Pressemitteilung Nr. 32/2026, 30.01.2026
Industrielle Investitionen stärken regionale Beschäftigung
Die wirtschaftliche Schwächephase im Jahr 2025 – ausgelöst durch globale Unsicherheiten, eine geringe Konsumnachfrage und eine rückläufige Industrieproduktion – hat den Arbeitsmarkt im Landkreis Spree Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa deutlich belastet. Besonders die Schließungen in der regionalen Glasindustrie führten zu Stellenverlusten und einer insgesamt vorsichtigen Einstellungspolitik vieler regionaler Betriebe.
Gleichzeitig setzen neue Industrieansiedlungen wichtige positive Impulse. Sie schaffen zusätzliche Arbeitsplätze und eröffnen neue Perspektiven für Menschen, die eine Beschäftigung suchen.
Ein wesentlicher Impuls geht vom deutsch-kanadischen Cleantech-Unternehmen Rock Tech Lithium Inc. aus, das am Standort Guben seinen ersten europäischen Lithium-Konverter – eine Produktionsanlage für batteriefähiges Lithiumhydroxid – errichtet. Für den geplanten Produktionsstart im Jahr 2026 werden Fachkräfte für Betrieb, Wartung, Labor und Verwaltung gesucht. Zu den ausgeschriebenen Positionen zählen unter anderem Elektrotechniker, Rohrleitungsbauer, Qualitätsmanager, HSE Manager, IT-Support, Produktionsplaner, HR Business Partner, Controller, Labortechniker, Maschinen- und Anlagenführer, Mitarbeiter im Kontrollraum, Lagermitarbeiter sowie Radlader-Fahrer (m/w/d).
Auch das US‑amerikanische Unternehmen Jack Link’s, das in Guben seine zweite deutsche Produktionsstätte betreibt und dort unter anderem die Minisalami „BiFi“ produziert, stellt zusätzliches Personal ein. Gesucht werden vor allem Automatisierungstechniker, Elektriker bzw. Mechatroniker, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Produktionsplaner und Versorgungstechniker. (m/w/d).
Die Werkleitung des Jobcenters Spree-Neiße, Sandra Kattwinkel, betont die Bedeutung dieser Ansiedlungen: „Die aktuellen Investitionen zeigen, dass der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt. Die entstehenden Arbeitsplätze bieten den Arbeitsuchenden neue Chancen auf nachhaltige Beschäftigung.“
Parallel dazu besteht weiterhin ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften in technischen Berufen (Automatisierungstechnik, Elektroniker, Fachlagerist (m/w/d)), der Pflege (vom Alltagsbegleiter/ Hauswirtschaftskraft bis Pflegefachkraft (m/w/d)), im Transportwesen (Berufskraftfahrer/ Omnibusfahrer (m/w/d)) sowie im kaufmännischen Bereich (Bilanzbuchhalter, HR, Recruiter (m/w/d)). Das Jobcenter unterstützt hierbei mit vielfältigen Angeboten zur beruflichen Weiterbildung und Umschulung.
„Der Arbeitsmarkt verlangt zunehmend spezialisierte Kompetenzen. Deshalb fördern wir gezielt Qualifizierungen und beraten die Unternehmen bei der Stellensuche. Mit unserem Arbeitgeberservice und Fallmanagement unterstützen wir dabei, dass die Stellenbesetzung mit einer passenden Förderung möglich wird. Nähere Auskünfte erhalten Sie sowohl über unsere Homepage (www.jobcenter-spree-neiße.de) als auch direkt über unseren Arbeitgeberservice (Tel. 03562 986-15572, E-Mail: jobcenter.arbeitgeberservice@lkspn.de)“, so Frau Kattwinkel weiter.
Arbeitsmarkt in Spree-Neiße zum Jahresbeginn: Anstieg der Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Spree‑Neiße/Wokrejs Sprjewja‑Nysa ist im Januar 2026 saisonbedingt auf 6,7 Prozent gestiegen. Waren im Januar 2025 noch 3.652 Personen arbeitslos gemeldet, sind es in diesem Jahr 3.824. Das sind 172 Personen mehr als im Vorjahr.
Getrennt nach Rechtskreisen entwickelten sich die Arbeitslosenzahlen für Januar 2026 folgendermaßen:
Rechtskreis SGB III: Im Januar 2026 sind hier 1.326 Arbeitslose erfasst. Das entspricht einem leichten Anstieg um 158 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote steigt auf einen Wert von rund 2,3 Prozent.
Rechtskreis SGB II: Im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters Spree-Neiße sind aktuell 2.498 Personen arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet ein leichtes Plus von 14 Personen im Vergleich zu Januar 2025. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote liegt bei rund 4,4 Prozent.
Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften rückläufig: Das Jobcenter betreut im Januar 2026 3.362 Bedarfsgemeinschaften, 316 weniger als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sinkt deutlich um 410 Personen auf insgesamt 4.190.
Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa
Weitere Informationen
Quelle: Jobcenter Spree-Meiße
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