes ist geregelt. Geschulte Mitarbeiter und ein Profi-Wetterprogramm runden die guten Einsatzbedingungen ab. Fünf Winterdienstfahrzeuge kann der Landkreis im Ernstfall rund um die Uhr und im Schichtsystem einsetzen. Ich kann nur noch einmal betonen, dass der Landkreis seine zu erfüllenden Aufgaben im Winterdienst sehr ernst nimmt.
 
Auf Einladung des Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde e.V. besuchte ich dessen Herbsttagung im Kulturschloss in Spremberg. Die Veranstaltung findet regelmäßig in Kooperation mit dem Niederlausitzer Heidemuseum statt. Hier wurden die Tagebücher des Heimatforscher Rudolf Lehmann präsentiert.
Eine besondere Ehre für mich als geschichtsverbundener Mensch war es, dass ich den Einführungsvortrag geben durfte. Denn in meinem Heimatort Koschendorf habe ich eine alte Feuerwehrgarage erworben und dort eine Feuerwehrchronik ausgestellt. Das Gebäude selbst wird von unserem Heimatverein genutzt, dessen Vorsitzende meine ebenfalls geschichtsbegeisterte Frau ist. Koschendorf mag klein sein, aber wenn es um seine Geschichte geht, ist es definitiv groß: Zum ersten Mal wurde dieser Ortsteil von Siewisch 1527 urkundlich erwähnt und seitdem ist viel passiert. Dieser Vormittag war für mich ein sehr interessanter Geschichtsunterricht.
 
Die Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ des Landkreises Spree-Neiße begeht am Ausbildungsstandort in Spremberg im Jahr 2019 ihren 40. Geburtstag und hat allen Grund ein erfolgreiches Resümee zu ziehen. Und natürlich bilden unsere Musikerinnen und Musiker einen wichtigen Programmpunkt im Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten anlässlich 25 Jahre Landkreis Spree-Neiße. Ich lade alle Musikfreunde ganz herzlich am 17. November um 15:00 Uhr in die evangelische Kreuzkirche Spremberg ein, beim Bürgerkonzert des Landkreises dabei zu sein. Der Eintritt ist frei. Ich freue mich auf Ihr Kommen!   

26.10.2018 - Wochenbericht KW 43


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am 20. Oktober fand nun unsere 1. Bienenkonferenz im Kreishaus statt und ich bin immer noch sehr beeindruckt über das große Interesse an dieser Fachtagung. Ein großer Dank geht auch an das zuständige Dezernat, welches diese Tagung hervorragend vorbereitet hat. Ich bin überzeugt, dass es gut war, unsere Imker sowie unsere Landwirte im Landkreis ins Gespräch gebracht zu haben, um das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Schutz der Biene zu stärken.
 
Einen wichtigen Termin hatte ich gemeinsam mit dem Landkreis OSL und der Stadt Cottbus am Dienstag, dem 23. Oktober 2018, beim Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg in Potsdam zum Thema: B 169  Durchfahrtsverbot für Lastzüge im Transitverkehr. Alle Beteiligten haben sich darauf verständigt, zeitnah ein Durchfahrtsverbot für Lastzüge im Transitverkehr anzuordnen. Der Transitverkehr soll über die Autobahnen A13 und A15 geleitet werden. Der Ziel- und Quellverkehr kann die B169 weiter benutzen.
Neben meinen vielen anderen Terminen als Kreisverwaltungs-Chef und Landrat beobachte ich natürlich auch die Ergebnisse der Kohlekommission, die in dieser Woche einen ersten Zwischenbericht an die Bundesregierung verabschiedet hat. Dieses Papier enthält eine Bestandsaufnahme zur Situation in den Braunkohlerevieren sowie Empfehlungen zum Strukturwandel in den Regionen.
 
Ende der Woche nahm ich die Einladung zur 26. Spreewaldgemeinschaftsschau des Kleintierzuchtvereins Eichow e.V. gern an und besuchte die Ausstellung. Seit knapp 55 Jahren widmet sich der Verein kontinuierlich diesem Hobby, dass ist schon aller Ehren wert. Insgesamt war die beachtliche Zahl von 70 Ausstellern aus 5 Landkreisen mit 379 Rassekaninchen gemeldet.
 
Und die Krönung zum Wochenende war für mich natürlich das 2:1 Ergebnis von Energie Cottbus gegen Carl Zeiss Jens. Als Verwaltungsratsmitglied fieberte ich jede Minute des Spiels mit und durfte wieder mal eine tolle Atmosphäre im Cottbuser Stadion miterleben.

19.10.2018 - Wochenbericht KW 42


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am Dienstagvormittag habe ich dem Stadt- und Industriemuseum in Guben einen Unternehmensbesuch abgestattet, um mir die seit September dieses Jahres eingesetzten VR-Brillen einmal näher anzuschauen. Das Kürzel „VR“ steht dabei für Virtuelle Realität und tatsächlich bekommt man durch das Aufsetzen der Brille diesen lebensnahen Eindruck, wenn man sich den Werbefilm im 360-Grad-Rundumpanorama über die Doppelstadt Guben/Gubin anschaut. Dieses mit Mitteln des Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V. geförderte Projekt ist aus meiner Sicht sehr gelungen und ich könnte mir gut vorstellen, dass wir es auf die anderen kreislichen Museen ausweiten. Ein Besuch lohnt sich also.
 
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Kreistages. Bei diesem wurde unter anderem beschlossen, dass wir am 19. November 2018 einen Sonderkreistag durchführen werden, um den Nachtragshaushalt für die Jahre 2018 und 2019 zu beschließen. Ein weiteres, sehr wichtiges Thema war die Stärkung der vier Säulen bei der Drogenbekämpfung, nämlich Prävention, Beratung, Behandlung und Repression. Neben einer größeren finanziellen Unterstützung dieser Bereiche aus Kreis- und Landesmitteln im Allgemeinen, sollen im Speziellen zwei zusätzliche Sozialarbeiterstellen zur Verstärkung des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Fachbereiches Gesundheit geschaffen werden. Ziel ist es vor allem die Betroffenenzahlen beim Chrystal Meth-Konsum einzudämmen und die damit verbundene Beschaffungskriminalität. Ein weiterer Antrag beschäftigte sich mit der Schaffung von gleichen Bedingungen bei der Schülerbeförderung. Nachdem eine Mehrheit der Kreistagsmitglieder im letzten Kreistag mit einem Antrag zur Schülerbeförderung für den Schulstandort Döbern bewusst gegen das Gleichbehandlungsprinzip verstoßen hat, indem dort mehr Schülerfahrangebote als in den restlichen Ämtern und Gemeinden des Landkreises angeboten werden sollen, wird der nun eingebrachte Antrag für gleiche Bedingungen im gesamten Landkreis sorgen. Dies betrifft insbesondere die Organisation eines mindestens stündlichen Beförderungsangebotes auch auf den Nebenlinien des ÖPNV im Zeitrahmen von 12.00 bis 16.00 Uhr an den Schultagen. Die Kreisverwaltung erarbeitet hierzu ein Konzept, welches die erforderlichen Mehrkosten herausstellt und alternative Beförderungsarten wie Fahrdienste und ähnliches berücksichtigt. Die kreisweite Umsetzung soll ab dem Schuljahr 2019/20 vorgenommen werden, wobei hier eine erneute Überarbeitung der Schülerbeförderungssatzung notwendig wird.
 
Weiterhin will ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, von einer kommenden Veranstaltung berichten: Unserer Bienentagung. Diese wird am morgigen Samstag in unserer Kreisverwaltung von 09:00 bis 16:00 Uhr stattfinden und mit einem spannenden Programm aufwarten. Zu Tagung haben wir Imker und Fachleute aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Politik eingeladen, um so eine im wahrsten Sinne des Wortes fruchtbare Kooperation zwischen Bienenzüchtern und Landwirten auszuloten. Die Bienen brauchen uns Menschen nicht, aber wir Menschen brauchen die Bienen und genau auf Grund dieses enorm hohen Stellenwertes setzen wir dieses Thema auf die politische Agenda. Thematisch warten spannende Impulsvorträge auf uns, wie zum Beispiel „Warum geht uns alle das Bienensterben etwas an?!“ oder „Pflanzenschutz und Bienenhaltung – ein unüberwindlicher Gegensatz?“. Ich hoffe hieran anschließend auf anregende und konsensorientierte Gespräche, mit denen wir eine solide Grundlage für die Zukunft der Biene in unserem Kreis schaffen. Denn Bienen schaffen Leben und deshalb blüht der Landkreis auch für die Biene.
 

12.10.2018 - Wochenbericht KW 41


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
nachdem ich erholt aus meinem zweiwöchigen Urlaub zurückgekehrt bin, hielt diese Woche für mich gleich wieder zahlreiche Termine bereit. Von einigen eben dieser möchte ich Ihnen wie gewohnt berichten.
 
Am Dienstag konnte ich nach der feierlichen Verkehrsfreigabe der Ortsdurchfahrung Eichwege als Landrat stolz sagen: Endlich wieder freie Fahrt. Diese Freigabe war dabei Teil eines Infrastrukturprojektes zur Sanierung der Kreisstraße K 7101, wobei die Ortsverbindung in den Jahren 2017 und 2018 in drei Bauabschnitten für rund 750.000 € saniert wurde. Seinen Anfang nahmen diese Infrastrukturmaßnahmen vor über neun Jahren und in dieser Zeit sind insgesamt rund 2,9 Millionen Euro an Förder- und Eigenmitteln investiert worden. Durch die notwendigen Baumaßnahmen kam es für die Bürgerinnen und Bürger natürlich auch zu Einschränkungen und deshalb bedanke ich mich bei diesen noch einmal recht herzlich für ihre Geduld. Ebenfalls bedanke ich mich bei den am Bau beteiligten Planungsbüros, den Bauunternehmen, dem Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband sowie beim Amt Döbern Land und den Ortsbürgermeistern, die allesamt zu einem guten Gelingen des Straßenbaus beigetragen haben.
 
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von „Flood 2018“, einer gemeinsamen Katastrophenschutzübung von Bundeswehr, polnischer Armee, Polizei, Technischem Hilfswerk und Feuerwehren aus dem Landkreis Spree-Neiße, der Stadt Cottbus und Polen. Da ich als Landrat im Ernstfall einer Hochwasserkatastrophe im Landkreis Spree-Neiße die Verantwortung trage, war ich selbstverständlich bei der Übung mit von der Partie. Hierbei ging es vor allem darum zu testen, ob das grenzüberschreitende Prozedere in Form von Alarmierungs-, Informations-, Kommunikations- und Handlungsketten auch im Notfall funktioniert. In Summe konnte ich für die Übung, die bis zum gestrigen Donnerstag lief, ein positives Fazit ziehen, weshalb ich mich abschließend noch einmal ganz herzlich bei allen deutschen und polnischen Kräften, die an der Übung teilgenommen haben, bedanke.
 
Am heutigen Freitag war ich bei der Regionalkonferenz des Brandenburgischen Seniorenrates in Cottbus zu Gast, die unter dem Motto „Gut alt werden in der Kommune“ stand. Ein interessantes und für unsere älter werdende Gesellschaft auch ein sehr wichtiges Aufgabenfeld. Dazu präsentierte ich den zahlreichen Gästen aus ganz Brandenburg mit einem Impulsvortrag einige Anmerkungen und Anregungen aus Sicht des Landkreises Spree-Neiße zu diesem Thema, dem noch zahlreiche andere Vorträge und moderierte Foren mit angeregten Diskussionen folgten. Da eine veränderte Altersstruktur zu ebenso veränderten Herausforderungen und Bedürfnissen führt, halte ich solche Konferenzen für ein wichtiges und probates Mittel, um die entsprechenden Probleme und Lösungen in einem konstruktiven Dialog herauszuarbeiten.

21.09.2018 - Wochenbericht KW 38


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine Termine in dieser Woche waren durch die Themen Integration, Inklusion und interregionale Zusammenarbeit gekennzeichnet.
 
Am Montag fand im Kreishaus in Forst (Lausitz) die Eröffnung der diesjährigen Interkulturellen Woche statt. Gemeinsam mit der Kreistagsvorsitzenden Monika Schulz-Höpfner, der kreislichen Integrationsbeauftragten Annett Noack und dem tollen Programm „Bunte Vielfalt“ der Kinder und Lehrerinnen der Grundschule Nordstadt aus Forst (Lausitz) eröffneten wir um Punkt 15:00 Uhr die Veranstaltung. Die Jungen und Mädchen hatten ein wirklich sehenswertes Programm auf die Füße gestellt, bei dem sie die Gäste des restlos ausgefüllten Kreistagssaals mit Musik, Tanz und einer Ausstellung mit selbst gemalten Bildern begeisterten. Es war ein schöner Nachmittag und ich bin jetzt schon auf das nächste Jahr gespannt, bei dem uns hoffentlich wieder die Kinder aus einer unserer kreislichen Schulen unterstützen.
 
Am Mittwochmorgen war ich beim 4. Inklusiven Frühstück im Soziokulturellen Zentrum in Cottbus zu Gast, das unter anderem vom Jobcenter Spree-Neiße organisiert wird. Im Gegensatz zu den regionalen Ausbildungsmessen, die die Agentur für Arbeit, die Stadt Cottbus und der Landkreis Spree-Neiße jährlich mit vielen Partnern angehen, unterscheidet sich das Inklusive Frühstück deutlich von diesen großen Veranstaltungen. Die Idee dahinter ist nämlich unsere jugendlichen Bewerber in einer entspannten und persönlichen Atmosphäre mit potentiellen Arbeitgebern zusammenzubringen und ihnen passgenaue Arbeits- oder Ausbildungsangebote zu machen. Aus meiner Sicht ist dies ein wichtiges und bewährtes Konzept, denn egal ob mit oder ohne Einschränkung: Alle jungen Menschen haben Stärken und Potentiale. Genau dies können sie während des Interkulturellen Frühstücks ganz praktisch beweisen und dabei unterstützen wir sie natürlich gern. Dieses Konzept trägt somit dazu bei, dass der Begriff „Inklusion“ im Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus nicht etwa nur eine Phrase ist, sondern von uns allen mit Leben gefüllt wird.
 
Am heutigen Freitag war ich bei unseren polnischen Nachbarn in Zielona Gora zu Gast, wo wir gemeinsam das 25-jährige Jubiläum des Euroregion Spree-Neiße e.V. feierten. Zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft von beiden Seiten der Neiße konnten mein geschätzter Euroregionskollege Czeslaw Fiedorowicz und ich zu dieser Veranstaltung begrüßen. Ein Vierteljahrhundert arbeiten wir nun schon grenzübergreifend Hand in Hand bei ganz unterschiedlichen Arbeitsgruppen und Projekten. Allein wenn man auf die rein projektbezogenen Kooperationen sieht, gab es zwischen 2007 und 2017 insgesamt 412 deutsch-polnische Partnerschaftskonstellationen und dass ist, liebe Leserinnen und Leser, der gelebte Beweis für den europäischen Gedanken. Bei Großprojekten sind wir gemeinsam mit unseren polnischen Kollegen seit vielen Jahren stimmberechtigte Mitglieder im deutsch-polnischen Begleitausschuss für das INTERREG-Programm. Dort versuchen wir unter anderem Förderungen für die Träger aus unserer Region einzuwerben. Seit Beginn der INTERREG-Programme wurden mehr als 100 Millionen Euro für investive Vorhaben befürwortet, mit denen wir grenzüberschreitend unsere gemeinsamen Regionen in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Wissenschaft vorangebracht haben. Diesen eingeschlagenen Weg werden wir auch in Zukunft gemeinsam beschreiten, um so länderübergreifend die anstehenden Herausforderungen zu meistern.
 
Mit diesen Zeilen verabschiede ich mich nun von Ihnen für zwei Wochen in den Urlaub, um dann im Oktober wieder ausgeruht und mit frischer Energie für Sie zur Tat zu schreiten.

14.09.2018 - Wochenbericht KW 37


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

meinen Blog möchte ich in dieser Woche mit einer Danksagung beginnen und zwar an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, da diese während des enorm heißen Sommers besonders gefordert waren. Egal ob beim Waldbrand in der Lieberoser Heide, dem Großbrand des Reifenlagers in Senftenberg oder dem Waldbrand in Treuenbrietzen: Stets bekämpften die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer jederzeit und überall zuverlässig und erfolgreich die gefährlichen Brände. Eingedenk der Häufigkeit, mit der in diesem Jahr ausgerückt werden musste, kann man nur das höchste Maß an Anerkennung und Respekt aussprechen. Als Landrat bedanke ich mich daher im Namen aller Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Spree-Neiße ganz herzlich. Auch den Familien und Unternehmen, die auf Grund der treuen und vorbildlichen Pflichterfüllung ihrer Angehörigen und Angestellten deren Abwesenheit in Kauf nehmen mussten, spreche ich ebenfalls meinen Dank aus. Darüber hinaus danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Brand- und Katastrophenschutzes des Landkreises Spree-Neiße, der Kreisbrandmeisterei, dem Kreisfeuerwehrverband, der Brandschutzeinheit Spree-Neiße sowie allen ehrenamtlichen Kräften, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dem Wohl der Allgemeinheit dienen.

