Mein Landratsblog Bild 1: Landrat Blog, Quelle: Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am vergangenen Montag war ich zu einem Arbeitsgespräch in Vetschau zu Gast, an dem die Brandenburgische Verkehrs- und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider, der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch, die Erste Beigeordnete des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Grit Klug, die Bürgermeister der Städte Vetschau, Bengt Kanzler, und Lübbenau, Helmut Wenzel, sowie Vertreter der DB Netz AG teilnahmen. Getreu dem Motto „Besser spät als nie.“ verkündete Ministerin Schneider während dieses Termins eine gute Nachricht für die Infrastruktur der Lausitz. Zwischen den Städten Cottbus und Lübbenau soll endlich ein zweites Gleis für den Bahnverkehr gebaut werden. Dabei handelt es sich um ein Vorhaben, das für uns höchste Priorität hat, da hierdurch eines der drängendsten Infrastrukturprobleme der Lausitz gelöst würde. Dass mit den Streckenanrainern, der Deutschen Bahn und dem Land alle relevanten Akteure zusammen gekommen sind, um dieses Projekt zu besprechen und gemeinsam voranzubringen, war begrüßenswert. Noch begrüßenswerter wäre es allerdings gewesen, wenn dieses Infrastrukturprojekt wie von uns seit Jahren gefordert früher angegangen worden wäre, denn mit der jetzigen Planung sollen erst ab dem Jahr 2027 Züge auf den zwei Gleisen zwischen Cottbus und Lübbenau rollen.
 
Ein weiterer Termin mit der Vekehrsministerin führte mich am Donnerstag nach Cottbus, wo wir in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und der Ersten Beigeordneten des Landkreises Oberspreewald-Lausitz Grit Klug den Monitoringbericht zur Bundesstraße 169 vorstellten. Seit Mitte März 2019 ist die B 169 zwischen Klein Oßnig im Landkreis Spree-Neiße und Allmosen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz für den Lkw-Durchgangs-verkehr mit mehr als 3,5 Tonnern, also Sattelzüge und Lkw mit Anhängern, gesperrt. Der Transitverkehr wird seitdem über die Autobahnen BAB 13 und BAB 15 geleitet. Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu prüfen, wurde das Monitoringkonzept gemeinsam von uns aufgesetzt. Die gute Nachricht ist, dass sich der Lastverkehr dadurch um 40 % in diesen Bereichen verringert hat. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass sich das Problem nur auf Ausweichstrecken verlagert hat, denn seit der Einführung der Maßnahmen hat sich das Verkehrsaufkommen unter anderem in Gallinchen stark erhöht. Dass die ersten Ergebnisse des Monitorings zu einer Entlastung in der Ortsdurchfahrt Klein Oßnig geführt haben ist somit sicher begrüßenswert. Eine nachhaltige Lösung ist jedoch weiterhin nur mit der Realisierung einer Ortsumgehung zu erreichen und hier erwarten wir ganz klar vom Land eine zügige Realisierung der Maßnahme.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie viele von Ihnen habe auch ich das schöne Wetter in der vergangenen Woche für ein paar Urlaubstage genutzt. Ich wünsche allen Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern eine entspannte letzte Ferienwoche.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
das Steamrose-Zeitreisefestival in unserer schönen Kreis- und Rosenstadt Forst (Lausitz) warf in der vergangenen Woche auch in der Kreisverwaltung seine Schatten voraus. Am Montag eröffnete ich im Foyer vor dem Kreistagssaal die Ausstellung „Steampunk meets Dampfross“ der Fotografen Heiner und Cindy Stephan, sozusagen als kleines Warm-up für das Festival. Auf den 23 Bildern sind Motive zu sehen, die während eines Fotoshootings im Dresdener Eisenbahnmuseum im vergangenen Jahr mit zahlreichen Steampunkmodels gemacht wurden. Aus den Fotos, die bis zum Beginn des Steamrose-Zeitreisefestivals am 7. September während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen sind, ist ein toller Kalender entstanden. Dieser dient gleich in zweierlei Hinsicht einem guten Zweck: Zum einen werden von jedem verkauften Exemplar 8 € an den Lausitzer Dampflok Club e.V. gespendet. Mit dem so eingeworbenen Geld wird die Instandsetzung und Reparatur der beiden LDC-Dampfloks finanziert und ein solches Projekt unterstützen wir natürlich gern. Zum anderen ist die Ausstellung auch eine hervorragende Werbung für das Steamrose-Zeitreisefestival. Erfreulicherweise nahm ein Teil des zuständigen Organisationsteams mit ihren tollen Outfits ebenfalls an der Eröffnung teil. Bei dieser Gelegenheit bedankte ich mich ganz herzlich für den Einsatz und die Organisation des Festivals, denn das kulturelle Leben einer Stadt oder eines Landkreises steht und fällt letztlich mit dem ehrenamtlichen Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. In die Vorbereitung des Festivals wurde bisher viel Zeit, Kreativität und Energie gesteckt und in dieser Hinsicht bin ich zuversichtlich, dass das Steamrose-Zeitreisefestival ein voller Erfolg und damit zu einem bedeutenden Kulturbeitrag in unserer Kreisstadt wird.
 
Ein weiteres Kulturhighlight begann bereits in der vergangenen Woche, nämlich das von der Partnerschaftsbeauftragten des Landkreises organisierte deutsch-polnische Malerpleinair unter dem Motto „Farben Europas 2019“. Am Dienstag begrüßte ich die 20 deutschen und polnischen Künstlerinnen und Künstler in der Kreisverwaltung zu dieser Veranstaltung, die zum nunmehr sechsten Mal stattfindet. Im Rahmen von Exkursionen sammeln die Malerinnen und Maler Eindrücke im Landkreis Spree-Neiße und geben diese anschließend in ihren Kunstwerken wieder. Neben dem Forster Kreishaus besuchten sie dafür den Forster Wasserturm, den Ostdeutschen Rosengarten, das Niederlausitzer Heidemuseum und den Bismarckturm in Spremberg. In dieser Woche geht es für die Künstlerinnen und Künstler ins Familienzentrum Grießen. Dort werden sie mit den bisher gesammelten Eindrücken Bilder malen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen, Kontakte knüpfen, Freundschaften schließen oder vertiefen. Für die Völkerverständigung sind solche Projekte wichtig und ich hoffe natürlich, dass unsere polnischen Nachbarn viele schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am Dienstagnachmittag war ich gemeinsam mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe bei der Grundsteinlegung für ein wichtiges, energiepolitisches Projekt zu Gast. Dort entsteht einer der größten Stromspeicher Europas, genannt Big Battery Lausitz. Das von der LEAG initiierte Projekt ist eine Großbatterie mit einer Leistung von 50 Megawatt, die sowohl Strom aus der Braunkohle als auch aus erneuerbaren Energien speichert. Diese kann anschließend bedarfsgerecht eingesetzt werden. Das ist vor allem mit Blick auf die erneuerbaren Energien wichtig, denn Wind und Sonne richten sich leider nicht immer nach unseren Energiebedürfnissen. Dass dieses Projekt zum intelligenten Energiemanagement bei uns in der Lausitz angesiedelt wird, halte ich für einen wichtigen Beitrag in Sachen Strukturentwicklung. Denn mit Blick auf die Energiewende wird die Frage nach einer effizienten Speicherung von regenerativen Energien zunehmend an Bedeutung gewinnen und für den Landkreis Spree-Neiße ist dies eine große Chance, durch den Einsatz neuer Technologien als Energieregion nachhaltig zu bestehen.
 
Der nächste, sehr erfreuliche Termin, von dem ich Ihnen berichten will, fand am Donnerstag in Dissen statt. An diesem Tag wurden die Platzierungen des Bundeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ bekanntgegeben. Gebannt wartete ich gemeinsam mit vielen Dissenern im Heimatmuseum auf die Verkündung der Ergebnisse. Als es dann soweit war, gab es kein Halten mehr: Als einer der ersten freute ich mich darüber, den Dissenern zu ihrer Gold-Medaille zu gratulieren. Dass nach der Kreis- und Landes- auch die Bundesbewertungskommission das kontinuierliche Engagement der Dorfgemeinschaft um Bürgermeister Fred Kaiser gewürdigt hat, erfüllt mich als Landrat mit Freude und Stolz. Unser malerisches Spreewalddorf im Amt Burg (Spreewald) konnte die Jury letztlich in allen Bereichen überzeugen, wodurch es ab sofort zu dem exklusiven Club der schönsten Dörfer Deutschlands zählt. Die damit verbundene Auszeichnung ist ein bundesweiter Imagegewinn für den Landkreis Spree-Neiße im Allgemeinen und das Dorf Dissen im Speziellen. Dissen ist damit nicht nur ein wunderbares Aushängeschild für unsere Region, sondern ebenso der lebende Beweis dafür, dass der ländliche Raum sowohl lebenswert als auch zukunftsorientiert sein kann. Ich bin schon jetzt gespannt, wie die engagierten Bürgerinnen und Bürger ihr Dorf mit dem Preisgeld von 15.000 Euro weiter verschönern.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in meinem heutigen Blog möchte ich Ihnen von zwei Terminen berichten, bei denen es vor allem um die Außenwirkung des Landkreises Spree-Neiße ging.
 
Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Landkreises Spree-Neiße haben die Mitarbeiter des kreislichen Medienzentrums, Frank Schulz und Sabine Starke, einen tollen Image-Film erstellt, mit dem der Landkreis Spree-Neiße zukünftig für die Region werben wird. Unter dem Motto „Wir sind Spree-Neiße“ zeigt der rund 13-minütige Film in den sieben Rubriken „wirtschafsstark“, „familienfreundlich“, „Kulturlandschaft“, „bürgernah“, „ländlich geprägt“, „sprachenfreundlich“ und „Tourismusmagnet“ passende Szenen aus allen Ämtern, Gemeinden und Städten des Landkreises. Begleitet werden die Bilder von einem Sprecher, wobei der Begleittext neben der deutschen auch in der polnischen, sorbischen, russischen und englischen Sprache vertont wurde, um so überregional für den Landkreis werben zu können. Ein Exemplar des fertigen Films auf DVD übergaben mir Frank Schulz und Sabine Starke in der vergangenen Woche. Was unser Medienzentrum mit Hilfe unserer Azubis, die vielfach als Statisten fungierten, sowie zahlreichen Unternehmen und Einrichtungen aus dem gesamten Landkreis Spree-Neiße produziert haben, kann sich wirklich sehen lassen. Bei allen, die zur Herstellung des Films beigetragen haben, bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich. Ich denke der Film spiegelt hervorragend wider, dass es sich um einen wirklich liebens- und lebenswerten Landkreis handelt, in dem wir leben. Neben der DVD als Geschenk an Gäste und Gastgeber, kann die deutschsprachige Version des Films ab sofort auch online auf der Homepage des Landkreises www.lkspn.de in der Rubrik „Aktuelles“ in dem Reiter „Mediathek“ angeschaut werden sowie auf der Facebook-Seite des Landkreises Spree-Neiße. In jedem Fall wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Schauen!
 
