Bahnhof, bestehend aus Empfangsgebäude, Güterboden und Toilettengebäude

Gemarkung: Briesnig, Flur: 2, Flurstück: 531

Der Ort liegt sieben km nordwestlich der Stadt Forst (Lausitz). Westlich der Ortslage erstrecken sich nach Braunkohleabbau rekultivierte und teilkultivierte Flächen, unmittelbar östlich fließt als Grenzfluss die Lausitzer Neiße. Durch Briesnig, bis 1937 Briesnigk, führt die Bundesstraße 112, die Guben und Forst (Lausitz) verbindet. In die letztgenannte Stadt ist Briesnig seit dem 6.12.1993 eingemeindet. Auf einer Fläche von 9,7 km² lebten hier am 31.12.2010 laut Einwohnermelderegister 263 Einwohner. Ähnlich wie Grießen, Heinersbrück und Jänschwalde ist Briesnig teilweise vom Braunkohleabbau betroffen. Dies führte dazu, dass der größte Teil der Gemarkung dem Tagebau zum Opfer fiel und nur der östliche Teil mit der Ortslage selbst nicht abgebaggert wurde.

Das Empfangsgebäude ein ziegelsichtiger Bau zischen Malxe-Neiße-Kanal und Hauptstraße, die als Zufahrtstraße einen östlichen Abzweig bildet und zum Gemeindeplatz führt. Südlich zweigeschossiger traufständiger Teil mit südlichem Krüppelwalmdach, darin Leergespärre und zwei kleine Fenster zur Belichtung des ausgebauten Dachgeschosses. Nördlich anschließend zweigeschossiger Teil, leicht vorkragend und mit Satteldach. Das weit überstehende Dach ebenfalls mit Leergespärre, in den Giebeldreiecken halbrunde Putzfelder mit gekuppelten, ziegelgerahmten Fenstern. Besondere Akzentuierung des Ziegeldaches durch die mit Eichenlaubblättern bekrönten Dachfirststeine. Die Fassade mit segmentbogigen Fenstern, durch Gesimse und dunklere Ziegel horizontal gegliedert und belebt. Auf der Westseite Eingang mit Oberlicht und drei vorgelagerten Granitstufen, im Obergeschoss ein, auf der Ostseite zwei Fenster. Hier auch Eingang im traufständigen Teil und jüngerer eingeschossiger Ziegelbau mit Rechteckfenstern und Flachdach vorgesetzt. Im Innern die bauzeitliche Raumstruktur weitgehend erhalten. Südlich der Warteraum für Fahrgäste, nördlich die Abfertigung mit Fahrkartenschlater. Im Obergeschoss eine Wohnung und Diensträume für das Dienstpersonal.

In nördlicher Verlängerung des Empfangsgebäudes ein schmaler und niedriger Verbindungsbau zum Güterboden. Beide in Ziegelfachwerk und mit Dachpappe gedecktem Satteldach; der Güterboden jedoch breiter und höher. Die Fenster des Güterbodens vermauert, auf der nördlichen Schmalseite großes zweigflügliges Schiebetor und gemauerte Rampe. Der Verbindungsbau zu Lagerzwecken für Leuchten, Petroleum usw. genutzt. Über dem Schiebetor, auf der südlichen Schmalseite und ehemals gleisseitig am Vorbau Schriftzug „Briesnigk“.

Südwestlich des Empfangsgebäudes freistehendes Toilettengebäude als eingeschossiger ziegelsichtiger Bau mit Satteldach. Nordwestlich kleiner Anbau mit Abluftrohr und Schleppdach. Auf den Längsseiten jeweils eine Tür mit Oberlicht, auf der nördlichen Schmalseite zwei Türen, in den Giebelfeldern je ein größeres Fenster. Sämtliche Tür- und Fensteröffnungen segmentbogig (BLDAM)

Lage


03149 Forst (Lausitz) OT Briesnig
Briesniger Hauptstraße 34a
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