Eine große Überraschung gab es in dieser Woche am Donnerstag für den Landkreis Spree-Neiße, allerdings fernab der Heimat in Sauen. Dort wurde die Gemeinde Dissen des Amtes Burg (Spreewald) zum Sieger des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ gekürt. Unser Storchen- und Museumsdorf konnte die Jury in allen Bereichen überzeugen und setzte sich so gegen 84 Dörfer aus ganz Brandenburg durch. Belohnt wurde dies mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 €, mit dem weitere Projekte im Dorf angestoßen und realisiert werden können. Dass unsere schöne Spreewaldgemeinde aus dem Landkreis Spree-Neiße nun auf Grund seiner gleichermaßen vorbildlichen wie zukunftsorientierten Entwicklung das gesamte Land Brandenburg beim Bundeswettbewerb vertritt, macht mich als Landrat stolz. Wie schon beim Landeswettbewerb, bei dem das kreisliche Medienzentrum einen tollen Imagefilm für die Gemeinde erstellt hat, werden wir Dissen natürlich auch beim Bundeswettbewerb nach Kräften unterstützen. Schon an dieser Stelle wünsche ich Bürgermeister Fred Kaiser sowie den Bürgerinnen und Bürgern von Dissen ganz viel Erfolg für das nächste Jahr.

Auch mein letzter Arbeitstermin, von dem ich Ihnen berichten will, betraf in dieser Woche das Amt Burg (Spreewald). Dort fand am Freitag der erste Spatenstich zur Errichtung des Johanniter-Kinderhaues „Pusteblume“ statt. Im Zuge dessen gab es ein interessantes Podiumsgespräch, das von Christian Mattheé vom RBB moderiert wurde. Als Vertreter der Kommunalpolitik wurde ich unter anderem gefragt, wie ich zu dem Projekt stehe. Meine Antwort lautete, dass ich es für ein unheimlich wichtiges Vorhaben halte, denn im Gegensatz zu einem Hospiz für Erwachsene ist ein Kinder- und Jugendhospiz nicht nur ein Ort für die letzte Lebensphase. Für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden und unheilbaren Erkrankungen sowie deren Familien ist ein Kinderhospiz auch ein Rückzugsort für Entlastungsaufenthalte, um zwischendurch Atem zu holen und neue Kräfte zu sammeln. Dass so ein Ort, der ebenfalls der Entspannung, dem Austausch, der Vorsorge und der fachlichen Beratung dient, nun endlich auch im Land Brandenburg entsteht, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Weiterhin verwies ich auf eine Foto-Ausstellung, zu der ich Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, schon recht herzlich einlade: Von Mitte Dezember 2018 bis Ende Januar 2019 wird diese im Foyer vor dem Kreistagssaal in Forst stattfinden. Dabei werden großformative Fotos ausgestellt und verkauft, wobei der Erlös dem Kinderhaus Pusteblume zukommen wird. Ich würde mich freuen, Sie vor Ort begrüßen zu können und zu sehen, wie Sie ein wichtiges Projekt mit Ihrem Erwerb eines der tollen Bilder unterstützen.
 
 

07.09.2018 - Wochenbericht KW 36


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ist vollbracht: Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH hat in dieser Woche endlich nach längerer Suche einen Geschäftsführer berufen, wodurch die Führungsriege dieses schlagkräftigen Instruments zur Wahrung und Umsetzung der Interessen unserer Energie- und Braunkohleregion vollständig ist. Mit Torsten K. Bork haben wir eine erfahrende und hervorragend in Politik und Wirtschaft vernetzte Führungskraft gefunden, die die bevorstehende Strukturentwicklung progressiv vorantreiben wird. Wichtig ist es hierbei vor allem, dass bestehende Standorte in Südbrandenburg und Nordsachsen durch zielgerichtete Maßnahmen und Investitionen erhalten, weiterentwickelt oder neustrukturiert werden, um so als Region attraktiv und lebenswert zu bleiben.

Noch nicht ganz so erfahren wie Herr Bork sind unsere angehenden Fachkräfte in der Kreisverwaltung, die ich in dieser Woche am Dienstag begrüßen konnte. Hatten wir im letzten Jahr bei der Anzahl unserer Auszubildenden einen Rekord aufgestellt, so wurde dieser gleich wieder in diesem Jahr eingestellt: Denn mit zwölf Auszubildenden sind es so viele wie noch nie zuvor. Insgesamt verstärken ab sofort sieben Verwaltungsfachangestellte, zwei Studierende für Öffentliche Verwaltung, eine Kauffrau für Büromanagement und neu zwei Vermessungstechniker die Kreisverwaltung in Forst (Lausitz) und seine Außenstellen. Weiterhin hatte ich am selben Tag die große Freude unseren sechs Auslernern, die allesamt übernommen wurden, ihre neuen Arbeitszeugnisse zu übergeben. Zwei unserer Azubis stachen dabei besonders hervor und brachten uns unserem Ziel „Bester Ausbildungsbetrieb“ zu werden etwas näher, da sie mit dem Prädikat „sehr gut“ abgeschlossen haben. Den neuen ebenso wie den ausgelernten Azubis wünsche ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich alles Gute für die Zukunft.

Ein weiterer Termin führte mich in dieser Woche in unseren Nachbarlandkreis Bautzen und zwar nach Hoyerswerda, das in diesem Jahr sein 750-jähriges Jubiläum feiert. Mit einem Empfang im Rathaus, einer Ausstellungseröffnung zur Stadtgeschichte und einer feierlichen Stadtratssitzung wurden die Festivitäten eröffnet. Für den Landkreis Spree-Neiße überbrachte ich Oberbürgermeister Stefan Skora die besten Glückwünsche des Landkreises Spree-Neiße.

Am Ende meines Blogs möchte ich Ihnen noch eine Veranstaltung ans Herz legen: An diesem Wochenende wird Peitz erneut Schauplatz eines kulturellen Highlights in unserem Landkreis. Am heutigen Freitag finden dort die „Sounds of Hollywood“ statt, bei denen ein Orchester beliebte Melodien aus zahlreichen Filmklassikern darbieten wird. Am Samstag wird es mit „ABBA-Tribute in Symphony“ ebenfalls ein tolles Konzert mit den Hits der schwedischen Popgiganten geben. Ich würde mich freuen, wenn ich viele von Ihnen vor Ort begrüßen könnte.
 

31.08.2018 - Wochenbericht KW 35


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche begann für mich mit einer Dankeschönveranstaltung am Montagabend für all jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ehrenamtlich während der 18. Internationalen Folklorelawine Ende Juni bzw. Anfang Juli in Lübbenau, Burg (Spreewald) und Altdöbern für einen reibungslosen Ablauf dieses kulturellen Höhepunktes gesorgt haben. Gemeinsam mit meinem geschätzten Kollegen Siegurd Heinze, Landrat des Oberspreewald-Lausitz Kreises und Partner der Folklorelawine, empfingen wir die fleißigen Helferinnen und Helfer im Schullandheim Burg (Spreewald), um dort noch einmal ganz herzlich „Danke!“ für die tolle Leistung und das ehrenamtliche Engagement zu sagen, dass sie für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, an den Tag legten. Gern überreichte ich den Film von der Folklorelawine, den das Medienzentrum des Landkreises Spree-Neiße erneut in gewohnt hervorragender Qualität erstellt hat.
 
Am Dienstagvormittag war ich zusammen mit unserer kreislichen Integrationsbeauftragten zunächst bei der Gubener und anschließend bei der Forster Wohnungsbaugesellschaft, um mich vor Ort über den Stand der Dinge bei der Unterbringung von Geflüchteten zu informieren. Beide Termine verliefen sehr zufriedenstellend, wobei sich wieder einmal gezeigt hat, dass sich unser Konzept der dezentralen Unterbringung von Geflüchteten bewährt, um so die Integration in unsere Gesellschaft voranzubringen. Wie die beiden Wohnungsgesellschaften diese Herausforderungen meistern, ist wirklich beispielgebend und deshalb sage ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich „Vielen Dank!“ für die engagierte Arbeit.
 
Am heutigen Freitag standen neben vielen Terminen in der Verwaltung auch ein großes Fest in Tauer an: Dort feierte die Kita „Spatzennest“ nicht nur seinen Tag der offenen Tür, sondern auch seinen 50. Geburtstag. Getreu dem französischen Sprichwort „Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und – was uns Erwachsenen kaum passiert – sie erfreuen sich der Gegenwart.“ ermunterte ich die Anwesenden es den Kindern gleich zu tun und sich an diesem schönen Ereignis und dem tollen Programm zu erfreuen. Kinder sind unsere Zukunft und ihnen einen bestmöglichen Start in eben diese zu ermöglichen, muss definitiv unser gemeinsames Ziel sein. Da es zum Geburtstag natürlich auch immer Geschenke gibt, hatte ich den Jungen und Mädchen Malbücher von der Polizei und einige Musik-CDs mitgebracht, um ihnen eine Freude zu machen und die pädagogisch wertvolle Arbeit der Erzieherinnen vor Ort zu unterstützen. Es war ein schöner Nachmittag und ich freue mich schon auf den nächsten „Tag der offenen Tür“.
 
Abschließend noch ein Hinweis: An diesem Wochenende starten im Landkreis Spree-Neiße die Museumsnächte und ich würde mich freuen, wenn Sie das ein oder andere Museum besuchen

24.08.2018 - Wochenbericht KW 34


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche stand für mich vor allem der Sonderkreistag im Fokus, in dem es unter anderem um ein für mich sehr wichtiges Thema ging: Bildung. Mit dem fraktionsübergreifenden Beschluss zur Neuausrichtung des Standortes gehen wir davon aus, dass auch das Bildungsministerium nun der Errichtung einer weiterführenden Schule im südwestlichen Teil des Landkreises Spree-Neiße zustimmt. Denn für die Schulentwicklungsplanung des Landkreises, in der der Bedarf festgestellt wurde, liegt die Zustimmung des Bildungsministeriums bereits vor. Die Errichtung der Schule soll nun nach dem Beschluss des Kreistages in Klein Gaglow westlich des Annahofer Grabens entstehen. Drücken Sie die Daumen, dass es diesmal klappt.
 
Weiterhin haben wir, liebe Bürgerinnen und Bürger, in dieser Woche insgesamt drei Aufrufe gestartet:
 
Als erstes haben wir Sie darum gebeten, Vorschläge für den mit 500 € dotierten Naturschutzpreis 2018 einzureichen. Denn um das Engagement von Menschen zu würdigen, die sich mit Maßnahmen, Projekten oder besonderen Leistungen für die Natur oder die Umweltbildung einsetzen, lobt der Landkreis Spree-Neiße zum mittlerweile vierten Mal den Naturschutzpreis aus. Noch bis zum 14.09.2018 können Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen oder auch Unternehmen vorgeschlagen werden. Auf der Naturschutz-Jahrestagung des Landkreises Spree-Neiße am 17.11.2018 wird der Preis dann von mir persönlich überreicht.
 
Als zweites haben wir zur Einreichung von Vorschlägen zum Tag des Ehrenamtes aufgerufen, der am 05. Dezember 2018 stattfinden wird. Hierfür können ab sofort Vorschläge zur Würdigung verdienter Bürger eingereicht werden. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt in den Bereichen Sport, Kultur, Politik, Religionen und Brauchtumspflege. Wenn Sie also jemanden kennen, der sich in einem der genannten Bereiche auf vorbildliche Art und Weise einbringt, dann tun Sie ihm doch einfach etwas Gutes und schlagen ihn vor.
 
Als drittes haben wir Sie nach Ihrem schönsten Schnappschuss gefragt. Denn anlässlich des 25-jährigen Jubiläums veranstalten wir den Fotowettbewerb „Wir sind Spree-Neiße – liebens- und lebenswerter Landkreis!“, an dessen Ende ein repräsentativer Bildband stehen soll. Die drei schönsten Fotos erhalten hochwertige Sachpreise und eine Auszeichnung am „Tag der offenen Tür“ in der Kreisverwaltung in Forst (Lausitz) am 5. Dezember 2018.
 
Alle weiteren Infos wie die Teilnahmebedingungen und die Wettbewerbsabläufe finden Sie in unseren Amtsblättern sowie auf unserer Homepage www.lkspn.de unter der Rubrik „Aktuelles“

17.08.2018 - Wochenbericht KW 33


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche erhielten wir gleich zwei Mal Besuch von Vertretern der Bundesregierung und beide Male ging es um die Strukturentwicklung in der Lausitz.
 
Zunächst begrüßten der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze, CDU-Landtagsfraktionschef Ingo Senftleben, Bürgermeisterin Christine Herntier und ich am Dienstag gemeinsam den Ostbeauftragten Christian Hirte im Industriepark Schwarze Pumpe bei Spremberg, wo er sich vor Ort über das Lausitzer Braunkohlerevier und die anstehenden Herausforderungen des Strukturwandels informierte. Hirte, der gleichzeitig Parlamen­tarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist, betonte während un­seres Rundganges durch das leistungsstarke Braunkohlekraftwerk, dass es ebenso hohe wie lang­fristige Investitionen in unserer Region braucht. Trotz oder besser: gerade wegen der unausweichli­chen Energiewende, die wir im Rahmen des Besuches besprachen, braucht es eine nachhaltige Strukturentwicklung in der Lausitz. Einig waren sich die anwesenden Vertreter aus Politik, Ver­waltung und Wirtschaft, dass hierfür Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik noch viel enger als bisher zusammenarbeiten müssen. Dass die Bundesregierung die Braunkohlereviere dabei mit insgesamt 1,5 Milliarden bei dieser Entwicklung unter die Arme greift, ist natürlich erfreulich, allerdings – und dies habe ich in unserem Gespräch noch einmal ausführlich betont – wünsche ich mir als Landrat mehr kon­krete Handlungen, vor allem von unserer Landesregierung. Denn egal ob Verkehrswegeplan, Breit­bandausbau oder Industrieansiedlung: In all diesen Bereichen ist noch reichlich Luft nach oben.
 
Gleich am darauffolgenden Mittwoch war Andrea Nahles zu Gast. Wie schon tags zuvor Herr Hirte, wollte sich auch die Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion über die Gestaltungsmöglichkeiten des Kohleausstiegs informieren. Dies tat sie unter anderem bei der Lausitzrunde, die in Welzow zusammentrat. Bei dieser Gelegenheit betonten Oberspreewald-Lausitz-Landrat Siegurd Heinze und ich gemeinsam, dass rund 13.000 sehr gut bezahlte Arbeitsplätze direkt und indirekt an der Kohleindustrie hängen und dass diese nicht ersatzlos durch unüberlegtes Handeln vernichtet werden können. Weiterhin hoben wir hervor, dass unsere Kohlekraftwerke in Ermangelung von Speichermöglichkeiten für die wetterabhängigen erneuerbaren Energien für eine sichere Stromversorgung gebraucht werden. Genau die Ansiedlung für die Entwicklung und Herstellung solcher Speichertechnologien in unserer Region ist es, die wir in der Lausitzrunde von Bund und Land fordern. Auch Frau Nahles betonte, dass der Bund dazu bereit ist, viel Geld in die Hand zu nehmen, um die Strukturentwicklung in der Lausitz zu einem Erfolg zu verhelfen. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn diese Hilfe in absehbarer Zeit in Form von konkreten Projekten bei uns ankommt.

Am Freitag war ich im Werk der Glasverpackungsexperten der Ardagh Group in Drebkau im Rahmen eines Unternehmensbesuches zu Gast. Neben einer Besichtigung des Betriebes, der vor knapp einem Jahr das Gütesiegel „Best Place to Learn“ verliehen bekam, ging es bei meiner Stippvisite vor allem um das Thema Ausbildung und Fachkräftemangel. Denn trotz hervorragender Bedingungen im Betrieb und zufriedener Azubis, hat auch das Glaswerk mit deutlich zurückgehenden Bewerberzahlen zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund besprach ich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche Möglichkeiten sie sehen, dieses Problem zu lösen.
 
 

10.08.2018 - Wochenbericht KW 32


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wenn ich meine Termine in dieser Woche unter einen Oberbegriff fassen sollte, dann würde wohl „Präsentation“ am besten passen.
 