Ebenfalls in der vergangenen Woche fand die Bereisung der Bundesjury im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ statt. Als Kreis- und Landessieger vertrat Dissen Brandenburg bei dem Wettbewerb, was eigentlich schon Grund genug zur Freude ist. Mit Blick auf die vergangenen Wettbewerbe kann ich jedoch Ihnen sagen, liebe Leserinnen und Leser, dass das kleine Spreewalddorf noch einmal eine ganze Schippe bei ihrer Präsentation drauf gepackt hat. Was Bürgermeister Fred Kaiser gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auf die Beine gestellt hat, um die 20-köpfige Jury zu überzeugen, war wirklich spitze. Mit seiner kontinuierlichen Entwicklung ist Dissen ein hervorragendes Aushängeschild für den Landkreis Spree-Neiße bei diesem Wettbewerb und ich bin zuversichtlich, dass die Jury die Leistung der Dorfgemeinschaft würdigen wird. Für das Dorf wäre die höchste Auszeichnung in Form der Goldmedaille ein weiterer Imagegewinn. Ich für meinen Teil drücke ganz fest die Daumen und hoffe, dass Dissen am kommenden Donnerstag bei der Verkündigung der Sieger für seine harte Arbeit belohnt wird.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie Sie wissen ist der Ausbau der Bildungsinfrastruktur in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis für mich eine Herzensangelegenheit, weshalb ich den Bau einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Kolkwitz vor geraumer Zeit zur Chefsache erklärt habe. Nachdem wir mit dem Annahofer Graben einen passenden Standort gefunden haben, mit dem alle Kommunen im Landkreis einverstanden waren, wurden im April-Kreistag der Bau der Gesamtschule mit GOST und die Auslobung eines Architektenwettbewerbs zur Planung eben dieser beschlossen. Die Abstimmungen zum Architektenwettbewerb sind mittlerweile abgeschlossen, sodass wir diesen nun ausloben können. Gegenstand des Architektenwettbewerbes ist der Neubau einer inklusiven Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, eine Dreifach-Sporthalle sowie entsprechende Pausen- und Sportfreiflächen. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit wünschen wir uns darüber hinaus im Wettbewerb, dass die Entwürfe der Wettbewerbsteilnehmer ein innovatives energie- und kosteneffizientes Gebäudekonzept beinhalten. Sobald die aus Kommunalpolitikern und (Landschafts)Architekten bestehende Jury den Sieger des Wettbewerbs ermittelt hat, geht der Schulneubau in die nächste Phase über. Geplant ist die Fertigstellung unserer neuen Schule in Kolkwitz für den Sommer 2022 und ich freue mich schon jetzt darauf Sie und Ihre Kinder dort begrüßen zu dürfen.
 
Ein weiterer Termin führte mich in der vergangenen Woche in den Oblast Kursk. Am Donnerstag flog ich gemeinsam mit Vertretern aus Handwerk und Industrie in unsere russische Partnerregion, um dort die Kursker Korenskaya Messe zu besuchen. Seit nunmehr sechs Jahren bauen wir unsere Beziehungen zum russischen Oblast Kursk aus und mit der erneuten Reise konnten wir diese weiter vertiefen. Letztlich verfolgen wir dabei ein gemeinsames Ziel: Die Verbesserung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger. In den letzten Jahren ist uns dies auch sehr gut gelungen: Zahlreiche Studenten der Staatlichen Universität Kursk haben im Laufe der Jahre ein Praktikum im Landkreis Spree-Neiße absolviert. Des Weiteren wurden Partnerschaften zwischen Schulen sowie Städten und Gemeinden aus beiden Regionen vereinbart und gepflegt. An unserer Internationalen Folklorelawine nehmen regelmäßig tolle Kursker Ensembles teil, die die Besucherinnen und Besucher jedes Jahr aufs Neue in ihren Bann ziehen. Mit Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen ergaben sich zahlreiche Projekte und Kooperationen zwischen der IHK Cottbus und der IHK Kursk, der BTU Cottbus-Senftenberg und der Süd-West Universität Kursk, der Medizinischen Akademie Kursk und den Michels Kliniken Leipzig sowie der Aufbau eines deutsch-russischen Zentrums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Um all diese Kooperationen und Projekte weiter voranzutreiben, werde ich auch in Zukunft den Kontakt zu unseren zuverlässigen russischen Partner pflegen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine Arbeitswoche begann am Montag mit der kreislichen Festveranstaltung zur Eröffnung der 26. Brandenburgischen Seniorenwoche im Kreistagssaal des Kreishauses in Forst (Lausitz). Organisiert vom Kreisseniorenbeirat unter Vorsitz von Dr. Gert-Dieter Andreas, besuchten zahlreiche Junggebliebene diesen Auftakt. In meiner Festansprache informierte ich nicht nur über die Anstrengungen der Kreisverwaltung zur Verbesserung der Daseinsvorsorge im Landkreis, sondern würdigte auch das große ehrenamtliche Engagement, das viele Seniorinnen und Senioren aus unserer Region an den Tag legen. Weiterhin verkündete ich bei dieser Gelegenheit eine sehr positive Nachricht: Am Vormittag desselben Tages trafen Oberbürgermeister Holger Kelch, CTK-Geschäftsführer Götz Brodermann und ich uns in Cottbus mit Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Sachsens Ministerpräsident Michael Kertschmer. Die Ministerpräsidenten legten uns einen konkrete Plan vor, der die Erweiterung der BTU Cottbus-Senftenberg bis hin zum Universitäts-Klinikum vorsieht. Über 1000 neue Jobs werden dadurch geschaffen und rund 1,1 Milliarden Euro dafür in die Lausitz fließen. Für die ärztliche Versorgung erhoffen wir uns dabei natürlich einen Klebeeffekt, bei dem viele Studierende nach ihrer Ausbildung in der Region bleiben und als Ärzte die Versorgung im ländlichen Raum verbessern.
 
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des sich neu konstituierenden Kreistages, der ab sofort seine Arbeit aufnimmt. Zunächst wurde die Geschäftsordnung des Kreistages abgeändert. Es braucht jetzt nur noch drei Abgeordnete um eine Fraktion zu bilden. Weiterhin wurde mit Dr. Torsten Schüler ein neuer Kreistagsvorsitzender gewählt, dem in Zukunft Daniel Münschke und Peter Drobig als Stellvertreter zur Seite stehen. Den Gewählten gratuliere ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich zu ihrer Wahl. Im Anschluss wurden der Vorsitz der einzelnen Ausschüsse sowie deren Mitglieder benannt. In Summe war es eine konstruktive erste Sitzung des Kreistages und ich hoffe, dass sich diese Arbeitsweise und dieses Miteinander so fortsetzen werden.
 
Das Wochenende war durch die 19. Internationale Folklorelawine geprägt, welche erneut mit viel Schwung, Tanz und Musik durch die Lausitz rollte. Bei herrlichem Wetter und vor großem Publikum starteten unsere Folkloristen wie gewohnt mit dem Kahnkorso der Nationen, bevor sie auf den Bühnen in Lübbenau/Spreewald, Forst (Lausitz) und Cottbus den Charme ihrer Heimatregionen verbreiteten. Die über 300 Ensemblemitglieder aus allen Teilen der Welt hatten farbenfrohe Trachten, exotische Klänge und anziehende Rhythmen im Gepäck, welche die Zuschauer an allen Spielstätten begeisterten. An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen Folkloregruppen sowie sämtlichen Helferinnen und Helfern aus den Verwaltungen der Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, die dieses Kulturhighlight der Region und Fest der Völkerverständigung überhaupt erst möglich machen. Ein großes Dankeschön geht ebenfalls an unsere Hauptsponsoren der Sparkassen Spree-Neiße und Niederlausitz für das finanzielle Engagement, sowie an alle weiteren Sponsoren, die die Folklorelawine materiell oder logistisch unterstützt haben. Seien Sie, liebe Leserinnen und Leser, schon jetzt gespannt darauf, was wir uns alles für das nächste Jahr einfallen lassen, wenn wir das 20. Jubiläum der Internationalen Folklorelawine begehen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
stand in meinem letzten Blog noch die jüngere Generation, welche gerade erst ihre Reifezeugnisse bekommen hat, im Fokus, so ist es dieses Mal die ältere Generation.
 
Nach dem verlängerten Pfingstwochenende startete meine Arbeitswoche am Dienstag unter anderem mit einem Besuch der Wohn- und Pflegestätte „Feierabendheim Rosa Thälmann“ in Guben, welche ihr 60. Jubiläum feierte. Hilfesuchende und Angehörige aus der Region können dort aus einem breiten Betreuungsangebot, von der vollstationären Pflege bis zu ambulanten Angeboten, das für ihre Lebensphase passende Angebot und Unterstützung finden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überbrachte ich dabei nicht etwa nur die besten Glückwünsche im Namen des Landkreises, sondern würdigte auch deren Verdienste. Denn für viele Betroffene und Angehörige bedeutet das Angebot der Pflege- und Wohnstätte oftmals auch das Zurückgewinnen eines Stückes Lebensmut und Lebensfreude. Der anhaltende Bevölkerungsrückgang und die damit einhergehende Bevölkerungsalterung bleibt dabei ein dringendes Thema für die große Politik, aber auch die Verwaltungen vor Ort. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr froh, dass wir mit der Gubener Sozialwerke gGmbH als Träger des Feierabendheims einen zuverlässigen Partner für Soziale Dienste in unserem Landkreis mit an Bord haben, der sich um die Belange und Bedürfnisse der älteren Generation kümmert.
 
Ebenfalls in Guben feierte das evangelische Seniorenzentrum „Herberge zur Heimat“ am selben Tag sein 150-jähriges Jubiläum. Auch hier handelt es sich um einen wichtigen Partner des Landkreises Spree-Neiße, bei dem die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner stets an erster Stelle stehen. Solche Einrichtungen werden wir dabei in Zukunft noch vermehrt benötigen, denn wir rechnen nicht nur mit einem Bevölkerungsrückgang in Guben zwischen 2016 und 2030 um 17,4 Prozent, sondern auch mit einem gestiegenen Anteil an älteren Menschen. Aus meiner Sicht ist es deshalb wichtig, dass wir die Familienpolitik im Landkreis Spree-Neiße verbessern und zwar gemeinsam mit den Entscheidungsträgern auf der Landes- und Bundesebene. Um ein liebens- und lebenswerter Landkreis zu bleiben benötigen wir darüber hinaus zahlreiche gut bezahlte Ausbildungs- und Arbeitsplätze, damit der jungen Generation eine Perspektive bzw. ein Anreiz zum Hierbleiben gegeben wird.
 
Das dritte Jubiläum in dieser Woche fand am Mittwoch in Welzow statt, wo das evangelische Seniorenzentrum „Morgenstern“ seinen 50. Jahrestag feierte. Im Landkreis Spree-Neiße im Allgemeinen und der Region Welzow im Speziellen stellen vor allem der Kohleausstieg und die Strukturentwicklung eine besondere Herausforderung neben der alternden Gesellschaft dar. Hier gilt es weiterhin aktiv um eine vernünftige Wirtschafts- und Energiepolitik zu kämpfen, bei der neben dem Erhalt unserer Kohlekraftwerke vor allem die Ansiedlung neuer Unternehmen im Vordergrund steht. Neben Industriearbeitsplätzen wird sicher auch der Pflegesektor in der Lausitz weiter an Bedeutung als Arbeitgeber gewinnen. Im fest innerhalb des Stadtlebens verwurzelten Seniorenzentrum „Morgenstern“ konnte ich mich persönlich davon überzeugen, mit welch hoher Fachkompetenz das Pflege- und Hauspersonal sowie das Leitungsteam dafür sorgen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums wohlfühlen. An dieser Stelle noch einmal die besten Glückwünsche und alles Gute für die Zukunft!
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
seit einiger Zeit hat das Amt Burg (Spreewald) mit Tobias Hentschel einen neuen Amtsdirektor. Da ich stets um ein gutes Verhältnis zu den Verwaltungsspitzen der Ämter und Gemeinden des Landkreises Spree-Neiße bemüht bin, führte ich am Montagnachmittag einen Antrittsbesuch durch. Mit dem ehemaligen Fachbereichsleiter der Kolkwitzer Bauverwaltung sprach ich unter anderem über die geplanten Ziele seiner Amtszeit und wie der Landkreis ihn dabei unterstützen kann, um eine der wirtschaftlich und touristisch bedeutendsten Kommunen zwischen Spree und Neiße weiter voranzubringen.
 
