Preußischer Meilenstein

Gemarkung Kolkwitz, Flur: 3, Flurstück: 375/7

Der Meilenstein befindet sich in der Gemeinde Kolkwitz in der Berliner Straße, B115, km 94,0, nahe dem Ortsausgang Richtung Cottbus an der südlichen Straßenseite. Vermutlich um 1846 im Zuge des Baus der so genannten Kunststraße Berlin-Cottbus. Der Abschnitt der Kunststraße in der Gemarkung Kolkwitz wurde am 6. August 1846 übergeben. Der Meilenstein ragt als 71 cm hoher konischer Rundsockelstein ohne Schaft aus dem Erdreich. In den 1960er und 1990 Jahren wurde die Straße erneuert. Durch die Arbeiten kam der Meilenstein immer tiefer ins Erdreich, die ursprüngliche Höhe dürfte zwischen 80 bis 110 cm liegen. Es handelt sich um einen Ganzmeilenstein aus grauem, Natur belassenem Granit dessen unterer Durchmesser 41 cm und oberer Durchmesser 39 cm beträgt. Die Inschrift fehlt, sie war wahrscheinlich ursprünglich aufgemalt. Es handelt sich um den Meilenstein XVII, der vorherige stand in Krieschow, der nächste befindet sich in Madlow. Nach dem heutigen metrischen System markiert der Stein eine Entfernung bis Berlin von 128 km. Die preußische Meile hatte eine Länge von 7,53248 km, der Nullpunkt der Vermessung aller preußischen Poststraßen in Berlin befand sich am alten Leipziger Tor in der Nähe des Dönhoffplatzes (BLDAM).

Lage


03099 Kolkwitz
Berliner Straße
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