Am frühen Montagnachmittag präsentierte ich den Medienvertreterinnen und -vertretern gemeinsam mit den Leitern der Forster und Gubener Regionalstellen der Kreisvolkshochschule deren neues Kursprogramm für das anstehende Semester. Für unsere Kreisvolkshochschule war das zurückliegende Jahr ein sehr erfolgreiches, denn getreu dem Motto „Man lernt nie aus.“ gab es insgesamt 443 Kursveranstaltungen mit 4263 Teilnehmenden und 7603 Unterrichtseinheiten. Vor allem die Kurse im Fachbereich Gesundheit wurden sehr gut angenommen und zwar so gut, dass die Nachfrage höher als das Angebot war. Deshalb wird es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Kurse in diesem Bereich geben, die von A wie Ausgleichs- und Wirbelsäulengymnastik bis Z wie Zumba Fitness reichen. Das ausführliche Kursprogramm der Kreisvolkshochschule finden Sie auf deren Internetseite unter www.kreisvolkshochschule-spn.de sowie als Auslage im Foyer der Kreisverwaltung.
 
Die nächsten beiden Präsentationen fielen auf einen Tag, nämlich Mittwoch. Zunächst ging es für mich in die Evangelischen Kirche Hornow, wo ich mit tatkräftiger Unterstützung vom "Alten Fritz" und den Mitgliedern des Arbeitskreises „Lausitzer Museenland“ das Programm der diesjährigen Museumsnächte vorstellte. Ja, Sie haben richtig gelesen, nicht Museumsnacht, wie in den letzten Jahren, sondern Museumsnächte. Denn auf Grund der enorm positiven Resonanz, haben sich unsere musealen Einrichtungen dazu entschieden, ihre Angebote dieses Mal auf die Wochenenden vom 01. bis zum 23. September zu verteilen. Unter dem Motto „In Stein gemeißelt – Museen und ihre Gebäude“ nehmen insgesamt 30 Museen, Heimatstuben, Denkmäler und Kultureinrichtungen mit Führungen, Konzerten, Lesungen oder Filmdarbietungen an diesem Kulturhöhepunkt in unserer Region teil. Auch hier verweise ich gern wieder auf das ausführliche Programm, welches Sie unter www.lausitzer-museenland.de sowie im entsprechenden Flyer finden, der unter anderem im Foyer der Kreisverwaltung ausliegt. Die zweite Präsentation an diesem Tag fand im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Bundesmodellvorhabens „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" im Kulturhaus in Klettwitz statt. Hierzu muss man wissen, dass der Landkreis Spree-Neiße gemeinsam mit dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Zuge dieses Projekts eine gemeinsame Modellregion gebildet hat. In diesem ging es darum die für jede Region wichtigen Entwicklungsbausteine Daseinsvorsorge und Mobilität auf den Prüfstand zu stellen, Defizite zu erkennen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Vor allem im Bereich der sicheren und einfachen Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für Seniorinnen und Senioren haben wir neue Konzepte entwickelt und diese in einem Film, einer Broschüre und einem Flyer festgehalten.

03.08.2018 - Wochenbericht KW 31


Urlaubsgrüße Ostsee
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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

und noch einmal kurz und knapp:

27.07.2018 - Wochenbericht KW 30


Grüße aus dem Urlaub
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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

heute kurz und knapp:

20.07.2018 - Wochenbericht KW 29


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
von den zahlreichen Terminen, die ich in dieser Woche wahrnahm, möchte ich Ihnen von zweien näher berichten.
 
Zunächst war am Dienstag der russische Botschaftsrat Vadim V. Danilin bei uns im Landkreis zu Gast, um hier eine Inspektion von Kriegsgräberstätten durchzuführen. Nachdem ich Herrn Danilin in der Kreisverwaltung empfangen und ein kurzes Arbeitsgespräch mit ihm geführt habe, fuhren wir gemeinsam zu den entsprechenden Kriegsgräberstätten nach Forst (Lausitz), Jocksdorf und Döbern. Vor Ort inspizierte und dokumentierte der Botschaftsrat den Zustand der Anlagen, um seine vorhandenen Daten zu aktualisieren. Alles in allem war unser russischer Gast sehr zufrieden mit der Arbeit in unserem Kreis.
 
Um ein ganz anderes Thema ging es bei meinem nächsten Termin, nämlich um die Kriminalität in Forst (Lausitz). Hierzu erreichte mich ein offener Brief. Bei einem längerfristig anberaumten Gesprächstermin mit der Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek, der Leiterin der Polizeiinspektion Cottbus-Spree-Neiße, Bettina Groß, und weiteren Mitarbeitern der Kreisverwaltung haben wir die Gelegenheit genutzt, um dieses Thema zu besprechen. Nachdem Frau Groß uns ausführlich die aktuelle Lage dargestellt hatte, wurden die im offenen Brief unterbreiteten Vorschläge erörtert. Während Frau Taubenek uns darüber informierte, dass der Präventionsrat der Stadt Forst (Lausitz) wieder unter ihrem Vorsitz aktiviert wird, sagte ich zu, bei der nächsten Beratung mit den Bürgermeistern und Amtsdirektoren darüber zu sprechen. Dabei wird es vor allem um die Themen Prävention, Netzwerk "Zu Hause sicher" und "Sicherheitspartner der Polizei" gehen. Des Weiteren möchte ich mich mit den Kommunen darüber verständigen, wie die Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten der Prävention an die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises vermittelt werden können. Ich glaube, sehr geehrte Leserinnen und Leser, dass wir damit einen Schritt in die richtige Richtung gehen.
 
Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerwoche! Besuchen Sie doch einen unserer zahlreichen Seen im Landkreis und genießen Sie das herrliche Sommerwetter.
 

13.07.2018 - Wochenbericht KW 28


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche möchte ich Ihnen von drei wichtigen Änderungen berichten, die alle unter das Motto „Aus alt mach neu.“ fallen.
 
Unter dem Slogan „Gemeinsam stark“ fand am Dienstag eine Pressekonferenz zur Fusion des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. und des Tourismusverband Niederlausitz e.V. statt. Gemeinsam mit Landrat Michael Harig (Landkreis Bautzen), Landrat Siegurd Heinze (Landkries Oberspreewald-Lausitz), dem Beigeordneten Olaf Lalk (Landkreis Spree-Neiße) und Kathrin Winkler (Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V.) hatte ich hierzu in die Räume der Confiserie Felicitas in Hornow geladen. Die Verschmelzung zu einem Verband soll neben den Synergie- und Kostenspareffekten einen Wettbewerbsvorteil durch eine erhöhte Wahrnehmung auf überregionaler Ebene bieten. Weiterhin wurde die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Form des Internetauftritts, der Messeauftritte sowie der Broschüren, Flyer und Magazine vereinheitlicht. Das Lausitzer Seenland umfasst damit in Zukunft eine Region, die von Hoyerswerda über Senftenberg bis nach Guben reicht. Auf diese Weise werden wir die touristische Entwicklung der Lausitz gemeinsam voranbringen.
 
Die zweite Änderung gab es in dieser Woche bei unserer Kreisbrandmeisterei. Am Donnerstag verabschiedete ich gemeinsam mit der Kreistagsvorsitzenden Monika Schulz-Höpfner in den Räumen der Kreisverwaltung in Forst (Lausitz) vor Fachvertretern der Feuerwehr die alte und berief anschließend die neue Kreisbrandmeisterei für den Landkreis Spree-Neiße. Mit Wirkung zum 24. Juli 2018 wurde Stefan Grothe (Freiwillige Feuerwehr der Stadt Drebkau) zum neuen ehrenamtlichen Kreisbrandmeister bestellt. Als Stellvertreter werden ihn René Bennewitz (Freiwillige Feuerwehr Kolkwitz), Carsten Brudek (Freiwillige Feuerwehr Forst (Lausitz)) und Mathias Voigt (Freiwillige Feuerwehr Neuhausen/Spree) unterstützen. Für die sechsjährige Amtszeit wünsche ich den Kameraden alles Gute und viel Erfolg. Bei dieser Gelegenheit ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, mich noch einmal bei allen anwesenden Kameradinnen und Kameraden für die Bekämpfung des Brandes in der Lieberoser Heide und ihre Ihre vorbildliche Arbeit zu bedanken.
 
Alle guten Dinge sind drei: Am heutigen Freitag feierten wir mit einem „Tag der offenen Tür“ gemeinsam mit vielen von Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Eigenbetriebes Abfallwirtschaft die Neueröffnung des Recyclinghofes in Spremberg. Fürsorglich und nachhaltig mit der Umwelt und ihren Ressourcen umzugehen, ist eine wichtige Aufgabe, vor allem für eine neben der Energiewirtschaft durch den Tourismus geprägten Region wie der unsrigen. Ich bin davon überzeugt, dass das moderne Gestaltungskonzept und der gestiegene Komfort bei Ihnen gut ankommen werden. Mit Stolz und Freude konnten wir somit den neuen Recyclinghof Spremberg eröffnen und seiner Bestimmung übergeben. Um selbst ein Zeichen für Nachhaltigkeit zu setzen, pflanzten wir zur Eröffnung einen Baum, der als Selbstversorger symbolisch für eine funktionierende und umweltgerechte Kreislaufwirtschaft steht.

06.07.2018 - Wochenbericht KW 27


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine Dienstwoche begann mit einem wichtigen regionalen Termin. Gemeinsam mit vielen weiteren Vertretern der Landes- und Kommunalebene gratulierte ich Präsident Prof. Dr. Jörg Steinbach zu 5 Jahren BTU Cottbus-Senftenberg, einem wichtigen Partner der Unternehmen in unserem Landkreis. Erfolgreich vereint unsere Lausitzer Universität Lehre und Forschung, wodurch sie ein zentraler Innovationsmotor für die Lausitz ist. Für die Zukunft wünsche ich den Lehrenden und Studierenden weiterhin alles Gute.
 
Anschließend besuchte ich das Kinder- und Jugendheim des Landkreises Spree-Neiße in Schwarze Pumpe, wo wir mit einem Grillfest gemeinsam die bevorstehende Sommerzeit einläuteten. Während ich den Grillmeister gab und für die Kinder Bratwürste, Fleisch und Spieße brutzelte, hatten diese leckere, bunte Salate mit ihren Erziehern zubereitet. Es war ein schöner Nachmittag für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, den wir auf jeden Fall – so mein Versprechen, bevor ich die Veranstaltung am Nachmittag wieder verlassen habe – wiederholen werden.
 
Am Mittwochnachmittag nahm ich eine zentrale Personalverabschiedung vor. Gemeinsam mit der Feuerwehr ehrte ich den altgedienten Kameraden und hochgeschätzten Mitarbeiter Wolfhard Kätzmer mit einem großen Zapfenstreich für seine Leistungen im Amt des Kreisbrandmeisters, das er am 23. Juli offiziell beenden wird. Für den Geehrten war es eine schöne Überraschung, denn aus der Dienstberatung im Brand- und Katastrophenschutzzentrum mit den Wehrführern aus dem Landkreis wurde er mit einem vorgetäuschten Hausalarm herausgelockt. Dort warteten bereits Motorräder und historischen Feuerwehrfahrzeuge, mit denen er durch die Kreisstadt auf das Gasthaus Sacro eskortiert wurde. Im Spalier standen dort die Kameraden und Weggefährten bereit, um den langjährigen Kreisbrandmeister mit allen Ehren zu verabschieden.
 

29.06.2018 - Wochenbericht KW 26


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
mein heutiger Wochenbericht steht ganz im Zeichen von Kultur und Tourismus.
 
Am Donnerstag war ich zunächst im Jänschwalder Ortsteil Drewitz zu Gast. Nachdem die dortige evangelische Kirche von außen komplett saniert wurde, haben Pfarrer Ingolf Kschenka und die Gemeindevertreter damit begonnen sich dem Innenraum zu widmen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die Bänke, Balken und Balustraden der Kirche vom Holzwurm befallen sind. Die Kosten von 10.000 Euro für dessen Beseitigung kann die Gemeinde nicht allein stemmen und weitere Fördermöglichkeiten werden derzeit noch gesucht. Das Engagement der Einwohner und ihre Vision, die Kirchenräume für alle Gemeindemitglieder nutzbar zu machen, haben mich wirklich beeindruckt.
 
Von Drewitz fuhr ich weiter nach Dissen, das als Kreissieger für uns bei der nächsten Runde des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ antrat. Mein Ziel war es Bürgermeister Fred Kaiser und den Rest des Dorfes bei seiner anschaulichen Präsentation für die Landesbewertungskommission zu unterstützen. Hier merkte ich schnell, dass die Dissener erneut sehr viel Herzblut in die Darstellung der zahlreichen Vorzüge ihrer Gemeinde gesteckt hatten. Gezeigt wurden der Jury nach einer kurzen Fahrt mit der Burger „Rumpelguste“ durch den Ort die dörflichen Highlights wie zum Beispiel die Kirche, das Heimatmuseum, die Slawensiedlung „Stary Lud“ oder Arzneimittel- und Kräutergarten. Ich für meinen Teil kann sagen, dass die Dissener auf ganzer Linie überzeugt haben und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sie im Dezember bei der Verkündung des Siegers den 1. Platz erreichen und anschließend das Land Brandenburg bei der nächsten Runde des Wettbewerbes auf Bundesebene vertreten.
 
Mit dem heutigen Freitag startete ein absolutes Kulturhighlight unsere Region. Ich spreche natürlich von der 18. Internationalen Folklorelawine. Mit dem traditionellen Umzug durch die Altstadt von Lübbenau und dem anschließenden Kahnkorso der Nationen begann die gemeinsam mit dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz organisierte Veranstaltung. Über 200 Folkloristen aus 12 Ländern sind erneut angereist, um Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, mit Trachten, Tanz und toller Musik zu unterhalten. Der Auftakt auf dem Altmarkt in Lübbenau war wie jedes Jahr sehr gut besucht, sodass den ganzen Tag über bei bestem Wetter eine super Stimmung herrschte. Schauen Sie gern an den anderen beiden Tagen der Folklorelawine in Burg (Spreewald) und Altdöbern vorbei. Ich würde mich freuen!
 

22.06.2018 - Wochenbericht KW 25


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meinen Wochenbericht möchte ich diesmal mit einem Zitat beginnen, das vom Autor Siegfried Wache stammt: „Zukunft schreibt sich Kinder.“ Als ehemaliger Lehrausbilder liegt mir die Bildung unserer Jugend sehr am Herzen, denn letztere sind, wie das Zitat treffend festhält, die Zukunft unseres Landkreises. Ihnen eine bestmögliche Orientierung bei der Wahl ihrer Ausbildung oder ihres Studiums zu ermöglichen, ist mir persönlich ein sehr wichtiges Anliegen und genau deshalb unterstützt der Landkreis Spree-Neiße das gemeinsame Projekt mit der Stadt Cottbus „Komm auf Tour – Meine Stärken, meine Zukunft“. Am Mittwoch ging dieses Projekt in die nächste Runde und selbstverständlich ließ es ich mir nicht nehmen, bei der Eröffnung vor Ort zu sein. Insgesamt waren 744 Schülerinnen und Schüler aus Spree-Neiße und Cottbus angemeldet, um sich vom 19. bis 22. Juni 2018 bei diesem innovativen Format vor dem Hintergrund ihrer Stärken über die Chancen des späteren Berufslebens zu informieren. Erneut habe ich unsere Jugend dazu ermuntert, die aktuell sehr guten Ausbildungs- und Berufschancen vor der Haustür zu nutzen und an der Gestaltung ihrer Heimatregion aktiv teilzuhaben.
 
Der Donnerstag stand für mich ganz im Zuge des Gegensatzpaares Jung und Alt.
 
Zunächst war ich am Vormittag beim Behindertenwerk Spremberg e.V. (kurz: BWS) zu Gast, wo wir den 25. Geburtstag der dortigen Frühförderung begangen. Ein Projekt, für das ich mich als Landrat persönlich sehr stark mache. Die Aufgabe der Frühförderung ist, eine drohende oder bereits eingetretene Sinnes­ bzw. Mehrfachbehinderung bei Kleinkindern zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen und diese durch gezielte Maßnahmen auszugleichen bzw. einzuschränken. Begann die Förderung eines Kindes in den Anfangsjahren durchschnittlich noch bei 5 Jahren, so beginnt sie auch dank der Arbeit des BWS heute schon im Säuglingsalter, also bei unseren Jüngsten. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, die die hochspezialisierten Mitarbeiterinnen des Trägers dort erbringen. An dieser Stelle sage ich deshalb noch einmal vielen Dank für die tolle und engagierte Arbeit. Die Investition in ein selbstbestimmtes Leben – vor allen Dingen unserer Kinder – muss einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben und behalten.
 
