Pressemitteilung Nr. 255/06, 11.10.2006

''Der Wahlkampf lässt (scheinbar?) grüßen!''

Landrat Dieter Friese zu einer ''Absage'', die gar keine war

Nachdem sich bereits die Mitglieder des Landtages Monika Schulz (CDU) und Birgit Wöllert (DIE LINKE.PDS) aufgerufen sahen, sich über meine angebliche „Absage“ (die ich im Übrigen eher als „Terminverschiebung“ angesehen habe) eines Gespräches mit Herrn Kelch vor der Oberbürgermeister-Wahl in Cottbus, äußert sich nunmehr auch Torsten Schubert (AUB). Er stellt den Fakt donnernd gleich mit „selbstherrlicher Verweigerung“ und zudem auf die gleiche Stufe der „Verhaltensweisen der zu Recht deshalb abgewählten Oberbürgermeisterin“. – ES fehlt jetzt also nur noch die Entrüstung der F.D.P. und der Frauenliste – dann wäre das Cottbuser Bündnis gegen den Landrat perfekt!

Ich darf zunächst daran erinnern, dass ich nicht im Wahlkampf um den Cottbuser OB-Posten stehe! Deshalb kann ich mir auch den Luxus erlauben, ohne Polemik und Manipulationsabsichten die Fakten anzusprechen, und möchte daher klarstellen:

Die viel zitierte Gesprächs“absage“ auf eine mündliche Anfrage des Herrn Kelch erfolgte in einem Telefongespräch zwischen unseren beiden Sekretariaten; ein persönliches Gespräch zwischen uns beiden fand also gar nicht statt. Meine Überlegung diesbezüglich war lediglich der Tatsache geschuldet – und so wurde es Cottbus auch übermittelt – das Wahlergebnis abwarten zu wollen, um danach mit dem mit allen Kompetenzen ausgestatteten Oberbürgermeister zu sprechen. Wohlgemerkt also: Ohne Öffentlichkeit! Ohne Polemik! Ohne parteipolitische Hintergedanken meinerseits!

Um so erstaunter war ich dann über die öffentlichkeitswirksame Verarbeitung durch Herrn Kelch vor der letzten Stadtverordnetenversammlung in Cottbus. – Der Wahlkampf lässt (scheinbar?) grüßen! ... jedenfalls gibt mir sein Verhalten zu dieser Vermutung Recht!

Unter dem Strich bleibt doch aber festzustellen, dass Cottbus (!) durch einen nicht öffentlichen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ohne Vorankündigung aus dem Tourismusverband Spreewald e.V. ausgetreten ist und über Monate und Jahre eben nicht auf die mehrmaligen Angebote und Nachfragen des Tourismusverbandes reagiert hat, die darauf zielten, die Stadt wieder zum Mitwirken zu bewegen.

Abschließend sei mir die Bemerkung erlaubt, dass es auch Kritikern gut zu Gesicht steht, sich zu informieren, bevor man gegen Jemanden zu Feld zieht und seinen Namen dafür hergibt ...


Dieter Friese, Landrat des Landkreises Spree-Neiße
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