Pressemitteilung Nr. 172/2026, 23.06.2026
Informationen zur Impfung von Geflügel gegen die Newcastle-Krankheit sowie Hinweise zu Hitzestress bei Geflügel
In diesem Jahr wurden erstmals seit rund 30 Jahren wieder Fälle der Newcastle-Krankheit (ND) in Deutschland festgestellt, darunter auch Fälle in Beständen des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa. Die Newcastle-Krankheit (ND), auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet, ist eine hochansteckende Viruserkrankung des Geflügels. Vor diesem Hintergrund werden Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter eindringlich darum gebeten, Ihre Bestände besonders aufmerksam zu beobachten. Insbesondere auf folgende mögliche Krankheitsanzeichen sollte geachtet werden:
- Teilnahmslosigkeit
- Fressunlust
- Durchfall
- Atembeschwerden
- neurologische Auffälligkeiten (z. B. Gleichgewichtsstörungen oder Lähmungserscheinungen)
- erhöhte Tierverluste bzw. plötzlich vermehrtes Verenden von Tieren
Hinweis zur Impfflicht
Unabhängig von geltenden Tierseuchen-Allgemeinverfügungen besteht für Hühner und Truthühner eine gesetzlich vorgeschriebene Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit. Das Veterinäramt weist alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter nochmals auf diese Verpflichtung hin. Bei amtlichen tierseuchenrechtlichen Kontrollen müssen die Durchführung der vorgeschriebenen Impfungen durch entsprechende Impfbescheinigungen oder andere geeignete Nachweise seitens der Halterinnen und Halter nachgewiesen werden. Die erforderlichen Impfstoffe können über entsprechende Tierarztpraxen erhalten werden.
Folgende Tierarztpraxen bieten derzeit unter anderem die Ausgabe von Impfstoff an:
Tierarztpraxis Dr. Ines Schulze
Spremberger Straße 31
03149 Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca)
Telefon: 03562 90488
Telefax: 03562 6986906
E-Mail: info@tierarzt-lausitz.de
Frau Dr. Schulze gibt am Samstag, den 27.06.2026, Impfstoff aus.
Tierarztpraxis Turnow – Doreen Judis
Wiesenweg 12
03185 Turnow-Preilack/Turnow-Pśiłuk
Telefon: 035601 802915
Mobil: 0171 4508016
E-Mail: kontakt@tierarztpraxis-turnow.de
Die Ausgabe erfolgt bis Anfang August jeweils jeden zweiten Mittwoch.
Bitte melden Sie sich vorab zwingend bei der jeweiligen Tierarztpraxis an.
Hitzestress bei Geflügel
Insbesondere bei den anhaltenden, hohen Temperaturen müssen Geflügelbestände vor der Hitze geschützt werden. Im Auslauf sollte ausreichend luftige Beschattung (Vorsicht Wärmestau) und frisches kühles Trinkwasser überdacht angeboten werden. Hilfreiche Maßnahmen zum Schutz von Geflügel bei Hitze finden Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter zusammengefasst in den Niedersächsischen Hitzemerkblättern, die unter folgenden Links abgerufen werden können:
Masthühner, ähnlich für anderes Mastgeflügel (außer Wassergeflügel)
Protected link to laves.niedersachsen.de
Jung- und Legehennen, ähnlich für Elterntiere
Protected link to laves.niedersachsen.de
Puten
Protected link to laves.niedersachsen.de
Pekingenten, ähnlich für Warzenenten, Mularden und Gänse
Protected link to laves.niedersachsen.de
TVT Merkblatt Nr. 100: Die Vermeidung von Hitzeschäden bei landwirtschaftlichen Nutztieren (Geflügel, Schweine, Rinder)
Protected link to fokus-tierwohl.de
Bei Fragen können sich Tierhalterinnen und Tierhalter auch gern an das Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa unter veterinaeramt@lkspn.de oder telefonisch unter 03562 986-13999 wenden.
Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa
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