Am frühen Donnerstagnachmittag ging es für mich weiter nach Guben, wo wir das 40-jährige Jubiläum der Gubener Seniorenwoche feierten. Als im Jahr 1978 erstmals die Tagesthemen im ARD und das Heute-Journal im ZDF liefen, riefen die Bewohnerinnen und Bewohner der Neißestadt bereits die „Woche der Veteranen“ ins Leben, die später in die Gubener Seniorenwoche umbenannt wurde. Auf vielfältige Weise setzen sich unsere Junggebliebenen für eine bessere Gesellschaft ein, sei dies in Verbänden, Vereinen oder auf politischer Ebene. Genau für diese wichtige und unerlässliche Arbeit dankte ich unseren Seniorinnen und Senioren und bat sie in meinem Grußwort darum, sich weiter zu engagieren und mit mir im Gespräch zu bleiben, denn Demokratie lebt vom Dialog und Konsens.

15.06.2018 - Wochenbericht KW 24


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am Montag kam ich von meiner Dienstreise aus Kursk wieder und leider hatte mein Flieger, wie das im Leben manchmal so läuft, gerade so viel an Verspätung, dass ich die Eröffnung der Kreisseniorenwoche im Kreistagssaal nicht persönlich vornehmen konnte. Vor diesem Hintergrund bedanke ich mich zum einen noch einmal recht herzlich bei unserer Kreistagsvorsitzenden Monika Schulz-Höpfner, welche mich tatkräftig vertrat, und zum anderen bei unseren Seniorinnen und Senioren, die im Sinne des diesjährigen Mottos der Seniorenwoche „Ein Vierteljahrhundert aktiv und mitbestimmend“ sehr zahlreich erschienen sind. Doch kommen wir nun zum Russlandbesuch.
 
Unter meiner Leitung reiste vom 07. bis 11. Juni 2018 eine 13-köpfige Delegation von Vertretern aus Politik und Wirtschaft in unsere Partnerregion Kursk, um sich dort auf der Kursker Koresnkaya Messe zu präsentieren, also dem mittelrussischem Wirtschaftsforum. Das Ziel unserer Reise war das Ausloten von weiteren Kooperationen, um so unsere freundschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen weiter auszubauen. Völkerverständigung im Kleinen, wenn man so will. Neben dem Besuch des Wirtschaftsforums und der Staatlichen Universität Kursk, gab es für uns auch sehr fruchtbare Gespräche mit dem Vizegouverneur der Kursker Oblast Aleksander Nikolajewitsch Krivolapov. Mit den Vertretern der russischen Oblask Kursk wurde abschließend eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, welche die zukünftige Zusammenarbeit noch erweitert. Auch für die Unternehmensvertreter, die wir in der Delegation mit dabei hatten, war es eine erfolgreiche Reise, da sie ihre Geschäftsbeziehungen nach Russland mit Hilfe der Industrie- und Handelskammer noch weiter ausbauen und viel wissenswertes über die Besonderheiten des russischen Marktes lernen konnten. In diesem Sinne freue ich mich bereits auf das nächste Jahr, wo wir erneut eine solche Reise zur Pflege unserer guten Beziehungen absolvieren werden.
 
International ging es für mich am Donnerstag, den 14. Juni, weiter. Im Rahmen eines Austauschprogrammes, das vom Deutsch-Französischen Sekretariat in Saarbrücken organisiert und durch den Landkreis Spree-Neiße tatkräftig unterstützt wird, besuchten uns für zwei Wochen französische Lehrlinge des Berufsgymnasiums „Olivier Guichard“ aus Guerande. Als Landrat ließ ich es mir natürlich nicht nehmen die angehenden Elektroniker und Mechatroniker selbst zu begrüßen, um ihnen danach mittels einer PowerPoint-Präsentation noch einen kurzen Überblick über den Landkreis zu geben.

08.06.2018 - Wochenbericht KW 23


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
ich sende Ihnen herzliche Grüße aus dem schönen Kursk in Russland. Doch der Reihe nach: Zu Beginn dieser Woche stand für mich zunächst am Dienstag ein Unternehmensbesuch in Cottbus an, wo ich die Außenstelle des GBV-Guben e.V. besuchte. Das Kürzel „GBV“ steht für „Gemeinnütziger Berufsbildungsverein“ und wie der Name schon sagt, geht es diesem um die Vermittlung von fachlicher Bildung und Arbeitsmarktkompetenz. Der Fokus des GBV e.V. liegt dabei vor allem im wichtigen Bereich der Reha-Berufe, in dem momentan 120 Jugendliche ausgebildet und 50 weitere auf diesen Beruf vorbereitet werden. Auch die sozialpädagogische Betreuung und Ausbildung von benachteiligten und behinderten Jugendlichen spielt beim GBV e.V. eine wichtige Rolle und während meines Besuches konnte ich mich persönlich von der hervorragenden Arbeit dieses Bildungsträgers überzeugen. Den Rest der Woche hatte ich vor allem Termine im Haus, wie bspw. am Mittwoch die Sitzung des Ältestenrates gefolgt vom Kreisausschuss.
 
Anschließend ging es für mich an Donnerstagmorgen mit dem Flieger nach Russland. Und bevor Sie jetzt etwas Falsches denken: Ich war natürlich nicht wegen des Auftaktes der Fußball-WM dort, sondern für eine weitere Vertiefung der freundschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen mit unserer russischen Partnerregion Kursk. Am Montag werde ich von dieser Dienstreise wiederkommen und falls mein Flieger keine Verspätung hat, werde ich am Nachmittag noch die Eröffnung zur Kreisseniorenwoche vornehmen. Davon, wie diese und mein Russlandbesuch liefen, werde ich Ihnen jedoch erst in meinem nächsten Blog berichten.

01.06.2018 - Wochenbericht KW 22


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
auch ein Landrat braucht mal Urlaub und so war ich in dieser Woche mit meiner Frau für einen Kurztrip an der Ostsee. Erholt und gestärkt freue ich mich drauf ab kommendem Montag wieder frisch für Sie ans Werk zu gehen.
 

25.05.2018 - Wochenbericht KW 21


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
eine kurze Woche liegt hinter uns, die mit einem verlängerten und sonnigen Pfingstwochenende begann. Gut erholt startete ich so in die neue Woche und eröffnete am Mittwochmorgen als Schirmherr die zweitätige Fachmesse für Ausbildung und Studium "vocatium" in der Lausitz-Arena in Cottbus. Dort konnte sich unsere Jugend vor Ort kostenfrei bei 32 Betrieben, Fach- und Hochschulen sowie anderen Institutionen über zahlreiche Berufs- und Studienmöglichkeiten informieren. Auch die Kreisverwaltung war mit einem Stand vor Ort vertreten, wo unsere motivierten Personalmitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vorher vereinbarten, aber auch spontanen Einzelgesprächen um junge Nachwuchskräfte warben. Mein Messerundgang fiel diesmal allerdings sehr kurz aus, denn direkt im Anschluss hatte ich einen wichtigen Termin in der Kreisverwaltung mit unserer Bildungsministerin Britta Ernst.
In einem Arbeitsgespräch tauschten wir uns zunächst zu den Themen weiterführende Schule im südwestlichen Teil des Landkreises, Bafög für Erzieherinnen und Erzieher nach dem Aufstiegsfortbildungsgesetz und Entwicklung der Oberstufenzentren aus, um anschließend das Mehrgenerationenhaus in Forst (Lausitz) zu besuchen. In Trägerschaft des SOS Kinderdorfes wurden uns dort bei einem Rundgang die zahlreichen erfolgreichen Projekte des Hauses vorgestellt. Danach ging es für die Ministerin und mich nach Döbern in die Oberschule. Dort soll ein Schulzentrum entwickelt werden, für das umfangreiche Baumaßnahmen notwendig sind.
 
Der Donnerstag hielt für mich vor allem Termine in den Neißestädten Guben und Gubin bereit. Zunächst war ich bei unseren Nachbarn, wo wir das 20-jährige Jubiläum unserer gemeinsamen Abwasserbehandlungsanlage feierten. Hierbei handelt es sich um ein deutsch-polnisches Vorzeigeprojekt, das sowohl in ökologischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht ein voller Erfolg ist. Die wegweisende Entscheidung zum Bau einer gemeinsamen Kläranlage für die Städte Guben und Gubin war damals der erste und vor allem der richtige Schritt für eine nachhaltige Entwicklung innerhalb unserer Städte und Region. 20 Jahre nach dem Projektstart kann festgehalten werden, dass die Abwasserbehandlungsanlage immer noch als größte gemeinsame Investition vom Land Brandenburg mit seinen polnischen Partnern gilt und darauf bin ich als Spree-Neiße Landrat selbstredend immer noch sehr stolz.
Im Anschluss daran ging es in die Corona-Schröter-Grundschule, wo ich die symbolische Übergabe des Schulgartens an die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Gubens Bürgermeister Fred Mahro übernahm. Bei dem Schulgarten handelt es sich um ein erzieherisch wertvolles Projekt, an welchem die Mädchen und Jungen der Corona-Schröter-Grundschule ebenso wachsen werden, wie die darin befindlichen Pflanzen. Vor allem lernen die Kinder etwas über Nachhaltigkeit und Verantwortung sowie über den Einsatz und die Zeit, welche es braucht, bis die Saat als leckeres Produkt auf dem Teller landet. Für das Gelingen des Projekts wünsche ich der Schule viel Erfolg.
 

18.05.2018 - Wochenbericht KW 20


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

meine Woche begann am Montag mit einem äußert erfreulichen Termin, nämlich der gemeinsamen Pressekonferenz zum grenzüberschreitenden Nahverkehr. Zusammen mit den Bürgermeistern von Guben, Herrn Fred Mahro, und Gubin, Herrn Bartlomiej Bartczak, sowie mit Vertretern der DB Regio Bus Ost, der PKS Zielona Góra und der Euroregion Spree-Neiße-Bober, stellten wir das Konzept der ab dem 11. Juni 2018 verkehrende Linie zwischen den Neißestädten vor. Ab diesem Zeitpunkt wird die Linie 858 von Forst über Guben bis zum Busbahnhof nach Gubin fahren und die Linie 171 von Zielona Gora wird ebenfalls von der polnischen bis zur deutschen Seite herüberfahren. Bereits seit dem Jahr 2016 gab es auf Grund der Bürgerwünsche Überlegungen ein gemeinsames, grenzüberschreitendes Nahverkehrsangebot einzuführen, weshalb wir uns der Prüfung und Umsetzung dieses Themas gern angenommen haben. Im Rahmen des Gubener Frühlingsfestes am 08. Juni 2018 werden die Linien, die ein Stück weit auch zur weiteren europäischen Integration dienen, symbolisch eröffnet und dazu lade ich Sie selbstverständlich recht herzlich ein.

Am darauffolgenden Dienstag war ich zu Gast beim 4. interkulturellen Stadtpicknick an der Stadtkirche St. Nicolai in unserer Kreis- und Rosenstadt Forst (Lausitz). Bei herrlichem Wetter strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher zu dieser Veranstaltung und nahmen an den vielen unterschiedlichen Aktionen teil. Die Vereine, Kirchengemeinden, Schulen, Bürger, sozialen Träger und Netzwerke, die dieses Event vorbereiteten, haben wieder ganze Arbeit geleistet und deshalb sage ich an dieser Stelle noch einmal „Vielen Dank!“ für dieses tolle Engagement. Das Ziel miteinander über kulturelle und nationale Grenzen hinaus ins Gespräch zu kommen, wurde auf jeden Fall erreicht und auch ich habe selbstverständlich meinen Teil dazu beigetragen, indem ich mit vielen von Ihnen, lieber Bürgerinnen und Bürger, einen kleinen Plausch zu allerlei Themen hielt.

Mittwochs ging es für mich als stellvertretender Sprecher der “Wirtschaftsregion Lausitz” zur Eröffnung der campus-X-change, Brandenburgs größter Personalbeschaffungsmesse, nach Cottbus. In meiner Eröffnungsrede habe ich bei den Jugendlichen vor allem darum geworben, dass sie als gut ausgebildete Fachkräfte bei uns in der Region bleiben, denn der Bedarf nach solchen steigt bei unserer heimischen Wirtschaft kontinuierlich. Beim anschließenden Messerundgang freute es mich zu sehen, dass viele Hochschulabsolventen und regionale Unternehmen die Chance wahrnahmen miteinander ins Gespräch zu kommen und so erste Kontakte für eine gemeinsame Zukunft zu knüpfen.

11.05.2018 - Wochenbericht KW 19


Lieber Leserinnen und Leser,
 
am Montag startete ich mit einem ganz besonderen Termin in der Grundschule Nordstadt in Forst (Lausitz) in die Arbeitswoche. Gemeinsam mit der Integrations- und Behindertenbeauftragten des Landkreises, Frau Annett Noack, habe ich den Schülerinnen und Schülern aus der Kinderbuchreihe „Die Bunte Bande“ die Geschichte über das gestohlene Fahrrad vorgelesen. Die Vorleseaktion war Bestandteil des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Mit unserer Aktion wollten wir zeigen, dass Inklusion ein Gewinn für alle ist, denn Inklusion funktioniert nur, wenn für alle Menschen klar ist, dass Unterschiede kein Problem sind. Sowohl den  aufgeweckten und aufmerksamen kleinen Zuhörern als auch allen Erwachsenen bereitete diese Vorleseaktion großen Spaß. 
 
Am Dienstag stand in Guben ein wichtiger Termin für unseren Landkreis auf der Tagesordnung. Damit der Unesco Geopark Muskauer Faltenbogen eine Förderung über 1,6 Millionen Euro aus Interreg-Mitteln beziehen kann, haben die fünf Projektpartner in der Geschäftstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober an diesem Morgen den Projektvertrag unterschrieben. Als Landrat und Präsident der Euroregion Spree-Neiße-Bober bin ich mit dieser Entwicklung äußert zufrieden, denn dieses Projekt bringt den Geopark Muskauer Faltenbogen als touristisches Highlight weiter nach vorne und fördert gleichzeitig die deutsch-polnische Begegnung.
In meiner Bürgersprechstunde am Dienstagnachmittag im Kreishaus nutzten wieder Menschen mit kleinen und großen Sorgen aus unserem Landkreis die Möglichkeit, in einem gemeinsamen Gespräch mit mir nach Lösungswegen zu suchen. Es wurde mir erneut signalisiert, wie wichtig Ihnen dieser direkte Bürgerkontakt ist, daher werde ich meine Bürgersprechstunde weiter regelmäßig anbieten.
Im Anschluss führte mich mein Weg in die Perle der Lausitz nach Spremberg, wo ich die im Rahmen eines Schüleraustauschs mit der BOS Spremberg und dem Erwin-Strittmatter-Gymnasium angereisten Gäste aus dem russischen Schelesnogorsk in unserem Landkreis persönlich begrüßte. 
 
An Christi Himmelfahrt führte mich mein Weg erneut nach Spremberg, wo das Wanderwegfest am Kraftwerk Schwarze Pumpe und die Eröffnung des neuen Informationszentrums des Kraftwerks stattfanden. Das von den Kraftwerkern gemeinsam mit Unternehmen des Industrieparks Schwarze Pumpe organisierte Fest hielt wieder ein buntes Programm auf der Festbühne bereit, ergänzt um Rundfahrten zum Knauf-Gipswerk und zur Papierfabrik Hamburger Rieger sowie dem Blick vom 161,5 Meter hohen Kesseldach des Blocks A. Klasse fand ich, das hier auch über die Ausbildungsmöglichkeiten am Standort informiert wurde. So stand einem gelungenen Feiertagsfest für die vielen begeisterten Radler nichts im Wege.
 
Anschließend besuchte ich auf Einladung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Terpe das 24. Waldfest im Seerosengrund. Als Festhöhepunkt wird hier alljährlich der Baum des Jahres gepflanzt. In diesem Jahr wurde mir die Ehre zuteil, als Baumpate der guten Tradition folgend den Baum des Jahres 2018, eine ESS-KASTANIE, in den Terp´schen Brüchen zu pflanzen.
 
Auf diesem Wege sage ich weiter ganz herzlich Dankeschön für die vielen Glückwünsche, die mich nach dem Wahlsonntag in dieser Woche erreicht haben.

04.05.2018 - Wochenbericht KW 18


Lieber Leserinnen und Leser,
 
gleich zum Monatsbeginn hieß es am Dienstag mehrmals ordentlich zupacken beim Maibaumstellen in meinem Heimatort mit anschließendem Grillnachmittag. Diese aktive Brauchtumspflege und das Leben in der Dorfgemeinschaft sind mir sehr wichtig, und dürfen daher alljährlich in meinem Terminkalender nicht fehlen.
 
