Mietwohnhaus

Gemarkung Forst, Flur 19, Flurstück 70

Die Cottbuser Straße gehört zu den Hauptverkehrsstraßen der Stadt Forst (Lausitz). Sie trug früher den Namen Euloer Gasse nach dem nordwestlich gelegenen Dorf Eulo. Spätesten 1874 wird die Verbindung zwischen Markt und Peitzer bzw. Spremberger Straße als Cottbuser Straße bezeichnet, die nördliche Fortsetzung Euloer Straße genannt. Das Mietwohnhaus wurde 1887 auf der Südseite der Cottbuser Straße für den Instrumentenbauer Christoph Meislohn errichtet. Der erste Entwurf, datiert auf den 16.10.1885 stammt von dem Maurermeister Adolf Kleinberg, Änderungen vom 3.3.1887. Der zwischenzeitliche Einbau eines Ladens und eines Schaufensters wurde durch das Büro Schuh & Stier 1902 revidiert.

Dreigeschossiger vollunterkellerter Putzbau von sechs Achsen mit Drempel und Satteldach. Rustiziertes Erdgeschoss, horizontale Gliederung der Fassade durch Gurt- und Sohlbankgesimse. Die linke äußere Achse besonders akzentuiert: durchgehende Rahmung, im Erdgeschoss Durchfahrt (zweiflüglige Hoftür mit Oberlicht) mit eisernen Radabweisern, über der Durchfahrt Fenster mit halbrunder Verdachung, darin Muschelwerk, über der Traufe zwerchhausartig halbrunder Volutengiebel mit Wetterfahne. Die hochrechteckigen Fenster im ersten Obergeschoss mit stuckierten Brüstungsspiegeln und Dreiecksgiebeln als Fensterverdachung. Im zweiten Obergeschoss gerade Fensterverdachungen, im Drempel querrechteckige Fenster von blattgeschmückten Volutenkonsolen flankiert. Unter dem Traufgesims Klötzchenfries. Das Hausinnere als Einspänner mit Toiletten auf halber Treppe ausgebildet. Erhalten das bauzeitliche Treppenhaus mit hölzernem Geländer sowie die zum Teil großzügig verglasten Etagen- und Wohnungstüren (BLDAM)

 

Lage


03149 Forst (Lausitz)
Cottbuser Str. 66
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