Eine Veranstaltung, die diese Einschätzung untermauert, fand dabei am vergangenen Pfingstwochenende statt. Erneut pilgerten rund 2.000 Menschen aus Nah und Fern an den Burger Bismarckturm, um sich dort die Aufführungen von „Die Rache“ im Rahmen der 12. Spreewälder Sagennacht anzuschauen. Das Sorbische National-Ensembles Bautzen hatte wieder ganze Arbeit geleistet und mit zahlreichen Laiendarstellern eine tolle und spannende Veranstaltung auf die Bühne gebracht. Auch das Feuerwerk am Schluss konnte sich wieder sehen lassen und ich hoffe natürlich, dass dieser für uns wirtschaftlich so wichtige Tourismusmagnet auch im kommenden Jahr erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlocken wird.
 
Ebenfalls in dieser Woche und zwar am Freitag fand der Festakt zum 20-jährigen Jubiläum unseres polnischen Partnerlandkreises Zielona Góra statt. Als Repräsentant des Landkreises Spree-Neiße überbrachte ich Landrat Krzysztof Romankiewicz und den regionalen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft ein herzliches Grußwort, denn bereits seit dem Jahr 2000 arbeiten unsere Landkreise vertrauensvoll miteinander zusammen. In dieser Zeit sind viele gemeinsame Erlebnisse, Aktivitäten und Projekte entstanden, gewachsen und haben Früchte getragen. Exemplarisch seien hier die Bereiche Bildung und Kultur, Wirtschaft und Umweltschutz oder das Gesundheits- und Sozialwesen genannt.
 
Nach der Veranstaltung in Zielona Góra führte mich der letzte Arbeitsgang des Tages nach Cottbus. Dort fand am frühen Abend in der Oberkirche die Zeugnisübergabe des Evangelischen Gymnasiums Cottbus statt. Den Schülerinnen und Schülern gab ich als Empfehlung dieselbe Antwort mit auf den Weg, die Immanuel Kant 1784 kurz und knapp auf die Frage „Was ist Aufklärung?“ gab: „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Denn genau diese Kombination aus Mut und Verstand ist es, die die Schülerinnen und Schüler brauchen, um die wichtigen und weitreichenden Entscheidung für ihre Zukunft zu treffen. Für sie folgt ein unheimlich spannender Lebensabschnitt, in dem sie sich Fragen stellen müssen, wie: Ausbildung oder Studium? Heimat oder Fremde? Ausziehen oder Wohnenbleiben? Mir war es wichtig den Jugendlichen zu sagen, dass sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht so sehr als Bürde sondern vielmehr als Chance sehen sollen, denn ihnen stehen alle Türen offen. Ein wenig Lokalkolorit darf bei solchen Anlässen natürlich nicht fehlen und so machte ich den Mädchen und Jungen auch deutlich, dass es mir persönlich am allerliebsten wäre, wenn sie als gut ausgebildete Fachkräfte in ihrer Heimat blieben oder zumindest später wieder als solche in diese zurückkehren. Der wunderschöne Flecken Erde, den wir Lausitz nennen, braucht nämlich junge Menschen, damit er auch in Zukunft eine so liebens- und lebenswerte Region wie jetzt bleibt.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Wochenbeginn stand ganz im Zeichen unserer Kleinsten, denn das Netzwerk Gesunde Kinder im Landkreis feierte seinen 10. Geburtstag. Ein feierlicher Anlass den ich nutzte, um das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Netzwerk zu würdigen. Als Patinnen und Paten begleiten Sie viele Familien, um diesen bei der kindgerechten Entwicklung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Weiterhin bringen die Frauen und Männer wichtige Informationen für eine gesunde Entwicklung des Kindes mit ein oder informieren über Familien- und Elternbildungsangebote in der Nähe. Dem Regionalnetzwerk in Spree-Neiße mit seinen Netzwerkfamilien und -paten wünsche ich für die Zukunft alles Gute!

Um unserer jungen Generation erfolgreiche, berufliche Zukunftschancen in unserem schönen Heimatlandkreis zu bieten, tritt der Landkreis Spree-Neiße aktiv als Ausbildungsbetrieb in Erscheinung. Auf diesem Wege wollen wir u.a. unseren Fachkräftebedarf rechtzeitig durch Eigeninitiative gestalten. Dafür bieten wir neben traditionellen Verwaltungsausbildungen auch neue Berufszweige, wie die Ausbildung zum Vermessungstechniker/in, an. Mit meiner Verwaltung strebe ich dabei an, einer der besten Ausbildungsbetriebe in der Region zu werden. Ein großes Dankeschön für ihr Engagement habe ich am Mittwoch im Rahmen der diesjährigen Jahresversammlung den Ausbilderinnen und Ausbildern in der Kreisverwaltung übermittelt. Stets zeigen diese Frauen und Männer neben der Bewältigung ihres eigenen Arbeitspensums ein Händchen bei der Wissensweitergabe und haben stets ein offenes Ohr für die Belange unserer Auszubildenden.

An Himmelfahrt traf ich viele Hobby-Radler beim 20. Wanderwegefest der LEAG, das vom Kleinen Markt in Spremberg entlang des Spree-Radwanderweges in Richtung Kraftwerk Schwarze Pumpe führte. Neben dem sportlichen Spaß stand auch der Industriestandort Schwarze Pumpe im Allgemeinen und das Kraftwerk im Speziellen als eines der Aushängeschilder für unseren Landkreis im Mittelpunkt.

Sportlich ging es auch am Freitag in Drachhausen beim Fußball-Freundschaftsspiel der wendischen Auswahl „Serbske  Koparje“ gegen das Team des Bundes Deutsche Nordschleswiger, einem Team der deutschen Minderheit aus Dänemark, weiter. Eine spannende Partie, die ich gemeinsam mit der Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe am Spielfeldrand verfolgte. Und das Daumendrücken und Anfeuern war von Erfolg gekrönt, denn der Gastgeber gewann am Ende mit 3:2 Toren. Herzlichen Glückwunsch nochmals!
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

was tun im Ernstfall? In Vorbereitung auf eventuelle Großschadenseinsätze oder den Katastrophenfall im Spree-Neiße-Gebiet fand in dieser Woche eine Schulungsreihe des Landkreises statt. Anhand von konkreten Übungsszenarios, z.B. einem großflächigen Waldbrand, übten Mitglieder des Verwaltungsstabes des Landkreises Spree-Neiße im Brand- und Katastrophenschutzzentrum in Forst (Lausitz) den eventuellen Ernstfall. Der Verwaltungsstab als administrativ-organisatorische Komponente wird nur bei Ereignissen mit außergewöhnlichem Koordinierungs- und Entscheidungsbedarf gebildet. Organisatorisch ist im Stab das Führungs- und Hilfspersonal zur Unterstützung des Landrates, aus dem eigenen Hause sowie anderer Behörden und Dritter mit besonderen Kenntnissen, gebündelt. Fachliche Anleitung und Seminarunterstützung leisteten Vertreter der Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz  (LSTE).  Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meiner Verwaltung und allen ehrenamtlich tätigen Kräften im Landkreis, die sich der Herausforderungen der Gefahrenabwehr stellen und sich dort mit großem Engagement einbringen.

In seiner letzten Sitzung hat der Kreistag die Nachzahlung zur Kinderkostenpauschale für das Jahr 2019 und  die Anpassung der Kinderkostenpauschale für das Jahr 2020 auf den Weg gebracht. Damit hat der Landkreis die wichtige Finanzierungbasis des pädagogischen Personals in der Kindertagesbetreuung aktuell geregelt. Eine bessere Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll zukünftig in Burg (Spreewald) erzielt werden. Dieses Angebot gilt sowohl für Touristen als auch für dringend benötigtes Fachpersonal. Eine wichtige Stärkung für unsere Tourismuslandschaft, die der Kreistag mit dem Mobilitäts-Angebot und dessen zügiger Umsetzung beschlossen hat.

Eine sportliche Herausforderung und dabei ziemlich nasse Angelegenheit war der Oderlandmarsch 2019, veranstaltet vom Landeskommando Brandenburg der Bundeswehr und dem polnischen Militärstab der Wojewodschaft in Zielona Gora. Mit rund 400 Teilnehmern aus Polen, Deutschland, Litauen und Tschechien sowie sportlichen Einzelstartern war der Crosslauf am Samstag wieder ein großes Ereignis in der Gubener Region, auch für Veranstaltungsbesucher wie mich. 

Ganz viele kleine und große Besucherinnen und Besucher zog am Sonntag auch die Waldschule am Kleinsee mit dem traditionellen Waldschulfest in seinen Bann. Ich war das erste Mal mit dabei und ich war begeistert. Ein tolles Fest unter freiem Himmel, bei dem Kinder und Erwachsene die Natur mit all ihren Facetten und vielen unterschiedlichen Aktionen hautnah erleben konnten. Ein großes Dankeschön an Waldschulleiter Alf Pommerenke, der mit viel Herzblut die Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. 

Nicht zu vergessen: Allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die sich am Sonntag trotz schönstem Wetter über viele Stunden bei der Europa- und Kommunalwahl engagiert haben, sage ich auf diesem Wege ganz herzlich Dankeschön.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die vergangene Woche begann am Montag mit einer Pressekonferenz zur Internationalen Folklorelawine 2019. Gemeinsam mit OSL-Landrat Siegurd Heinze, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Spree-Neiße, Ullrich Lepsch, dem Vorstandsmitglied der Sparkasse Niederlausitz, Marcus Starick, und unserer kreislichen Partnerschaftsbeauftragten Jana Handrischek informierten wir zahlreiche Vertreter der regionalen Presse über unser in knapp vier Wochen anstehendes Kulturhighlight. Vom 21. bis 23. Juni 2019 werden in Lübbenau/Spreewald, Forst (Lausitz) und Cottbus insgesamt 14 Ensembles aus der ganzen Welt das Publikum begeistern. Wer also Spaß an Musik, Tanz und am Entdecken fremder Kulturen hat, der ist bei uns am vorletzten Juni-Wochenende genau richtig. Die Vielfalt der aus allen Teilen der Welt stammenden Gruppen ist dabei meiner Ansicht nach ein Zeichen für die hohe Qualität und Anerkennung unserer gemeinsamen Veranstaltung. Im Kleinen wie im Großen steht die Folklorelawine somit nicht etwa nur für Musik und Tanz, sondern auch und vor allem für Begegnung und Völkerverständigung. Als „Fest der Toleranz“ ist es somit unser Ziel eine gesellschaftliche Botschaft auszusenden und statt der Unterschiede doch lieber auf die Gemeinsamkeiten der Kulturen hinzuweisen. Ich lade deshalb Sie, lieber Leserinnen und Leser, ganz herzlich dazu ein, dieses Wochenende mit uns zu feiern. Und falls Sie neugierig sind, welche Gruppen genau in diesem Jahr an der Internationalen Folklorelawine teilnehmen, dann schauen Sie auf unsere Facebook – Seite des Landkreises Spree-Neiße. Denn ab dem 21. Mai 2019 werden wir dort jede Woche drei Gruppen mit einer kurzen Beschreibung und interessanten Bildern vorstellen.
 