Am Mittwoch drehte sich alles um die Honigbiene im Landkreis. Als Landrat hatte ich Vertreter aus den Reihen der Imkervereine, Landwirtschaft und Presse an den „Lehrbienenstand“ im Cottbuser Pädagogischen Zentrum für Natur und Umwelt geladen. Ziel war es, auf die Gefahrenlage durch das anhaltende Bienensterben aufmerksam zu machen. Die fleißigen Leistungen der kleinen fliegenden Helfer sind neben der Honigproduktion gerade bei der Bestäubung und dem Erhalt der Artenvielfalt unerlässlich. Es ist bereits fünf nach Zwölf, darum wird der Landkreis bei diesem Thema zukünftig eine aktive Rolle einnehmen. Beginnen werden wir noch in diesem Jahr mit einem für den Herbst geplantem Dialogforum mit Imkern und Landwirten sowie der Erstellung einer Bienenbroschüre mit konkreten regionalen Bezügen.
 
Ein weiteres wichtiges Thema stand auf der Jahreshauptversammlung der Ortsverkehrswacht Forst (Lausitz) in dieser Woche auf der Tagesordnung, in Form der Überführung der Forster Ortsverkehrswacht in eine Verkehrswacht Spree-Neiße e.V.. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, zur Förderung der Unfallverhütung im Landkreis Spree-Neiße durch die freiwillige Mitarbeit und Eigeninitiative aller Vereinsmitglieder. Ein Anliegen, dass ich selbstredend nach Kräften unterstütze. Neben regelmäßigen Arbeitstreffen wird es u.a. auch eine aktive Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung sowie den Städten und Gemeinden in Spree-Neiße geben, ebenso wie mit der Landesverkehrswacht.
 
Ganz besonders freue ich mich auf den morgigen 5. Mai – dann ist nämlich der Europatag. Den werde ich als Landrat und Präsident der Euroregion Spree-Neiße-Bober auf Einladung des Pro Guben Verein für Energie und Umwelt e.V., des Fördervereins zur Wiederherstellung der Kulturlandschaft Gubiner Berge e.V., der Freunde des Gubiner Lands und der Fördervereine Gubiner Berge u.a. beim 2. Gemeinsamen Frühlings-Begegnungsfest in der Doppelstadt Guben/Gubin verbringen. Bei diesem Fest dreht sich alles um das Kultur- und Genussgut „Apfel“ und im besonderen Sinne um den europäischen Gedanken, in dem wir gemeinsam wachsen und Herausforderungen meistern.  

27.04.2018 - Wochenbericht KW 17


Lieber Leserinnen und Leser,
 
nachdem ich Ihnen in meinem letzten Blogeintrag von der 48-Stundenaktion der Brandenburgischen Landjugend und der damit verbundenen Wette berichtet hatte, möchte ich Ihnen nun natürlich nicht das Ergebnis vorenthalten: Es wird Sie nicht sonderlich erstaunen, dass unsere fleißige Jugend aus Trebendorf die Aufarbeitung des Gemeindespielplatzgeländers locker geschafft hat und da ich immer zu meinem Wort stehe, stand ich für sie am Abend hinter dem Grill. Ein Wetteinsatz, den ich gerne eingelöst habe. Doch auch die Jugend in Grano und Bärenbrück, wo ich ebenfalls für einen Besuch vor Ort war, hat sich mächtig ins Zeug gelegt und so zur Verschönerung ihrer Orte beigetragen. An dieser Stelle möchte ich den Mädchen und Jungen noch einmal meinen Dank aussprechen und meinen Respekt bekunden, denn so viel Einsatz kann sich wirklich sehen lassen.
 
Sehen lassen konnte sich auch der 16. Spreewaldmarathon in Burg (Spreewald), den ich am letzten Sonntag, den 22. April 2018, besuchte. Über 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es insgesamt, wobei es in Burg (Spreewald) vor allem um das Laufen ging. Gemeinsam mit Staatssekretär Thomas Kralinski begrüßte ich am Vormittag die angereisten Sportler und sportbegeisterten Zuschauer, um dann dem Geschäftsführer des Spreewald-Marathons, Herrn Hans-Joachim Weidner, die Auszeichnung „Ehrenamtler des Monates“ zu überreichen. Eine Auszeichnung, die er vor dem Hintergrund seines langjährigen Engagements rund um den Marathon mehr als verdient hat. Gemeinsam mit dem Staatssekretär sprach ich auch meinen Dank an die zahllosen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus, ohne die dieses Event der Superlative nicht das wäre, was es heute ist. Anschließend gaben wir noch gemeinsam den Startschuss für den Wettbewerb. Um dieses touristische Highlight zu unterstützen, habe ich mir vor dem Hintergrund der interkommunalen Kooperation vorgenommen, mich in Zukunft mit den Landräten aus den Landkreisen Oberspreewaldlausitz und Dahme-Spreewald zusammenzusetzen und zu beraten, wie wir den bürokratischen Aufwand für die Veranstalter des Spreewaldmarathons am besten minimieren können.
 
Von meinen zahlreichen Terminen, die ich unter der Woche habe, möchte ich Ihnen an dieser Stelle vom Mittwoch, den 25. April 2018, genauer berichten. Im Rahmen der deutschlandweite Kampagne „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum UNESCO-Welttag des Buches, war ich Mittwochmorgen in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Spremberg zu Gast, um dort den Mädchen und Jungen vorzulesen. An diesem Projekt, dass den Kindern mittels spannender Geschichten Lust aufs Lesen machen und so ihre Lesekompetenz stärken soll, habe ich mich gern beteiligt. Daran anschließend fuhr ich zurück in die Kreisverwaltung nach Forst (Lausitz), wo ich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses sowie der Cottbuser Stadtverwaltung und der Sozialträger zu dem Fachvortag „Die Vielfalt des Islam – Menschen, Kultur und Geschichte“ begrüßte. Diese spannende Präsentation wurde vom Islamwissenschaftler Dr. Yunus Yaldiz von der Fachstelle Islam des Landes Brandenburg gehalten. Ziel war es vor allem über die Ursprünge und Hintergründe der Religion aufzuklären, um so eine bessere Integration zu ermöglichen. Während des Vortrages kamen immer wieder interessierte und skeptische Nachfragen, die jedoch zu einem offenen, lebhaften und vor allem sachlichen Austausch zwischen den Anwesenden führten und so mancherlei Vorurteil abbauen konnten. Als nächstes stand für mich, bevor es am Nachmittag mit dem Kreistag losging, der Empfang der Teilnehmer des 3. Landeswettbewerbs „Sprachenfreundliche Kommune“ an. Ich war sehr stolz darauf, dass der Landkreis Spree-Neiße mit 14 von insgesamt 18 Bewerbern den überwiegenden Teil der Kandidaten stellte, denn ich halte die Pflege des sorbischen/wendischen Brauchtums für eine wichtige Angelegenheit.

20.04.2018 - Wochenbericht KW 16


25 Jahre Spree-Neiße
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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in dieser Woche waren zwei Zahlen von großer Bedeutung, nämlich die 25 und die 48. Was es damit auf sich hat, will ich Ihnen im Folgenden berichten.

Unser Landkreis feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird es das ganze Jahr über Aktionen und Veranstaltungen geben, zu denen auch Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, herzlich eingeladen werden. Den offiziellen Beginn der Feierlichkeiten bildete am vergangenen Mittwoch, den 18. April, um 13:00 Uhr eine Baumpflanzung im Innenhof der Kreisverwaltung. Diese hab ich nicht etwa allein, sondern gemeinsam mit meinem geschätzten Vorgänger Dieter Friese vorgenommen, der insgesamt 16 Jahre Landrat im Spree-Neiße Kreis war. Der Akt des Baumpflanzens stand dabei symbolisch für das abgeschlossene Zusammenwachsen der vier Altkreise Guben, Spremberg, Forst (Lausitz) und Cottbus im zurückliegenden Vierteljahrhundert und das sich stetig weiter entwickelnde Zukunfts- und Wachstumspotenzial des Landkreises. Im Anschluss daran gab es noch ein Gruppenfoto der besonderen Art: Um nämlich den Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Erfolgsgeschichte des Landkreises darzustellen, haben wir gemeinsam auf dem Innenhof der Kreisverwaltung die Zahl 25 geformt und mittels einer Drohne abfotografieren lassen. Bei dieser Aktion ist ein wirklich schönes Foto herausgekommen, das sich definitiv sehen lassen kann.

Eine andere, mit 48 Stunden jedoch bedeutend längere Aktion, findet an diesem Wochenende statt: Seit über 20 Jahren gibt es im Land Brandenburg die freiwilligen 48-Stunden-Aktionen der Brandenburgischen Landjugend. An einem Wochenende im Frühjahr packen die Jugendlichen in ganz Brandenburg bei selbstgewählten Projekten an, um so kleine und große Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Zeit zu lösen. Von der Erneuerung eines Spielplatzes über die Renovierung eines Jugendclubs bin hin zum Anlegen eines Grill- oder Fußballplatzes sind den Jugendlichen bei ihren Ideen keine Grenzen gesetzt. Ich war unheimlich stolz, als ich hörte, dass im Landkreis Spree-Neiße sage und schreibe 19 Projekte angemeldet wurden, denn im Land Brandenburg hat kein Landkreis mehr als wir. So arbeitet bspw. die Domowina Jugend in Dissen ihre bestehenden Spielplatzgeräte auf, während die Krieschower Jugend einen Frühjahrsputz in ihren Jugendräumen durchführt und die Milkersdorfer den Unterstellschuppen ihres Jugendraumes streichen. Vor diesem hohen Engagement kann man nur den Hut ziehen, denn dieser Einsatz ist nicht nur ein Zeugnis für den vorbildlichen Fleiß der Mädchen und Jungen, sondern auch für die große Verbundenheit, die sie ihren Heimatorten und dem ländlichen Raum entgegenbringen. Um diese Einstellung zu unterstützen, werde ich am Samstag in Grano, Bärenbrück und Trebendorf mit dabei sein, um den Jugendlichen bei ihren Projekten zur Hand zu gehen. Besonders im letztgenannten Ort wird es interessant für mich. Denn im Februar dieses Jahres hatte ich den Mädchen und Jungen im Rahmen eines Arbeitsbesuches im Jugendclub eine Wette vorgeschlagen: Wenn die Jugendlichen ihr selbst gesetztes Ziel der Aufarbeitung des Geländers des Gemeindespielplatzes während der Aktion schaffen, dann werde ich für die Mädchen und Jungen einen Grillabend sponsern und als Grillmeister fungieren. Ob es die Jugend geschafft hat, erfahren Sie dann in meinem nächsten Blog.

13.04.2018 - Wochenbericht KW 15


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche hat sich in unserem Landkreis viel getan und von einigen dieser positiven Entwicklungen möchte ich Ihnen wie gewohnt berichten.
 
Den Beginn machten am Montag, den 09. April, und Dienstag, den 10. April, drei feierliche Baumpflanzungen im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“. Um das große Engagement der ersten drei Plätze auf Kreisebene zu würdigen, erhielten die Dörfer Siewisch (3. Platz), Koschendorf (2. Platz) und Dissen (1. Platz) einen Baum ihrer Wahl, um so die vorbildliche Nachhaltigkeit und großen Anstrengungen zu unterstreichen. Es war wirklich beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Innovationsgeist sich die Dörfer in unserem Landkreis für die Zukunft im ländlichen Raum einsetzen. An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal recht herzlich bei allen Teilnehmern und wünsche dem Kreissieger Dissen alles Gute beim nun anstehenden Landeswettbewerb.
 
Am Mittwoch, den 11. April, fand im Kreistagssaal eine deutsch-polnische Konferenz zur grenzüberschreitenden Suchthilfe und Prävention in der Euroregion Spree-Neiße-Bober statt. Ziel dieses gemeinschaftlichen Projekts ist es, die interregionale Zusammenarbeit der Fachstellen für Suchtberatung, -behandlung und -prävention zu stärken. Um von- und miteinander zu lernen gab es deshalb zahlreiche Vorträge und Workshops, um so die jeweiligen nationalen Besonderheiten und Ansprechpartner auf diesem Gebiet näher kennenzulernen. Dass dies noch vor einem vollen Haus mit sehr vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern geschah, war für mich persönlich umso erfreulicher. Ebenso erfreulich war ein weiterer Termin an diesem Tag, nämlich die Eröffnung der neuen Räume der Forster Tafel. Ein Umzug in diese war nötig geworden, da die alten Räume sich im Laufe der Zeit mit 70 Quadratmetern als zu klein und die Treppen im Gebäude als zu steil erwiesen. Als ich bei einem Arbeitsgespräch im November letzten Jahres darüber informiert wurde, dass die Suche nach knapp drei Jahren immer noch ergebnislos war, bot ich meine Hilfe an. Gemeinsam mit der tatkräftigen Unterstützung des stellvertretenden Forster Bürgermeisters Jens Handreck und der Forster Wohnungsbaugesellschaft FWG fand sich schließlich eine passende Lösung in der Cottbuser Straße 41F in der Nähe des Stadtzentrums. Ich wäre wirklich sehr froh, wenn wir gemeinnützige Hilfsorganisationen wie die Tafeln nicht bräuchten und dennoch sind auch Menschen in unserem Landkreis auf deren Unterstützung angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass auch den Helfern geholfen wird, wenn es drauf ankommt.
 
Am Donnerstag, den 12. April, war auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze der neue Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Herr Michael Stübgen, bei uns im Landkreis zu Gast. Bei einem Vor-Ort-Besuch der Euloer Teiche konnte sich Herr Stübgen persönlich von den Schäden überzeugen, die Biber und Kormoran seit geraumer Zeit in der Teichwirtschaft verursachen. In einem offenen Gespräch mit Christoph Junghanns, dem Inhaber der Teichwirtschaft Eulo, wurde dabei über Wege diskutiert, wie man diesem Problem Herr werden kann und übereinstimmend wurde dabei der Gedanke geäußert, dass neue Ansätze bei der Betrachtung geschützter Tierarten gefunden werden müssen. Im Anschluss ging es auf das Gut Neu Sacro, wo wir uns mit Vertretern des Kreisbauernverbandes Spree-Neiße trafen. Auch hier wurden unterschiedliche Probleme besprochen, für die es Lösungen braucht. Dabei ging es unter anderem um den zunehmenden Preisdruck bei Milch und Getreide, um Nachwuchsprobleme bei der Ausbildung und um die aktuelle Düngeverordnung.
 

06.04.2018 - Wochenbericht KW 14


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
ganz gleich ob Ostermesse, Ostereiersuche oder Osterspaziergang: Ich hoffe sehr, dass Sie ein besinnliches Osterfest im Kreise Ihrer Familie verbracht und diese kurze Auszeit auch genutzt haben, um frisch und munter in die verkürzte Woche zu starten.
 
In den letzten Tagen standen für mich vor allem hausinterne Termine auf dem Programm. Regelmäßig tausche ich mich mit unseren Fachbereichsleitern und Beauftragten aus, um mich auf dem kurzen Dienstweg über die aktuelle Lage in der Kreisverwaltung zu informieren. So gab es am Dienstag, den 03. April, ein ausführliches Gespräch mit unserer Haupt- und Personalverwaltung und am Mittwoch, den 04. April, eines mit unserer Integrations- und Behindertenbeauftragten sowie eines mit dem Fachbereich Bau und Planung.
 
Einen fortwährenden Informationsaustausch für eine zielgerichtete und effektive Arbeit braucht es jedoch nicht nur in der Verwaltung, sondern auch zwischen den Verwaltungen. Genau deshalb war ich am Donnerstag, dem 05. April, auch bei unseren Nachbarlandkreisen zu Gast. Meine erste Dienstreise führte mich dabei am Vormittag in den Landkreis Oberspreewald-Lausitz nach Senftenberg, um mich dort vor Ort mit Landrat Siegurd Heinze zum Thema Suchtberatung und -prävention zu beraten. Bei diesem Thema ist jedoch nicht nur eine interkommunale sondern eine interregionale Zusammenarbeit notwendig und genau deshalb wird es am kommenden Mittwoch eine deutsch-polnische Konferenz zu diesem Thema in der Forster Kreisverwaltung geben. Am Nachmittag desselben Tages ging es weiter nach Lübben in den Landkreis Dahme-Spreewald zu Landrat Stephan Loge. Dieser empfing Landrat Heinze und mich zu einem Arbeitsgespräch zum Thema Gewässerableitung und Flächenverwässerung im Spreewald. Bei unseren individuellen Besuchen der Kreisbauernverbände wurde immer wieder die zunehmende Vernässung von landwirtschaftlichen Nutzflächen angesprochen. Da der Spreewald nun einmal keine Kreisgrenzen kennt und es sich somit um eine interkommunale Herausforderung handelt, braucht es selbstredend auch eine interkommunale Lösung. Neben Vertretern der Kreisverwaltungen haben deshalb auch Vertreter der jeweiligen Wasser- und Bodenverbände, des Bauernverbandes Südbrandenburg e.V., des Landesamtes für Umwelt, des Biosphärenreservates Spreewald und des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft an diesem Treffen teilgenommen. In einem konstruktiven Gespräch sind wir übereingekommen verschiedene Maßnahmen abzustimmen und zu ergreifen, um so dieses Problem unter Beteiligung aller davon Betroffenen gemeinsam zu lösen.
 
