Pressemitteilung Nr. 61/2021, 04.03.2021

Ein Plus von 1700 Richtungsfahrten und 300.000 Fahrplankilometer jährlich: Öffentlicher Personennahverkehr im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa folgt neuem Zeitplan

Seit Dezember 2020 ist der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa nach einem neuen Fahrplan getaktet. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet der Wechsel einen Zugewinn von 300.000 Fahrplankilometern und 1700 Richtungsfahrten an Schultagen im Jahr. Viele Gemeinden gewinnen neue Umsteigemöglichkeiten, die sie häufiger als bisher an die Mittelzentren Spremberg, Forst, Guben und das Oberzentrum Cottbus anbinden.
 
Der Beschluss des Kreistages beinhaltete seinerzeit zwei Ziele: Erstens, die Schülerinnen und Schüler im Landkreis sollten im Zuge eines Fahrplanwechsels auf mehr Rückfahrten zu ihren Wohnorten zurückgreifen können. Zum Zweiten sollten auch kleinere Ortsteile besser angebunden werden. Bereits seit 2007 profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden auf den Kernlinien des Linienbündels Ost vom Spree-Neiße-Takt, der von Montag bis Freitag Fahrten im stündlichen Rhythmus vorhält. Im Januar und November 2019 sind die Reiseverbindungen durch mehrere PlusBus-Linien im gesamten Landkreis zusätzlich aufgestockt worden. Mit dem neuen Fahrplan ab 13.12.2020 hat der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa das bestehende Angebot über den gesamten Tag ausgeweitet.  
 
Zahlreiche bisher nicht getaktete Linien verkehren jetzt im stündlichen Rhythmus an Schultagen sowie zweistündlich an Ferientagen. Für die Schülerinnen und Schüler der im Kreisgebiet ansässigen öffentlichen Schulen bietet der neue Fahrplan täglich in der Zeit von 12 bis 16 Uhr mindestens drei Rückfahrten. Im Zuge der Änderungen war es erforderlich, das gesamte Liniennetz anzupassen. Die Bedingungen an den neuen Fahrplan waren komplex: Das Ziel war, die Linienleistungen zu verknüpfen, bestehende Angebote des Schienenverkehrs konsequent einzubinden und mehr individuelle Rufbusfahrten zu ermöglichen – aber auch Parallelverkehr und Leerfahrten zu vermeiden.
 
Carsten Billing, Dezernent für Wirtschaft, Finanzen, Ordnung, Sicherheit und Verkehr: „Für viele bringen die Änderungen ein größeres Angebot und vielfältigere Anbindungen mit sich – besonders für Bewohnerinnen und Bewohner kleinerer Orte. Neben veränderten Linienführungen und –nummern sind dafür auch teilweise neue Umstiege nötig. Der Rhythmus wurde so geplant,  dass Anschlussverbindungen mit kurzen Wartezeiten an einer Reihe von neuen Netzknotenpunkten gewährleistet sind.“
 

Neu gewonnene Anbindungen sind (exemplarisch):
 

  • Die Anbindung des Ortsteils Reuthen der Gemeinde Felixsee an die Stadt Spremberg erweitert sich auf ein nahezu stündliches Angebot: Vor der Umstellung war Reuthen in Richtung Spremberg mit vier Hin- und drei Rückfahrten angebunden. Im neuen Fahrplan haben die Einwohnerinnen und Einwohner mit 12 Hin- und 14 Rückfahrten die Möglichkeit, in Richtung Spremberg zu reisen – sowohl mittels Umsteige- als auch Direktverbindungen. 
  • Der Ort Raden in der Gemeinde Neiße-Malxetal ist mit dem neuen Fahrplan stärker in Richtung Döbern angebunden: Insbesondere in den Vormittagsstunden gibt es zusätzliche stündliche Fahrten in beide Richtungen in der Zeit von 8 bis 11 Uhr. Vor dem 13.12.2020 bestand hier keine Reisemöglichkeit.
  • Die Zahl der Fahrten vom Ortsteil Spremberg-Pulsberg von und nach Spremberg erhöht sich von zwei Fahrten vormittags und drei nachmittags auf ein nahezu stündliches Angebot.
  • Der Gemeindeteil Klinge in der Gemeinde Wiesengrund ist mit 10 stündlichen Fahrten an die Stadt Forst angebunden – beim bisherigen Fahrplan waren nur zwei Hin- und vier Rückfahrten täglich vorgesehen.  
  • Das Gubener Umland ist umfangreicher an die Stadt Guben angebunden. Die bisherigen Verbindungen zum Ortsteil Grano der Gemeinde Schenkendöbern wurden mehr als verdoppelt: Der Bewohnerinnen und Bewohner können jetzt auf ein nahezu stündliches Angebot in beide Richtungen zurückgreifen. Demgegenüber standen bis zum 13.12.2020 nur je 4 Hin- und Rückverbindungen zur Verfügung. 
Carsten Billing, Dezernent für Wirtschaft, Finanzen, Ordnung, Sicherheit und Verkehr: „Wir sind uns bewusst, dass jede Änderung des Fahrplans auch mit Änderungen für die Gewohnheiten der Fahrgäste verbunden ist. Gern nehmen wir Hinweise und Fragen der Bürgerinnen und Bürger auf. In Zusammenarbeit mit dem von uns beauftragten Verkehrsunternehmen arbeiten wir stetig an weiteren Optimierungen.“
 
Auf der Suche nach einer passenden Verbindung steht Reisenden auch die Fahrplaninfo des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg unter www.vbb.de zur Verfügung.


Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa
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