Ein weiterer Termin führte mich am Montag in Cottbus an das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Cottbus (HWK). Unter fachkundiger Führung von HWK-Präsident Peter Dreißig und HWK-Geschäftsführer Knut Deutscher informierte ich mich vor Ort über die Berufsorientierung im Handwerksbereich. Der Hintergrund dieses Besuches ist eine engere Kooperation zwischen dem Landkreis und der Handwerkskammer. Im Rahmen dieser Kooperation werden verschiedene Angebote, wie z.B. Betriebserkundungen und Schnuppertage in Ausbildungsstätten, für die künftigen Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kolkwitz, die ab dem Lehrjahr 2022/23 starten soll, entwickelt. Die Maßnahmen sollen die Jugendlichen bei der Berufs- und Studienorientierung unterstützen. Ich freue mich schon jetzt auf diese enge Partnerschaft, die nicht nur die Jugendlichen auf das Berufsleben vorbereiten sondern auch zu einer Bindung an unsere regionalen Unternehmen führen wird. Ziel der Kooperation ist es, dass die Fachkräfte von morgen hervorragend ausgebildet werden und auch hier in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis bleiben

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
gemeinsam mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch habe ich am vergangenen Montag unter dem Motto „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ die Aktionstage für Menschen mit Behinderung im Cottbuser Rathaus eröffnet. Zum ersten Mal begingen wir diese Auftaktveranstaltung gemeinsam. Unser Ziel war es zum einen auf die Situation von Menschen mit Behinderung hinzuweisen und zum anderen den handelnden Akteuren in diesem Bereich eine Plattform zu bieten, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Mit dem Motto „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ ist ein für uns alle wichtiges Anliegen verbunden: Die Aktionstage dienen dazu, vor allem Kinder und Jugendliche für die Themen Behinderung und Inklusion zu sensibilisieren, zu interessieren und zu begeistern. Selbstverständlich wollen wir damit auch Menschen erreichen, die in Schulen oder der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten und dort vor Ort eine Erziehungs- und Aufklärungsarbeit leisten können. Die Inklusion, also das einschließen, einbeziehen oder aufnehmen, ist allerdings nicht nur eine Aufgabe für Fachvertreter oder Behindertenbeauftragte. Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, das uns alle angeht. Dafür präsentierten sich die unterschiedlichsten Initiativen aus dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus im Foyer des Rathauses. Es war ein gelungener Auftakt und ich wünsche mir, dass die zahlreichen Workshops und Veranstaltungen im Rahmen dieser Aktionstage gut besucht werden. Alle weiteren Infos dazu finden Sie im Begleitheft, das wir gemeinsam mit der Stadt Cottbus erstellt haben. Es liegt im Foyer beider Verwaltungen aus und ist ebenfalls in digitaler Form auf unseren Homepages zu finden.
 
Eine weitere Veranstaltung in dieser Woche war die Verbandstagung des Kreisfeuerwehrverbandes am vergangenen Samstag. Diese stand ganz im Zeichen des 25. Gründungsjubiläums. Seit einem Vierteljahrhundert artikulieren und vertreten die zahlreichen Kameradinnen und Kameraden aus den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehren ihre Interessen über diesen Verband, mit dem der Landkreis Spree-Neiße ebenso eng wie vertrauensvoll zusammenarbeitet. Für die erbrachten Leistungen in Form des Schutzes vor bzw. der Befreiung von Bürgern aus Gefahrenlagen oder das Bewahren von Sachgütern bzw. der Umwelt vor einer Schädigung, bedankte ich mich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich bei den anwesenden Verbandsmitgliedern. Weiterhin wünschte ich den Kameradinnen und Kameraden viel Glück bei ihren anstehenden Aufgaben. Konkret ging es an diesem Tag nämlich auch um die Zukunft des Verbandes. Dessen Vertreter hatten wichtige Entscheidungen zur Gestaltung ihrer Verbandsarbeit zu besprechen und die Weichen für die zukünftige Wegstrecke zu stellen. Dabei wurden neue und innovative Ideen entwickelt, die – ähnlich wie im Kreistag – präsentiert und diskutiert werden mussten.
 
Ebenfalls am Samstag fand die Serienabschlussfeier der Abteilung Billard des SV Leuthen/Klein Oßnig e.V. statt. In einer geselligen Runde konnte ich den Billardfreunden des Vereins zur Erreichung des 18. Deutschen Mannschaftsmeisters im Billard-Kegeln gratulieren. Was für eine Leistung! In Sachen Deutscher Mannschaftsmeisterschaft macht den Vereinsmitgliedern keiner etwas vor und mit Blick auf das Billard-Kegeln sind diese nach wir vor das Maß der Dinge. Seit dem ersten Titelgewinn im Jahr 1993 haben die Männer zielstrebig und mit viel Engagement auf diese Meisterleistung hingearbeitet, zu der ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich gratuliere.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die vergangene Woche stand für die Kreisverwaltung ganz im Besuch der brandenburgischen Landesregierung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kabinett vor Ort“ am vergangenen Dienstag. Für den Landkreis Spree-Neiße gab es dabei zwei hervorragende Nachrichten.
 
Die erste gute Nachricht betraf ein zukunftsweisendes Projekt, bei dem die Kreisverwaltung die Koordination und Planung übernommen hat. Am Freitag, dem 12. April 2019, übergaben Bildungsdezernent Michael Koch und ich gemeinsam in Potsdam den Antrag zur Errichtung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Kolkwitz in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße an Bildungsministerin Britta Ernst. Wir baten im Rahmen dieses Termins um eine möglichst schnelle Prüfung und Genehmigung des Antrages bei der Ministerin. Nur zwei Wochen später überbrachte sie mir gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke den Bewilligungsbescheid während des Kabinettsbesuches. Dass sich unser kontinuierlicher Einsatz und unsere harte Arbeit endlich ausgezahlt haben, freut mich ganz besonders für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Jetzt beginnen wir mit der Realisierung des Projekts, welches ich weiterhin zur Chefsache erkläre. Denn der Genehmigungsbescheid ist nicht nur ein wichtiges bildungspolitisches Signal an unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch eine gute Nachricht vor dem Hintergrund des sich vollziehenden Strukturwandels. Zum einen wird die wirtschaftliche Ausrichtung der Schule dafür sorgen, dass unsere Kinder eine enge Bindung zur Industrie und zum Handwerk der Region entwickeln. Zum anderen werden die rund 25 Millionen Euro, die wir für die Planungs- und Bauleistungen ansetzen, ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft der Lausitz sein.
 
Die zweite gute Nachricht betraf unsere Infrastruktur. Der brandenburgische Minister für Wirtschaft und Energie, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, übergab an den Landkreis Spree-Neiße einen Fördermittelbescheid in Höhe von 16 Millionen Euro zur Modernisierung unserer Radwege. Rund 138 Kilometer Wegstrecke auf 135 Abschnitten können somit modernisiert werden. Die Radwege werden zum Beispiel mit einer Wurzelschutzanlage versehen, erhalten neue Asphaltschichten oder bekommen E-Ladestationen für die zunehmende Anzahl an E-Bikes. Im Rahmen der Übergabe betonte der Minister, dass die Summe von 16 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Landkreisen relativ hoch ausfällt, was der engagierten Vorarbeit der Kreisverwaltung geschuldet ist. Auch hier haben sich also der kontinuierliche Einsatz und die harte Arbeit der Unteren Straßenbaubehörde gelohnt, sodass wir nun die entsprechenden Leistungen europaweit ausschreiben können. Über zwei Jahre hat die Kreisverwaltung in dieses Projekt investiert und jetzt kann die Umsetzung erfolgen.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in meinem heutigen Blog möchte ich über ein für den Tourismus und die Wirtschaft in unserem Landkreis wichtiges Event berichten, das ich am gestrigen Sonntag besucht habe. Kreisübergreifend fand im malerischen Burg (Spreewald), in Lübben, Lübbenau und Straupitz in der vergangenen Woche der 17. Spreewaldmarathon statt. Ein Paradebeispiel dafür, wie hervorragend die interkommunale Zusammenarbeit im Spreewald funktioniert. Denn mittlerweile hat sich diese Veranstaltung zum größten Breitensportevent in ganz Brandenburg entwickelt und darauf können die Lausitz und vor allem der Landkreis Spree-Neiße stolz sein. Der Marathon ist sowohl wirtschaftlich bedeutsam als auch ein touristisches Highlight, denn an diesem langen Wochenende werden über 3 Millionen Euro erwirtschaftet. Über 13.000 Teilnehmer starteten im Jahr 2018, wobei diese Zahl in diesem Jahr mit über 14.000 Teilnehmern erneut getoppt wurde. So viele Gurkenmedaillen wie in diesem Jahr gab es noch nie. Insgesamt stehen für das Familienevent 33 Strecken bereit und zwar für die Disziplinen Laufen, Skaten, Wandern, Radeln, Paddeln oder meiner persönlichen Lieblingsdisziplin, die ich tagtäglich durchführe, das Walken. Der Spreewaldmarathon gilt als flachster Marathon der Welt und hat sich mittlerweile national und international einen Namen gemacht. Damit steht er exemplarisch für die Offenheit und Gastfreundlichkeit unserer Region. Für den Landkreis Spree-Neiße, der den Sport und die dazugehörigen Vereine nach besten Kräften mit seiner Sportförderung unterstützt, ist dies natürlich ein super Aushängeschild. Der Marathon ist jedes Jahr ein tolles Event, das von vorne bis hinten durchorganisiert ist und dafür will ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei den Veranstaltern und den rund 500 ehrenamtlichen Helfern bedanken!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
eine kurze Woche liegt hinter uns und eine ebenso kurze nun vor uns, Ostern sei Dank. Ich hoffe sehr, dass Sie wie ich die Feiertage und das hervorragende Wetter dazu genutzt haben, um im Kreise Ihrer Liebsten etwas Schönes zu unternehmen. Glücklicherweise konnten in unserem Landkreis trotz des anhaltend trockenen Wetters vielerorts die traditionellen Osterfeuer dennoch stattfinden, um den Winter endgültig auszutreiben. Vielerorts in Südbrandenburg mussten jedoch auch die Freiwilligen Feuerwehren ausrücken, um kleinere und größere Brände zu löschen. Den Kameradinnen und Kameraden, die auch über Ostern pflichtbewusst Ihren Dienst an der Allgemeinheit geleistet haben und zu Löscharbeiten ausgerückt sind, spreche ich an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank aus.
 
Liebe Leserinnen und Leser, kommen wir nun zu meiner letzten Arbeitswoche. Am Montag stand für mich ein Notartermin an, um die Fusion unserer Abfallbetriebe in die Wege zu leiten. Die Beschäftigten der AGNS werden nach deren Löschung aus dem Handelsregister vollständig in den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft eingegliedert. Finanztechnisch erfolgte der Übergang bereits zum 01. Januar 2019. Ziel dieser Fusion ist es diverse Doppelstrukturen abzubauen, um so eine effizientere, kostengünstigere und bürgernahe Verwaltung der Abfallwirtschaft für Sie zu ermöglichen.
 
Wie ich Ihnen in meinem letzten Blog berichtete, besuchten unser Bildungsdezernent Michael Koch und ich am 12. April 2019 Bildungsministern Britta Ernst in Potsdam. Neben der Übergabe der Antragsunterlagen für unsere geplante Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Kolkwitz, thematisierten wir auch die Vierzügigkeit der 7. Klasse am Erwin-Strittmatter Gymnasium in Spremberg. Das Staatliche Schulamt Cottbus wollte ursprünglich keine Vierzügigkeit einrichten. Das hätte allerdings dazu geführt, dass 11 der insgesamt 69 Schülerinnen und Schüler, die dieses Gymnasium als Erstwunsch angegeben hatten, dort nicht hätten beschult werden können. Während unseres Aufenthalts in Potsdam baten wir deshalb darum die Planungen erneut zu prüfen und zu überdenken, denn für die zunächst abgelehnten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern wäre ein erheblicher Mehraufwand mit Blick auf den täglichen Schulweg entstanden. Am letzten Dienstag erreichte uns dann aus Potsdam die frohe Kunde, dass unser Werben für den Standort Spremberg erfolgreich war: Das Erwin-Strittmatter Gymnasium behält seine Vierzügigkeit und alle Kinder können hier bei uns im Landkreis beschult werden. Ich bedankte mich umgehend bei der Bildungsministerin für die schnelle Prüfung der Angelegenheit und die getroffene positive Entscheidung. Für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie für die Stadt Spremberg und den Landkreis Spree-Neiße war dies auf jeden Fall ein tolles Ostergeschenk.