Am Sonntag, den 08. April, war ich beim letzten Wettbewerbstag der 43. Internationalen Cottbuser Junioren-Etappenfahrt 2018 in Dissen zu Gast. Der Radsportclub Cottbus e.V. hat wieder ganze Arbeit geleistet und ein tolles Rennen organisiert, an dem viele internationale Teams teilgenommen haben. Wie im Jahr zuvor war ich als Spree-Neiße Landrat vor Ort, um mir ein Bild von unseren hochmotivierten Nachwuchssportlern zu machen. Auch wenn es leider nicht ganz für den ersten Platz gereicht hat, so haben unsere Radrennfahrer in den unterschiedlichen Altersklassen nichtsdestotrotz eine super Leistung abgeliefert, auf die sie allemal stolz sein können.
 

30.03.2018 - Wochenbericht KW 13


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
auch kurz vor dem Osterfest hieß es noch ein Mal voll durchstarten. Vor allem Gesprächstermine in unserem Landkreis mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunalvertretern standen an.
 
Am Mittwoch, dem 28. März waren zudem Vertreter der Brandenburgischen Staatskanzlei im Forster Kreishaus zu Gast, um über das Thema Digitalisierung der Verwaltungen zu informieren. Für mich persönlich kann ich festhalten, dass wir einen guten und offenen Dialog geführt haben. Dabei habe ich neben den bewährten Methoden und zukünftigen Planungsmodellen in unserem Haus noch einmal die zum Teil mangelhafte Breitband- und Telekommunikationsversorgung im ländlichen Raum angesprochen. Aktuell arbeiten die Kreisverwaltung und die kreisliche Wirtschaftsförderungsgesellschaft CIT GmbH in Zusammenarbeit mit den kreiseigenen Kommunen daran, durch einen gezielten Fördermitteleinsatz die teilweise Unterversorgung im Bereich Breitband kontinuierlich abzubauen. Denn letztlich nützt die beste Strategie zur Digitalisierung der Verwaltungen nichts, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht die entsprechenden Voraussetzungen zur Nutzung dieser Dienste haben.
 
Am Mittwochnachmittag ging es in die Fischerstadt Peitz. Gemeinsam mit Vertretern der Sparkasse Spree-Neiße traf ich dort mit Amtsdirektorin Elvira Hölzner zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Thematisiert wurde hierbei auch das in diesem Jahr bereits zum 65. Mal stattfindende Peitzer Fischerfest. Traditionsgemäß unterstützt die Sparkasse Spree-Neiße dieses tolle Volksfest, das jährlich zahllose Besucherinnen und Besucher aus nah und fern anzieht. Mein Tipp an Sie werte Leserinnen und Leser, kommen Sie vom 10. bis 13. August 2018 vorbei in der Fischerstadt, die mit einem einfallreichen und buntem Festprogramm aufwartet.
 
Im Anschlusstermin ging es darum, die Situation für die Bedürftigen im Landkreis sowie Nutzerinnen und Nutzer der Peitzer Tafel zu verbessern. Seit  über 10 Jahren sammeln und spenden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung in der Vorweihnachtszeit Geschenke für die Kinder und Jugendlichen der Tafeln im Landkreis. In guter Tradition führe ich nach der Geschenkübergabe an die Trägervereine immer ein Gespräch den Vertreterinnen und Vertretern der Tafeln im Landkreis, um über aktuelle Entwicklungen und Probleme vor Ort aus erster Hand informiert zu sein. Im letzten Gespräch berichteten die Vertreter der Peitzer Tafel u.a. über gestiegene Kosten, die den Trägerverein finanziell vor Probleme stellten. Mittels Unterstützung der Kreisverwaltung und der Sparkasse Spree-Neiße konnte das Problem nun aktiv angegangen werden.
 

23.03.2018 - Wochenbericht KW 12


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

diese Woche hielt für mich zahlreiche Termine mit interkommunalen und -regionalen Partnern bereit. Den Anfang machte am Dienstag, dem 23.03.2018, ein Treffen im polnischen Gubin, bei dem die Vertreter des Euroregion Spree-Neiße Bober e.V. sich zum Thema der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung verständigten. Konkret ging es um den aktuellen Stand des deutsch-polnischen Rahmenabkommens zur Zusammenarbeit im Rettungsdienst. Am Abend folgte der Jahresempfang der Stadt Drebkau, wo die Infrastrukturentwicklung in Form des Breitbandausbaus im Vordergrund des Treffens von Stadtpolitik und Unternehmern stand.

Mein Mittwoch begann mit einem Besuch der Waldschule Kleinsee. Dort fand unter dem Motto "Wir säen Zukunft" die landesweite Eröffnung zum Internationalen Tag des Waldes statt. Gemeinsam mit 21 Schülern der Mosaik-Grundschule aus Peitz säte ich getreu dem Tagesmotto in einer ehemaligen Stromtrassenschneise auf dem Gelände der Waldschule Buchensamen aus, um diese wieder aufzuforsten. Es war schön mit anzusehen, wie begeistert die Kinder bei dieser Pflanzaktion mitmachten und etwas über den nachhaltigen Umgang mit der Natur lernten. Im Anschluss ging es weiter nach Altdöbern, wo Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sich über die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz beim Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ informierten, insbesondere zu den bisherigen Erfolge, den aktuellen Stand und die zukünftigen Herausforderungen. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass wir die Delegation von unserer guten Arbeit überzeugen konnten und ich hoffe natürlich, dass sich aus dem Vorhaben weitere Mittel zur Strukturförderung im ländlichen Raum ergeben. Am Abend ging es zum zweiten Jahresempfang der Woche, diesmal in die „Perle der Niederlausitz“, also nach Spremberg. Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung dieses regionalen Wachstumskerns und die Kooperationen zwischen Landkreis und Stadt standen hierbei im Fokus.

Am Donnerstag trafen sich auf meine Einladung hin Vertreter der polnischen Partnerlandkreise Krosno, Zary und Zielona Góra im Kreishaus zu einer Beratung. Neben einem kurzen Rückblick auf die nunmehr fast 20 Jahre bestehende Arbeit, wurden Projekte beispielhafte vorgestellt und aktuelle Vorhaben präsentiert. Weiterhin wurde vereinbart, dass der Landkreis Spree-Neiße kurzfristig die fachlich zuständigen Ansprechpartner der polnischen Nachbarlandkreise einladen wird, um über Maßnahmen zum Schutz und zur Bekämpfung der „Afrikanischen Schweinepest“ zu beraten. Abends ging es erneut nach Spremberg, diesmal ins dortige Krankenhaus, wo der 13. Unternehmerinnen-Stammtisch des Landkreises stattfand. Bei diesem wurde das Krankenhaus vorgestellt, ein Einblick in die ein oder andere Station gewährt und es fand in geselliger Runde eine Diskussionsrunde zum Thema „Führen Frauen Unternehmen anders?“ statt. Es war auch für mich als Mann ein sehr gelungener und interessanter Abend.

Am Samstagvormittag eröffnete ich als Schirmherr gemeinsam mit Vertretern der Stadt Cottbus in der dortigen Stadthalle die 5. JobREGIONAL, bei der es sich um einen wichtigen, regionalen Impulsgeber in Sachen Arbeit und Fachkräftegewinnung handelt. Es hat mich sehr gefreut, dass sich erneut viele Aussteller eingefunden hatten, die den ebenfalls zahlreich erschienenen Besuchern rund 250 Stellen anboten. Am frühen Nachmittag war ich bei der Jahreshauptversammlung der SG Bademeusel zu Gast, wo ich unter anderem über die aktuelle Situation in Sachen Sportförderung im Landkreis Spree-Neiße berichtete.
 
 

16.03.2018 - Wochenbericht KW 11


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie gewohnt möchte ich Ihnen von einigen Terminen meiner Woche berichten. Am Dienstag, dem 13. März 2018, begann mein Tag mit einer Weiterbildung zum Datenschutz, denn auch Behörden sind in hohem Maße von diesem Thema betroffen. Deshalb nahm nicht nur ich, sondern ein Großteil der Führungskräfte unserer Kreisverwaltung daran teil, um so auf dem neusten Stand der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu sein.
 
Am Mittwoch, dem 14. März 2018, waren die Bürgermeister und Amtsdirektoren für ein ausführliches Arbeitsgespräch zu Besuch in der Kreisverwaltung. In einem informativen Austausch ging es unter anderem um die Modernisierung unserer Radwege, den aktuellen Stand zur Afrikanischen Schweinepest, die Gesundheitsversorgung im Kreis und um diverse Kooperationsprojekte mit der Stadt Cottbus.
 
Am darauffolgenden Donnerstag, dem 15. März 2018, besuchte ich das Haus „Am Rosengarten“, ein Pflegeheim in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Forst Spree-Neiße e.V., um mich vor Ort über die aktuelle Lage und die anstehenden Herausforderungen zu informieren. Vom Engagement der Pflegekräfte, dem Innovationsgeist der Heimleitung und der Hochwertigkeit der technischen Ausstattung war ich wirklich begeistert. Bei einem interessanten Rundgang durch das Gebäude wurde mir anschaulich dargelegt, wie der Einsatz neuester Pflegetechnik zu besseren Arbeitsbedingungen für das Personal und zu mehr Annehmlichkeiten für die Heimbewohner führt. Beim anschließenden Gespräch mit den Mitarbeitern und der Heimleitung, das sehr offen und konstruktiv verlief, wurden mir aber auch viele Anregungen und Wünsche zur Verbesserung des Pflegesystems mitgegeben. Diese Hinweise, die zum Beispiel die bestehenden und als ungenügend empfundenen Regelungen beim Personalschlüssel betrafen, nahm ich dankend an. Aus dem Gespräch konnte ich viel für meine weitere Arbeit mitnehmen und zusammenfassend kann ich sagen, dass das Haus „Am Rosengarten“ ein Paradebeispiel dafür ist, wie gute Pflege funktioniert.
 
Am Freitag, dem 16. März 2018, war ich auf dem Verbandstag des Kreisbauernverbandes zu Gast. In unserem Kreis ist die Landwirtschaft wichtiger Arbeitgeber, verlässliche Ausbilder und publikumswirksames Aushängeschild der Region auf Messen im In- und Ausland. Um mich bestmöglich auf diesen Tag vorzubereiten war ich – aufmerksame Leser meines Blogs wissen dies – in den letzten Wochen zu Besuch bei zahlreichen Agrarbetrieben unseres Landkreises. Auf die Fragen und Anregungen, welche ich während dieser Besuche erhielt, ging ich dann auch in meinem Grußwort an die versammelten Landwirte ein. Thematisch ging es unter anderem um die Anträge zur Agrarförderung und die Probleme mit der vom Land bereitgestellten Software bei der Bearbeitung eben dieser, um die Spekulation mit landwirtschaftlichen Nutzflächen und wie man dieser aus Sicht des Kreises Einhalt gebieten kann sowie um den Breitbandausbau im ländlichen Raum

09.03.2018 - Wochenbericht KW 10


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche begann für mich mit der Begrüßung von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der sich am Montag, dem 05. März 2018, im Oberstufenzentrum I in Forst (Lausitz) bei einem Arbeitsbesuch darüber informierte, wie die Integration junger Flüchtlinge im Landkreis Spree-Neiße funktioniert. Bei einem gemeinsamen Rundgang mit Schulleiter Konrad Rachow erhielt der Ministerpräsident neben interessanten Einblicken in den Schulalltag auch die Gelegenheit, sich mit den Schülerinnen und Schülern einer BFSG-Plus Klasse zu unterhalten. Das Kürzel „BFSG“ steht dabei für Berufsgrundbildungsgang und das „Plus“ steht für Klassen, in denen ausschließlich Menschen mit Migrationshintergrund neben Sprachkenntnissen vor allem den deutschen Arbeitsmarkt kennenlernen und auf einen Eintritt in diesen vorbereitet werden. Nach der verstärkten Zuwanderung im Jahre 2015 wurden diese speziellen Klassen im Landkreis Spree-Neiße gegründet, um den jungen Menschen eine bestmögliche Vorbereitung auf das Berufsleben zu ermöglichen.
 
Nach zahlreichen hausinternen Terminen fand am Dienstag, dem 06. März 2018, am Nachmittag in Klein Oßnig die gemeinsame Pressekonferenz der Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, der kreisfreien Stadt Cottbus, des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, des Landesbetriebes Straßenwesen und der Industrie- und Handelskammer Cottbus zum Thema Lärmschutz an der B 169 statt. Es ging hierbei um die Hintergründe zur aktuellen Entscheidung des Landkreises Spree-Neiße über den Antrag auf verkehrsbeschränkende Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt Klein Oßnig, den Stand der Planungen der Ortsumgehungen für Klein Oßnig und Allmosen sowie um den Stand des Angebotsverfahrens zum passiven Lärmschutz in Form von kostenlosen Lärmschutzfenstern an weitere Bürger.
 
Donnerstag, der 08. März 2018, stand selbstverständlich ganz im Zeichen des Internationalen Frauentages: Zunächst gab es ein gemeinsames Frühstück mit all jenen Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung, die das 30. Dienstjahr im Jahr 2018 begehen. Bei dieser Gelegenheit bedankte ich mich nicht nur für diese Treue, sondern beglückwünschte selbstverständlich auch die anwesenden Damen zu ihrem Ehrentag. Daran anschließend ging es weiter zum ZAK e.V. in Forst (Lausitz), der sich neben der Gleichstellung von Frauen und Männern vor allem für die Förderung von Projekten und Vorhaben einsetzt, die vorrangig von Frauen initiiert werden und die zur Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeiten dienen.

Am Freitag, dem 09. März 2018, war ich unter anderem am Abend bei der Jahreshauptversammlung des Domowina-Regionalverbandes Niederlausitz e.V. in Döbbrick zu Gast. In geselliger Atmosphäre ging es bei diesem Treffen unter anderem um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für sorbische/wendische Unterrichtsangebote, um die Stärkung von Kindertagesstätten mit sorbischen/wendischen Kulturangeboten, um die zweisprachige Radwegebeschilderung und um mein persönliches Lieblingsthema Fußball, genauer: um die Zukunft des im letzten Jahr gegründeten FV Serbske koparje/Wendische Auswahl. Es war ein anregender Abend für mich, mit vielen interessanten Gesprächen, aus denen ich viel für unsere Arbeit im Bereich Sorben/Wendentum mitnehmen konnte.
 
 
 

02.03.2018 - Wochenbericht KW 9


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine Woche begann mit einer äußerst interessanten Dienstreise nach Brüssel. Dort fand vom 26. bis 27. Februar 2018 ein Arbeitstreffen der europäischen Kohleregionen statt, bei dem wir uns über die Erfahrungen und Möglichkeiten eines erfolgreichen Strukturwandels ausgetauscht haben. Bei interessanten Vorträgen und anregenden Gesprächen wurden viele Übergangsstrategien von einer Kohle- in eine neue Industrieregion vorgestellt. Weiterhin wurden uns bewährte Praktiken und mögliche EU-Hilfen aufgezeigt. Es war sehr interessant zu sehen, dass wir mit der Herausforderung eines sozial verträglichen Kohleausstiegs nicht allein sind. Wir können hier auf europäischer Ebene sehr viel voneinander lernen, um Fehler zu vermeiden. Für unseren Landkreis habe ich dabei viele Ideen und wertvolle Hinweise mitgenommen, die nun nur noch auf eine entsprechende Umsetzung warten.
 
Mittwoch, der 28. Februar 2018, stand natürlich ganz im Zeichen des Kreistages. Wie gewohnt informierte ich zunächst unsere Abgeordneten mit meinem Arbeitsbericht, in dem es unter anderem um die Statistik des Brand- und Katastrophenschutzes für das Jahr 2017 ging oder den Brand auf dem Recyclinghof im polnischen Brożek. Beschlossen wurde an diesem Tag auch die Satzung über die Abfallentsorgung des Landkreises Spree-Neiße, die Sie der April-Ausgabe unseres Amtsblattes entnehmen können.
 
Am Donnerstag, dem 01. März 2018, war ich in Kolkwitz zu Gast, wo der scheidende Bürgermeister Fritz Handrow die höchste Auszeichnung des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB), den Kristall-Fußball 2017, für seine kontinuierliche Förderung des Vereinslebens überreicht bekam. Im Zuge dieser Veranstaltung sprachen wir auch über die Sportförderung im Land Brandenburg im Allgemeinen und im Landkreis Spree-Neiße im Speziellen, da ich mich sehr für den Sport einsetze. An dieser Stelle daher auch noch einmal der Hinweis für Sie, liebe Leserinnen und Leser: Die Antragsfrist für die Sportförderung läuft noch bis zum 31. März 2018, also zögern Sie nicht und greifen Sie Ihren Vereinen finanziell unter die Arme.
 
