Oberförsterei Tauer, bestehend aus Forsthaus (Wohngebäude) und Stallscheune

Gemarkung Tauer, Flur 4, Flurstück 481

Um die Mitte des 19. Jahrhundert war die Oberförsterei ein Dreiseithof mit Forsthaus und mehreren Fachwerkwirtschaftsgebäuden. 1913 wurden weit zurückgesetzt von der Straße ein neues Wohnhaus für den Oberförster und eine Stallscheune gebaut. Vor dem Forsthaus ein großzügig angelegter, unbefestigter Freiraum mit alten Bäumen, seitlich und hinter dem Forsthaus großes Gelände des ehemaligen Gemüegartens und Weideland. Das villenartige Forsthaus ist über annähernd quadratischem Grundriss aufgeführt. Putzbau mit mächtigem, vorkragendem Krüppelwalmdach. Strukturierung durch große Schleppgaube mit Fachwerkzier an der Fassade, zweiachsiges Zwerchhaus mit Walmdach an der Gartenseite sowie kleine Fledermausgauben auf den Walmen. Gegliederte Gebäudeseiten, Auflockerung durch unterschiedliche Fensterformen, nahezu vollständiger Verzicht auf dekorative Details. Lediglich Zierfachwerk an der Schleppgaube, Pfeilerstruktur an der Verandabrüstung und Schablonenmalerei an den Konsolen der Eingangsverdachung. Prägende Gestaltung durch Form-, Farb- und Materialkontraste.

Die Stallscheune steht im rechten Winkel zum Wohnhaus, satteldachgedeckter Sichtziegelbau. Im rechten Drittel Tenne und Bansen, mittlerer Teil Pferdestall mit Futter- bzw. Häckselkammer, links separate Klein- und Großviehställe. Außen unterschiedlich breit und hoch ausgebildete Bohlentüren, Lken bzw. Fenster und Lüftungsschlitze. Stahlsteindecke zum Heuboden, zahlreiche Einbauten aus der Bauzeit. (BLDAM)

Lage


03185 Peitz OT Tauer
Hauptstraße 16 A
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