Und noch einmal das Thema Schule: Über den Sachstand zum geplanten Schulneubau in Kolkwitz informiert der Landkreis Spree-Neiße ab sofort regelmäßig. Dafür wurde auf der Homepage der Kreisverwaltung eine neue Seite eingerichtet. Auf der Startseite unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ sind im Reiter „Schulneubau Kolkwitz“ alle Aktivitäten zu finden.
 
Abschließend noch einige Wort zu dem angekündigten Umzug eines Landesministeriums in die Lausitzmetropole Cottbus. Dabei handelt es sich um eine Entscheidung, die ich grundsätzlich begrüße. Gewünscht und bevorzugt hätte ich allerdings eine Verankerung des Wirtschaftsministeriums mit der ILB in der Region, um die Strukturentwicklung der Lausitz hautnah mit zu begleiten und zu gestalten. Alternativ hätte ich mir die Ansiedlung der Bundespolizei mit den etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Stärkung unserer Region gut vorstellen können. Ungeachtet dieser Nachricht muss die Schaffung und Erhaltung von Industriearbeitsplätzen absolute Priorität erhalten.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
die vergangene Woche stand ganz im Zeichen des letzten turnusmäßigen Kreistages vor der Kommunal und Europawahl am 26. Mai 2019. Zu diesen Wahlen rufe ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, bereits an dieser Stelle ganz ausdrücklich auf. Demokratie lebt von Beteiligung und umso wichtiger ist es, dass Sie sich im Vorfeld der Wahlen mit den unterschiedlichen politischen Angeboten befassen und darauf basierend Ihre Entscheidung treffen, welche Partei Ihre Interessen am besten vertritt.
 
Einen bedeutenden Beschluss, den wir mehrheitlich im Kreistag fassten, war der zur Errichtung der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße. Ein erster Antrag zur Errichtung in Kolkwitz wurde im ersten Anlauf vom Bildungsministerium im Dezember 2017 mit der Begründung zurückgewiesen, dass dieser noch weiter qualifiziert werden müsste. Um dies zu erreichen, wurde ein neuer Standort in der Großgemeinde Kolkwitz gesucht, auf den sich zum einen die Ämter und Gemeinden des Landkreises einigen konnten und bei dem es zum anderen keine Einwände durch die angrenzenden Landkreise und die Stadt Cottbus gibt. Um gegenüber dem Bildungsministerium in Potsdam deutlich zu machen, wie wichtig dem Landkreis dieses Projekt ist, überbrachten unser Bildungsdezernent Michael Koch und ich die Antragsunterlagen am Freitag persönlich an Bildungsministerin Britta Ernst. Im Vorfeld der Übergabe wurden zahlreiche Gespräche zur Abstimmung auf kommunaler und interkommunaler Ebene sowie mit dem Bildungsministerium in Potsdam über den Standort „Am Annahofer Graben“ im Kolkwitzer Ortsteil Klein Gaglow geführt, um den Antrag  mit einem möglichst breiten Konsens im Gepäck übergeben zu können. Aus meiner Sicht gibt es nun nichts mehr, was gegen die Genehmigung der Schule spricht und ich wünsche mir, dass die brandenburgische Landesregierung uns am 30. April im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Kabinett vor Ort“ einen positiven Bescheid überbringt. Für unseren Nachwuchs wäre es sicher die wohl schönste Nachricht, die Bildungsministerin Britta Ernst und Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke uns an diesem Tag mitbringen könnten. Also drücken Sie mit mir die Daumen!
 
Von Potsdam aus ging es für mich am Freitag weiter nach Cottbus. Dort begann die Flutung des Ostsees mit dem Wasser der Spree. Ich hoffe natürlich sehr, dass dieser Teil des sich vollziehenden Strukturwandels gelingt und sich unsere Erwartungen an den Cottbuser Ostsee im Hinblick auf die Wirtschaft im Allgemeinen und den Tourismus und die Umwelt im Speziellen erfüllen werden. So konnten in den vergangenen drei Jahren bereits zahlreiche Firmen aus der Region vom Bau dieses Riesenprojektes profitieren, bei dem aus einem ehemaligen Braunkohletagebau ein neuer See geschaffen wird. Für die lokale Wirtschaft ist das Projekt „Cottbuser Ostsee“ von einem unschätzbaren Wert und ich verbinde mit ihm die Hoffnung, dass dies auch in Zukunft so sein wird. Als Vorsitzender des Spreewälder Tourismusverbandes und Mitglied des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland denke ich zum Beispiel an die möglichen Synergieeffekte, die sich aus der Kombination dieser touristischen Angebote ergeben können. Ganz im Sinne der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus bin ich sehr zuversichtlich, dass wir die infrastrukturelle Anbindung dieses Projekts an die bereits bestehende Angebote der Region problemlos hinbekommen werden. Egal ob für Erholungs-, Freizeit- oder Sportangebote: Der Cottbuser Ostsee als größter kreislicher See wird in Zukunft all dies für unsere Besucher bieten.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
häufig widerfahren den Menschen ganz unverhofft schwere Schicksalsschläge. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, müssen diese anschließend ebenso häufig mit den psychischen Folgen solcher Situationen umgehen. Das gilt gleichermaßen für die Betroffenen, die Angehörigen von Opfern oder die Einsatzkräfte. Um den Menschen in diesen schwierigen Momenten des Lebens Beistand und Halt zu geben, wurde vor 20 Jahren das gemeinsame Team der Notfallseelsorge für Cottbus und Spree-Neiße gegründet. Anlässlich des Jahrtestages dieser Gründung begingen wir gemeinsam mit dem Team der Notfallseelsorge rund um dessen Leiter Bernd Puhlmann, dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch, der Generalsuperintendentin Theresa Rinecker, der Superintendentin Ulrike Menzel, dem Notfallseelsorgebeauftragten des Landes Brandenburg Stefan Baier und zahlreichen Gästen aus den Bereichen Kirche, Polizei, Feuerwehr sowie Brand- und Katastrophenschutz einen Festgottesdienst in der Cottbuser Oberkirche St. Nikolai. Mit der Veranstaltung wollten wir uns bei allen Mitgliedern der Notfallseelsorge, die im Hauptberuf in der Regel Pfarrer oder Psychologen sind, für die über Jahre geleistete ehrenamtliche Arbeit bedanken. An 365 Tagen im Jahr stehen diese rund um die Uhr in Notsituationen zur Verfügung und genau dieses Engagement verdient unsere höchste Anerkennung. Doch nicht nur dieses Tätigkeitsfeld stellt eine Besonderheit in dem System der Gefahrenabwehr dar, sondern auch die Bildung des Notfallseelsorgeteams. Die Organisation hoheitlicher Maßnahmen im Bereich der Gefahrenabwehr ist in erster Linie auf den Zuständigkeitsbereich der eigenen Gebietskörperschaft, also des Landkreises oder der Stadt ausgerichtet und wird auf dessen Besonderheiten zugeschnitten. Abweichungen davon erfordern einen hohen Aufwand zur Verständigung, zur Aufgabenteilung, zu Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie zur Finanzierung. Oft geht es nur über Kompromisse aller Beteiligten. Demgegenüber waren schon die ersten Gespräche und Bestrebungen des Landkreises Spree-Neiße und der Stadt Cottbus Mitte der 90er Jahre darauf ausgerichtet, die Aufstellung einer in beiden Gebietskörperschaften wirkenden Einheit zu erzielen. Von Beginn an wurde hier also ein Modell angestrebt, das wir auch heute noch favorisieren: die interkommunale Zusammenarbeit. Zwanzig Jahre nach der Gründung kann ich mit Fug und Recht sagen, dass diese Einstellung für das gemeinsame Projekt die richtige Entscheidung war. Denn bisher gibt es keine negativen Erfahrungen. Nicht nur zuverlässig, sondern auch kontinuierlich ist die Arbeit des Teams, aus dessen „Gründerzeit“ sich immer noch einige Personen ehrenamtlich engagieren und die Entwicklung der Notfallseelsorge maßgeblich mitgestalten. In der Bundesrepublik dürfte unsere Notfallseelsorge daher zu den Teams mit einem großen Erfahrungsschatz gehören und darauf können wir stolz sein.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
am 17. Oktober vergangenen Jahres fasste der Kreistag einen Beschluss, in welchem unter anderem neben zwei zusätzlichen Sozialarbeiterstellen zur Stärkung des Sozialpsychiatrischen Dienstes und der Förderung regionaler Präventionsprojekte auch die bessere Vernetzung im Kampf gegen Drogen aufgeführt wird. Alle zwei Jahre sollen dafür der Jugendhilfeausschuss, der Sozial-, Gesundheits- und Gleichstellungsausschuss sowie der Kultur- und Bildungsausschuss gemeinsam tagen, um über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Sucht und Drogen zu sprechen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, lud ich am vergangenen Dienstag, dem 26. März 2019, in den Kreistagsaal nach Forst (Lausitz) zu einem Fachtag zum Kampf gegen Drogen ein. Mit Unterstützung des Bundes- und Kreistagsabgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze sowie des Land- und Kreistagsabgeordneten Raik Nowka, konnte dafür mit Marlene Mortler die Drogenbeauftragte der Bundesregierung als Gastreferentin gewonnen werden. Weiterhin wurden zur Auftaktveranstaltung dieser Reihe viele Vertreter aus dem Bildungsbereich, der Gesundheitslandschaft, Suchthilfe, Polizei, Justiz, Trägerlandschaft und den Verwaltungen des gesamten Landkreises Spree-Neiße sowie der kreisfreien Stadt Cottbus eingeladen, um das gemeinsame Vorgehen zu koordinieren. Vor allem das Thema Crystal Meth spielte eine zentrale Rolle, denn das Auftreten dieser Droge sei, so die Beauftragte der Bundesregierung, seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2014 massiv angestiegen und zwar schwerpunktmäßig in der Lausitz. Im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt, wo der Konsum von Crystal Meth mit 28 von insgesamt 1.300 Drogentoten (gezählt werden nur Menschen, die illegale Substanzen nehmen) eine verhältnismäßig kleine Rolle spielt, ist die Situation hier nämlich eine andere. Durch die geographische Nähe zu Tschechien, wo die Droge häufig hergestellt wird, sind auch die Vertriebswege entsprechend kurz. Darüber, dass der koordinierte Kampf gegen diese Modedroge deshalb umso wichtiger ist, waren sich die Anwesenden einig. Marlene Mortler lobte vor diesem Hintergrund ausdrücklich den parteiübergreifend gefassten Kreistagsbeschluss. Während deutschlandweit die kommunalen Ausgaben für die Drogenprävention stagnieren, nahm der Landkreis mit dem Beschluss vom letzten Jahr mehr Geld für dieses Thema in die Hand. Als Landrat war ich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Ich denke, dass uns der rege Austausch aller Teilnehmenden unserem Ziel näher gebracht hat, die Drogenprävention innerhalb des Landkreises Spree-Neiße auf ein neues Fundament zu stellen.
 