Am Freitag, dem 02. März 2018, ging es für mich zunächst zur Messe „Zukunft Pflege“ in die Messehallen Cottbus. In einer nicht nur vom strukturellen, sondern auch vom demografischen Wandel stark betroffenen Region wie der unsrigen, spielt das Thema Pflege eine immer wichtigere Rolle und insofern informierte ich mich vor Ort um zu sehen, wo wir unsere Bemühungen für ein gutes und würdevolles Leben im Alter vielleicht noch ergänzen oder verbessern können. Am Abend war ich dann auf den Jahresempfang der Stadt Peitz eingeladen, wo ich gemeinsam mit anwesenden Gästen das letzte Jahr im Hinblick auf die Kooperation von Stadt und Landkreis noch einmal Revue passieren ließ.
 
Samstag, der 03. März 2018, war erneut ein sehr langer Tag mit vielen Terminen für mich: Am Vormittag war ich auf dem Kreisjägertag zu Gast, um dort über die Maßnahmen des Landkreises zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest zu berichten. Anschließend eröffnete ich mit einer Laudatio eine beeindruckende Ausstellung des Künstlers Gregor Roman Suckert im Steinitz-Hof. Dem folgte eine Dankeschön-Veranstaltung des Noßdorfer Mühlenvereins, der sich bei seinen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung der Weiterentwicklung der Noßdorfer Mühle in Forst (Lausitz) bedankte. Wirklich beeindruckend, was in dieser Zeit alles durch das hohe Engagement der Ehrenamtler erreicht wurde. Abends war ich dann in Cottbus beim vietnamesischen Neujahrsfest zu Gast. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins der Vietnamesen in Cottbus und Umland e.V. konnte ich viele kulturelle Höhepunkte genießen. Es war eine wirklich schöne Veranstaltung.

23.02.2018 - Wochenbericht KW 8


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

erneut liegt eine ereignisreiche Woche mit zahlreichen Terminen hinter mir und wie gewohnt will ich Ihnen von einigen dieser Termine berichten.

Am Mittwoch, dem 21. Februar 2018, besuchte ich gemeinsam mit unserem Kreisdezernenten für Planung, Bau und Umwelt, Herrn Olaf Lalk, und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, Herrn Rainer Schubert, die Gemeinde Schenkendöbern. Zunächst stand dabei am frühen Morgen ein Treffen mit Bürgermeister Peter Jeschke und dessen Verwaltungsspitze zum Thema Kommunalreform an. Im Anschluss daran ging es zu den „Meistern der Elemente“. So bezeichnet sich die Schenkendöberner Firma Gellert & Meitzner, da sie alles rund um die Bereiche Heizung, Klima, Bad und Solartechnik anbietet. Vor Ort informierten uns Geschäftsführer Uwe Meitzner und dessen Frau über die neuesten Entwicklungen zum Thema erneuerbare Energien sowie über die Nachwuchsgewinnung, die Lehrlingsausbildung und die aktuell sehr gute Auftragslage. Nach einer kurzen Unterbrechung am Nachmittag (den Grund finden Sie im nächsten Absatz), ging unser Arbeitsbesuch am frühen Abend weiter: Da stand zunächst eine Bürgersprechstunde und anschließend eine Beratungsrunde mit den Ortsvorstehern im Erlebnislandgasthof Wagenburg in Groß Drewitz an. Bei dem letztgenannten Treffen sprachen wir über kommunalpolitische Themen, wie zum Beispiel die Biberverordnung, die fallenden Wasserstände der umliegenden Seen und die unterschiedlichen Auffassungen in Bezug auf die Aufstellung von Windrädern.
 
Ein weiterer, für mich persönlich sehr, sehr wichtiger und emotionaler Termin am Mittwoch war die Verabschiedung eines der ganz Großen unserer hiesigen Kommunalpolitik: Nach sage und schreibe insgesamt 28 Jahren ohne Unterbrechung im Amt geht der Kolkwitzer Bürgermeister Fritz Handrow nun in den wohlverdienten Ruhestand. Viele Freunde und Weggefährten hatten sich an diesem Tag aufgemacht, um unseren charismatischen und bodenständigen Rekordhalter Fritz – keiner war im Land Brandenburg länger Chef als er – gebührend zu verabschieden. Unter der Regentschaft des nunmehr 66-jährigen wuchs Kolkwitz zur Großgemeinde mit 17 Ortsteilen, in der viele Projekte realisiert wurden, welche die Gemeinde wirtschaftlich und kulturell voranbrachten. Auf seine Bilanz kann die „Institution“ – so Innenstaatssekretärin Katrin Lange treffend in ihrer Laudatio – mit Stolz und Freude zurückblicken. An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Gelegenheit nutzen und sage: Fritz, Du wirst uns fehlen!

Am Donnerstag, dem 23. Februar 2018, war ich in meiner Funktion als Präsident der Euroregion Spree-Neiße Bober in Guben und Gubin unterwegs. An diesem Tag war dort der Staatssekretär für Internationale Beziehungen, Herr Martin Gorholt, zu Besuch, um sich näher bei Geschäftsführer Carsten Jacob über die Arbeit der Euroregion zu informieren. Bei dieser Gelegenheit wiesen Herr Jacob und ich gemeinsam darauf hin, dass es vor allem bei den Themen Rettungswesen und grenzüberschreitender öffentlicher Personenverkehr noch viele offene Baustellen gibt, bei der wir die Unterstützung der Landesregierung brauchen.
 
Eine kleine Überraschung für die Bürgermeister und Amtsdirektoren des Landkreises Spree-Neiße hielt Freitag, der 23. Februar 2018, bereit: An diesem Tag empfing ich die Hauptverwaltungsbeamten und informierte diese über den aktuellen Sachstand des Kreishaushaltes. Daher kündigte ich im Zuge dieses Treffens an, wenn sich der positiv zu erwartende Jahresabschluss bestätigen sollte, werden wir den überschüssigen Betrag in Gänze zur Absenkung der Kreisumlage einsetzen und zwar mit dem Ziel, die Kommunen des Landkreises finanziell zu entlasten.

16.02.2018 - Wochenbericht KW 7


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche gingen meine Arbeitsbesuche in den Agrarbetrieben unseres Landkreises weiter. Da ich Sie jedoch ungern mit Wiederholungen langeweilen will (letztendlich stieß ich erneut auf zuversichtliche Unternehmer, hervorragende Haltebedingungen, saubere Ställe und modernste Technik), werde ich den Fokus meines Berichts auf andere Ereignisse der letzten Woche legen. So richtig begann diese für mich am Dienstag, dem 13. Februar, und zwar mit der Bürgersprechstunde. Erneut haben wieder viele von Ihnen die Gelegenheit genutzt, um persönlich mit mir ihre Anliegen zu besprechen und nach Lösungen zu suchen und – was für mich natürlich am wichtigsten ist – diese auch zu finden.
 
Weiter ging es dann am Donnerstag, dem 15. Februar, mit der Verabschiedung von Susanne Kschenka, die über 10 Jahre lang im Mobilen Beratungsteam Cottbus hervorragende Arbeit geleistet hat. In dieser haupt- aber auch in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hat sie sich bei unseren kreisfreien Nachbarn und bei uns vor allem für den Erhalt und die Stärkung demokratischer Strukturen und Werte und gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt. Um ein Zeichen gegen letzteres zu setzen, habe ich am selben Tag gemeinsam mit dem OSL-Landrat Siegurd Heinze (parteilos), der Infrastruktur- und Landesplanungsministerin Kathrin Schneider (SPD), dem Landtagsabgeordneten Ingo Senftleben (CDU), der Superintendentin Ulrike Menzel, unserer Integrationsbeauftragten Annett Noack und vielen anderen Menschen am Sternmarsch in Cottbus teilgenommen. Unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe 2018“ hatte der Verein Cottbuser Aufbruch zur Demo aufgerufen und ich war stolz zu sehen, dass so viele Menschen diesem Aufruf für ein friedliches Miteinander folgten.
 
Am Freitag, dem 16. Februar, stand der Besuch des Jugendclubs Trebendorf an, der eng mit unserem Projekt „Demokratie leben!“ zusammenarbeitet. In einer entspannten Atmosphäre zeigten mir die Jugendlichen zunächst ihre Räumlichkeiten und ich muss sagen, dass ich von der Ausstattung, Sauberkeit und Ordnung wirklich beeindruckt war. Bei einem lockeren Gespräch im Anschluss an den Rundgang berichteten mir die anwesenden Jungen und Mädchen nicht nur, dass der Jugendclub als ein Mehr-Generationen-Zentrum gedacht ist, sondern auch, dass sie rund 450 Stunden an Arbeit in diesen gesteckt haben. An dieser Stelle ziehe ich noch einmal meinen Hut vor dieser beeindruckenden Leistung und sage: Respekt.
 
Mein Wochenbericht endet diesmal am Samstag, dem 17. Februar. An diesem Tag war ich zunächst auf der Geschmacksmesse auf dem Gut Neu Sacro zu Gast, wo sich auf dem ganzen Hof zahlreiche Aussteller aus der ganzen Region präsentiert haben und mit ihren leckeren Produkten überzeugen konnten. Anschließend ging es für mich in meiner Funktion als Ehrenpräsident des Drebkauer Karnevalsvereins zur 23. Regionalwerkstatt des Karneval-Verbandes-Lausitz nach Döbern weiter, wo wir Bilanz für das Jahr 2017 gezogen und Pläne für das Jahr 2018 geschmiedet haben. Ach und ja: Gefeiert wurde natürlich auch.

09.02.2018 - Wochenbericht KW 6


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich hoffe Sie sind bisher von der derzeitigen Grippewelle verschont worden und wohl auf.

Mein diesmaliger Wochenbericht dreht sich vor allem um die Agrarunternehmen des Landkreises, denn nach Arbeitsbesuchen bei der Polizei und den Tierheimen in Spree-Neiße waren diese als nächstes auf meiner Liste. Während ich also am Montag, dem 05. Februar 2018, und am Mittwoch, dem 07. Februar 2018, hausinterne Termine in unserer Kreisverwaltung zu den Themen Personal, Wirtschaft und Euroregion wahrnahm, ging es am Dienstag, dem 06. Februar, sowie am Donnerstag, dem 08. Februar, raus an die frische Landluft.

Nachdem ich mich bereits zu Jahresbeginn persönlich auf der Internationalen Grünen Woche von der hervorragenden Qualität der Lausitzer Fleisch- und Wurstwaren überzeugen konnte, wollte ich mich interessehalber direkt vor Ort über die momentane Situation unserer Betriebe informieren. Gemeinsam mit unserem Landwirtschaftsdezernenten Olaf Lalk machte ich mich deshalb in dieser Woche auf den Weg in die Agrargenossenschaft Forst eG, die Agrargenossenschaft Gahry eG und in die Agrarproduktion Komptendorf. In allen Unternehmen stießen wir dabei auf sehr gute Haltebedingungen für die Tiere, saubere Ställe und modernste Technik. Während unserer Rundgänge führten wir interessante Gespräche mit den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort, wobei es thematisch von den Produktionsbedingungen und Erzeugerpreisen über die Nachwuchsgewinnung und Agrarförderung bis hin zu Bienen und Ambrosia ging. Besonders die Milchherstellung, welche bei einem durchschnittlichen Literpreis von rund 32,5 Cent kaum noch kostendeckend zu gewährleisten sei, sorgt dabei schon seit geraumer Zeit für Unmut bei den Erzeugern. Wie letztere mir jedoch auch versicherten, sei dies kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, denn man sei durchaus in der Lage diese Situation durch ein erweitertes Produktangebot und eine konstant hohe Qualität zu kompensieren. So arbeite man nun beispielsweise vermehrt mit Imkern zusammen, indem man Blütenstreifen ihren Bienen zur Verfügung stellt. Gut funktioniere auch die Gewinnung von Azubi's über Ausbildungsbörsen, den Arbeitsagenturen und vor allem über Schülerpraktika. Ebenso die Entfernung von Ambrosia durch das Ordnungsamt, so wurde uns weiter berichtet, klappt derzeit gut – ein Punkt, über den wir uns als Verwaltung selbstredend besonders freuen.

Am Sonntag ging es für mich vom Land zurück in die Stadt, allerdings nicht nach Forst (Lausitz), sondern nach Cottbus zum Zug der fröhlichen Leute, wo die Narrenweiber, Karnevalisten und viele bunte Vereine und Festwagen für eine fröhliche und ausgelassene Stimmung sorgten. Da konnte ich mich nur noch mit einem kräftigen „Cottbus Helau!“ anschließen.

02.02.2018 - Wochenbericht KW 5


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
schon in der Bibel steht „Geben ist seliger als Nehmen“ und eingedenk dieses Sprichwortes freuten sich Sparkassendirektor André Müller und ich uns sehr darüber, als wir der Burger Bürgermeisterin Ira Frackmann während des Burger Amtsausschusses am Montag, dem 29. Januar 2018, einen Scheck zur Unterstützung der Spreewälder Sagennacht im Wert von 16.000 € übergeben konnten. Dass die Inszenierungen seit 2006 mit über 50.000 Besucherinnen und Besuchern sehr erfolgreich sind, freut mich als Landrat ungemein. Unter der erneuten Leitung des Sorbischen National-Ensembles können Sie sich nunmehr auf die 11. Spreewälder Sagennacht freuen, die wie jedes Jahr am Pfingstwochenende (19. – 21. Mai 2018) stattfinden und nach „Der Verrat“ (2015), „Die List“ (2016) und „Die Hoffnung“ (2017) in diesem Jahr den Titel „Die Hochzeit“ tragen wird. Schauen Sie vorbei, es lohnt sich!
 
Am Dienstag, dem 30. Januar, war ich zunächst im Rahmen meiner Arbeitsbesuche im Tierheim Forst (Lausitz) zu Gast, um mir vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Während eines Rundganges auf dem Gelände hoben Tierheimleiterin Karen Schulze und Geschäftsführer Ulrich Brink dabei hervor, wie wichtig vor allem die Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer des Forster Vereins „Aktion Tier“ ist. Denn viele Modernisierungs- und Ausbauarbeiten vor Ort wurden in Eigenleistung erbracht, um so den rund 15 Hunden, 40 Katzen und verschiedenen Ziervögeln ein zu Hause zu bieten. Um ebenfalls einen Beitrag zum Tierwohl zu leisten, spendete ich, wie schon während meiner vorangegangenen Tierheimbesuche im Kreis, auch hier privat einen Futtermittelgutschein. Am Abend desselben Tages ging es für mich nach Spremberg. Dort besuchte ich die Musik- und Kunstschule Johann Theodor Römhild des Landkreises Spree-Neiße, um dort die Schülerinnen und Schüler für ihr bemerkenswertes Abschneiden beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Cottbus zu würdigen. Von den 24 Schülern, die ins Rennen geschickt wurden, belegten sage und schreibe 21 den 1. Platz und 3 den 2. Platz – was für eine Leistung! Schulleiterin Sonja Junghänel lobte während der Veranstaltung deshalb völlig zu Recht den vorbildlichen Teamgeist der Kinder, Eltern und Pädagogen, der diese Erfolge erst möglich machte. Den musikalischen Karrieren der Jungen und Mädchen wünsche ich an dieser Stelle noch einmal alles Gute!  
Von Donnerstag, dem 01. Februar, bis Freitag, dem 02. Februar, war ich als Gesellschafter der Wirtschaftsregion Lausitz gemeinsam mit den Vertretern der Lausitzer Landkreise und dem Cottbuser Oberbürgermeister auf einer Klausurtagung in Jaunernick-Buschbach bei Görlitz in Sachsen, wo es um die Herausforderungen des Strukturwandels ging. Im Zuge dieser Tagung begrüßten dabei alle Beteiligten vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen, dass es keinen festen Termin für den Kohleausstieg geben soll. Als Brückentechnologie ist und bleibt die Kohle bis auf weiteres unverzichtbar. Dass es bisher noch keine konkreten Aussagen zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz für die nächsten vier Jahre gab, bewerteten wir demgegenüber als äußerst unbefriedigend. Als Ergebnis unserer Tagung formulierten wir deshalb eine Forderung an die künftige Bundesregierung uns langfristig finanziell zu unterstützen, um so den Wandel von einem rohstoffbasierten Energiestandort hin zur Ansiedlung von Forschungszentren und Zukunftsindustrien, wie die Elektromobilität, zu ermöglichen.

