Gasthaus "Kolonieschänke"

Gemarkung Burg, Flur 10, Flurstück 170

Wohl um 1900 wurde das in Rede stehende Gebäude als Gast- und Logierhaus und Teil einer noch älteren Hofbebauung errichtet. Diese Wirtschaftsgebäude sind allerdings nur teilweise erhalten und nicht denkmalrelevant. Ebenfalls nicht zum Schutzumfang des Denkmals gehört der in mindestens zwei Bauphasen entstandene hofseitige jüngere Anbau unter einem Satteldach, der heute den Hotelzugang und die Küche beherbergt.
Das Gasthaus hat seinen Standort südlich der Hauptspree und der hier in einer S-Kurve verlaufenden Ringchaussee unweit der Kreuzung Ringchaussee/Naundorfer Straße/Erste Kolonie.
Eingeschossiger, rhythmisch gegliederter Sichtziegelbau mit Keller, Drempel und abschließendem Satteldach. Straßen- wie hofseitig zweigeschossiger Mittelrisalit von drei Achsen. Dem nördlichen (straßenseitigen) Mittelrisalit eine offene, halbhoch verbretterte Veranda unter einem Pultdach vorgelagert. Die in der Breite über den Mittelrisalit reichende Veranda von jeweils zwei hochrechteckigen Fenstern über dem Sohlbankgesims flankiert. Die Fensteröffnungen mit Putzrahmung und Verdachung versehen. Über den großen Fenstern jeweils zwei kleine Drempelfenster angeordnet. Die Ecken des Gasthauses wie die des Mittelrisalits kapitellartig ausgebildet und verputzt, dadurch besonders betont. Unter der Traufe Klötzchenfries. Die Veranda über mehrere Granitstufen zu betreten. Bauzeitliche zweiflüglige Holztür mit Oberlicht. Das Zwerchhaus im Giebelfeld mit Putzdekor. Die Schmalseiten nahezu identisch gestaltet: Jeweils vier hochrechteckige Fenster über einem Gurtgesims wie straßenseitig, im Giebelfeld über einem Sohlbankgesims kleinere Fensteröffnungen. Darüber Akzentuierung durch ein kleines Fenster mit Rundbogen. Hofseitig südwestlich der Kellerzugang (BLDAM).
 

Lage


03096 Burg (Spreewald)
Ringchaussee 136
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