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen eines Arbeitsbesuches in Drebkau. Am Vormittag gab es mit Beteiligung beider Verwaltungsspitzen im Feuerwehrgerätehaus der Stadt Drebkau eine interne Gesprächsrunde. Behandelt wurden unter anderem die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, der Sachstand zum Durchfahrtsverbot auf der B 169, der Sachstand zur geplanten Gesamtschule mit GOST am Standort Kolkwitz sowie die FEI Weltmeisterschaften der Zweispänner, welche vom 11. bis 15. September 2019 stattfinden wird. Als Schirmherr der letztgenannten Veranstaltung lade ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, bereits an dieser Stelle ganz herzlich ein! Um mit der regionalen Wirtschaft im guten Kontakt zu bleiben, folgten anschließend zwei Unternehmensbesuche bei der LHD Landhandel Drebkau, Import und Export GmbH und bei der GRANDE und PUJO GbR.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit Beteiligung des Landkreises Spree-Neiße fanden in der vergangenen Woche zwei interessante Veranstaltungen statt. Den Beginn machte am Mittwoch die Fachtagung „Die Vielfalt des Islam an Brandenburger Schulen“, welche im Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße in Cottbus stattfand. Organisiert wurde diese im Rahmen des Projekts Brandenburger Bildungspartnerschaften in der Migrationsgesellschaft 2, der RAA Brandenburg und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg (RAA Cottbus und Trebbin) in Kooperation mit den Integrations- bzw. Migrationsbeauftragten der Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus. Geladen waren vor allem Vertreter aus den unterschiedlichen Bildungsbereichen in Südbrandenburg, die in ihrer täglichen Arbeit mit den Herausforderungen des mitgrationsbedingt verstärkt anzutreffenden Islam an den Schulen konfrontiert sind. Nach den zwei Impulsvorträgen „Religion an Brandenburger Schulen“ und „Die Vielfalt des Islam“ konnten sich die Fachvertreter in sechs parallel stattfindenden Workshops austauschen. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie „Welche unterschiedlichen Lebenswelten und Islamverständnisse gibt es?“, „Wie kann mit Fest- und Feiertagen in einer religiös heterogenen Klasse umgegangen werden?“, „Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern stärken?“ oder „Welche pädagogische Haltung ist im Umgang mit Islamfeindlichkeit und Islamismus unterstützend?“. Das Feedback durch die Teilnehmer war positiv und ich hoffe, dass wir mit dieser Veranstaltung ein Stück weit zur besseren Integration geflüchteter Menschen im Landkreis Spree-Neiße beigetragen haben.

Am Freitag fand in Kooperation mit dem Weißen Ring e.V. eine Podiumsdiskussion zu Opferrechten bei Ermittlungs- und Gerichtsverfahren im Kreistagssaal in Forst (Lausitz) statt. Anwesend waren zahlreiche Gäste aus Polizei, Justiz, Politik und Sozialarbeit. Als gemeinnützige Organisation tritt der Weiße Ring e.V. öffentlich für die Interessen der Betroffenen ein und unterstützt mit Veranstaltungen wie der im Kreishaus den Präventionsgedanken. Mit dieser Arbeit ist er allerdings nicht allein, sondern wird durch ganz verschiedene soziale Dienste im Haupt- und Ehrenamt tatkräftig unterstützt. So gibt es zum Beispiel im Landkreis Spree-Neiße ein sehr gut funktionierendes Netzwerk gegen häusliche Gewalt.

Ein weiterer Arbeitstermin führte mich am Donnerstag nach Spremberg. Dort verabschiedete ich mit Klaus Piersig den langjährigen Regionalstellenleiter der Kreisvolkshochschule. Über 40 Jahre war dieser im Bildungsbereich tätig, 28 Jahre davon als Regionalstellenleiter in Spremberg. Zu seinem wohlverdienten Ruhestand wünschte ich ihm alles Gute und betonte, dass der Ruhestand kein Stehenbleiben, sondern ein ruhiges Weitergehen bedeutet.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie kann der Landkreis Spree-Neiße den demografischen und strukturellen Wandel meistern? Um diese Frage ging es am vergangenen Mittwoch in einem Workshop zur Fortschreibung der Kreisentwicklungskonzeption. Denn auf die durch den Wandel aufgeworfenen Fragen, wie zum Beispiel die nach einer adäquaten Ersetzung von Industriearbeitsplätzen oder die nach einer Sicherung der Daseinsfürsorge, müssen Politik und Verwaltung Antworten finden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Kreisentwicklungskonzeption 2030 mit seinen sechs Handlungsfeldern, die die Teilnehmenden im Rahmen des Workshops besprachen. Impulse erhielt die Veranstaltung durch den Lausitz-Beauftragten des Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Klaus Freytag, sowie durch den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Herrn Maik Bethke. Und auch Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Spree-Neiße, sind dazu aufgerufen sich an der Ausgestaltung der Kreisentwicklungskonzeption zu beteiligen. Vom 01. April bis 03. Juni 2019 finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Spree-Neiße www.lkspn.de unter der Rubrik „Politik & Kreistag“ im Reiter „Kreisentwicklung“ den Entwurfstext vor. Sie können uns gern per Post oder Mail Ihre Hinweise und Stellungnahmen zuschicken. Mehr Informationen finden Sie im aktuellen Amtsblatt.
 
Am Donnerstag führte mich ein Arbeitstreffen in die Gemeinde Neuhausen/Spree, wo ich einen Zuwendungsbescheid für die Sanierung eines Hortgebäudes in Laubsdorf in Höhe von knapp 40.000 Euro an Bürgermeister Dieter Perko und Hauptamtsleiter Torsten Schwieg übergeben konnte. Der kontinuierliche Einsatz für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur der Gemeinde ist vorbildlich. Für dieses zukunftsweisende Projekt stellt der Landkreis eine anteilige Finanzierung mit Mitteln aus dem Landesprogramm zur Sanierung von Kitas gern bereit. Weitere Themen des Arbeitsbesuches waren die Abstufung von Landes- auf Kreisstraßen und die damit einhergehenden Kosten, sowie die aktuelle Situation des Verkehrslandeplatzes Cottbus/Neuhausen und dessen Einbindung in die bereits angesprochene Kreisentwicklungskonzeption.
 
Mit einem Unternehmensbesuch mit Drebkaus Bürgermeister bei der Koalick Beton GmbH ging mein Arbeitstag am Donnerstag weiter. Geschäftsführer Thorsten Koalick hatte vor kurzem 250.000 Euro in den Standort investiert, um eine weitere Produktionslinie in Betrieb zu nehmen. Jetzt stehen in der Produktionshalle die nagelneuen Maschinen zur Schalung von Betonelementen, mit denen zum Beispiel Winkelstützen für den Straßen-, Landschafts- oder Gartenbau hergestellt werden können. Als ehemaliger Bürgermeister von Drebkau freue ich mich natürlich ganz besonders über diese positive Entwicklung, da ich damals die Erschließung und Entwicklung des Gewerbegebietes maßgeblich vorangetrieben habe. Mit großem Interesse nahm ich zu Kenntnis, als mein Nachfolger berichtete, dass mittlerweile fast alle Flächen erschlossen sind. Gemeinsam mit Geschäftsführer Thorsten Koalick arbeitet die Stadt zudem an einer Weiterentwicklung und gerade mit Blick auf den Strukturwandel, sind solche Investitionen von mittelständischen Firmen wie die der Koalick Unternehmensgruppe von unschätzbarem Wert

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine vergangene Arbeitswoche begann am Montag mit einem Termin in unserer schönen Kreis- und Rosenstadt. Gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Bürgermeisterin Simone Taubenek starteten wir symbolisch die Sanierung der 1991 erbauten Forster Schwimmhalle. Rund 1,6 Millionen Besucher hatte diese bis zum Jahr 2017. Auf Grund der guten Auslastung wird sie deshalb nicht das gleiche Schicksal ereilen, wie so viele andere Schwimmbäder der Bundesrepublik, sondern von Grund auf saniert. Ein hoher Betrag an Fördermitteln konnte vom Bund für dieses Projekt eingeworben werden, welches die Stadt Forst (Lausitz) und der Landkreis Spree-Neiße gemeinsam umsetzen. Zu Beginn des Jahres 2021 soll die Schwimmhalle dann spätestens wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei um einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger. Vor allem für die Kleinsten aus unserer Gesellschaft ist es wichtig ein ortsnahes Angebot für den Schwimmunterricht zu haben.
 
Ein weiterer Arbeitstermin führte mich in dieser Woche in die Stadt Cottbus. Hier vereinbarten Sozialdezernentin Maren Dieckmann und ich die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Soziales zu verstetigen. Es war die erste Zusammenkunft unserer beiden Sozialdezernate. Im Mittelpunkt standen die Themen Bildung sowie die Pflege und der Arbeitsmarkt. Wir waren uns mit Frau Dieckmann darüber einig, dass es prägnante Themen gibt, bei denen ein gemeinsames Herangehen und Handeln zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises und der Stadt Cottbus einen Mehrgewinn bedeutet.
 
Um uns an die Wichtigkeit der Frauen und an den Umstand zu erinnern, dass es noch viele Bereiche gibt, in denen diese immer noch nicht gleichberechtig sind, gibt es Veranstaltungen wie die Brandenburger Frauenwoche oder den Internationalen Frauentag. In unserem Landkreis fand unter anderem ein Internationales Frauenfrühstück in Spremberg statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Örtlichen Liga Spremberg, einem freiwilligen Zusammenschluss von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Kirchen sowie ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, sowie vom Migrationsdienst der Diakonie Niederlausitz gGmbH Spremberg und der Freiwilligenagentur Spremberg der Volkssolidarität. Rund 60 Frauen aus ganz unterschiedlichen Kulturen trafen sich dazu im Kontaktcafe der Volkssolidarität, wobei nahezu alle Teilnehmerinnen etwas Leckeres zum Frühstück und zum Erfahrungsaustausch mitgebracht hatten. Auch ich sprach den anwesenden Frauen meinen Dank für ihr großes gemeinsames Engagement aus. Weiterhin fand zur Ehrung derjenigen Mitarbeiterinnen, welche seit 30 oder 35 Jahren in der Kreisverwaltung tätig sind, am Freitagmorgen ein Dankeschön-Frühstück statt. Allen Frauen, denen ich nicht persönlich gratulieren konnte, wünsche ich an dieser Stelle alles Gute und ich hoffe, dass auch Sie einen schönen Frauentag hatten.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
meine vergangene Arbeitswoche konnte ich mit einem sehr erfreulichen Ereignis beginnen. Am Montagmorgen übergab ich gemeinsam mit Lars Gölz, dem Studienleiter des Niederlausitzer Studieninstituts für kommunale Verwaltung, insgesamt 19 Angestellten der Kreisverwaltung ein Zertifikat für die Teilnahme an dem Lehrgang „Ausbildung der Ausbilder“. Aus den unterschiedlichen Fachbereichen und dem Eigenbetrieb Jobcenter nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Herbst an diesem Lehrgang teil, um die Ausbildung der eigenen Nachwuchskräfte in der Kreisverwaltung zu optimieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer Ausbildungspolitik in der Kreisverwaltung ist, dass in den Fachbereichen und Eigenbetrieben qualifizierte und motivierte Ausbildungsverantwortliche die Betreuung der Auszubildenden gewährleisten. Den Angestellten danke ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für ihr Engagement, das sie mit dieser berufsbegleitenden Weiterbildung an den Tag gelegt haben.
 