26.01.2018 - Wochenbericht KW 4


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
erneut liegt eine ereignisreiche Woche hinter mir und entgegen meiner üblichen Vorgehensweise Ihnen chronologisch zu berichten, was ich erlebt habe, will ich aus tiefem Respekt diesmal anders vorgehen, denn leider gibt es aus der nicht nur Erfreuliches zu berichten: Am 13. Januar verstarb unser ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreises Spree-Neiße, Dr. Michael Lang, auf tragische Weise und viel zu früh während eines Tauchgangs im Halbendorfer See. Am letzten Donnerstag, dem 25. Januar, erwiesen ehemalige Kollegen, Freunde, Weggefährten und auch ich Dr. Lang die letzte Ehre bei einer Gedenkstunde vor dem Krankenhaus Spremberg. Sein Name bleibt für unseren Landkreis mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagement im Rettungsdienst verbunden. Er war unermüdlich im Bestreben, das Beste für die Notfallrettung zu erreichen und in diesem Sinne wird Dr. Lang auch immer strahlendes Vorbild bleiben. Mein ganzes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen.
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 
am Montag, dem 22. Januar, war ich zusammen mit Siegurd Heinze, dem Landrat des Oberspreewald-Lausitz-Kreises, auf der Internationalen Grünen Woche, bei der unsere Lausitzer Unternehmen einen äußerst positiven Eindruck hinterließen. Neben persönlichen Gesprächen mit den Unternehmern ließen wir es uns beide natürlich nicht nehmen, die hohe Qualität des ein oder anderen regionalen Produktes auch selbst zu testen und was soll ich sagen? Die Lausitz hat wieder einmal auf ganzer Linie überzeugt!
 
Am Dienstag, dem 23. Januar, war ich bei der Helferberatung des Katastrophenschutzzentrums in Forst (Lausitz) zu Besuch, um mich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. In meinem kurzen Grußwort würdigte ich vor allem die aufopferungsvolle Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, denn ohne deren Wirken wäre die hohe Qualität des Katastrophenschutzes in unserem Landkreis nicht denkbar.
 
Mein nächster Termin fand im Rahmen meiner thematischen Arbeitsbesuche statt, die ich zu Beginn eines jeden Jahres durchführe. Während im letzten Jahr die Medienhäuser der Region dran waren, besuche ich derzeit die Tierheime im Landkreis um mir ein Bild davon zu machen, wie die momentane Lage ist und wo vielleicht in Zukunft geholfen werden kann. Nachdem ich am 19. Januar bereits im Tierheim in Guben zu Gast war, ging es diesmal in die Gemeinde Neuhausen / Spree. Mit dessen Bürgermeister Dieter Perko informierte ich mich vor Ort im Tierschutzligadorf bei der Leiterin Dr. Annett Stange. Diese berichtete uns, dass rund 100 Hunde und über 200 Katzen, die zum Teil von anderen Tierheimen auf Grund ihres Alters oder Aussehens abgewiesen wurden, dort eine Heimat finden, um nach einer Sozialisierung an neue Besitzer oder Paten vermittelt zu werden. Auch hier spielt das Ehrenamt eine wichtige Rolle, denn 50 Frauen und Männer helfen im Tierheim unentgeltlich zum Wohle der Tiere aus und das verdient unseren Respekt.
 
Der Abschluss meiner Woche hatte es dann wieder in sich, denn am Freitag, dem 26. Januar, galt es vier Termine unter einen Hut zu bekommen. Zunächst war ich am Vormittag bei der Grundsteinlegung des Neubaus der Kita „Spreewald-Lutki“ in Burg (Spreewald). Nachdem bereits am 10. Januar ein Fördermittelbescheid in Höhe von knapp 943.000 € für einen Anbau an die Grundschule „Mato Kosyk“ nach Briesen ging und am 19. Januar die Kita „Waldhaus“ in der Kreisstadt Forst (Lausitz) nach Umbau- und Sanierungskosten im Wert von rund 780.000 € an die Kinder übergeben wurde, konnten sich diesmal die Burger Kinder über die Vergrößerung ihrer Kita freuen. Anschließend ging es für mich in die Brandenburgische Staatskanzlei nach Potsdam weiter, wo wir mit Anton Hötzelsperger einen langjährigen Weggefährten aus Bayern in den Ruhestand verabschiedeten. Als langjähriger Leiter der Gästeinformation Samerberg in Oberbayern hatte sich dieser über 25 Jahre lang um eine freundschaftliche Partnerschaft mit dem Spreewald bemüht. Als nächstes stand für mich der gemeinsame Neujahrsempfang der Städte Guben und Gubin auf dem Plan, bei dem wir neben der deutsch-polnischen Freundschaft vor allem die fruchtbare Kooperation dieser beiden Städte würdigten. Der letzte Termin an diesem Tag war für mich die Woklapnica in Dissen-Striesow, also die Jahreshauptversammlung der Gemeinde. Vor allem der verdiente Sieg beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und der anstehende Breitbandausbau standen hierbei im Vordergrund dieses anregenden Abends.
 
Viel Zeit zum Ausruhen gab es dann am Wochenende jedoch nicht für mich, denn als Schirmherr besuchte ich an beiden Tagen die HandWerker 2018 in der Messehalle in Cottbus. Mit über 300 Ausstellern erzielte diese erneut eine persönliche Bestleistung und als Präsident der Euroregion Spree-Neiße Bober freute es mich vor allem, dass sich die Städte Guben und Gubin mit 5 Handwerkerbetrieben einen Gemeinschaftsstand teilten

19.01.2018 - Wochenbericht KW 3


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
was für eine Woche, ein Termin jagte den nächsten. Entgegen der üblichen Redensart, dass das Beste zum Schluss kommt, war es gerade mein erster Wochentermin, auf den das zutrifft: Am 13. Januar war ich als Schirmherr beim 25. Hallenfußball-Festival 2018 in der Lausitz Arena in Cottbus. Im Rahmen des Turniers fand unter anderem der 19. Sparkassen-Hallenfußball-Cup statt, an dem das Fußballteam der Kreisverwaltung teilnahm und unter anderem gegen die Mannschaften der Stadtverwaltung Cottbus und des BSV „Glückauf“ Jänschwalde spielten. Als großer Fußballfan und Kreisverwaltungschef ließ ich es mir nicht nehmen, die Teams zu begrüßen, den Ball zum ersten Spiel freizugeben sowie anschließend unsere Jungs kräftig anzufeuern und ordentlich mitzufiebern. Alle Spiele konnte ich mir jedoch nicht anschauen, da ich zwischendurch noch einen Termin bei der Landesrammlerschau hatte. Diese fand zum zweiten Mal im schönen Dorf Kerkwitz statt, wo über 300 Kaninchen aller Rassen und Farbenschläge bestaunt werden konnten. Zu ihrer engagierten Vereinsarbeit gratulierte ich den Kerkwitzern recht herzlich, denn es war eine schöne und gut besuchte Veranstaltung. Zurück beim Hallenfußball-Festival wurde ich gleich informiert: Spiel um Spiel hatte unser Team gewonnen und stand im Finale. Nach einem mitreißenden Spiel gegen die Justiz-Mannschaft, das 1:1 ausging, folgte der 9-Meter-Krimi. Die Landkreismannschaft zeigte Nerven wie Drahtseile und holte sich souverän den Titel. Dass meine Mitarbeiter den Pokal gewannen, hat mich selbstredend mit Stolz erfüllt. An dieser Stelle noch einmal Gratulation zu dieser Mannschaftsleistung!

Während ich am Montag vor allem in der Kreisverwaltung zu tun hatte, war ich am Dienstag, dem 16. Januar, wieder bei Außenterminen unterwegs. Nachdem ich in der letzten Woche in der Polizeiinspektion Cottbus / Spree-Neiße vorbeigeschaut hatte, waren in dieser Woche Arbeitsbesuche in dem Polizeiinspektionsbereich Kolkwitz / Burg und in der Polizeiinspektion Südbrandenburg auf der Tagesordnung. Hier informierte ich mich über die derzeit anstehenden Schwerpunkte bei der Polizei und bedankte mich ausdrücklich beim Leiter der Polizeidirektion, Herrn Sven Bogacz, für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2017. Abends folgte ich der Einladung von Bürgermeister Dieter Perko zum Neujahrsempfang im wunderschönen Schloss Laubsdorf in der Gemeinde Neuhausen / Spree. Nachdem der Bürgermeister die Erfolge, Investitionen und Pläne der Gemeinde vorgestellt hatte, sprach ich in meinem Grußwort über die Zeitpläne der anstehenden Erneuerungen der regionalen Radwanderwege und den Stand zum Breitbandausbau. Für 2019 planen wir bezüglich letzterer Maßnahme mit alle Anträgen und Bescheiden durch sein, sodass wir mit dem Bau entsprechender Trassen beginnen können (mehr Informationen hierzu gibt es bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, online unter www.cit-wfg.de).

Am Mittwoch, dem 17. Januar, war ich auf einer Stippvisite in der Waldschule Kleinsee (Amt Peitz OT Drewitz). Dort wurde ich von Herrn Pommerenke, dem Leiter der auf Umweltbildung und Waldpädagogik ausgerichteten Institution, über das letzte Jahr, die aktuelle Situation und die anstehenden Veranstaltungen informiert. Ganze 11.000 Besucherinnen und Besucher kamen im Jahr 2017, darunter zahlreiche Kinder aus den Grundschulen des Landkreises. Für ihre Leistung erhielt die Waldschule absolut verdient im Jahr 2017 den Deutschen Waldpädagogikpreis. Bei Interesse empfehle ich Ihnen sich schon jetzt folgende Termine vorzumerken: Die landesweite Eröffnung zum Tag des Waldes unter dem Motto „Wir sehen Zukunft“ am 21. März, der Tag des Baumes am 25. April und das am 16. Juni zwischen 10:00 und 16:00 Uhr stattfindende Waldfest. Nachmittags war ich wieder zurück in Forst (Lausitz), um die Vorstellung des Kalenderprojekts „Ich bin Vielfalt“ im gut gefüllten Kompetenzzentrum zu unterstützen. In dem Projekt ging es darum, dass alteingesessene und neu zugezogene Forsterinnen und Forster, die eng mit der Stadt verbunden sind, einen Kalender mit den Motiven ihrer Lieblingsplätze in der Stadt erstellten. Herausgekommen ist ein authentischer und sehenswerter Kalender mit Fotos aus Kindergärten, Kirchen, Fabriken und natürlich auch aus dem wunderschönen Rosengarten.

Am Freitag, dem 19. Januar, begann mein Arbeitstag mit der Übergabe der Kita „Waldhaus“ in unserer Kreisstadt, in die die Kinder und die Kita-Leitung nach einer umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahme wieder einziehen konnten. Nach einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren, verfügt die Kita jetzt über einen Anbau, einen neuen Schuppen für die Außenspielgeräte unserer Kleinen und eine neue Heizungs- und Elektroanlage. Beinahe jeder Raum hat jetzt eine Fußbodenheizung. Im Anschluss ging es nach Guben zum Neujahrsempfang des Naemi-Wilke Stifts weiter. Dort standen vor allem das EU-Projekt „Gesundheit ohne Grenzen in der Eurostadt Guben-Gubin“ und die Verbesserung bei der grenzüberschreitenden Arbeit der Rettungsdienste im Vordergrund. Für letzteres setze ich mich sehr ein, denn ob bei medizinischen Notfällen wie einem Herz- oder Schlaganfall oder bei schweren Verkehrsunfällen sollte für die Betroffenen der Weg immer ins nächstgelegene Krankenhaus führen – auch in der Grenzregion. Anschließend besuchte ich das Tierheim Guben, um mich über die Situation der Pfleger und Tiere zu informieren und mit wieviel Einsatz Gubener Tierfreunde hier in ihrer Freizeit aktiv sind. Weiter ging es zur Städtischen Werke Guben GmbH, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihrem 25-jährigen Betriebsjubiläum zu gratulieren und als Landrat die besten Wünsche des Landkreises zu überbringen sowie die Leistung des Unternehmens zu würdigen.

12.01.2018 - Wochenbericht KW 2



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Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
ich wünsche Ihnen ein gesundes neues Jahr 2018 sowie ganz viel Schaffenskraft und Erfolg in allen Lebenslagen und bei sämtlichen Projekten, die Sie angehen werden. Eine Neuerung im Landkreis Spree-Neiße ist dieser Blog: Ab sofort gibt es an jedem Freitag einen Wochenbericht für Sie über meine Aktivitäten im Landkreis Spree-Neiße. Wenn Sie wollen, können Sie sich diese sogar täglich aktuell auf Facebook in Ihrer Newsfeed anzeigen lassen. Seit Beginn des neuen Jahres ist der Landkreis Spree-Neiße auch hier präsent. Öffentlichkeitsarbeit 2.0 sozusagen. Es wäre nicht gerade konsequent, wenn ich stets die Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels in meinen Reden betone, um mich selbst diesem Wandel zu entziehen. Deshalb informiere ich Sie nun auch ganz direkt über dieses Medium, wenn Sie mögen. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist unter www.facebook.de/LandkreisSpreeNeisse auf „Gefällt mir“ zu drücken. Schon folgen Sie mir und sind immer auf dem allerneusten Stand, wenn es Neuigkeiten in unserem Landkreis gibt.

Sollten Sie jedoch das persönliche Gespräch vorziehen, können Sie natürlich auch gern zu mir in eine meiner monatlichen Bürgersprechstunden kommen (die nächste findet am 13. Februar 2018 statt). Ich schätze diese Zusammenkünfte, in denen es um ganz unterschiedliche Themen geht, sehr, da ich hier im direkten Kontakt zu Ihnen stehe und so ein Gefühl für die Stimmungslage im Kreis bekomme. Sie können sich also mit Ihren Anliegen jederzeit an mich wenden, ganz gleich, ob es sich um Lob, Kritik, Ideen, Anregungen, Probleme oder Lösungen handelt. Schauen Sie einfach vorbei und lassen Sie uns ins Gespräch kommen!

Was habe ich also in dieser Woche erlebt? Als erster Punkt nach meinem Weihnachtsurlaub, den ich klassisch im Kreise meiner Familie verbracht habe, stand für mich eben jene gerade erwähnte Bürgersprechstunde an. Am Dienstag, den 09. Januar begrüßte ich wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in meinem Büro, um mit ihnen über die Themen zu sprechen, welche ihnen auf den Herzen lagen.

Am Mittwoch, den 10. Januar war es nicht ich, der empfing, sondern der empfangen wurde, nämlich in der Grundschule „Mato Kosyk“ in Briesen. Gemeinsam mit der Amtsdirektorin von Burg, Frau Petra Krautz, nahm ich von Infrastruktur- und Landesplanungsministerin Kathrin Schneider einen Förderbescheid in Höhe von knapp 943.000 € aus Mitteln der EU-Fördertöpfe entgegen. Durch den Eigenanteil der Gemeinde Burg gibt es ein Investitionsvolumen von insgesamt 1.200.000 €, mit dem ein Erweiterungsbau der Schule finanziert wird, um so dem steigenden Schülerbedarf gerecht zu werden. Darüber freuten nicht nur wir uns mit Frau Krautz sehr, sondern auch die Schuldirektorin Frau Linke, die mit ihren Schülerinnen und Schülern ein ganz tolles Rahmenprogramm mit sorbischen Tänzen und Liedern zur Begrüßung der Ministerin auf die Beine gestellt hatte. Am selben Tag waren noch die ökumenischen Sternsinger in der Kreisverwaltung, um diese zu segnen und Geld für einen guten Zweck zu sammeln. In diesem Jahr wird mit diesen Mitteln ein Projekt in Indien gegen Kinderarmut unterstützt und selbstverständlich habe auch ich mit einer privaten Spende dazu beigetragen, die Sternsänger in ihrem Engagement zu unterstützen.

Am Donnerstag, den 11. Januar stand zunächst ein Arbeitsbesuch der Polizeiinspektion Cottbus/ Spree-Neiße an, wo ich mich bei der Leiterin Frau Groß und dem stellvertretenden Leiter Herrn Simmula für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2017 bedankte. Im Verlauf unseres Gesprächs wurde vereinbart, die Arbeit im Jahr 2018 noch weiter zu intensivieren. Nach einigen Terminen bei uns im Haus ging es dann am Abend für mich zum Neujahrsempfang der Gemeinde Kolkwitz, wo ich auf viele bekannte Gesichter traf. In meinem Grußwort ging ich dabei vor allem auf ein Thema ein, das den Kolkwitzern und auch mir sehr am Herzen liegt: Die geplante Gesamtschule mit GOST am Standort Kolkwitz, für den ich mich auch weiterhin aktiv gegenüber der Brandenburgischen Landesregierung einsetzen werde. Der Höhepunkt des Abends war dann für mich die Verabschiedung eines langjährigen politischen Weggefährten. Als kleines Abschiedsgeschenk und als Zeichen meiner Anerkennung übergab ich dem scheidenden Bürgermeister Fritz Handrow einen Blumenstrauß und bedankte mich recht herzlich für die offene und ehrliche Zusammenarbeit der letzten Jahre.