Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges

Gemarkung Guben, Flur: 9, Flurstück: 82

Die Gedenktafel wurde 1924 auf dem Areal des damaligen Schlachthofes in die südliche Außenwand des „Vorraums zum Fleischhacken“, einem ziegelsichtigen Kopfbau, der dem großen Kühlhaus vorgelagert war, eingelassen. Der Vorraum bildete die nördliche Platzbegrenzung eines früheren Schmuckhofes, von dem keine baulichen oder gärtnerischen Spuren überliefert sind.
Die Gedenktafel zentral in einem großen, rundbogenfensterähnlichen Wandfeld mit Putzrahmung angeordnet. In der Lünette der Tafel der Darstellung des Eisernen Kreuzes in der 1914 erneuerten Fassung mit Kronen, Initialbuchstabe W und Jahreszahl 1914. Darunter links Lorbeerzweige als Symbol des Sieges und des Friedens, rechts Eichenlaubzweige als Sinnbild der Unsterblichkeit, beide Zweige jeweils mit einem Band geschmückt. Sich nach unten fortsetzend Inschrift „Im Weltkrieg 1914-18/ starben den Heldentod für das Vaterland“ und die Namen von 30 im Zeitraum 1914-20 Gefallenen (20), an Krankheit (4) oder Verwundung (2) Verstorbenen sowie von Vermissten (4). Angegeben Dienstgrad, Familienname, Todesdatum und –ort. Dabei auch Differenzierung zwischen Meister (7), Gesellen (18) und Familienangehörigen (5). Die Tafel aus einer Girlande aus Lorbeer umgeben. Unterhalb der Tafel Perlstab und Relief mit dem liegenden Lamm Gottes, Zunftzeichen der Fleischer. Unter dem Relief querrechteckige Tafel mit Inschrift „Gewidmet von der Freien Fleischerinnung Guben am 14. September 1924“ (BLDAM).
 
 

Lage


03172 Guben
Grunewalder Straße 2
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