Am Mittwoch eröffnete ich mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Spree-Neiße und einigen ihrer Kollegen die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ anlässlich der Brandenburgischen Frauenwoche, die bei uns bis Ende April zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen sein wird. Die Ausstellung präsentiert auf insgesamt 17 Plakaten das Leben und Wirken von Elisabeth Selbert, Helene Weber, Frieda Nadig und Helene Wessel. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich ein für uns gar nicht anders zu denkender Satz im Grundgesetz findet, nämlich: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Mit dieser klaren Formulierung im Artikel 3 hat das Grundgesetz 1949 Maßstäbe gesetzt. Im Parlamentarischen Rat, der dieses Grundgesetz vorbereitet und beschlossen hat, waren nur die vier genannten Frauen vertreten. Ohne ihr Engagement, ihre überparteiliche Zusammenarbeit und die vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die vollständige Gleichberechtigung stark machten hätte es Artikel 3 in dieser Form nicht gegeben. Die Ausstellung erinnert auch daran, dass es weiterhin politisches Engagement braucht, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen, denn hierbei gilt, um den Schriftsteller Oscar Wilde zu zitieren: „Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.“
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Spree-Neiße leisten unsere Jägerinnen und Jäger. Um dies zu würdigen, nahm ich am vergangenen Samstag, dem 02. März 2019, am Kreisjägertag in Drachhausen teil. Dabei blickten wir auf das Jagdjahr 2017/2018 im Landkreis Spree-Neiße zurück, in dem sage und schreibe 5.622 Stücken Schwarzwild zur Strecke gebracht wurden. Auch wenn diese Zahlen im Grunde genommen für sich sprechen, so betonte ich in meinem Grußwort dennoch, dass diese Leistung nur durch das persönliche Engagement und das Aufbringen von viel Freizeit erreicht werden konnte. Vor allem mit Blick auf das Verhindern des Ausbrechens der Afrikanischen Schweinepest werden diese Anforderungen nicht weniger werden und genau deshalb sind wir den Jägerinnen und Jägern zu Dank verpflichtet.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
diese Woche stand ganz im Zeichen des Kreistages am Mittwoch, auf dem die Abgeordneten auf meinen Vorschlag hin mit Olaf Lalk einen neuen Ersten Beigeordneten, der weiterhin das Dezernat I Planung, Bau, Umwelt, Kataster, Landwirtschaft und Veterinärwesen leiten wird, sowie mit Michael Koch einen weiteren Beigeordneten wählten, der ab März das Dezernat III für Soziales, Gesundheit, Jugend, Bildung und Kultur führen wird. Olaf Lalk ist neben der übertragenen Leitung des Dezernates seit 2002 eingebunden in die Arbeit des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft und Geschäftsführer der kreiseigenen AGNS GmbH. Seit dieser Zeit hat er die damit verbundenen Aufgaben stets vollumfänglich zum Wohle des Landkreises unter Beweis gestellt. Er besitzt zudem das Vertrauen der Verwaltungsangestellten und einen souveränen, von den Mitarbeitenden geachteten Führungsstil.
Michael Koch ist Oberschulrat am Staatlichen Schulamt in Cottbus und damit zurzeit für 29 Schulen und 400 Beschäftigte verantwortlich. Durch seine leitende Position, die er seit 1992 bekleidet, ist er mit den Aufgaben der Verwaltung vielseitig vertraut. Im Rahmen seiner Tätigkeit hatte er einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Schullandschaft im Süden des Landes Brandenburg und dem Aufbau von Ganztagsschulen. Ich freue mich auf eine ebenso gute wie konstruktive Zusammenarbeit mit meinen beiden Beigeordneten und ich bin mir sicher, dass unsere Verwaltung mit der Wahl dieser fachlich versierten Persönlichkeiten gestärkt wurde.
 
Ein weiterer Termin in der vergangenen Woche führte mich nach Guben, wo vom 21. bis 22. Februar ein vom Euro-Institut und Euroregion Spree-Neiße Bober e.V. gemeinsam organisiertes deutsch-polnisches Symposium stattfand. Thema der Veranstaltung war die Einrichtung eines unbürokratischen und grenzüberschreitenden Rettungsdienstes, den wir auf kreislicher Ebene schon seit geraumer Zeit vorantreiben und der nun immer konkretere Züge annimmt. In meiner Eröffnungsrede betonte ich, dass ich mir von der Tagung wertvolle Impulse in Richtung der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung eines grenzüberschreitenden Rettungsdienstes erhoffe, um so die europäische Integration weiter voranzubringen. Während der Veranstaltung gab es deshalb unter anderem auch Workshops, in denen die deutschen und polnischen Vertreter aus den Regional- und Landesverwaltungen sowie aus den Gesundheitsministerien und der Rettungsdienste weiter an der entsprechenden Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Kooperation arbeiteten.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in meinem letzten Blog ging es vorrangig um den Abschlussbericht der Kohlekommission und die damit verbundenen Herausforderungen durch den Strukturwandel für unsere gemeinsame Zukunft. Um diese erfolgreich zu gestalten müssen Bürger, Wirtschaft, Verwaltung und Politik an einem Strang ziehen, weshalb ein kontinuierlicher Austausch zwischen diesen aus meiner Sicht unerlässlich ist. Aus diesem Grund führe ich regelmäßig in unserem Landkreis sowie darüber hinaus Arbeitsbesuche bei Vereinen, Verbänden, Organisationen, Unternehmen oder Institutionen durch. Einer dieser Besuche führte den Geschäftsführer unserer kreislichen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und mich am vergangenen Montag in das Industriegebiet in Spremberg zu den Experten für Hochleistungskunststoffe der Erhard Hippe KG, das dort neben dem Unternehmenssitz in Hildesheim bei Hannover seit 1995 noch ein weiteres Werk betreibt. Vorrangig geht es mir bei solchen Besuchen stets um die Fragen, wie es um die Unternehmen vor Ort steht, welche Bedarfe sie haben und in welcher Form der Landkreis sie unterstützen kann. Beim gemeinsamen Rundgang durch das Werk mit Geschäftsführer Michael Hippe vorbei an modernster Produktionstechnik tauschten wir uns vor allem über die Themen Azubi- und Fachkräftegewinnung aus sowie über die Zukunftsperspektiven des Unternehmens. Hierbei betonte der Geschäftsführer, dass der über 100 Mitarbeiter umfassende Betrieb grundsätzlich ausbilde, um diese Fachkräfte zu übernehmen. Auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem neue Werkstoffe konzipiert werden, konnte ich mir ansehen. Dass dieser Innovationsmotor in der Perle der Lausitz angesiedelt wurde, sehe ich persönlich als Vertrauensbeweis in die Zukunftsfähigkeit des Landkreises Spree-Neiße als Wirtschaftsstandort an. Der Erhard Hippe KG wünsche ein weiterhin starkes Wachstum mit dem wir die Herausforderungen des strukturellen und demografischen Wandels ein Stück weit meistern können.

Ein weiterer Termin in dieser Woche führte mich in unseren polnischen Partnerlandkreis Zielona Góra, in dem jüngst Landrat Krzysztof Romankiewicz wiedergewählt wurde. Ihm zur Wiederwahl zu gratulieren, war natürlich nicht mein einziges Anliegen, denn mein Hauptziel bestand darin, weitere Gespräche über gemeinsame Projekte und Pläne zu führen. Vor allem mit Blick auf die derzeit stattfindenden Gespräche auf EU-Ebene zu den INTERREG-Fördermitteln waren wir uns darüber einig, dass diese nicht gekürzt, sondern mindestens auf gleichem Niveau beibehalten werden sollten, um die europäische Kooperation und Integration weiter voranzutreiben. Mit Blick auf die Zukunft freue ich mich auf eine weiterhin sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
jüngst wurde der 278-Seiten starke Bericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ veröffentlicht. Um die Folgen dieses Konsens für das Lausitzer Revier vorzustellen, hatte Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke Ende vergangener Woche kurzfristig die kommunalen Vertreter der Region zu einer Versammlung ins Stadthaus nach Cottbus eingeladen. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem aus den Fehlern der 1990er Jahre zu lernen und zu verhindern, dass die Lausitz erneut Verlierer einer gesamtdeutschen Strukturentwicklung im Energiebereich wird. Zum Gelingen dieser Kraftaufgabe kann der vorgelegte Kompromiss durch einen Staatsvertrag mit dem Bund über mehrere Milliarden Euro an Strukturhilfen mit steuerlicher Förderung von Wissenschaft, Forschung und Clustern in der Lausitz und der in Aussicht gestellten Ansiedlung einer Bundesbehörde einen wichtigen Beitrag leisten. Der große Wermutstropfen bleibt dabei allerdings das starre Festhalten an einem Ausstiegsdatum. Ein solches sollte nach meinem Dafürhalten erst dann beschlossen werden, wenn ersichtlich ist, wie den Menschen in unserer Region eine Perspektive aufgezeigt und wie das Problem der bedarfsgerechten Nutzung bei den erneuerbaren Energien gelöst werden kann. Solange sich die Stromproduktion bei den erneuerbaren Energien auf Grund der Witterungsabhängigkeit durch eine starke Schwankungsanfälligkeit auszeichnet und dadurch weder eine Versorgungssicherheit noch stabile Strompreise für die Bürgerinnen und Bürger gegeben sind, macht ein dogmatisch vorangetriebener Ausstieg aus der konventionellen Stromerzeugung keinen Sinn. Weiterhin sehe ich es als unerlässlich an, bei dieser Thematik eine Einigung auf europäischer Ebene anzustreben, denn wenn wir unsere Kohlekraftwerke abschalten und anderswo gleichzeitig neue entstehen, bringt das Ganze nichts. Die zügige Umsetzung der Beratungsergebnisse in Gesetzesform ist das, was die Arbeitnehmerschaft in den Lausitzer Tagebauen, der Betreiber LEAG, die Einwohnerinnen und Einwohner in den Kommunen sowie kommunalpolitische Vertreter vom Bund jetzt erwarten – so zumindest mein Eindruck während der Versammlung. Für Spree-Neiße setze ich besondere Hoffnungen in das Lausitzcluster Energie, bei dem die Entwicklung und Ansiedlung von Speichertechnologien an den Kraftwerksstandorten Boxberg, Jänschwalde und Spremberg vorangetrieben werden sollen. Das ist echte Wertschöpfung aus den betroffenen Regionen heraus, und nur so kann uns der Strukturwandel nachhaltig gelingen. Auf kreislicher Ebene werden wir alles Mögliche dafür tun, um diese Prozesse konstruktiv zu begleiten.

Liebe Leserinnen und Leser, kommen wir zu einem völlig anderen Thema. Seit dieser Woche steht es fest: Die diesjährige Internationale Folklorelawine wird vom 21. bis 23. Juni 2019 in Lübbenau/Spreewald, Forst (Lausitz) und Cottbus stattfinden. Unser Festival hat sich mittlerweile rund um den Globus einen sehr guten Ruf erarbeitet, sodass wir auch in diesem wieder zahlreiche Bewerbungen von Ensembles aus der ganzen Welt erhalten haben. Auf dieses Renommee bin ich als Landrat sehr stolz und ich freue mich schon jetzt, dass in diesem Jahr in der Kreisstadt Forst (Lausitz) der Rosengarten für die Folkloristen zur Verfügung steht und die Folklorelawine in Cottbus zum Stadtfest eine Bühne auf dem Altmarkt bekommt. Eine erste Auswahl der Gruppen ist getroffen und nun beginnen die konkreten Abstimmungen. Aber eins ist so sicher: Unsere Schotten aus dem Spree-Neiße-Partnerkreis East-Lothian sind auch 2019 wieder dabei. Wie in den letzten Jahren wird die rbb-Landeswelle Antenne Brandenburg als Medienpartner die Veranstaltung begleiten und Moderator Christian Matthée wird wie gewohnt mit seiner sympathischen Art durch das Programm führen. Freuen Sie sich jetzt also schon auf das Folklorefestival mit über 300 Sängern, Tänzern und Musikern aus vier Kontinenten und streichen Sie sich dieses Wochenende im Kalender an.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
in dieser Woche ging meine Bestandsaufnahme zur Situation der Rettungswachen des Landkreises Spree-Neiße weiter. Dafür besuchte ich am Donnerstagmorgen zunächst die Rettungswache in der Fischerstadt Peitz und anschließend die in der Europastadt Guben. Erneut fanden sich hierbei ganz unterschiedliche Ausgangslagen und Herausforderungen, die wir in Zukunft angehen werden.

Zunächst stand der Besuch der Rettungswache in Peitz auf dem Programm. Die dortige Wache ist mit zehn Rettungssanitätern, davon zwei Frauen, 24 Stunden am Tag besetzt, wie mir Wachleiter Ben Mangelsdorf vor Ort mitteilte. Die Wache betreibt zwei Rettungswagen. Auf Grund der Konstruktion der Zufahrt werden die Signale der Rettungswagen sehr laut an die Umgebung übertragen. Um zur Hauptstraße zu gelangen, müssen die Lebensretter u.a. an einer Schule und an einem Altenheim vorbei fahren. Diese Situation verbessert sich nun mit dem Umzug der Wache an einen neuen Standort, der eine direkte Zufahrt zum Malxebogen hat. „Von dort aus sind alle Rettungswege offen und schnell zu erreichen“, so Ben Mangelsdorf während unseres Gesprächs.

Im Anschluss ging es weiter zur Gubener Rettungswache, die mit 30 Rettungssanitätern, einem Azubi und vier Rettungswagen eine der größten des Landkreises ist. Weiterhin weist sie den höchsten Frauenanteil der Rettungswachen in Spree-Neiße auf. Vor kurzem wurden zwei neue Defibrillatoren angeschafft, die neben dem Blutdruck auch den CO2-Gehalt des Atemstroms messen oder ein Elektrokardiogramm der Herzaktivitäten auswerten können. Diese Werte können anschließend auf einem Tablet-PC übertragen und in das digitale Rettungsdienstprotokoll übernommen werden, sodass diese lebenswichtigen Daten auf direktem Weg in das zuständige Krankenhaus gelangen. Im Wettlauf mit der Zeit kann dieser Einsatz modernster Technik in einem Notfall Leben retten.

Ein anderer Termin führte mich am Donnerstagmittag ins Oberstufenzentrum I Spree-Neiße, das direkt gegenüber der Kreisverwaltung in Forst (Lausitz) liegt. Dort verabschiedete ich mit Konrad Rachow einen altgedienten Schulleiter, der in insgesamt 21 Dienstjahren stets ein vorbildliches Engagement für die Schülerinnen und Schüler an den Tag gelegt hatte. Ich wünschte dem bevorstehenden Ruheständler für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Auch mein Donnerstagabend stand ganz im Zeichen der Schülerinnen und Schüler. Diesmal allerdings im Rahmen eines Preisträgerkonzertes in Spremberg, das anlässlich der hervorragenden Leistungen unserer musikalischen Nachwuchstalente beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ stattfand. Dieser wurde für die Region Brandenburg Süd in der Stadt Spremberg an unterschiedlichen Spielstädten vom 17. bis 19. Januar 2019 ausgerichtet. Vielleicht war es genau dieser Heimvorteil, der dafür gesorgt hatte, dass die Nachwuchstalente der Musik- und Kunstschule des Landkreises insgesamt sechs 2. Preise, zwölf 1. Preise und noch einmal fünf 1. Preise mit einer Delegierung zum Landeswettbewerb in Eberswalde entgegennehmen konnten. In jedem Fall sage ich „Vielen Dank!“ für die tollen Leistungen und wünsche den Schülerinnen und Schülern, die beim Landeswettbewerb teilnehmen, alles Gute und viel Erfolg.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
eine sehr ereignisreiche Woche liegt hinter mir. Am vergangenen Montag bin ich gemeinsam mit deutschen und polnischen Vertretern der Euroregion Spree-Neiße Bober aus Brüssel zurückgekehrt. Auf Einladung des Europaabgeordneten Dr. Christian Ehler führte ich dort Gespräche zur Zukunft der EU INTERREG-Förderung.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch deutlich gemacht, dass wir innerhalb der Euroregion Spree-Neiße-Bober/Sprewa-Nysa-Bobr themenübergreifend noch stärker mit unseren polnischen Partnern zusammenarbeiten wollen. Ich hoffe hierbei, dass uns dafür auch nach 2020 die entsprechenden Rahmenbedingungen ermöglicht werden. In jedem Fall werden wir diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten, um so die Lebensbedingungen der Menschen auf beiden Seiten der Neiße weiter voranzubringen.

Am Dienstag war ich auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Neuhausen/Spree zu Gast. Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Perko ließen wir das vergangene Jahr Revue passieren und wiesen auf anstehende Projekte wie zum Beispiel den Breitbandausbau hin. Im Juli vergangenen Jahres wurden vom Bund die Förderrichtlinien im Rahmen des Ausbauziels einer Gigabitgesellschaft geändert, sodass die entsprechenden Förderanträge noch einmal überarbeitet werden mussten. Auch wenn hier als Nachteil eine zeitliche Verzögerung entsteht, so überwiegen doch die Vorteile in Form eines deutlich schnelleren und zukunftsfähigeren Internets.

Um die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises ging es auch am Mittwoch auf einer Projektpräsentation zur Kreisentwicklung. Zahlreiche Studierende des Fachgebiets Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg erarbeiteten im Rahmen von Bachelor-Projekten, was nach dem Ende der Braunkohle kommen könnte. Die jungen Nachwuchswissenschaftler hatten interessante Ideen und Ansätze mitgebracht, die sie unseren Sachgebiets- und Fachbereichsleitern sowie unseren Dezernenten und natürlich auch mir vorstellten. Zunächst erfolgte hierfür eine Darstellung ihrer Analysen, bei welchen sie ausführlich die Stärken, Schwächsen, Chancen und Risiken der insgesamt sechs Handlungsfelder Landwirtschaft, Altlasten, Energie, Kreative, Handwerk und Tourismus untersucht hatten, um daran anschließend ihre Ideen für eine Bewältigung der jeweiligen Herausforderungen darzulegen - und wer weiß, vielleicht schafft es die eine oder andere Idee tatsächlich in unsere Kreisentwicklungskonzeption. Anregend war die Projektpräsentation in jedem Fall und an dieser Stelle danke ich den Studierenden noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement.
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
um meine Bestandsaufnahme zur Situation der Rettungswachen im Landkreis Spree-Neiße zu vervollständigen, besuchte ich in dieser Woche die Standorte in Döbern, Forst (Lausitz) und Burg (Spreewald). Erneut wurde ich dabei von meiner zuständigen Fachbereichsleiterin bzw. meinem zuständigen Dezernenten begleitet. Hierbei fand ich durchaus verschiedene Situationen in den Rettungswachen vor, was dem Umstand geschuldet ist, dass diese sich in Alter, Größe und Personalbesetzung unterscheiden. So hat zum Beispiel die Rettungswache in Burg (Spreewald) ein kreisübergreifendes Einzugsgebiet, was eine große Herausforderung mit Blick auf die Einhaltung der Hilfsfrist für die Rettungssanitäter vor Ort ist. Da sich die Rettungswache zum einen das Gebäude mit der Feuerwehr und der Polizei teilt und da die Einsätze zum anderen durch den Status von Burg als Kurort und durch die Rehaklinik stetig steigen, ist diese mittlerweile an eine Kapazitätsgrenze gestoßen. Momentan wird deshalb über die Erweiterung der Wache nachgedacht, welche sich an dem Standort aufgrund der Lage nicht ohne weiteres realisieren lässt. Demgegenüber ist die Situation in Döbern eine andere, denn bei dieser handelt es sich um eine der neusten und technologisch fortschrittlichsten Rettungswachen im gesamten Landkreis. Sie ist gerade einmal anderthalb Jahre alt und wird des Weiteren als Ausbildungsstätte für Rettungssanitäter genutzt. Das Einzugsgebiet der Rettungswache Döbern erstreckt sich bis nach Sachsen. Bei der Rettungswache in Forst (Lausitz) handelt es sich um die größte im ganzen Landkreis, jedoch auch um die älteste, da sie bereits 1994 fertiggestellt wurde. Momentan hat die Forster Rettungswache drei Auszubildende und vor Ort ließ ich mir es nicht nehmen, ein Gespräch mit den Azubis des ersten Lehrjahres über ihre bisherigen praktischen Erfahrungen zu führen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich in allen Rettungswachen trotz des stressigen Berufs äußerst motivierte Menschen vorfand, denen ich an dieser Stelle noch einmal meinen Dank für ihre wichtige Arbeit aussprechen will. Sie können sich sicher sein, dass wir Sie auch in Zukunft unterstützen werden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am Dienstagmorgen konnte ich die traditionell in den Gewändern der Heiligen drei Könige gekleideten Sternsinger bei uns in der Kreisverwaltung begrüßen. Diese ziehen in unsere Kreisstadt nach Weihnachten bis Mitte Januar von Haus zu Haus. Auch der Kreisverwaltung brachten Sie den Segen „20*C+M+B*19 – Gott segne dieses Haus“ für das Jahr 2019. Die Kinder der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden aus Forst (Lausitz) sind mit ihren Gewändern bekannt im Stadtbild und werden jedes Jahr von vielen Bewohnern bereits freudig erwartet. Beim Sammeln der Spenden, die in diesem Jahr an behinderte Kinder in Peru gehen, erzielten die Sternsinger mit über 5.000 Euro einen Rekord. Als Landrat bin ich natürlich Stolz auf diese große Spendenbereitschaft in unserer Kreisstadt.

Das neue Jahr beginne ich in der Regel mit Kreisbereisungen, bei denen ich eine bestimmte Branche besuche, um mich vor Ort über den aktuellen Sachstand zu informieren. Waren dies im letzten Jahr die landwirtschaftlichen Betriebe, so sind es in diesem Jahr die Rettungswachen des Landkreises Spree-Neiße. Am Mittwoch war ich deshalb in den Rettungswachen in Drebkau und Spremberg zu Gast. Dort verschaffte ich mir einen Überblick und konnte mich über Neuerungen wie die Ausbildung von Rettungssanitätern überzeugen. Bei einem Rundgang vor Ort sprach ich mit dem jeweiligen Wachleiter, den Rettungssanitätern und Ben Mangelsdorf vom Falck Rettungsdienst nicht nur über anstehende Herausforderungen, sondern nahm auch Anregungen mit. Dabei wurde unter anderem über die Kapazitätsgrenze in der Rettungswache Spremberg gesprochen. Hier gilt es in den kommenden Monaten nach einer geeigneten Lösung zu suchen.

Direkt im Anschluss fand ein Pressegespräch in der Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ des Landkreises Spree-Neiße zum Regionalwettbewerb Süd „Jugend musiziert“ statt, der mittlerweile zum 56. Mal durchgeführt wird und zwar diesmal an sechs Austragungsorten in Spremberg. Es freute mich sehr zu verkünden, dass insgesamt 298 junge Künstlerinnen und Künstler an dem Wettbewerb teilnehmen und vom 17. bis 19. Januar 2019 an verschiedenen Instrumenten ihr Können unter Beweis stellen. Für das kulturelle Leben in unserem Landkreis leisten die Musikschule und ihre Lehrerinnen und Lehrer einen bedeutenden Beitrag, ebenso wie die Sparkasse Spree-Neiße, die den Wettbewerb als Hauptsponsor tatkräftig unterstützt. Dadurch ist eine enorm hohe Qualität dieses Wettbewerbes möglich, auf die wir als Landkreis stolz sein können.

Am Donnerstagabend nahm ich am Neujahrsempfang und am Unternehmerstammtisch der Gemeinde Kolkwitz teil. Ich schätze diese Veranstaltung sehr, da sie jedes Mal eine hervorragende Gelegenheit ist, um in kurzer Zeit mit vielen Akteuren der lokalen Wirtschaft vor Ort direkt ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam schauen wir dann auf das vergangene Jahr zurück, also welche Herausforderungen wir gemeistert haben, und blicken gemeinsam in die Zukunft und zwar auf die Baustellen, die noch offen sind. So mussten wir zum Beispiel kurzerhand auf eine Kündigung des Trägers im multifunktionalen Sozialzentrum reagieren, der im letzten Jahr bei den Bürgerinnen und Bürgern für große Unruhe sorgte. Der Träger hatte sich dazu entschieden, die Arbeit im Familientreff und im Netzwerk Gesunde Kinder ab 2019 nicht mehr fortzuführen. Mit großer und zielorientierter Unterstützung der Gemeindeverwaltung und des Bürgermeisters ist es uns als Kreisverwaltung jedoch gelungen, neue Partner zu finden, die die Angebote im Familientreff und im Netzwerk Gesunde Kinder fortführen. Seit dem 01. Januar 2019 trägt die Stiftung SPI den Familientreff und die Lausitz Klinik Forst das Netzwerk Gesunde Kinder.